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Datenschutzhinweise

Holzheizung
Verfasser:
Udo Rostek
Zeit: 17.07.2002 00:14:39
0
2360
Wegen fehlender Erfahrung wollen wir das Experiment Holzheizung starten.
vorhandenes Zahlenmaterial allgemein:

1 kg Buche hat ca. 5 kWh
1 Raummeter Buche (m³) wiegt etwa 550 kg
für 50 000 kWh pro Jahr ergeben sich daraus ca. 10t Buche = 18,2 m³.


Anlagenspezifische Zahlen:

Gebäude wird auf ca. 400m² ganztägig /ganzjährig beheizt (Büro/Werkstatt/Wohnung (michgenutzt))
und der Jahresverbrauch der letzten 5 Jahre lag bei
durchschnittlich 50.000 kWh/a.

Schichtspeicher 1000 Liter Betriebswasser; Brauchwasser wird über Plattenwärmetauscher erzeugt.
Lagerplatz für Holz mehr als ausreichend vorhanden.

Buche, 2 Jahre trocken gelagert, kostet frei Haus 40€.
Bei 20m³ etwa 800€/Jahr.


Der geplante Holzkessel: Leistung von 7 bis 14 kW und unterem Abbrand. Rücklaufanhebung usw. ist vorgesehen.

Der Schornstein hat 18 cm Durchmesser / ca. 12m hoch.

Hat jemand Erfahrung mit einer Holzheizung (nicht Pellets) und / oder bessere/andere Zahlen ?

Kommentare wie, Rückfall ins Mittelalter... Schinderei mit Holzbeschickung...Ascheentfernung usw. nehme ich vorweg, weil ich diese Argumente für das Experiment ausschalte.

MfG Udo Rostek

Verfasser:
Gerd
Zeit: 20.07.2002 09:47:20
0
2361
Hallo Udo,

Ich war unlängst zu einer Weiterbildungsveranstaltung und hörte einen Vortrag zur Holzheizung.
Herr Bernd Zimmermann, Werksvertretung von Fröling/Östereichhat mich von seinem Wissen und Kenntnissen überzeugt. Er ist unter Tel/Fax (0351) 8807384/8889304 zu erreichen.

Viel Erfolg
Gerd

Verfasser:
Markus
Zeit: 20.07.2002 15:25:34
0
2362
Hallo Herr Rostek,
unter www.broetje.de finden Sie einen Holzkessel mit der Bezeichnung Brötje HVK. Hier erhalten Sie auch weitere Unterlagen für Ihre geplante Modernisierungsmaßnahme.
Gruß Markus

Verfasser:
Udo Rostek
Zeit: 23.07.2002 22:07:25
0
2363
Danke für die Hersteller-Nennungen; diese beiden und weitere, wie Künzel, prosolar, Wodtke u.v.a. haben uns seit ca. einem Jahr mit umfangreichen, informativen Unterlagen und Preisen versorgt.

Meine Frage geht mehr in Richtung : Erfahrung mit Holzheizung vorhanden ?

Wir sind gerne bereit in einem Jahr unsere Erfahrung kundzutun, denn es ist für bestimmte Verbraucher eine mögliche Alternative, aber welcher Heizungsbauer geht schon auf solche Abwege ?

Mit bestimmten Verbraucher meine ich:

Holz (getrocknet) muß preiswert verfügbar sein.
Die erste Anlieferung an uns waren knapp 5m³ und kosteten frei Haus 160 Euro und wenn unsere Zahlenwerte stimmen, dann sind das etwa 25000 kWh.

Der Lagerplatz fürs Holz muß verfügbar sein.

Ein Pufferspeicher (mindestens 100l pro kW Kesselleistung) muß angeschlossen sein.

Das Gebäude muß eine Art Hausmeister haben, der "stocht"
usw.

MfG Udo Rostek

Verfasser:
Steffen Schulz
Zeit: 23.07.2002 22:46:46
0
2364
Hallo Udo Rostek,

Heizen mit Holz ist kein Experiment, sondern bewährte Technik.
14 kW für 400 m² erscheinen mir ein wenig knapp. Die Kesselleistung wird beim Holzkessel anders ausgelegt als für eine Gas- oder Ölheizung, er muß größer sein. Nachts heizt der Kessel garnicht und tagsüber müssen Sie gleichzeitig mit dem Heizen des Gebäudes den Puffer laden.
Von der Auslegung Kessel (Leistung und Füllvolumen), Brennstoff und Puffer hängt auch der erreichbare Komfort ab, d. h. Sie erhalten mehr oder weniger lange Nachlegeintervalle.
Wir bauen seit mehreren Jahren das Fabrikat Künzel ein und haben gute Erfahrungen gemacht. Als besonders vorteilhaft für den Betreiber schätze ich die leicht verständliche Kesselregelung.
Zur Holzfeuchte: 20 % sind ideal (d. h. 2 Jahre im Freien abgelagert). Mit zu nassem, aber auch zu trockenem Holz erreichen Sie eine schlechtere Verbrennung (Verteerung, stärkere Rauchentwicklung, schlechte Abgaswerte = unzufriedener Schornsteinfeger).
Auch die zu einer Holzheizung gehörende Hydraulik ist nicht ohne und bedarf einiger Kenntnisse.
Bauen Sie die Anlage besser nicht in Eigenleistung und
suchen Sie sich einen Heizungsbauer in Ihrer Nähe, der auf dem Gebiet Holzheizung Erfahrung hat.

Verfasser:
Hagen
Zeit: 27.07.2002 00:04:54
0
2365
Hallo Herr Rostek,
Zur Holzheizung meine Empfehlungen. Holz möglichst selber machen, im ländlichen Raum ist dies kein Problem, die Kosten belaufen sich nach meiner Erfahrung auf 3 bis 6 EUR/m³, kann bei Ihnen
jedoch anders sein. Sie brauchen ca. 80-90% Hartholz und 10-20 % Weichholz (Fichte)zum Anzünden. Eine Holzheizung nur wenn es kurze Wege vom Wald bis zum Verbraucher gibt. Die Holzheizung verursacht wesen- tlich geringere Kosten wenn mann die eigene Arbeitskraft einetzt. Etwa 1/3 von Gas/Öl.
Auf einfache Handhabung ist zu achten, nicht fünf mal das Holz anfassen ehe es im Ofen liegt. D.h. die
örtlichen und baulichen Vorausetzungen sollten dazu
günstig sein. Es gibt eine Vielzahl guter Holzvergaserkessel. Sie werden prinzipell in Vollastkessel, leistungsgeregelt und leistungs- und Feuerungsgeregelt eingeteilt. Die erste Gruppe ist die preiswerteste und einfachste die letztere die technisch perfekteste und meist teuerste. Auf die techn. Unterschiede möchte ich hier mal nicht weiter eingehen das führt in diesen Rahmen zu weit. Jedoch folgendes möchte ich erwähnen: je einfacher die Feuerung desto größer die Pufferkapazität. Dies hängt aber auch von der Größe und Ausführung Ihrer Raumheizung ab. Meiner Meinung sind 50 Liter je KW das mindeste für einen leistungs- und feurungsgeregelten Kessel für reine Vollastkessel auf jeden Fall mehr. Es ist besser bei ev. Kombinationen jeweils einen eigenen Schornsteinzug zu haben. Gemeinsame Belegung ist unter
meist möglich. Natürlich kommt hier der Schwarze Mann ins Spiel. Enscheidungskriterien für den Kesselkauf sind z.B. Wirkungsgrad mind 85 max 93% möglich, Füllschachtvolumen beeinflusst die Brenndauer bei 20-25 KW sollten es schon 130 -150 Liter sein (Tagesmenge) aber Vorsicht Prospektangaben stimmen da nicht immer. Einfache brennen kürzer geregelte länger. Garantie ist wichtig. Welche Scheidlänge bevorzugen Sie 33,50.75,100cm alles möglich. Ihre Frau wird jedoch nicht mit 100cm Scheiten umgehen wollen. Gleichzeitig wird sie die Scheite nicht 1,20m heben und von oben einbringen können. Nicht zu vergessen die Ersatzteile und den Service den Sie vor Ort bekommen können. Die Einbindung ins Heizungsnetz ist wichtig. Die erste Wärme soll in die Heizung und nicht Puffer oder den Zweitkessel aufwärmen. Nur überschüssige Wärme in den Pufferspeicher das Prinzip Anzünden und Vergessen verwirklichen! Mfg Hagen

Verfasser:
Otto Throm
Zeit: 27.07.2002 13:01:43
0
2366
Hallo Herr Rosteck,

bitte schauen Sie auf meine HP. Hier erfahren Sie alles über den Scheitholzkessel der Firma ETA aus Österreich. Dieser hat höchste Wirkungsgrade bei nierdrigsten Emmisionswerten. Meine HP lautet: www.otto-throm.de.
Eine weiter sehr aufschlussreiche HP ist folgende:

www.blt.bmlf.gv.at

Auf dieser Seite der Bundesanstalt für Landtechnik in Wieselburg (Österreich) finden Sie fast alle Prüfberichte (komplett) der in Österreich zugelassenen Biomassekessel.

Gerne stehe ich Ihnen auch für Fragen jederzeit gerne zur Verfügung.

Gruß Otto Throm

Verfasser:
Udo Rostek
Zeit: 29.07.2002 10:35:32
0
2367
zunächst danke für die Antworten; das Forum ist eine schöne Diskussions-Plattform.
Meine ersten Angaben waren etwas kurzgefasst, deshalb hier weiteres:
Wir sind Heizungsbauer und installieren ständig Öl-,Gas-Heizungen und Solaranlagen.
Da wir im Westerwald sind, ist Holz vor der Tür und in nahezu jeder Form preiswert erhältlich.
"Jede Form": 2 Jahre trocken gelagerte Buche bis zu noch stehenden Bäumen; 1m-Stücke bis zu gerissenen Scheiten von 20cm bis 1m.
Per Traktor mit Hänger ist es frei Haus lieferbar oder es kann selbst im Wald geholt werden.

Das Holz wird bei den meisten in Kamin- oder Kachelöfen eingesetzt (teilweise bis zu 60m³ pro Jahr pro Heizung).
Einige haben noch Zweifach-Kessel (Öl - Festbrennstoff).

Nachdem wir mehrfach gefragt wurden, wie es mit "Holzheizung" aussieht und ob wir selbst mit Holz heizen, haben wir uns entschlossen Holzheizungen zu versuchen.

Pellet-Heizungen sind in den Investitionskosten sehr hoch, aber komfortmäßig mit Öl vergleichbar. In unserer Nähe wird z.Zt. eine "Pellet-Fabrik" fertiggestellt.
Pellets sind für Häuser reicher Senioren die beste Lösung; damit meine ich, daß keinerlei (minimalste) Bedienung der Heizung notwendig ist und Investionskosten keine Rolle spielen.

Holz in seiner "Naturform" ist hier aber im Überfluss vorhanden und viele Häuser sind seit Generationen im Familienbesitz und fast jeder hat irgendeine Art Holzfeuer.
Bei diesem speziellen Kundenkreis ist ganzjährig immer mindestens ein Familienmitglied im Haus und mit der Holzfeuerung vertraut.
Die praktische Erfahrung unserer Kunden ist: es funktioniert, aber wie könnte es optimal aussehen bezgl. Investition, Effektivität, Bedienkomfort usw.
Einer hat seine komplette Holzheizung selbst gebaut; vom Mauern des Brennraumes, Einbau des Wärmetauschers bis zum Setzen der Heizkörper...

Mit den BzSchFms haben wir selbstverständlich gesprochen und aus o.g. Situation heraus sind meist "holzbefeuerte" Kamine sowieso vorhanden.

Da wir unsere Kunden nicht nur theoretisch beraten möchten, haben wir uns entschlossen "Experimente" mit Holzheizungen durchzuführen, um auch durch praktische Erfahrung Ergebnisse aufzeigen zu können.
Technische Unterlagen vieler Hersteller stehen uns mehr als ausreichend zur Verfügung und ebenso Preise/Materialkosten.
Auf den ersten Anschein scheint dies ein sehr spezieller Kundenkreis zu sein, aber tatsächlich könnten wir "zig" Kunden bekommen. Das Marktpotential ist also vorhanden (vorwiegend Ersatz von Holzöfen ältester Art).

Aber wir haben keine Erfahrung inwieweit die techn. Angaben moderner Holzbrenner der Praxis entsprechen und welcher Bedienaufwand (Versorgung, Beschickung, Entsorgung) real erforderlich ist.

Hinzu kommt, daß wir die Holzheizung nur zusammen mit Solarthermie betreiben/anbieten wollen.
Die Hauptgründe für diese Kombination sind, daß Pufferspeicher, Rücklaufanhebung, Wärmemengenmessung usw. kosten-/investitionsmäßig im Zusammenhang stehen und die Holzheizung kostenmäßig nur ein Teil der Anlage ist.
Unsere jahrelange Erfahrung mit Solarthermie ergab, daß der Pufferspeicher groß bis sehr groß zu wählen ist, damit zum einen die Solarenergie maximal genutzt werden kann und zum anderen die Öl- oder Gasheizung möglichst lange im optimalen Betrieb läuft (wenig Ein-/Ausschaltungen; Minimierung der Anfahrverluste usw.).

Beste Ergebnisse erzielten wir mit Pufferspeichern (mit Wärmeschichtung) im Bereich von 750 bis 1500 Liter für zu beheizende Wohnflächen im Bereich von 150 bis 300 m² mit Warmwasserbereitung.
Es gibt noch viele weitere Bedingungen/Aspekte, die ich hier nicht weiter ausführe, weil ich den Einzelpunkt Holzheizung konkretisieren möchte.

Mit der niedrigsten Investition (schlechtester Holznutzung) der Anfang:

Holzkessel ca. 12 kW mit oberem Abbrand ( ca. 70l-Befüllung mit Scheiten 1/3m; Materialkosten unter 2.000.--€ netto.
Anschluß an vorhandene Anlage: Solarthermie mit 1000l-Schichtspeicher (seit 4 Jahren in Betrieb)mit allem Zubehör (von Rücklaufanhebung bis zu Plattenwärmetauschern, Wärmemengenzählern, Brauchwasser-Temperaturbegrenzer usw.) mit max. Speichertemperatur von 95°C (Ausgleichsgefäß 200 Liter / 2bar / ca. 30 Liter Vorlage).

Im nächsten Schritt: Investition im Bereich 3.000.-- bis 3.500.-- €; unterer Abbrand bis 14 kW.

weitere Schritte: Holzvergaser 4.000.-- bis 8.000.--€

Insgesamt ein mehrjähriges Versuchsprogramm, wenn nicht ein Kunde/Bekannter parallel "mitmacht".
Ein Punkt ist auch, daß zwar Buche, 2 Jahre getrocknet, ausreichend verfügbar ist, aber "kostenlos" auch anderes (Kiefer, Fichte, Weide, Ahorn usw.); das brennt auch, wenn auch anders und der Kamin ist ständig zu überwachen... Folgen eines Kaminbrandes habe ich schon gesehen...

Vielleicht wird es für das forum zu umfangreich, falls jemand direkten Kontakt wünscht: email:sar.rostek@t-online.de

MfG Udo Rostek



Verfasser:
Thomas Seifferth
Zeit: 30.07.2002 09:10:51
0
2368
Hallo,
schön das es noch mehr "Rückständige" gibt, die als Alternative nur mit Holz heizen wollen. Unser Haus entspricht in etwa der gleichen Größe . Wir beheizen ein Doppelhaus in Niedrigenergiebauweise mit ca.500 m² Fläche , alles mit Fußbodenheizung. Da zu eine Solaranlage mit 24m² Fläche. Ich kann nur sagen es funzt. Unser einziger Gasverbrauch war bisher die Messung vom Schornsteinfeger. Deine errechneten Verbrauchswerte sind theoretisch richtig und damit zu knapp. Wir brauchen über Winter ca 25 m³ Buche. Unser Holzvergaser hat 32 kW und arbeitet auf einen 2200 l Schichtenspeicher.
Bei weiteren Fragen
info@tsi-partner.de
Ich kann auch auf Wunsch alle Komponenten liefern zu marktgerechteren Preisen als oben angegeben
mfg Seifferth

Verfasser:
Thomas Seifferth
Zeit: 30.07.2002 09:23:00
0
2369
Hab noch was vergessen zu erwähnen. Von wegen Holzofen sei eine Plackerei. Unser Ofen hat ein Füllvolumen von 130 l. Da passt locher eine Schubkarre rein.Ich fülle einmal Morgens und Abends. Nach ca 1 Woche habe ich ca 10 l Asche (der besste Dünger den es gibt). Und ich kann mir bei jeder Füllung vor Augen führen , dass ich ca 3,50 € gespart habe. Das motiviert.
Seifferth

Verfasser:
Peter Müller
Zeit: 30.07.2002 09:33:10
0
2370
Sehr geehrter Herr Rostek,

ich betreibe seit Jahren eine Holzheizung und unser
Heizungsbetrieb installiert Hozheizungen.Wenn sich der
Betreiber über den Aufwand des Holzmachens im Klaren ist, ist das eine feine Sache.Der von Ihnen erwähnte Kessel scheint zu klein ausgewählt: bei 50000 kwh/a
und ca. 1600 Betriebsstunden kommen Sie auf ca. 30 kW
(allerdings Warmwasserbereitung im Sommer nicht berücksichtigt). Die Daten die Herr Seifferth schrieb,
sind realistischer.Ihr erwähnter Kostenaufwand für
die Realisierung einer Holheizung entspricht etwa denen der Leistung - unterdimensioniert.
mfg müller

Verfasser:
Udo Rostek
Zeit: 30.07.2002 21:38:08
0
2371
Aud die Leistung von ca. 14 kW für den Holzkessel bin ich gekommen, weil der inzwischen demontierte Gaskessel (30 Jahre alt) im Bereich von 7 bis 12 kW mehr als ausreichende Heizungswärme lieferte.
Die tatsächlich verbrauchten 50.000 kWh sind zum großen Teil durch den Warmwasserverbrauch bedingt.
Die Solaranlage liefert etwa 20.000kWh/a und somit bleiben ca. 30.000 kWh für den Holzkessel. Hart an der Dimensionierungsgrenze, aber wir haben noch einen freien Kamin und könnten innerhalb eines Tages einen weiteren Kessel anschließen. Ein Teil meines Versuches ist, ob die Theorie in die Praxis umsetzbar ist.

Hinzu kommt, daß wir durch andere Maßnahmen den tatsächlichen Verbrauch auf 40.000kWh/a evtl. senken können.

vielen Dank für die informativen Antworten, die mir mehr Sicherheit geben.

mfg udo rostek

Verfasser:
Peter
Zeit: 02.08.2004 14:03:43
0
2372
Eine unabhängige Studie kann im PDF Format heruntergeladen werden.
WWW.bio-energie.de
Neueste Literatur
Scheitholzvergaserkessel.

Grösse ca 3,5 MB

Verfasser:
ulli
Zeit: 17.08.2004 21:12:04
0
2373
ww und hzg 200 m2 bungalow,fußbodenheizung, Hasbrennwert, bautenstand 98 Dämmung dach 20, fb 10, wand 12 cm, Fenster 1,1 , Hark Kamin Radiante 700 mit 14 m2 Solar, alles im Kombispeicher 780 lt (davon 150 ww). verbrau: 1200-1800 m3 Gas zuz. ca. 10 m3 Holz. 18 ist also realistisch. Kosten : willich gar nicht nennen, mehr als ein neuer Mercedes in Tpaussstattung. Fazit, teuer , unzufriden, häufig schäden,
kaum vernünftiger Service. der kennt kein solar, der keinen wassergeführten, kamin, der macht nur Öl usw.

Haus ist nun verkauft.

Neuer stand: Holzkessel 13,5 kw(aus dem Ausland) inkl. Lieferung 700€, Selbstmontage, Kosten Mat 230€ inkl neuer Pumpe etc, Rohre usw.
Kein Pufferspeicher! Vorlauf in die vorh. Ölheizung, relais 10€ für gleichzeitige Ladung Brauchwasser; fertig! Schornstein vorhanden (200er Zug)super zufrieden! Öl geht automatisch aus, wenn Holz an ist.
Kosten gesamt inkl. Schornstein: ca. 1300€. Holz hol ich umsonst.

Fazit: Durch etwas Eigenleistung ist viel machbar!! Es ersetzt allerdings nicht die gut ausgestatteten Handwerkerwagen und deren Fachwassen. Und das kostet halt. Gern hab ich dafür auch Mat. gekauft.

Verständlich ist der Ärger über den entgangenen vermeindlichen Auftrag.
Na und? Geht mir nicht anders: 20 Angebote und ev 1 Auftrag.

Da muß ich halt sparen. Und siehe da, dann kann ich auch nicht über andere meckern und klagen. mfg an alle

Verfasser:
ulli
Zeit: 17.08.2004 21:24:05
0
2374
Preis-Leistung GAS-Holz: wenn mich das Holz mehr als 10 per Raummeter kostet, dann kann ich ruhigen Gewissens auch die Gasuhr laufen lassen.
Nur durch kostenloses !!! Holz (zu verschenken etc) und dessen Nebenkosten wie: Dessen Abholung, Zersägen, Spalten, Kettöl, Fahrtkosten, Arbeit ja nicht gerechnet, wird es billiger. Lagern ist nicht berechnet.

mal drüber nachdenken!

Im stätischen Bereich würd ich mich aber heftig bei einem solchen "Zündler" bedanken.

Dieser Punkt ist neben den ganzen Kosten ja auch zu Bedenken.
Nur 1 berechtigte Klage seitens eines Nachbarn (mit Rechtsschutz) und die Anlage liegt nach dem Verursacherprinzip still. Also wenn, denn ordentlich mit allem, auch Genehmigungen, Zertifikaten, etc Drum und Dran.
Und muß halt dann auch das Fachhandwerk her!!
Jungs, mal eine Blume für's Gewerk!!

mfg

Verfasser:
Boris
Zeit: 18.08.2004 13:43:41
0
2375
Hallo,

ich spiele auch seit einiger Zeit mit dem Gedanken einen zusätzlichen Holzkessel als Ergänzung zu meiner bestehenden Olheizung zu installieren, da es gerade in unserer Gegend eingentlich schändlich ist, Holz als Brennstoff nicht zu nutzen (und die Meldungen von den Ölmärkten sind ja auch nicht gerade erfreulich).

Da ich dieses Thema bisher nur grob in Gedanken durchgegangen bin, stellt sich mir zunächst die Frage, wo bring ich den dicken Puffer unter (im Heizraum ist gerade noch Platz für den evtl. Holzkessel). Ist es erlaubt, diesen im Nebenraum (Abstellraum im Keller) zu platzieren, und die Rohrverbindungen durch die Wand zu führen?
Da ich den Holzkessel nur als Ergänzung haben möchte (d.h.: wenn niemand das Ding anfeuert, soll halt automatisch mit Öl geheizt werden), müsste ich ja unter Umständen ein paar Umbauten bzgl. Regelung u. ähnliches vornehmen (momentan G115+Logamatic2107M). Kann jemand kurz erläutern, hinsichtlich welcher Komponenten die Anlage zu erweiteren ist, damit die beiden Kessel auch zusammenspielen?


Verfasser:
Wolfi
Zeit: 01.10.2004 00:15:37
0
2376
Frage zu ullis beitrag:

"Neuer stand: Holzkessel 13,5 kw(aus dem Ausland) inkl. Lieferung 700€, Selbstmontage, Kosten Mat 230€ inkl neuer Pumpe etc, Rohre usw.
Kein Pufferspeicher! Vorlauf in die vorh. Ölheizung, relais 10€ für gleichzeitige Ladung Brauchwasser; fertig! Schornstein vorhanden (200er Zug)super zufrieden! Öl geht automatisch aus, wenn Holz an ist."

ist das zulässig, wie oben beschrieben, mit dem ausgang des holzkessels in den ölkessel reinzufahren? wollte das bei mir auch so ähnlich
(Holzkessel-zum puffer 800l-zum ölkessel) machen, um mir eine aufwändige steuerung zu sparen,da hier ja das thermostat des ölkessels alles regeln würde. mein heizungsbauer meinte aber, das sei nicht erlaubt.
danke im voraus für eure antworten.



Verfasser:
Udo Rostek
Zeit: 01.10.2004 04:34:58
0
2377
Unsere Solarthermieanlage arbeitet von ca. Mai bis Oktober nahezu selbständig bezgl. Warmwasser und Heizung und im übrigen heizen wir mit Scheitholz (Buche, Erle, Ahorn, Eiche, Birke usw., was so anfällt).

In die dritte Heizsaison geht unser Holzkessel mit ca. 13kW.
Erfahrung: statt ca. 3000 Euro Gas-Kosten etwa 1000 Euro Holzkosten.
Statt Komfort eine Menge Lagerbedarf und Arbeit mit Beschicken usw.
Grundsätzlich ist ein Scheitholzkessel nur dann empfehlenswert, wenn fürs Holz Platz zum Lagern vorhanden ist und immer irgendeiner, der nachlegt ( 1..2mal am Tag). Fürs Anzünden haben sich Kaminanzünder bewährt (32 St. ca. 1 Euro).
Der Anfall an Asche ist sehr gering, ca. 10 Liter pro 3 Tage.

Eine Holzheizung ohne Pufferspeicher halte ich für sehr problematisch bis unmöglich. Öl oder Gas ist abschaltbar, Holz brennt durch und wenn keine Wärme (Heizung/Warmwasser)gefordert wird, wird diese in den Puffer gepumpt.

Mit Versottung oder anderem haben wir keine Schwierigkeiten. Die Rücklaufanhebung (60°C)ist jedoch unbedingt erforderlich.
Die Überlauftemperaturbegrenzung haben wir zwar eingebaut, wäre aber entbehrlich. Versuche haben ergeben, daß die Luftregelung bei Einstellung auf ca. 70 °C dem Kessel rechtzeitig die Luft schließt und die max. Kesseltemperatur auf ca. 90°C geht.

Abgastemperaturen: bei absolut trockenem Buchenholz (<25% Restfeuchtigkeit) geht die Abgastemperatur (gemessen ca. 1m hinter dem Kessel) bis zu 700 °C hoch !!!

Wenn mit trockenem Holz angefeuert wird und dann frisch geschlagenes Holz nachgelegt wird, liegen die Abgastemperaturen im Bereich von 200 bis 350°C.
Wichtig für eine saubere Verbrennung ist, daß die Gase des nachgelegten Holzes immer durch bereits brennendes Holz geführt werden.
Oberer Abbrand z.B.: Unten frisches Holz und oben trockenes Holz ergibt saubere Verbrennung.

Ein anderes Thema Holzfeuerung ist, Pellets (Holzpresslinge)einzusetzen.
Die Holzpelletfeurung ist bezgl. Komfort, Raumbedarf und Investitionskosten mit einer Ölheizung gleichzusetzen.
Eine mögliche Umweltgefährdung durch falsche Lagerung ist bei Pellets naturgegeben nicht möglich.
Die derzeitigen Verbrauchkosten bei Pellets entsprechen etwa einem Heizölpreis von 35ct/Liter.
(Erfahrungswert, keine gesicherter Wert)
Das Heizen mit Gas ist 40 bis 100 % teurer im Verbrauch als Öl.

mit sonnigen Grüßen
Udo Rostek






Verfasser:
Wolfi
Zeit: 01.10.2004 21:36:29
0
2378
Frage zu ullis beitrag:

"Neuer stand: Holzkessel 13,5 kw(aus dem Ausland) inkl. Lieferung 700€, Selbstmontage, Kosten Mat 230€ inkl neuer Pumpe etc, Rohre usw.
Kein Pufferspeicher! Vorlauf in die vorh. Ölheizung, relais 10€ für gleichzeitige Ladung Brauchwasser; fertig! Schornstein vorhanden (200er Zug)super zufrieden! Öl geht automatisch aus, wenn Holz an ist."

ist das zulässig, wie oben beschrieben, mit dem ausgang des holzkessels in den ölkessel reinzufahren? wollte das bei mir auch so ähnlich
(Holzkessel-zum puffer 800l-zum ölkessel) machen, um mir eine aufwändige steuerung zu sparen,da hier ja das thermostat des ölkessels alles regeln würde. mein heizungsbauer meinte aber, das sei nicht erlaubt.
danke im voraus für eure antworten.

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