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Schwerkraftzirkulation in Solaranlagen
Verfasser:
Steffen Oberländer
Zeit: 28.09.2003 10:51:50
0
29379
Wer hat Erfahrungen mit Schwerkraftzirkulation.

Wir haben an einer Kundenanlage trotz Schwerkraftbremse in der Pumpengruppen und Thermosiphon in der Vorlaufleitung Schwerkraftzirkulation.

Sobald die Umwälzpumpe durch die Regelung abgeschaltet ist und der Kollektor ausgekühlt ist zirkuliert die Anlage mit 20 K Spreizung (z.B. 39/19°C)

Der der WWB verliert in der Nacht ca. 15 K. Offensichtlich über die Kollektoren.

Wie kann hier Abhilfe geschaffen werden bzw. wo kann ein Fehler vorliegen?

Zirkulationsverluste über das Warmwassernetz wurden nicht beobachtet.

Der WWB ist ein einfacher 300 - Liter Solarspeicher mit 2 Registern für Heizung und für Solar.

Viele Grüße

Steffen

Verfasser:
rocco
Zeit: 28.09.2003 12:38:13
0
29380
Vielleicht mit einem Magnetventil,parralell zur Pumpe verklemmt.
In die Rohrltg. einbauen.

Verfasser:
Fuggo
Zeit: 28.09.2003 13:12:13
0
29381
Dreh doch einfach mal über Nacht einzeln jeden angeschlossenen Kreis (Solar/ WW/ Keselkreis) zu um einzugrenzen ob tatsächlich über Kollektor zirkuliert.
Wie groß sind den Solar VL und RL gelegt, Zirkulation im Rohr evtl. über RL möglich oder evtl. Anschlüsse vertauscht?
Solar- Steuerung richtig angeklemmt und richtig eingestellt?
Solar- Temperatureinstellungen wie hoch?
Vielleicht spinnt ja auch die Steuerung, halt mal über nacht Stromlos machen.
So viel ist doch an Technik nicht dran.

So long

Fuggo

Verfasser:
Pit
Zeit: 28.09.2003 15:15:23
0
29382
@steffen

bau doch einfach ein heimeier thermosthatventil unterteil anstelle der schwerkraftbremse ein und setze dort einen elektrothermischen antrieb von heimeier(EMOT 230V) drauf, den klemmst du parallel zur pumpe an. Dann war es das mit Schwerkraftzirkulation, das funktioniert.

Verfasser:
Pit
Zeit: 28.09.2003 15:17:46
0
29383
@ Steffen

Wie alt ist die Anlage denn? Die Schwerkraftbremse kann sich ja schon in ihre Bestandteile zerlegt haben, oder sie hängt einfach nur fest.

Verfasser:
Kai Dehrmann
Zeit: 29.09.2003 12:05:12
0
29384
Hallo,

meine Solaranlage ist ca. 11 Monate alt und seit einigen Wochen habe ich das gleiche Phenomen beobachtet. Habe dann abends immmer die Hähne der Pumpengruppe zudrehen müssen (und morgens wieder rechtzeitig öffnen). Auch ein Durchspülen der Anlage mit geöffneten Rückschlagventilen hat nicht geholfen.

Ich habe das Problem nun mit einem 3-Wege Umschaltmagnetventil (für 70 Euro von Orkli) gelöst, womit ich auch gleich noch 2 weitere Unschönheiten gelöst habe.

1.) Im Ruhezustand ist das Umschaltventil nun als Bypass geschaltet. Damit verhindere ich, daß morgens mein Puffer mit dem kalten Wasser der Solarleitung abgekühlt wird. Erst wenn der kurzgeschlossene Solarkreislauf wärmer ist als der noch ruhende Rücklauf aus dem Puffer, schaltet ein Differenzthermoschalter (17 Euro bei Conrad) das Magnetventil ein und der übliche Solarbetrieb beginnt.

2.) Nachmittags habe ich beobachtet, daß der Kollektor zwar noch wärmer als der Puffer ganz unten ist (und damit die Umwälzpumpe läuft), aber in der letzten halben Stunde der Rücklauf aus dem Boiler doch wärmer ist als der Vorlauf. Genau dann schaltet nun der Differenzschalter bereits wieder auf Bypass zurück und verhindert so diesen Wärmeschwund.

3.) Dadurch, daß die Ruhestellung im Bypass ist und der Pufferrücklauf so aufgetrennt ist, kann es zu keiner ungewollten Zirkulation mehr kommen.

Wenn schon modifizieren, dann würde ich es genau so machen !

Viele Grüße

Kai Dehrmann

Verfasser:
martin Havenith
Zeit: 29.09.2003 12:14:52
0
29385
Hallo Kai,

gute Lösung!!

Wenn ich mir eine Solaranlage bauen würde, würd ich es ähnlich machen. Das Problem, das sich der Boiler durch Schwerkraftzirku über den kollektor entläd, habe ich auch schon gehabt. Die billigste Lösung, die ich dann immer vorschlage, ist die oben von Pit beschriebene.

Verfasser:
mark
Zeit: 29.09.2003 13:36:44
0
29386
hallo,
ich hatte bei einem kunden ein ähnliches problem.
300l speicher, bivalent. 1000l puffer.
im sommer kein problem, aber im winter, wenn die puffer mit feststoff geladen wurden (80°c), dann schwerkraftentladung.
ich hab dann zweiwege ventile eingebaut, mit der pumpe verklemmt.
der vorteil gegenüber einem thermischen ventil ist die öffnungszeit. und ausserdem haben sie geöffnet fast keinen widerstand.
kosten ca 70€

gruß mark

Verfasser:
mark
Zeit: 29.09.2003 13:40:31
0
29387
Zonenventil Durchgang VZ 3/4 Zoll Anschluss
Preis: 52.99 €

gesehen bei

http://www.euraoil.com/shop/start.php3?page=/shop/112.php3

gruß mark

Verfasser:
Martin Havenith
Zeit: 29.09.2003 19:56:00
0
29388
@ Mark

könntest du beziffern, wieviel Schaden(Energieverbrauch) die Fehlzirku zum Kollektor verursacht hat?

Ich hatte zwar den gleichen Fall, aber leider in Griechenland (Tessaloniki)
Der Fehler ist zwar mit dem Stellventil jetzt beseitigt, aber ich hab keine Rückmeldung wieviel jetzt weniger verbraucht wird.

Würd mich wirklich mal interessieren.

Verfasser:
me. Ahrendt
Zeit: 29.09.2003 23:10:25
0
29389
Häufig stellt sich bei diesem Fehler heraus, das der VL-K. unten und der RL-K. oben an den Wärmetuascher angeschlossen wurde ... hierbei können die RV aber nicht funtkionieren, da der Auftrieb in Flußrichtung erfolgt ...

Nachsehen wo der VL angeschlossen ist !

... und dann braucht man auch keinen Stellantrieb ! ... weder kaufen noch betreiben !

Verfasser:
mark
Zeit: 30.09.2003 10:45:06
0
29390
@martin havenith

laut aussage des betreibers kühlte der 1000l puffer über nacht um ca 30K ab. wieviel dabei aber als heizenergie verbraucht wurde weiss ich nicht.

g mark

Verfasser:
Steffen Oberländer
Zeit: 30.09.2003 17:14:47
0
29391
Vielen Dank für alle Hinweise, besonders Vertauschung VL/RL werde ich noch mal prüfen lassen, da Leitungsführung nicht mehr sichtbar.


Steffen Oberländer

Verfasser:
Martin Havenith
Zeit: 30.09.2003 19:52:40
0
29392
@ mark

wenn der Speicher tatsächlich komplett um diese 30 K abkühlen würde, dann wären etwa 32.ooo Wh, 32 kW, 3,2m³ Gas, 3,2 liter Öl verschwunden.

Das ist aber schon heftig!

Wenn ich jetzt eine ordentliche Schichtung im Puffer voraussetze, dan relativiert sich die sache wieder.

Aber ein Drittel davon könnte es schon gewesen sein.

Eine kontrollierte Kollektorhydraulik ist also extrem wichtig.....

Verfasser:
Thomas Rölen
Zeit: 16.10.2006 18:12:57
0
491788
Ich hatte bei meiner Solaranlage BUDERUS Logasol auch Temperaturverluste im Brauchwasserspeicher. Bei mir waren die Klemmverbindungen vom Kollektorfühler im Lauf der Jahre oxydiert, was zu einem höherem Leitwiederstand in der Fühlerleitung führte. Dadurch wurde der Solarregelung auch nachts eine falsche Kollektortemperatur gemeldet, die um die eingestellte Spreizung zum Fühler im unteren Speicherbereich von 8 Kelvin höher lag. Dadurch startete meine Solarpumpe und transportierte die im Speicher über Tags geladene Wärme wieder auf das Dach zurück. Der Wärmeverlust trat also nachts über die Kollektoren auf.

Verfasser:
Ullme
Zeit: 16.10.2006 19:17:15
0
491830
Hallo,

ich hatte bis vor kurzem das gleiche Problem mit der Schwerkraftzikulation im Vorlauf.
Mein Speicherverlust betrug Nachts zwischen 10 und 15 Crad obwohl alle Abnehmer aus waren und es Sommer war.
Wie ich herausgefunden habe war im Vorlauf tatsächlich die Schwerkraftbremse defekt.
Ich habe jetzt ein Zonenventil eingebaut und dadurch das Problem behoben.

Gruß
Ullme

Verfasser:
Erwin
Zeit: 07.11.2006 18:23:27
0
506577
Hallo
Auch mein Pufferspeicher hat sich abends über die Kollektorvorlaufleitung entladen ,trotz Schwerkraftbremse über der Pumpe. Allerdings nur wenn der Pufferspeicher durch den Holzkessel auch im unteren Bereich so um die 70°C hatte.Mein Heizungsbauer hat mir dann einen sogenannten Thermischen Syphon eingebaut. Seitdem bleibt die Solarvorlaufleitung schön kühl.( Keine Kosten, guter Service vom HB).
Ich würde jedem empfehlen direkt beim Anschließen der Solarspeicher einen Thermischen Syphon einbauen zu lassen .
Kosten: 4 Bogen und ein paar cm Leitungsrohr.
Funktioniert prima.

Mfg Erwin

Verfasser:
Fra1966
Zeit: 08.11.2006 12:19:50
0
507202
Hallo,

da unsere Anlage unter dem gleichen "Wärmeschwund" leidet und ich nun nach den hier gelesenen Infos auch ein Zonenventil einsetzen möchte, hab ich noch ein paar Fragen:

a) So wie ich das verstanden habe, wird das Zonenventil parallel zur Punmpe geschaltet (Stromseitig) Ist es für die Pumpe nicht "schädlich", wenn sie die ersten 5-10Sek. gegen das noch geschlossene bzw. sich erst öffnende Zonenventil arbeiten muss?

b) Muss das Zonenventil in den Rücklauf und wenn ja vor oder hinter die Pumpe?

Gruß

Frank


Verfasser:
Ullme
Zeit: 08.11.2006 18:46:37
0
507464
Hallo Fra1966,

das macht der Pumpe nichts aus wenn die ein paar sec. dagegendrückt, aber das Ventil öffnet sich ziemlich schnell so das direkt ein Durchfluss da ist.
Ich hoffe das Bild beantwortet die andere Frage ;-)



Gruß
Ullme

Verfasser:
f.r.i.e.s.e
Zeit: 09.11.2006 12:08:21
0
508002
Frage zum Thema Bypass bei Solarthermie:

Ich habe je 15 qm Solarthermie in Ost-West-Ausrichtung, die in zwei 1000-Liter Pufferspeicher speisen.

Der Weg zum Dach ist jedoch sehr lang, teilweise legt das Wasser über 30m zurück, bis es im Pufferspeicher ankommt. Wenn ich die Uhr beobachte, sind es bis zu 3 Minuten, die die Solarthermie erst den Puffer kühlt, bevor die Wärme vom Dach Wärme reinschickt.

Lohnt sich in meinem Falle schon eine Steuerung im Bypassprinzip, denn die Idee fand ich ganz gut, soll doch der Saft erst im Kreis drehen, bis er warm genug ist und die Wärme dann in den Puffer schicken.

Gruß Stephan

Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit: 09.11.2006 19:26:53
0
508318
@Interessenten

Thermosyphonschleifen

Lohnen immer bei fachgerechter Ausführung, Leitungsführung senkrecht nach unten mindestens gleich dem zehnfachen Rohrdurchmesser, Strömungsumkehrstrecke unten nicht isolieren, damit ein Kaltwassersack entsteht. Bei Solarwärmetauschern an beiden Seiten TS vorsehen, da in Solaranlagen auch Einrohrzirkulation auftreten kann.
Aus gleichen Gründen sind heute in Solarstationen Schwerkraftbremsen in VL und RL Stand Technik.
Dietmar Lange

Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit: 09.11.2006 19:34:35
0
508328
@f.r.i.e.s.e

Für größere Anlagen mit zwei Kollektorfeldern Ost/West und langen Leitungen stellen einige Regelungshersteller(z. B TEM) genau für diesen Fall einstellbare Hydraulikvarianten bereit.

Dietmar Lange

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