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Luft/Wasser oder Sole/Wasser WP in Neubau ? Bin verwirrt ?
Verfasser:
Timo Jakob
Zeit: 23.12.2005 11:33:51
0
300125
Hallo zusammen,

ich bin zur Zeit an der Planung unseres neuen Heims. Entstehen soll ein EFH im Großraum Stuttgart. Heizung- und WW Bereitung soll mit Hilfe einer Wärmepumpe geschehen. Nach dem ich hier so einige Beiträge gelesen habe, bin ich etwas verwirrt, was die richtige Dimensionierung betrifft. Da wir noch in einer frühen Planungsphase sind, kann ich noch nicht wirklich sonderlich viel Angaben zjm genauen Energieverbrauch machen. Fest steht aber:

- Grundfläche: 160 qm + 50 qm teilweise geheizter Keller
- Haus in Holzständerbauweise: U - Wert Wand ca. 0,19 W/qmK
- Beheizter Keller vollwärmegedämmt
- NT - Fußbodenheizung im ganzen Haus

Nun habe ich von zwei Anbietern unterschuedliche Angebote für Sole/Wasser Wärmepumpen. Beidesmal von Tecalor: TTF 7 eco bzw. TTF 13 eco. Beide bestehen darauf, dass ihre Heizleistung ausreichend bzw. notwendig ist... was stimmt den nun ???

Da mir die Bohrung auch finanziell zunehmend Kopfschmerzen bereitet, stellt sich für mich auch die Frage nach einer Luft/Wasser - Wärmepumpe.

Welche Kosten werden hierfür im Vergelich anfallen ?
Wie könnte die Anlage dimensioniert sein ?
Ist eine Kombination mit einer thermischen Solaranlage sinnvoll ?
Wie sinnvoll ist eine Kombigerät Außenluft/Abluft z.B. THZ 303 ???

Ich weiß... viel Fragen.... hoffe aber auch auf viele Antworten.... danke schon im Vorraus

Liebe Grüße
Timo

Verfasser:
Provenzaler
Zeit: 23.12.2005 12:41:00
0
300195
Ohne Heizlastberechnung sind die Angebote + Behauptungen eigentlich nur als unseriös zu bezeichnen.
Und dem Forum geht es da auch nicht besser...

Eine Luft-Wasserwärmepumpe ist ganz grob den Preis der Bohrung billiger.

Gruß Christian

Verfasser:
Timo Jakob
Zeit: 23.12.2005 14:07:10
0
300272
@Provenzaler

Dass aufgrund meiner Angaben keine genaue Berechnung möglich ist, ist mir schon klar. Aber es gibt doch sicher Erfahrungswerte und der Unterschied zwischn 7kw und 13 kw Leistung ist doch recht erheblich.

Vielleicht hilft ja folgende Angabe weiter, für ein - bezogen auf die bebaute Fläche und Außenmaße ähnliches Haus - gibt einer der Anbieter einen Jahresprimärenergiebedarf von 56 kWh/m²a an. Vielleicht hilft ja das weiter....

Bleibt immer noch die Frage, ob es grundsätzlich sinnvoll ist, in einem solchen Haus WW und Heizung mit einer Luft/Wasser Wärmepumpe zu betreiben...

LG Timo

Verfasser:
Hendrik42
Zeit: 23.12.2005 14:21:03
0
300290
Also aus dem Bauch raus würde ich sagen, bei einem Haus in Holzständerbauweise und um die 50-60kWh/qm/q Primärenergiebedarf (was auch minus 40% bis plus 10% Heizwärmebedarf heissen kann...) mit 160qm sind es eher die 7kW als die 13kW.

Aber da es bei WP's wirklich auf eine korrekte Auslegung ankommt, ist eine Heizlastberechnung zwingend zu machen!

Wahrscheinlich kann man das Haus, so die FBH richtig ausgelegt wird (VL 30°C) auch mit der THZ303 oder dem (neuen) großen Bruder THZ403 gut warmmachen.

Aber wirklich: Heizlastberechnung machen lassen!

Gruß, Hendrik

Verfasser:
ManfredK
Zeit: 23.12.2005 16:29:22
0
300378
Guten Tag Timo,

nicht verwirren lassen. Sie haben hier in diesem Forum die große Chance, sich kompentent beraten zu lassen und Informatinonen einzuholen.

Allerwichtigste Voraussetzung für den monovalenten Heizungs-Wärmepumpen-Betrieb ist ein seeeeeeeeeehr gut gedämmtes Haus.

War vor drei Monaten bei meinen Schwiegereltern in Stuttgart und habe dort in unmittelbarer Nachbarschaft ein im Bau befindliches Mehrfamilienhaus der Edelklasse gesehen. Außendämmung ca. 18 bis 20 cm. So ist es richtig!!

Bei optimal gedämmten Häusern reicht meines Erachtens ein Luft-Wasser Wärmepumpe aus (Sie sparen ein erhebliches Sümmchen Geld). Zur Brauchwasserbereitung legte ich mir eine separate Warmwasser- WP zu. Funktioniert bei mir so seit 17 Jahren.

Meine Bivalenz-Anlage (Wärmepumpe plus Ölkessel) hatte im letzten Jahr einen Gebäudewärmebedarf von 7,25 KW. In meinem Haus (Bj.1979/80, Wohnfläche 250 qm) habe ich unter anderem die oberste Geschoßdecke nachträglich mit 38 cm Dämmmaterial isoliert.


Gruß
ManfredK

Verfasser:
MM
Zeit: 23.12.2005 17:54:54
0
300431
Hallo,

wir haben 2004 ein kfw40-Haus (133 qm) gebaut und mittlerweile über ein Jahr Erfahrung mit einer Luftwärmepumpe der Fa. ACALOR. Es handelt sich um ein System mit Direktkondensation, d. h. kein Wechsel des Heizmediums. Das erhitzte Propangas gibt seine Energie direkt an den Fußboden, bzw. Wasserspeicher ab. Wir sind sehr zufrieden. Das Raumklima ist sehr angenehm.

Die Kosten sind ein sehr schlagendes Argument. Unser Stromversorger hat seit Jahren den WP-Tarif von 7,4 Cent (brutto)/KWh. Der wird jetzt allerdings auf 10,3 Cent (brutto)/KWh erhöht. Unsere Heizkosten lagen im vergangenen Jahr bei 390 Euro inkl. Warmwasser. Unter den neuen Konditionen werden wir wohl mit über 500 Euro rechnen müssen. Kosten der Anlage inkl. 180L Wasserspeicher, Estricherhöhung im 2. OG und Aufbau des Wärmetauschers 25 m vom Haus entfernt im Garten (2003) ca. 13.000 Euro (brutto). Das sind echte Zahlen, keine aus dem Rechner oder Werbeprospekt.

Die Heizung hat übrigens bei uns auch bei zweistelligen Minusgraden im vergangenen Winter ohne Probleme funktioniert.

Schöne Grüße
Mario

Verfasser:
Timo Jakob
Zeit: 23.12.2005 18:36:52
0
300459
@ ManfredK

Hier noch ein paar Infos zum Wandaufbau:

Holzständerbauweise:

4mm Putz + 40 mm Vollwärmeschuttzplatte + 13 mm Holzwerkerstoffplatte + 184 mm Vollwärmedämmung zwischen den Holzrahmen + 13 mm Holzwerkerstoffplatte + Dampfdiffusionsbremse + 9,5 mm Trockenputzplatte

Das sollte doch dämmtechnisch reichen....

Verfasser:
Hendrik42
Zeit: 23.12.2005 20:49:02
0
300537
Timo, hört sich gut an, aber das ist nur die Wand... was ist mit Dämmung auf oder unter der Bodenplatte und was ist mit dem Dach?

Gerade auf/unter Bodenplatte würde ich ordentlich drauflegen, da kommst Du nie wieder ran... :-)

Gruß, Hendrik

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