Cookies erleichtern die Bereitstellung der Dienste auf dieser Website. Mit der Nutzung dieser Website erklären Sie sich mit dem Einsatz von Cookies einverstanden.

Alle
Foren
Fußbodenheizung und Korrosion
Verfasser:
Andreas Titze
Zeit: 06.10.2003 16:39:08
0
30209
Hallo zusammen,

nachdem ich viele Beiträge zum Thema Fußbodenheizing, Verschlammung und Korrosion gelesen habe, habe ich jetzt eine konkrete Frage zur Heizung meiner Schwiegereltern.

Die Heizung ist BJ. 1980 und hat einen gemischten Fußbodenkreis (ohne Systemtrennung, sicher mit diffusuionsoffenen Kunststoff-Rohren)und einen davon nicht getrennten Heizkörperkreis.

Jetzt sind Korrosionsschäden an paktisch allen Thermostatventilen und an einer Absperrgarnitur an der Umwälzpumpe des HK-Kreises aufgetreten.
Ursächlich war offenbar das defekte Ausdehungsgefäß mit den bekannten Folgen. Ursprünglich war die Anlage mit Variodos-Zusatz befüllt, sicher aber schon lange ohne eine vernünftige Konzentrationskontrolle.

Ich habe die Anlage gespült und alle defekten Teile ersetzt, die Fußbodenkreise sind alle noch gut durchgängig.

Jetzt meine Fragen:
Soll ich die Anlage ohne Zusätze mit korrekt ausgelegtem Ausgleichsgefäß "einfach so" weiterbetreiben ?
Oder soll ich Chemie zusetzen (es ist beliebig schwer, jetzt das exakte Anlagenvolumen zu bestimmen und damit die Konzentration zu kontrollieren ...).
Oder soll ich einen kathodischen Korrosionsschutz einbauen (Elysator o.ä.)?
Oder ist eine Systemtrennung unverzichtbar (Ich kann den Fußbodenkreis sicher nicht vollständig metallfrei bekommen).

Kann mir irgendjemand etwas Licht in dieses Entscheidungsdunkel bringen ??

Gruß aus Braunschweig


79 ältere Beiträge bis zum 01.01.2006 finden sie hier
Verfasser:
ernst
Zeit: 20.03.2006 22:19:09
0
369789
Ohne meinen ganzen Leidensweg zu schildern (kann ich bei Bedarf nachliefern)
hier meine Erkenntnisse daraus:

1.. Vor dem Einbau eines neuen Heizgerätes in eine alte Anlage unbedingt
das Rohrleitungsnetz gründlich reinigen. Das kann man in der Regel gar nicht
selbst. Sehr gute Erfahrungen habe ich mit einer Fa. Aus Kamen gemacht, die
zeitweise europaweit Heizungsanlagen reinigt. Preise und Leistung 1 A:
http://www.inowatec.de / info@inowatec.de / Tel 02307-557654 / Fax
02307-557660
2.. Systemtrennung mit einem zusätzlichen Wärmetauscher/Pumpe nützt nur
dem Heizungsbauer und den Stadtwerken und ist eine gute Schutzforderung für
die Heizgerätehersteller, das eigentliche Problem bleibt erhalten.
3.. Möglichst Eisenteile aus dem Netz entfernen, dann gibt es auch keine
Korrosion mehr, diffusionsoffene Rohre hin oder her. Dann kann man auch auf
die Elysator-Technik verzichten. Die Spültechnik mit Spülkompressor bringt
nur bei derart mit Rostpartikeln verschlammten Rohrleitungen etwas. Aber
auch hier ist die Reinigung mit chemischen Reinigern effektiver oder zusätlich anzuraten.
4.. Meistens genügt eine Grundreinigung, in extremen Fällen können mehrere
Reinigungen erforderlich werden. Grund: Der Durchflussquerschnitt in einigen
Heizkreisen ist aufgrund der Querschnittsverengung (Ablagerung von Kalk bei
Temperaturen oberhalb von 60°C oder andere Altlasten) so gering, dass der
Reiniger nicht genügend zirkulieren kann und sich die Verkrustungen nur
langsam lösen.
5.. Der Einbau von Heizungsfiltern nützt wenig. Die Vorstellung, dass
Verschmutzungen über ein solches im Rücklauf eingebautes Gerät abgefangen
werden, ist nur Theorie. Bei mir fanden sich die Rost- und Kalkpartikel
immer im Wärmetauscher des Warmwassererzeugers und legten die Anlage lahm, im Judo Heifi kaum was.
6.. Lassen Sie nur Heizungsbauer mit Kompetenz auf dem FBH-Sektor an Ihre
Anlagen."

Verfasser:
OldBo
Zeit: 21.03.2006 09:49:59
0
369935
Moin Ernst,

wenn ich so dieses alte Thema lese, dann sieht man, dass das Thema "Korrosion und Schlamm" auch heute immer noch nicht so richtig im Bewustsein der HB und Betreiber gerückt ist.

Gruß

me. Bruno Bosy, NF

Verfasser:
TOP-BAU
Zeit: 07.03.2009 14:36:40
0
1080906
Hallo Zusammen!!!!!
Stehe vor einem grossen Problem, Ich muss aus einer großen Anlage Heizkörper austauschen. Dazu müssen die anschlußrohre verlängert werden
und anschließend neue HK angebaut werden. Kenne mich selber mit der Anlage nicht aus. Der betreiber sagt das in der Anlage ein Korrosionsschutzmittel drinne ist, und wenn wir das Wasser ablassen und wieder auffüllen das dann die Rohre anfangen sofort zu Rosten FOLGT: ROHRBRÜCHE. die anlage hat ca. 5500 liter BJ. ca 1950-60.
Was kann ich machen oder alternative finden....
Danke

Verfasser:
OldBo
Zeit: 07.03.2009 15:40:58
0
1080942
Dann arbeite einmal meinen Link durch, dann findest Du die passenden Antworten. Zu solchen alten Anlagen kann man so ohne Weiteres nichts sagen.

Gruß

Bruno

Verfasser:
Hitzschlag
Zeit: 07.03.2009 17:10:16
0
1081010
und wenn wir das Wasser ablassen und wieder auffüllen das dann die Rohre anfangen sofort zu Rosten
________

Das ist bei jeder Anlage so. Also hier keine Besonderheit. Die Frage ist wie lange du für die Arbeiten brauchst, denn innerhalb 1..2 Wochen passiert da nichts entscheidendes.

Aktuelle Forenbeiträge
Turbotobi76 schrieb: Hi, das hängt davon ab was für eine Wärmepumpe du am Ende nimmst. Z.B. bei den Monoblock von Panasonic ist fast alles integriert was man braucht. Extern braucht man eigentlich nur noch ein...
Martin24 schrieb: Verstehe ich das richtig, dass Du eine Umgehung um die UV-Anlage herum bauen willst? Dann musst Du aber auf korrekte Ausschilderung im Rohr achten, damit die Bakterien wissen, dass sie bei Wasserentnahme...
ANZEIGE
Hersteller-Anzeigen
Website-Statistik

Fußbodenheizung und Korrosion
Verfasser:
Benno
Zeit: 21.10.2004 02:36:03
0
30233
Fußbodenheizung und Korrosion

Wie erkenne ich, ob meine Fußbodenheizung (Fa. Herrmann Wärmesysteme, BJ 1988) diffusionsanfällig und damit korrosionsfördernd ist ??

Nähere Infos zu meiner Heizung:
- Herrmann WS BJ 1988 mit Gaskessel Sieger Concorde
- FBH mit Kunststoffrohren auf etwa 120m2
- zweiter Heizkreis mit Kompaktheizkörpern (Kupferrohre mit Lamellen, BJ 1970) und 4 Stahlheizkörpern (Handtuchtrockner und Flächenheizkörper)
- alle Rohre in Kupfer, Etagenverteiler Messing
- Pumpen in Stahl (Wilo)
- 2 Brauchwasserspeicher in Edelstahl

Es sind mir schon mehrere Pumpen seit 1988 kaputt gegangen.
Jetzt habe ich nach Studium des Forums die Anlage gespült (einfach mit Leitungswasser), kam ziemlich schwarze Milch und auch feiner Rostgries raus.

Sieht nach Korrosion aus. Allerdings haben Kessel etc. bereits 16 Jahre durchgestanden.

Nun die konkreten Fragen. Wie saniere ich weiter?
- Entgaser einbauen (Vorlauf)
- Schlammabscheider einbauen (Rücklauf)
- Chemischer Schutz ins Wasser? Welcher?
- Elysator notwendig??




Weiter zur
Seite 2