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Niedertemperatur Ölkessel / Angst vor Korrosion
Verfasser:
eundfv
Zeit: 13.10.2003 14:59:53
0
31126
Hallo Spezialisten,
otimiere seit Jahren meine Heizung und nach dem letzten Umbau, der soweit erfolgreich war (es wird wieder warm), haben sich nun wieder einige Fragen ergeben. Wie immer hoffe ich hier kompetenten Rat zu erhalten. Hier ein paar Fakten:
Habe einen Niedertemperatur Gusskessel "Supra" (17-25 kw) der Firma Mainflamme an die Heizung angeschlossen. Gesteuert wird er von einer modernen Regelung RGL3 von Werit. Der 1000 Liter Wasserspeicher von Werit dient nur noch zur Warmwasser Bereitung und als Solarspeicher. Der Ölkessel hängt inzwischen direkt an der Heizung und wird von einem Brenner mit 55-er Düse und 8 bar Pumpendruck betrieben (entspricht etwa 20 kw). Er heizt ein Zweifamilienhaus (gute Dachisolierung, 3 Geschosse, Bj. 1970) mit 250 qm Wohnfläche insgesamt. Der Betriebsbereich ist momentan folgender: Bei 50 Grad im Kessel schaltet der Brenner ein und bei 55 Grad schaltet dieser wieder aus. Nach dem Einschalten des Brenners sinkt die Temperatur im Kessel nochmal um 2 Grad ab (warum das eigentlich), nach dem Abschalten des Brenners bei 55 Grad steigt die Temperatur im Kessel noch auf 75 Grad an. Damit habe ich Vorlauftemperaturen von etwa 45 Grad und Rücklauftemperaturen von etwa 35 Grad bei einer Aussentemperatur von eta 10 Grad aktuell (mitte Oktober). Bei dieser niedrigen Rücklauftemperatur gehe ich davon aus, dass der Taupunkt beim Wassereintritt in den Kessel unterschritten wird. Bei diesen Temperaturen läuft der Brenner momentan 4 Minuten, um dann wieder etwa 12 Minuten zu stehen. Für mein Gefühl ist das eine hohe Taktfrequenz (früher wurde der 1000 Liter Speicher über Intervallheiztechnik mit Brennerlaufzeiten über einer Stunde aufgeheizt).
Beim Blick in die Kesselunterlagen des Herstellers steht folgendes:
"Die Vollgussbauweise schützt den Kessel Supra auch unter extremen Bedingungen wie:
- Tieftemperaturbetrieb mit Abschalten des Brenners und Abkühlung des Heizkessels bis Raumtemperatur
- Niedertemperaturbetrieb ohne Mischer
- Dank des Spezial Feuerungsraumes und der Umlenkung der Abgase ist ein kondensatfreier Betrieb möglich.....

Meine Fragen:
1. Kann man die Physik des Taupunktes überlisten und kann ich den Herstellerangaben trauen, dass dieser Betriebs- / Temperaturbereich dem Kessel nicht schadet?

2. Nach welcher Betriebszeit kann ich erkennen, ob der Kessel unter Taupunktunterschreitung leidet (Korrosion) und wie kann ich das Feststellen?

3. In welchen Bereichen läuft ein NT-Ölgusskessel so, dass er am längsten lebt? Habe gelesen, dass grosse Temp-Schwankungen schädlich wären (bzgl.- Rissbildung).

4. Kann ich durch eine Erhöhung der Schalthysterese (die Regelung würde es zulassen) diese Laufzeiten erhöhen? Ich habe gelesen, dass beim Ölbrenner die Flamme ohnehin erst nach 3 Minuten stabil ist.

5. Der Kessel (Bj. 1996) ist mit einem Leistungsbereich von 18 -25 kw angegeben. Macht es etwas, wenn der draufgesetzte Brenner nur mit 15 kw arbeitet? (Falls 15 kw fürs Haus ausreichen)

Ferner brauche ich noch ein Thermostat, welcher 2 Dinge erfüllt:
1. Speicherladepumpe "ein" bei 50 Grad im BW-Speicher, "aus" bei 55 Grad (Winter)
2. Speicheladepumpe "ein" bei 70 Grad im BW-Speicher und aus bei "60" Grad (Sommer) weil: Im Sommer der Speicher durch Sonnenkollektoren auf 85 Grad aufgeheizt wird und ich diese Wärme gerne aus dem Speicher raus in den Kessel zur Heizungsunterstützung hätte. Das heisst, im Sommer soll der Kessel aus dem BW-Speicher aufgeheizt werden.
Wo kriege ich so einen Regler, der beides kann und wieviel kostet der?

Vielen Dank, macht mich schlau.

Verfasser:
steinbock
Zeit: 13.10.2003 16:26:54
0
31127
Hallo,
habe selber einen Körting-NT-Kessel (jetzt 23 kW) von 91 mit Innenrippenrohr-Tauscher (Abgas gegen Kesselwasser) und fahre den seit einem Jahr mit einer selbstgebauten Regelung:

Temperatur mit DS-18B20 messen (2,37 Euro, Ausgabe digital über 2-Wire-Leitung an ein Microchip-Interface mit RS-232-Ausgang zum PC)

Brenner, Pumpen, etc. steuern mit 8-fach-Relaiskarte (85 Euro) an RS-232.

Beides wird dann von einem LabView-Programm von einem alten PC(233 MHz) gesteuert. Auf diese Weise kann ich die Hystere selbst steuern und komme auf lange Brennerlaufzeiten.

Beim Reinigen des Innrenrippen-WT fand ich bis jetzt nur lose rote (Ferocen?) und weisse Aschenteilchen, die leicht entfernbar waren. Festsitzende Korrosion an den Innenrippen und an der Kesselinnenwand habe ich bis jetzt nicht gefunden. Ich werde bei der nächsten Reinigung mal ein Foto schiessen und ins Netz stellen.

Wenn die schwefelige Säure das Kesseleisen angreift, sollte FeSO3 gebildet werden. Soweit meine Chemiekenntnisse reichen sollte das gelb oder grün sein und fest sitzen. Wer weiss mehr?

Gruß
Steinbock

Verfasser:
Harry
Zeit: 13.10.2003 16:44:51
0
31128
Hallo eundfv (ein richtiger Name wäre wohl persönlicher),

Du strapazierst uns Foren Leser ja ganz schön! So viele Fragen und ein so langer Beitrag... Vielleicht kann ich zu eineigen Punkten was fruchtbares Beitragen.

Zu 1: Wenn ich wüsste wie man die Physik überlisten kann, dann würde ich sicher viel Geld mit Patenten verdienen ;-)
Gusskessel sind prinzipiell nicht so empfindlich gegen Kondensat wie Stahlkessel, trotzdem Kondensat wenn möglich minimieren. Kein Material hält ewig! (auch nicht Edelstahl) Wie lange nun Dein Kessel Kondensat verträgt, wird Dir wahrscheinlich niemand genau sagen können. (Vielleicht ist Supra auch baugleich mit einem bekannten Modell?)

3: Rissbildung wird bei den üblichen Heizkreistemperaturen keine Rolle spielen. Es sei denn es gibt extreme Temp Unterschiede wie zB beim nachfüllen. Dann schickst Du uU 10° kaltes Wasser in den 70° heißen Kessel... sollte man vermweiden.

4: Erhöhung der Schalthystere bringt weniger takten, aber das Wasser geht mit den gleichen Extremtemperaturen auch in den Heizkreis. Also Hystere am besten nur dann weit spreizen wenn Du einen Mischer hast. (Standart Hysterese ~13° bei Buderus)

5: Ich würde noch etwas Leistungsreduzierung (kleine Schritte!) probieren. Grenzen setzen die Abgastemperatur und der Kamin. Unterhalb einer gewissen Leistung wird der Kessel dann einfach nicht mehr ordentlich brennen und der Kamin wird ein Problem mit Kondensat bekommen, falls dieser noch nicht saniert ist oder keine Nebenluftvorrichtung besitzt. Ich denke zB 16kw an Stelle von 18kw wäre sicher problemlos möglich. Hast Du ein Messprotokoll mit der momentanen Abgastemp?

Thermostat:
Vielleicht zwei Stück verbauen und im Sommer umschalten.

Wieso hast Du bei 75° Kesseltemp nur einen Vorlauf von 45°? Mischer?

Verfasser:
martin havenith
Zeit: 13.10.2003 16:45:58
0
31129
Hallo Ihr beiden.

FeSO3 ist gelb bis grün. das ist korrekt. Aber festsitzen muß es nicht!
Kommt ein wenig auf die Betriebsweise an. Bei größeren Temperaturschwankungen und dickeren Schichten platzt der Belag ab und findet sich dann als "Asche" lose im Kessel wieder.

Ich habe wegen der Taupunktproblematik die Kesselhydraulik nochmal umgebaut..
Ich trau den Herstellerangaben nicht. Ein Gusskessel mit 5 (oder evtl 10 ) Jahren Garantie----das ist mir zuwenig. Ein Gußkessel mit Rücklauftemperaturregelung wird ganz leicht älter ais 30 Jahre.

Auf meiner Seite habe ich unter "Optimierung/Verluste/...) die Hydraulische Schaltung skizziert.
Unter "Wartung" / "Kesselreinigung" habe ich Fotos der Ablagerungen.
Eine Analyse ergab 54.000 ppm Korrosionsprodukte (Eisen) 12.000PPM Schwefel (SO4)

www.heizungsoptimierung.de.vu

Verfasser:
Fritz
Zeit: 13.10.2003 17:30:22
0
31130
@Steinbock:
danke für den Input, wieviel hat Dich die Regelung etwa gekostet? Und auf welche Brennerlauf- und Stillstandszeiten kommst Du?

@ Harry,
sorry, mit dem Namen, das war keine Verschleierungstaktik. Danke für Deine Stellungnahme. Ich habs so ausführlich gemacht, um Nachfragen zu vermeiden und ich bin auch insgesamt ein strapaziöser mensch (;-)).

zu 1. ein namhafter baugleicher Kesselhersteller ist mir nicht bekannt (will aber nichts heissen) der Kessel hat eine Stahl Brennkammer mit kurzer Brennkammer und nur 19 Liter Wasserinhalt. Er wurde mir von einem Heizungsgrosshändler 1996 stark ans Herz gelegt mit dem Kommentar: Der ist billig und bei Ölkesseln gibts eh keine grossen Unterschiede

zu 4. Wenn ich Kessel min 50 Grad habe, wird der Brenner erst wieder bei 63 Grad abschalten? Heute schaltet er bei 55 Grad ab. Trotzdem wird der Kessel dann noch 75 Grad heiss, warum das? Wenn ich die Abschaltung auf 63 Grad stelle, heizt er bestimmt auf 82 Grad auf. Das heisst, er bewegt sich ständig zwischen 50 und 82 Grad, Macht ihm das nichts, oder ist das ein normaler Temperaturverlauf?
Mischer ist vorhanden, wird vom Raumfühler gesteuert.

zu 5. Der Kamin ist saniert (Edelstahlrohr) und die Abgastemperatur beträgt lt. Protokol momentan bei 80 Grad Kesseltemperatur 180 Grad bei etwa ?8%? Abgasverlust.

Wie bekomme ich so ein Thermostat her? Wonach muss ich da bei eBay suchen?

@Martin:
Danke für Deinen Input, ich kenne Deine Seite gut, habe sie auch schon ein paarmal weiterempfohlen. Da ich den Kesselherstellern auch nicht traue würde ich gerne so früh wie möglich erkennen wollen, ob ich a der Hydraulik noch was ändern muss. Nach unserem Telefonat damals (ich bin der Münchner!) habe ich halt Sorge, dass mir nach dem Umbau der Heizung der Kessel in Nullkommanichts durchrostet. Also nochmal die Frage: Nach welcher Laufzeit könnte ich schon Kondensat erkennen? Würde Dir z.B. ein Foto mit einer Digicam gemacht genügen, um zu sagen: Da musst aber noch was an der Hydraulik machen...
Wenn ich so eine Rücklaufanhebung einbaue (in Form einer hydraulischen Weiche), erhöhe ich dann nicht zwangsläufig wieder die Taktfrequenz des Brenners?


Verfasser:
Harry
Zeit: 13.10.2003 18:09:54
0
31131
Hallo Fritz,
nur 19 Liter Wasserinhalt, das ist bitter...
Bei 180° Grad Abgastemp und sanierten Kamin würde ich auf jeden Fall mit der Brennerleistung noch weiter runtergehen! Ich sage mal, dass 120° Abgastemp auch noch ok wären. (Widersprechen jetzt Fachleute?)

Nochmal zu den Temps: Dein Kessel (Bj.96) ist doch eindeutig ein NT-Kessel oder? Dann würde ich mir den Kopf nicht allzusehr zerbrechen. 100% auf der sicheren Seite in Punkto Kondensat wärst Du ja nur, wenn Du den Kessel im Betrieb immer über 50° hältst. (Wäre während der Heizperiode gar nicht so abwägig. Tags >50°, Nachts abschalten.)

Was hast Du denn für einen Mischer? 4-Wege oder 3-Wege? Motorisch betrieben?

Die unterschiedlichen TempWerte hängen wohl mit der Position des Fühlers im Kessel(wasser) zusammen. Der Kessel hat ja nicht homogen an allen Stellen die gleiche Temp. Dass aber die Temp nach Start ds Brenners noch einmal 2° abfällt...??? Hast Du vielleicht noch eine extra Kesselkreispumpe, oder so ähnlich?

Wieso möchtet Du im Sommer den Kessel wärmen? Zuviel Solarfläche?

Grüße
Harry


Verfasser:
Fritz
Zeit: 13.10.2003 19:12:17
0
31132
@Harry,

- ja, es ist ein Niedertemperatur kessel
- wenn ich mit der Temperatur noch weiter runtergehe sinkt ja auch die Leistung, meinst Du dass 16 kw für das beschriebene Haus reichen?

- habe einen motorisch betriebenen 4-wege Mischer

- ich habe keine kesselkreispumpe, ich vermute, dass der Kessel einfach nochmal um 2 Grad nach Brennerstart abfällt, weil der Heizkreis noch die Energie entnimmt, und der Brenner die Kammer erst auf Temperatur bringen muss. Nach Abschalten des Brenners steigt die Temp ja auch noch mal kräftig an (um 17 K)
- das mit der Solarfläche ist immer so eine Sache, zu gross ist sie nur im Hochsommer, aber ich möchte die Energie auch für Heizzwecke nutzen können. Und da sehe ich die einzige Möglichkeit in einer Aufheizung des Kessels, da dieser direkt an der Heizung hängt. Es gibt wirklich solche Tage im September/Oktober, an denen der Mischer aufmacht und Wärme fürs Haus abfordert, die Kollektoren den 1000 Liter Speicher auf 80 Grad hochgezogen haben. Da hätte ich nichts dagegen, wenn diese Wärme zur Raumheizung verwendet wird.

Verfasser:
Martin Havenith
Zeit: 13.10.2003 19:18:06
0
31133
@ fritz

wenn du im Sommer die Heizung ausgeschaltet hattest, und die WWB eingeschaltet, dann müsste man schon was sehen können.

Einfach den Durchsatz ermitteln ( 500 liter seit der letzten Reinigung reichen vollkommen)
Durchbursten, Asche Wiegen

Verfasser:
steinbock@fritz
Zeit: 13.10.2003 21:49:34
0
31134
Hallo Fritz!

Meine Regelung kostet mich jetzt neu:

1. IPC@CHIP (i80186 mit Internet + 2xRS232 + RTOS) etwa 150 Euro
2. RS232/Microchip-Karte mit 4xRelais (220V,3A), 4x Digital I/O und 2-Wire-Anschluß für etwa 10xDS18B20 60 U$ + Importspesen.
3. 2,37 Euro pro Temperaturfühler (DS18B20). Eingebaut in Cu/Ms/Al-Rohr, Telefonkabel und mit Klinkenstecker etc. etwa 20 Euro.
4. Meine Zeit für ein C++-Programm des IPC@CHIP.

Der IPC@CHIP meldet sich dann per LAN/Internet mit einer Seite und den Temperaturen. Schaltpunkte und Hysteres sendet man per TCP/IP.

Bei Interesse verkaufe ich das auch.

Gruß
Steinbock

Verfasser:
Martin Havenith
Zeit: 14.10.2003 06:57:31
0
31135
@ steinbock

Ja das ist mal interessant!
Habe bisher meine Regelung niemandem anbieten können, da sie viel zu teuer ist.

Kannst du auch ein optimiertes Start-Stop Programm (Regler bekommt nur die reinen Nutzungszeiten, rechnet optimale Startzeit selbst aus)
Wenn deine Regelung auch datenaufzeichnung kann, sollten wir vielleicht mal etwas gemeinsam machen....
Vielleicht sollten wir mal telefonieren.
M.Havenith@t-online.de

Verfasser:
Harry
Zeit: 14.10.2003 08:38:58
0
31136
HalloFritz,
16kw für "Zweifamilienhaus (gute Dachisolierung, 3 Geschosse, Bj. 1970) mit 250 qm Wohnfläche insgesamt"?

16kw geteilt 250qm ergibt 64 Watt/qm ich denke das liegt klar im Bereich des Möglichen.

Ich würde es also auf jeden Fall mit einer kleineren Düse versuchen. Aber nicht nur den Pumpendruck reuzieren. Martin Havenith schreibt in einem anderen Beitrag dazu:
"Bei 8 bar ist die Zerstäubung ziemlich miserabel. Hier kann sich leicht Ruß bilden. Ab etwa 10 bar wird es langsam erträglich, ab 12 bar wäre ich zufrieden.
Das gibt eine deutlich bessere Verbrennung, meist kann der Luftüberschuß weiter reduziert werden. Die Gefahr von Rußbildung ist erheblich geringer."

Harry

Verfasser:
steinbock@havenith
Zeit: 14.10.2003 08:58:04
0
31137
Hallo Martin!

Zu den Fahigkeiten des pc@CHIP siehe http://www.beck-ipc.com/ipc/index.asp?sp=de
Der Chip hat je 512 kByte RAM und Flash-ROM und kann mindestens einen Tag die Temperaturen alle Minute speichern. Er kann auch eine e-mail senden, so daß die Temperaturen langfristig ausgewertet werden können.

Allerdings funktioniert das noch nicht bei mir. Im Augenblick läuft noch alles über einen alten PC mit W98/Labview, weil ich auch noch die Hardware der Heizung verbessern muss.

Gruß
Lothar

Verfasser:
Fritz@Martin&Steinbock
Zeit: 14.10.2003 12:51:34
0
31138
Hallo Ihr beiden,
dann mache ich folgendes:
1.Ich schraube jetzt mal eine 40er in den Brenner, regle den Pumpendruck auf 12 bar, damit sollte der Brenner gesund mit 17,85 kw laufen.
2. Kessel min bleibt bei 50Grad, max. bei 63 Grad (= Standard Schalhysterie)
3. Ich schau mir in 6 Wochen die Ablagerungen im Kessel an (wiege die Asche und schicke Euch ein bisschen was davon) und entscheide, ob ich eine Rücklaufanhebung in Form einer hydraulischen Weiche einbauen muss.

Mit der Bitte um Widerspruch und konstruktive Vorschläge bzw. Zustimmung.
Euch allen einen schönen sonnigen Tag.

Fritz

PS: Wenn jemand einen fähigen Heizungsbauer in München hat, wäre ich um Hinweise dankbar.

Verfasser:
Jens-Peter Rasch
Zeit: 14.10.2003 16:17:54
0
31139
Die Kesseltemp. geht um 2grad zurück da der Kessel vor dem Brenner Start ca. 12-15 sec. mit Luft vom Gebläsemotor Durchspült wird.
Jens-Peter

Verfasser:
Harry
Zeit: 14.10.2003 16:51:36
0
31140
Hallo Fritz,
"...Ich schraube jetzt mal eine 40er in den Brenner, regle den Pumpendruck auf 12 bar, damit sollte der Brenner gesund mit 17,85 kw laufen"

Was machst Du mit der Luft? Wie bekommst Du denn das Abgas hin?
Lass uns in jedem Fall wissen wie es funktioniert!

Grüße
Harry
PS: Den fähigen Heizungsbauer in München könnte ich dann auch gebrauchen...

Verfasser:
martin Havenith
Zeit: 14.10.2003 16:57:24
0
31141
Hallo Fritz,

wenn du die kleine Düse mit dem hohen druck einbaust, ist das schon ok.
aber wie stellst du dir den Luftüberschuß ein

auf meiner Seite steht: unbedingt mit Messgerät einstellen!!!!!!!!!

Ohne wird das nix

Verfasser:
Falk Nienaber
Zeit: 15.10.2003 19:25:08
0
31142
Habe seit '86 eine Werit-CaloBloc Anlage bei meiner Tante laufen ("meine erste Anlage")

Der einfache 40-kW-Gußkessel ACO-Haller-Meurer(die sind längst platt- aber der Kessel voll fit, dank IntervallTechnik) un den kleinsten 16kW MAN Blaubrenner dran. Auf den 500Liter-Puffer und mitm Mischer ins Heizungsnetz.160m2 unrenovierter Altbau Bj '60, freistehendes EFH.

Nach ner halben-dreiviertel Stunde hab ich mal 120Grad Abgastemperatur. (kürzer läuft er nie, da max. Schaltdifferenz 20K). Im Winter max. 5 Starts am Tag, Sommer alle 2 Tage ein mal.

Selbst wenn der Kessel nach Stunden "kalt" startet, wird er "vorgewärmt gestartet". Die Pufferladepumpe geht zeitgleich mit dem Brenner an. Die Ölvorwärmung dauert 2-3Minuten. In der Zeit wird der Kessel mit mind. 50Grad Wasser gefüllt und startet praktisch trocken. Hab nur helle Asche, Rost und Ruß NUHULL.

Verfasser:
Martin Havenith
Zeit: 15.10.2003 20:31:17
0
31143
@ falk

nach der Heizperiode werd ich mal neue Bilder von Brennraum machen

Und die Asche analysieren lassen...

Mach doch auch mal ein paar Bilder. Würd mich interessieren, was andere Leute für (gute) Erfahrungen machen.

Die schlechten können wir ja (leider) täglich hier lesen.

Verfasser:
Falk Nienaber
Zeit: 15.10.2003 21:53:07
0
31144
Mach schon dauernd "super" Bilder von neuen Anlagen draußen, die ein ganzes Mängel-Kabinett füllen können.

Aussagekräftige Bilder von Jenny wären mir lieber.....von ihr hört man gar nichts mehr, schade....

Verfasser:
Fritz@Falk&Martin
Zeit: 17.10.2003 10:23:45
0
31145
@falk
Du hast Erfahrung, wie es scheint sehr positive, mit dem Calo Block. Wie ist der am Kessel angeschlossen? So wie in den Unterlagen angegeben: Kessel drucklos an den 500 Litern?
Ich hatte meinen 1000 Liter Speicher so angeschlossen, da ist der Brenner auch schön lange gelaufen, aber: Der Heizungswärmetauscher der die Wärme für den Heizkreis rauszieht und 21 kw haben soll (laut Unterlagen) hat bei 0 Grad draussen und einer Speichertemperatur von 85 Grad grad mal bei voll geöffnetem Mischer und stabilen Temperaturverhältnissen im Haus einen Vorlauf mit 50 Grad hergebracht. Rücklauf ist mit 32 Grad angekommen. Problem dabei war dann einfach das insgesamt hohe Temperatur Niveau in der Anlage mit allen Folgen wie Verkalkung der BW-Wärmetauscher usw. Habe jetzt die Anschlüsse umgeklemmt: Der Kessel geht direkt in den WT des Calo-Blocks, (heizt damit den oberen Bereich des Blocks für die WW-Bereitung) und geht dann direkt auf den Heizungsvorlauf, der vom Mischer reguliert ist. Damit krieg ich jetzt mit deutlich niedrigerem Temperatur Niveau in der gesamten Anlage auch anständig Wärme zu den Heizkörpern und damit in die Räume. Der Kessel hysteriert zwischen 40 und 60 Grad (bisher). Im Speicher habe ich immer ca. 53 Grad, ideal zur WW-Versorgung.
Frage: Wie ist Deine Calo angeschlossen? Mit dem 500er solltest Du die gleichen, oder grössere Probleme gehabt haben als ich, wenn nach Unterlagen angeschlossen. Vielleich können wir kurz mal Teflonieren (eundfv@web.de)
@Martin und alle, Leistungsmessung und Berechnung der Düsengrösse:
Auf Basis Deiner Leistungsanpassung unter www.heizungsoptimierung.de.vu versuche ich hier meine Leistungsanpassung zu ermitteln und bitte um Überprüfung auf Plausibilität und Richtigkeit:

Ich habe heute nacht zwischen 1 und 3 Uhr mal die Laufzeiten gemessen, Heizung ist heute Nacht ohne Absenkung (Partyschaltung) durchgelaufen, Räume waren alle normal beheizt. Was mir aufgefallen ist: Ich habe abwechselnd immer einen kurzen Zyklus (1 Zyklus ist: Brenner an / Brenner aus) und dann einen langen Zyklus. Keinen Ahnung, woran das liegt. Das interessante ist, das diese Zyklen in etwa im Gleichen Verhältnis stehen. Über den Messzeitraum betrug die Temperatur draussen knapp 3 Grad, im Referenzraum 24 Grad (dies ist gewollt so, wo der Innenraumfühler hängt, ist der Heizkörper ungedrosselt, in dem Raum werden 24 Grad benötigt und alle anderen Räume haben dann auf konstant 21 Grad).

Hier meine Messwerte:

Brenner: An Aus
Zyklus 1 4 min 7 min
Zyksus 2 6 min 13 min
Zyklus 3 4 min 7 min
Zyklus 4 6 min 10 min
Zyklus 5 4 min 7 min
Total: 24 min 44 min
Durchschnitt: 4,8 min 8,8 min

Nach dem die Werte abweichen, rechne ich mit dem Durchschnitt der Zyklen weiter.
Abgegebene Leistung = Arbeitsperiode(= 1 Zyklus) / Brennerlaufzeit, in meinem Fall: Zyklus Durchschitt / Brennerlaufzeit Durchschnitt:
13,6 / 4,8 = 28.75 %

Diese Leistung wird aktuell mit einer 55er Düse, 8 bar Pumpendruck und einer Abgastemperatur von 180 Grad abgegeben. Aus der Düsenliste (vorgwärmtes Öl) von Martin entnehme ich, dass der Brenner damit etwa eine Leistung von ca. 20,2 kw abgibt. Dies ist offensichtlich 20 % zu viel, da die abgegene Zielleistung etwa 50 Prozent sein sollte. Wenn ich nun richtig rechne, sollte mir eine Leistung von etwa 16 kww reichen (richtig?????)
Um nun etwas Sicherheit zu haben, würde ich nun den Brenner mit einer 040er Düse, und 12 bar Pumpendruck bestücken, um eine Leistung von 17,85 kw zur Verfügung zu haben.
Fragen:
- Was haltet ihr hiervon?
- Welche Abgastemperatur werde ich dann etwa haben?

Anmerkung:
Kamin ist saniert (130er Edelstahlrohr)

Vielen Dank schon mal für Eure Kommentare

Verfasser:
Harry
Zeit: 17.10.2003 12:31:58
0
31146
Hallo Fritz,
mit der 0,40er Düse machst Du in Punkto Leistung sicher nichts verkehrt. ME eher noch etwas zuviel Leistung.

Vielleicht ginge auch 0,35 (?), dann aber unbedingt mit gutem Filter (TocDuo) usw...

Harry

Verfasser:
Martin Havenith
Zeit: 18.10.2003 13:10:53
0
31147
Ich versuche mal die Rechnung zu vervollständigen:

Nehmen wir als Durchschnittlichen Raumtemperatursollwert 22 °C an (Normal 21 °C aber Referenz 24 °C, Flächen gemittelt? ~ 22°C)

Die auslegungstiefstemp. nehme ich mit - 12 °C am

Dann sind das 34 K Temperaturdifferenz, entspricht 100 % Leistungsbedarf.

Bei der von dir gemessenen Aussentemperatur von 3 °C bestand ein Leistungsbedarf von 56 %

Gedeckt hast du diesen Bedarf mit 29 % Brennerleistung von 20,2 kW.

Es bestand also ein Leistungsbedarf von ca 5,9 KW (56%)

Damit ergibt sich ein Gesamtleistungsbedarf von etwa 10,4 kW

Damit bist du mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit bereits unterhalb der Mindestbrennerleistung.

Mein Rat: Schaue in den Herstellerunterlagen des Brenners nach der Mindestleistung. Einen Sicherheitszuschlag von 1 kW hinzurechnen ( da die Brenner im Grenzbereich nicht stabil laufen--leider)
Wähle dann eine Düse, die diese Leistung bei etwa 12 bar bringt. Wenn keine Düse genau passt, schau bei 14 bar.

Du solltest auf keinen Fall unter 10 bar gehen!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Vorfilter muß nicht unbedingt ein Toc duo sein, es geht zu versuchszwecken auch billiger. Schau auf meiner Seite: Opticlean von Microtec. Deren Internetseite ist leider noch nicht fertig. Im Abschnitt "Betrieb und Wartung" gibts auch ein Foto.

Viel Erfolg

Martin

WWW.heizungsoptimierung.de.vu


Verfasser:
Falk Nienaber
Zeit: 19.10.2003 15:55:14
0
31148
Der Calo-bloc ist wie vorgesehen drucklos an den Kessel angeschlossen und hat Mindesteinschlt 50 Grad und Schaltdifferenz 20K drauf.

Soweit ich weiß ist das mitm Kalk bisher kein Problem im WW, obwohl scheinbar sehr kalkiges Wasser dort.

Der Heizungs-WT bringt offensichtlich seine Leistung wie bisher, kann ja auch nicht verkalken.

Verfasser:
Fritz Vollmer
Zeit: 19.10.2003 22:25:49
0
31149
Hallo Martin,
danke für Deine Berechnung, werde nun laut Unterlagen eine 040er mit 12 bar einbauen (lassen)...Meinst Du dass ich mit 12 bar Pumpendruck mit meinem kurzen Brenraum (23 cm) zurechtkomme?
wisst ihr, was passiert ist? Meine super duper Regelung vom Calo Block (RGL 3) gibt teilweise den Geist auf. Sie schaltet Brenner und Kesselpumpe nicht mehr ein. Das komische: Sie rechnet aber die Betriebsstunden noch hoch, als wenn der Brenner laufen würde. Ich habe die Kabel aber abgeklemmt und behelfsmässig den Brenner über die eigene Steuerung an den Kessel gehängt. Jetzt taktet der Brenner noch häufiger, da das eingebaute Thermostat eine Schaltdifferenz von etwa 9 Grad hat: 50 Grad, Brenner an, 59 Grad Brenner aus....
Habe an dem Therostat nichts gefunden, wo ich die Hysterie erhöhen könnte, kann das sein?
viele grüsse
Fritz

Verfasser:
Fritz Vollmer
Zeit: 19.10.2003 22:29:59
0
31150
Hallo Falk,
ich verstehe das nicht, lt. Berechnung sollte ich einen Wärmededarf von 10 kw haben und das hat der WT aus meinen Calo Block nicht rausgekriegt? Der war oder ist ja immerhin mit 21 kw angegeben. Mir ist und bleibt das ein Rätsel! Inzwischen sieht das alles besser aus, weil ich heize über diesen bescheuerten WT ja nur noch den oberen Bereich des Blocks und gehe dann direkt auf die Heizung.
Gruss
Fritz

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Verfasser:
Fritz Vollmer
Zeit: 19.10.2003 22:29:59
0
31150
Hallo Falk,
ich verstehe das nicht, lt. Berechnung sollte ich einen Wärmededarf von 10 kw haben und das hat der WT aus meinen Calo Block nicht rausgekriegt? Der war oder ist ja immerhin mit 21 kw angegeben. Mir ist und bleibt das ein Rätsel! Inzwischen sieht das alles besser aus, weil ich heize über diesen bescheuerten WT ja nur noch den oberen Bereich des Blocks und gehe dann direkt auf die Heizung.
Gruss
Fritz
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