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Wärmespeicherung im Erdreich
Verfasser:
Stephan Müller
Zeit: 10.09.2003 18:05:49
0
27188
Hallo Kollegen,

einer meiner Kunden möchte eine Solaranlage speziell für die Heizungsunterstützung in seinem Zweifamilienhaus, hat aber für den Pufferspeicher keinen Platz mehr im Haus. (Die Warmwasserbereitung hat bereits eine eigene Solaranlage.)
Sein Wunsch ist es daher, einen Pufferspeicher im Erdreich einzubauen.
Ich kenne dafür keine geeigneten Produkte, das Ganze muß ja gut gedämmt sein und ich glaube druckfest bis 2.5 bar wird wohl nicht zu bezahlen sein.
Vor einiger Zeit habe ich mir eine interessante Pdf zum Thema Langzeitspeicherung mittels Kies-/Wasser-Wärmespeichern aus dem Netz gezogen. Dabei ging es allerdings um große Pilotanlagen für solare Nahwärme.

Nun meine Fragen:
- Gibt es bereits erprobte Konzepte bzw. Bausätze für solche Speicher, die jede Tiefbaufirma in der Lage wäre einzubauen? Wer liefert sowas?
- Wer liefert gedämmte Heißwasserspeicher für Erdreicheinbau?
- Wie sieht das Verhältnis der Investitionskosten von drucklosem Heißwasserspeicher zu Kies-/Wasserspeicher bei gleicher Wärmekapazität aus (Der Kies-/Wasserspeicher muß ja schließlich größer sein)?

Im betreffenden Fall passen ca. 30 m² Flachkollektoren auf das Dach.

Verfasser:
C. Brenner
Zeit: 10.09.2003 21:51:52
0
27189
Hallo.

In Attenkirchen wurde ein Großprojekt mit verschiedenen Speichern realisiert. Das ist allerdings auch eine Studie; Serienprodukte haben sich bisher daraus nicht abgeleitet.

Hier ist man wohl nach wie vor auf Eigenbau angewiesen.

Mir stellt sich hier in erster Line die Frage, welches Temperaturniveau hier genutzt werden kann (soll).
Ohne Wärmepumpe wird sich die Ausbeute wohl auf eher bescheidenem Niveau bewegen.

Gibt es schon Dimensionen? Welche Kapazität soll den gespeichert werden?
Wie hoch ist der gesamte Energiebedarf?

Grüße, C. Brenner www.Celsius-compile.de



Verfasser:
Stephan Müller
Zeit: 10.09.2003 23:37:45
0
27190
Temperaturniveau:

Das Haus läuft bisher mit max. 50 °C Vorlauf (überdimensionierte Heizkörper). Hinzu kommt eine Fußbodenheizung für 2 Räume (ca. 30 bis 40 m²), der schlechte Wärmeschutz (Altbau) erlaubt im Auslegungsfall nicht weniger als 45 °C Vorlauf. Ich will die hydraulische Einbindung so gestalten, daß bei niedrigen Speichertemperaturen wenigstens die Fußbodenheizung versorgt werden kann.
Der Kies-Wasser-Wärmespeicher kann laut vorliegenden Forschungsberichten mit bis zu 90°C belastet werden. Daß diese wegen der Verluste über die Dämmung tatsächlich zu erreichen sind , bezweifle ich allerdings.
Das Haus hat einen Wärmebedarf von ca. 15 bis 20 kW. Die nutzbare Energiemenge ist sowieso durch die Dachfläche begrenzt.
Weiter habe ich bisher noch nicht gerechnet.

Einen Deckungsanteil für die Heizung von 50 %, wie in den Versuchsprojekten erreicht, werden wir sicher nicht erreichen können. Also nehmen wir soviel wie die Dachfläche hergibt.

Also noch ne Wärmepumpe für ein paar kWh mehr werde ich dem Kunden nicht einreden.

Verfasser:
C. Brenner
Zeit: 11.09.2003 13:12:01
0
27191
Hallo.

Damit läge die nutzbare Temperaturspanne bei rund 40K. Sinkt die Temperatur des Speichers (gleich, welcher Natur) unter rund 40°C, ist sein Potenzial nicht mehr nutzbar.
Mit einer Wärmepumpe liese sich dieses Potenzial verdoppeln.

Ich meine, dass eine Verbesserung des Wärmeschutzes sinnvoller wäre. So kann man später mit kleineren Speichern mehr Energie vorhalten.

Auf meiner Website ist unter "Solar" ein Diagramm mit einer ähnlichen Kombination zu sehen.

Grüße, C. Brenner www.Celsius-compile.de

Verfasser:
Stephan Müller
Zeit: 11.09.2003 18:51:40
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27192
Kennt einer einen Lieferanten für Unterirdische Pufferspeicher?

Verfasser:
Hans Klapka
Zeit: 13.09.2003 14:57:28
0
27193
Hallo,


für spezielle Speichersysteme kann ich Dir Herrn Lessing von der Fa. Powertank empfehlen. www.powertank.de !!


Viele Grüße

Hans Klapka

PS. Warum wollt Ihr keine Vakuum-Röhren einsetzen?

Verfasser:
baffm
Zeit: 15.09.2003 00:02:15
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27194
hallo S. Müller,

scheinst nen Spezial-Behälterbauer beauftragen zu müssen...Schau mal da:

http://www.btd-gmbh.de/

Das Stichwort "unbezahlbar" scheint aber angebracht.


BAffm

Verfasser:
Werner Marth
Zeit: 23.09.2003 15:38:52
0
27195
Hallo, also es gibt in der Nähe von Heibronn (Necharsulm Wohngebiet Amorbach 2) solch ein Objekt. Da leigen ca 50.000@m Solarkollektoren auf den Hausdächern, welche die Energie im Sommer über ins Erdreich speichern und in der Heizperiode wieder runtergekühlt werden. Ist allerdings für den "Kleineren Verbrauch " zu teuer, außerdem muss das Erdreich dementsprechend sein.
Die Fa. mit dem Tank im Tank System (Öltank)als Erdtank wäre nicht schlecht.Kann aber auch ein " Normaler Erdtank für z.B Regenwasser sein, Kunststoff (Temperatur beachten) oder Betontank.Je nachdem wo man wohnt ( wegen Regen und so) kann man das Regenwasser als Energiespender nutzen. Muss nicht druckfest sein, Tank in die Erde, voll mit Wasser machen, über Waermetauscher die Solare Energie einleiten, mit noch einem Waermetauscher an eine Wasser -Wasserwaermepumpe, dann ab ins Heizsystem. Tanks im Erdreich kühlen nicht soviel aus wie man denkt. Muss man jemanden haben der sich mit sowas auskennt. Ist nicht so teuer wie es sich anhört.Dann noch die Waermepumpe mit einem Nachstromtarif und aus dem ganzen wird eine kostengünstige Heizanlage mit Solarer Förderung. Klar das man zuerst mit Solar auf den Brauchwasserspeicher geht, wenn vorhanden. Auch das Brauchwasser evtl. mit Strom nachzu heizen, ist nicht so teuer wie man glaubt.

Verfasser:
Lohrmann
Zeit: 04.11.2003 08:57:32
0
27196
Man sollte den, für die Wärmepumpe bereits vorhandenen Erdkollektor thermisch, mit Hilfe der/einer Solaranlage anheben.
Diese Speicherung ist vielleicht nicht ganz so effektiv aber extrem preiswert.
Ansprechpartner dazu ist Herr Klemm, Bereichsleiter in der Fa. Calox;
erdwaerme.calox@t-online.de
Diese Fa. hat bereits mehrere unterschiedliche Speichersysteme gebaut und kann Ihnen entsprechende Refenzobjekte benennen.

MfG.
N. Lohrmann

Verfasser:
RalfSpleet
Zeit: 04.11.2003 09:19:13
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27197
Hallo und Guten Tag,

auch hier wird wiedermal das Pferd von hinten........

Zunächst eine Frage:
- Warum möchte der Bauherr einen Solaranlage zur Heizungsunterstützung?
- Was möchte er eigentlich erreichen?

Wenn es um Energiesparen geht dann ist der Bauherr offensichtlich völlig falsch beraten worden. In einem EFH mit 15- 20 kW Wärmebedarf eine Solaranlage zur Heizungsunterstützung ist völlig falsch, denn eine derartige Anlage sollte (kann) nur in ein TOP gedämmtes Haus eingebaut werden.
Möchte der Bauherr Energie sparen sollte er über eine vernünftige Dämmung nachdenken und den Wärmebedarf um wenigstens 50% reduzieren.
15 kW entsprechen einem Energieverbrauch von ca. 33.000 kWh, 50% Einsparung sind 16.500 kWh. Das ist über eine Solaranlage nicht erreichbar.

Ralf Spleet
Dipl.Ing.
www.hls-planung.de

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