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30.09.2003 06:38:00 |
Tach Kollegen, vielleicht hat einer einen guten Tip für mich?! Bei einem meiner Kunden lassen sich einige Heizkörper im Erdgeschoss nicht ganz ausstellen. Es handelt sich um Dia-Norm-Ventilplatten, die immer etwas warmbleiben, auch wenn der Thermostat ganz runter gedreht wird. Der Brennwertkessel WGB 2 von Brötje mit elektronisch geregelter Pumpe befindet sich im Dachgeschoss. Spülen der Rohrleitungen, Austauschen der Ventileinsätze und Austauschen der Heizkörper brachten keinen Erfolg. In der unmittelbaren Nachbarschaft des Kunden haben wir noch mehrere Anlagen installiert, die aber einwandfrei laufen. Bei denen wurden jedoch Ventilheizkörper von Brötje installiert. Bitte um rege (und gute) Antworten! Mit freundlichem Gruß olli
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Verfasser: Martin Havenith | Zeit:
30.09.2003 07:00:17 |
Da die Heizkörper weit weg von der Pumpe sind, gehe ich mal davon aus, das der Pumpendruck die Ventile nicht aufdrücken kann. Manchmal sind Thermostatköpfe auch defekt... Oder der Ventilsitz hat eine Macke (nachfräsen, eher unwahrscheinlich) oder, was ich leider mal in einer großen Sanierung erleben musste, die Ventileinsätze haben die falsche nennweite, und können daher garnicht absperren. Bei fast 300 Ventileinsätzen sind etwa 30 % vertauscht worden. Bis wir das gefunden hatten....
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30.09.2003 14:02:32 |
@ Martin
Danke für die Informationen Da wir ja schon sämtliche Heizkörper getauscht haben, sind die Ventilköpfe (Heimeier) sicherheitshalber gleich mitgetauscht und inzwischen wieder woanders eingesetzt worden, wo sie einwandfrei funktionieren. Auch hatte ich damals schon bei der Fa. Dianorm angerufen, ob überhaupt die richtigen Ventileinsätze eingebaut sind, worauf ich die Antwort bekam, daß man nur die eine Sorte habe...
Aber welcher Hersteller war denn das mit den vertauschten Einsätzen?
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30.09.2003 14:11:25 |
Na dann mach mer halt mal Brainstorming, wie es so schön im Neudeutschen heißt. Was für Thermostatköpfe drauf? Danfoss RAW- K lassen sich zum Bleistift innen per Stellschraube auf zwei verschiedene Stiflängen der Unterteile umstellen. Vielleicht sind ja auch unterschiedliche Unterteile drin. Was gibt´s denn noch, Kappenaufsätze (so die kleinen gelben) gehören auch bei manchen auf die Stifte drauf. Ach ja, Einrohr- Zweirohr ?, da war doch noch was mit Schwerkraftbremsen, wo werden die Heizkörper zuerst warm? VL/ RL oben/ unten? So long Fuggo
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30.09.2003 14:13:59 |
Mist zu langsam, Posting von gerade eben noch nicht gelesen. Ok, obere Möglichkeiten kann mal wohl vergessen. Da wirds langsam rar mit den Chancen
Hmmm, grübelgrübel
So long
Fuggo
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30.09.2003 14:53:38 |
Läuft die Pumpe auf voller Leistung und drückt die Ventile auf, wenn alle anderen Heizkörper abgedreht sind? Keine Ahnung, ob das geht, ich bin nur Laie, aber wenn die Heizkörper warm bleiben, muß ja irgendwie warmes Wasser durchlaufen. Oliver
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30.09.2003 21:17:40 |
qFuggo Es handelt sich um eine Zweirohranlage. Die Schwerkraftbremsen und der richtige Anschluss von VL/RL wurden als erstes kontrolliert. Wir hatten in einem anderen Bauvorhaben mal VL/RL an einem Heizkörper vertauscht, was sich durch ein Klacken der Ventile bemerkbar machte. Für so einen Fall gibt es ja immer noch die sogenannten Idiotenventile mit umgekehrter Fließrichtung. @Oliver Der installierte Brennwertkessel verfügt über eine elektronisch geregelte Pumpe,die ihre Drehzahl selbstständig über die Temperaturdifferenz von VL/RL einstellt. d.h.: Sind viele Heizkörper aufgedreht, ist die Temperaturdifferenz am Kessel grösser und die Pumpe läuft schneller. Steigt die Rücklauftemperatur, weil einige Heizkörper geschlossen sind, wird die Drehzahl der Pumpe runtergefahren. Was ist eigentlich mit Kalk? Hat schon mal jemand über einen Enthärter aufgefüllt, oder irgend ein Antikalkzeug ins Heizungswasser gegeben? MfG Olli
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30.09.2003 21:42:35 |
>Spülen der Rohrleitungen, - hat nix mit der Funktion des Veniles zu tun >Austauschen der Ventileinsätze - Original Einsätze des HK-Herstellers eingesetzt ? >Austauschen der Heizkörper - mit was wurde ausgetauscht ? Nur Heizkörper gegeneinander oder auch mal nen anderen Hersteller probiert ? Aufdrücken des THV-Ventils durch Pumpendruck halt ich bei elektronisch geregelter Pumpe einfach mal für ein Gerücht, vernünftige Pumpeneinstellung vorausgesetzt, ansonsten wären Strömungsgeräusche ein Thema.... Verkalken halt ich auch mal für ein Gerücht... Was denkbar ist, das die Ventilsitze der HK nicht sauber bearbeitet wurden und der THV-Einsatz nicht dicht sitzt und deswegen obwohl geschlossen noch Wasser am THV-Einsatz vorbei durch der HK gedrückt wird. Es genügt wenn der Ventilsitz etwas zu tief gefräßt wurde und der Ventileinsatz dichtet nicht mehr... Zum Prüfen Handversteller oder Baukappe drauf und abdrehen ... Ansonsten, wenn die Anlage noch nicht zu alt ist...Hersteller anfordern und mit dem KD die Dinger überprüfen Achim Kaiser
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30.09.2003 21:50:55 |
Achim, das ist 'ne dT-geregelte, nicht dP! +glaub' abereigentlich auch nicht, dassesdie Pumpe ist. Oder kann man die Ventilauthorität sooo weit runterdrehen?
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30.09.2003 21:57:08 |
Und die Elektronik der Pumpe funzt einwandfrei ?, WILO z.B. hatte doch z.B. schon mal riesige Probs mit. Und die Einstellung der Restförderhöhe usw, passt? Schon mal die Ruhe- und Fließ- Drücke am HK- VL gemessen? Schon mal das Heizungswasser durch ein Feinsieb laufen gelassen? oder mal anstatt dem HK einen durchsichtigen Schlauch drauf und sehen was kommt wenn die Anlage läuft. Ich check´s nicht, so schwer ist das doch nicht, da ist doch nicht viel dran an so ner Anlage, ihr müsst irgendwas übersehen haben. Pumpe baut gewissen Druck auf zu ner Stange Wasser im Rohr, fließfließströmström, Thermostat klack klack, macht ganz auf oder ganz zu, baut Druck ab, warm kalt, fertig. Weiß nix mehr, nächster bitte. So long Fuggo |
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30.09.2003 22:21:22 |
Man, abends ist ja richtig was los hier! So, nun eins nachn andern: -Die Pumpe solls wohl nicht sein, weil die Heizkörper im OG, die ja näher zum Kessel sind, keine Probleme bereiten. -Laut Heizkörperhersteller gibt es keine anderen Ventileinsätze, somit können wir auch nichts vertauscht haben. Der Heizkörperhersteller weist sowieso jede schuld von sich. Nach deren Meinung sind Kalkausflockungen in der Anlage schuld(Was wir in den letzten 43 Jahren nicht einmal erlebt haben). Diese hätten die in Form von Abdrücken auf den Ventildichtungen der eingeschickten Ventilsätze festgestellt (also ich hab nix gesehen). -Zuletzt muß mir mal einer erzählen, wie ich am VL eines Ventilheizkörpers mit Hahnblock in Eckform Drücke messen kann. So, genug für heute. Ich leg mich hin träum von warmen Heizkörpern MfG Olli |
Verfasser: Martin Havenith | Zeit:
01.10.2003 06:45:59 |
@ olli die falschen Ventileinsätze waren von Heimeier allerdings kann heimeier nix dafür, wenn Schlaumeier in ein 3/4" Ventil einen 1/2" einsatz schraubt. Das ging ja noch, es wurde warm! Lustig wirds dann, wenn es umgekehrt ist. Dabei hatte ich dann in einer VHS Ärger mit allen Angestellten und Dozenten. Das war peinlich! Kalk in Heizung: Bei geschlossenen Systemen absoluter Schwachsinn. Wo soll denn die riesige Menge Kalk herkommen, die die Ablagerungen verursacht? Von den Paar Litern Nachspeisewasser, die man jährlich in die Anlage drückt? Oder hast du ein Durchlaufsystem (zum Kanal)? Pumpendruck: Auch der Mindestpumpendruck einer regelbaren Pumpe kann immer noch zu hoch sein.... Vielleich Achims rat folgen.
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01.10.2003 22:22:29 |
>Zuletzt muß mir mal einer erzählen, wie ich am VL eines >Ventilheizkörpers mit Hahnblock in Eckform Drücke messen kann. Achtung !!! Zitat: "Sukram´sche Lösung" Zitat Ende. Man nehme passende Entleervorrichtungen des Herstellers, schmeiße den labbrigen überflüssigen Plastikfummel raus, ne halbwegs dichte Vorrichtung hingetüdelt mit ner´ rückziehbaren Absperrung durch und durch wie werksseitig und mit nem´ Kugelhahn gesichert, nem´T und nem´Übergang für´n Manometer auflöten. Digital- oder Analog- Feinmanometer drauf, Fertich. Ich hoffe du hast nicht am falschen Ende gespart und hoffentlich entleerbare Hähnblöcke montiert, sonst funzt das nich. Alternativ einfach HK weg, n´ paar Übergänge drauf und messen wie gehabt, geht auch in Reihe mit Flexschläuchen und HK in Vollfunktion auf´m paar Balken gelagert, von wegen praxisnah und so. Schenial gell, Geht net, gibt´s net! Ach ja, http://www.haustechnikdialog.de/forum.asp?fid=3115&forum=1&uebersicht= selbiges Problem nur andersrum, Messtechnik und Fehlersuche für Anfänger und Fortgeschrittene. So long Fuggo |
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02.10.2003 16:24:46 |
Danke erst mal an alle für die ganzen Antworten.
Aber ich habe heute erstmal die Fa. Oventrop kontaktiert, weil ich an der Seriennummer der Ventileinsätze ein OV entdeckt habe. Mal abwarten, mit welchen Vorschlägen die wohl rüberkommen.
Bis denne
Olli
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Verfasser: Martin Havenith | Zeit:
02.10.2003 19:00:42 |
dann sollte dein Problem eigentlich in guten Händen sein....
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25.03.2004 16:58:56 |
Hallo Olli, gib mir mal bitte deine Fax Nr. Ich hab genau dieselben Problem und fax dir mal meinen "Erlebnisbericht" zu. Er ist zu groß fürs Forum. Gruß conny
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25.03.2004 17:00:13 |
Tschuldigung Tel Nr. und Fax Nr. vergessen Tel 07272-740401 Fax 07272-740402 Gruß Conny
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25.03.2004 18:21:14 |
Hallo Olli, ist den schon ein Differenzdruck-Übersrtömventil eingebaut? Gruß Jürgen
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| | Zeit:
26.03.2004 13:52:03 |
So, meine Herren, da bin ich wieder Nachdem die Oventrop Ventileinsätze verschrottet wurden, (da kein Befund bei der Fa. Oventrop, mit Ausnahme gewisser Abdrücke im Ventilteller),und der Wärmetauscher vom Kesselhersteller ausgetauscht und zusammen mit einer Wasseranalyse zur Überprüfung auf Materialabtrag ins Werk geschickt wurde, (wer weiß, wo die den gelassen haben, auf jeden Fall isser unauffindbar),habe ich mich nun entschlossen, Bäcker zu werden, falls das allerletzte Ass im Ärmel, nämlich Fernox Heizungsreiniger und Heizungsvollschutz auch als Rohrkrepierer enden sollte. Hat irgendjemand, ausser den Bäckern natürlich, irgendwelche Erfahrungen mit Fernox? @Connie: Schick dir gleich n Fax rüber, danke schon jetzt im voraus @Jürgen: Ein Überströmventil darf lt. Kesselhersteller gar nicht eingebaut werden, da sonst Probleme mit der Anlagenhydraulik und der Pumpensteuerung auftreten können. Ausserdem laufen die anderen 50 Anlagen, die wir pro Jahr mit den selben Komponenten bauen auch ohne Überströmventil wunderbar. Ansonsten wünsch ich ein schönes und störungsfreies Wochenende MfG Olli
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