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21.11.2005 23:37:59 |
Hallo zusammen, ich plane die Errichtung eines Eigenheims von ca. 120m². Wir wollen mit einer LWP heizen. Um Investitionskosten zu sparen, allerdings mit Heizkörpern. Jetzt hat mir ein Freund abgeraten, mit der Begründung, dass sich das nur mit Fußbodenheizung rechne. Ansonsten müsse ich bei den Betriebskosten im Vergleich zur Gasheizung sogar noch draufzahlen. Stimmt das? Die Wärmepumpe ist übrigens von Siemens LIC mit 300l Speicher. Ist dieser Speicher eigentlich nur für Brauchwasser oder ist das auch ein Pufferspeicher? Wäre nett von Euch zu hören. Gruß Max
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22.11.2005 07:49:29 |
Hallo Maximilian, das geht, allerdings sollten die Heizkörper so groß ausgelegt sein, dass die Hütte mit einer VL- Temperatur von max ca. 35-38° warm wird. So riesengroß wird der Unterschied zu einer FBH preislich aber nicht sein, da gibt es sehr nette Systeme, die quasi als Trockenestrich verlegt werden können, such mal nach Joco und Creaton Estrichziegel, ist evtl. dann doch eine Alternative. Ich habe eine WP mit Heizkörpern, da ich fast im ganzen Haus massive Dielenböden habe, da liegen mit Unterbau ca. 4,5 cm Holz, wäre nicht optimal gewesen für FBH... Meine dicken dreilagigen HK haben noch nie mehr als 38° zu spüren bekommen, was auch bei unter -15° locker für 22,5° RT ausreicht. Gruß, Sebastian
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22.11.2005 08:38:21 |
Guten Morgen Maximilian75de, wichtigste Voraussetzung für den Betrieb einer monovalenten (nur Wärmepumpe, ohne Zusatzheizung) Luft-Wasser-Wärmepumpe ist eine sehr gute Dämmung bzw. Hausisolierung. Vor einigen Wochen habe ich in Stuttgart eine im Bau befindliche Wohnanlage (8 Wohneinheiten) gesehen, die mit 18cm (!!) dicken Dämmplatten isoliert wurde. Eine leicht überdimensionierte LW- Wärmepumpe ist zu empfehlen, um bei tiefen Minustemperaturen ausreichend Heizreserven zu haben. In welcher Klimazone wollen Sie bauen? Meine Bivalenzanlage (Ölkessel mit Luft- Wasser WP) beheizt insgesamt 250qm Wohnfläche, davon ca. 90 qm Fussbodenheizung mit Radiatoren (Wohnzimmer und Bad). Die Restwohnfläche wird mit Radiatoren beheizt. Alle Heizkörper wurden von mir vor einigen Jahren gegen 3-lagige Plattenheizkörper ausgetauscht. Die maximale Vorlauftemperatur beträgt in meiner Anlage bei -10 bis -12 Grad ca. 43 bis 45 Grad. Heute Morgen (5.oo Uhr) zeigte das Aussentermometer -3,2 Grad an. Im gesammten Haus war es 19,5 Grad warm. Der Heizungsvorlauf betrug 38,5 Grad. Gruss ManfredK |
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22.11.2005 09:46:51 |
@ManfredK also, das mit der Überdimensionierung würde ich nochmal überdenken..., knapp unterdimensioniert und dafür an den paar Tagen, wo es wirklich exrem kalt ist, mit´m Tauchsieder nachgeheizt dankt einem die WP mit einem wesentlich konstanteren Lauf. Und was die Temperaturen angeht: Ich hatte heute früh 05:00 bei ähnlicher Aussentemp. innen noch knapp 21° und das bei dezentraler Zuluft, also schon recht kühler Luft von aussen. Mein Soll-VL lag bei knapp 33°für RT 22°. Ich habe Ständerbauweise mit insgesamt 30 cm Wandstärke. Gruß, Sebastian |
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22.11.2005 09:49:05 |
Nachtrag: Da ich nachts WW mache, steht entsprechend weniger WP-Leistung für die Heizung zur Verfügung, was einer faktischen Nachtabsenkung gleichkommt.
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22.11.2005 12:57:27 |
@ sebastian Gratuliere zu den hervorragenden Heizenergiewerten Ihres Hauses. Einige Fragen können Sie mir vielleicht beantworten: Womit überbrücken Sie die Abschaltzeiten des EVU und wie lange dauert die Unterbrechung bei Ihnen? Ständerwerk, schreiben Sie, von 30 cm Dicke hat Ihr Haus. 30 cm Holz mit Steinfüllung oder sonstiger Isolierung? Wie ist die Aussenhülle beschaffen, um bei -3 Grad mit 33 Grad Vorlauftemperatur noch 21 Grad Raumtemperatur zu halten? Bekanntlich ist Holz ein schwacher Wärmeleiter. Besteht Ihr Haus ganz aus Holz? Wie ist die oberste Geschossdecke und die Kellerdecke oder Ihr Hausboden isoliert? Bei -15 Grad mit 38 Grad Vorlauftemperatur auszukommen, ohne Bodenheizung, ist fast unglaublich. Wie machen Sie das? Es interessiert mich! Wie gross ist Ihr Pufferspeicher? Gruss ManfredK
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22.11.2005 15:11:20 |
@ManfredK Ständerbauweise => 18 cm starkes Ständerwerk "ausgefacht" mit Mineralwolle 035, aussen 6cm Styro,davor Holzverschalung, winddichte Ebene innen 15mm OSB (gleichzeitig aussteifende Schicht), davor noch 6cm Installationsebene ebenfalls mit Mineralwolle gefüllt und beplankt mit Rigips. Dach (offener Wohnraum) von innen nach aussen: Holzbeplankung, 6cm Installationsebene mit Mineralw., 15 mm OSB, 16 cm Zwischensparrendämmung WLG 035, 6cm Styro (gleichzeitig Schneebremse). Keller ist aus Styropor-Schalungssteinen gebaut, also "eingebauter" VWS, tw. beheizt, Geschossdecke zum EG 8cm Dämmung auf Beton, massive Holzböden. Errechnete zu installierende Heizleistung 7,4 KW. Noch kein Puffer, keine Sperrzeit, normaler Zweitarif-Zähler, leider etwas schwachbrüstiges Integralgerät, werde ihm diesen Winter den häufigen Gebrauch des Heizstabs durch eine zusätzliche WP und 500 Liter Puffer hoffentlich abgewöhnen. Ach ja, habe auch einen Kaminofen, der hilft natürlich auch. Aaaber, die an der Nordwestseite gelegene ELW bekomme ich mit den genannten Heizungs- Temperaturen auch ohne zusätzlichen Ofen und über dem ungeheizten Teil des Kellers auf die 22°. |
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22.11.2005 22:46:48 |
Also wir beabsichtigen ein Haus mit einer Außenwand von 17,5 Ytong + 100mm Hartschaumdämmung zu bauen. Wie uns heute morgen ein Heizungsbauer gesagt hat, kann man die Heizkörper so auslegen, dass eine Vorlauftemperatur von 35 Grad möglich wird. Dafür werden aber die Heizkörper sehr groß. Was heißt groß? Hat jemand Erfahrung mit Siemens Luft- Wasserwärmepumpe LIC? Gruß Max |