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Optimierung 4 Fam. Haus / Jahreswirkungsgrad
Verfasser:
Christian A.
Zeit: 03.04.2006 16:08:06
0
378923
Seit einiger Zeit beschäftige ich mich mit der Optimierung der Heizung unseres 4-Fam Hauses.

Was mir grundsätzlich missfällt, ist der Jahreswirkungsgrad der Heizung inkl. WW. Der liegt nämlich nur bei ca. 69% - 82%.

Haus: Bj. 1992, Vollwärmeschutz, berechneter Heizenergiebedarf 72.000 kWh inkl. WW. Beheizte Fläche 550 qm

Tatsächlicher Heizenergiebedarf lt. Summe Wärmezähler gemittelt über 10 Betriebsjahre: 41.000 - 58.000 kWh (WMZ natürlich alle 5 Jahre neu). Schwankungen v.a. durch unterschiedlichen Wasserverbrauch der Bewohner.

Kessel Hoval UltraGas Condens 40kW Bj. 1992, nicht modulierend. Kesselpumpe Wilo Stratos (Hocheffizienzpumpe mit Regelung Delta p - V) 30 / 1-12. WW-Bereitung dezentral über Wärmetauscher Hoval CombiVal aus dem Heizwasser. WMZ zeigen Summe aus Energie für Heizung und WW je Wohneinheit an. Jede Wohneinheit hat einen Heizkreisverteiler, aus dem die FB-Heizung (über Mischer), die Radiatoren sowie die Boilerladepumpen gespeist werden. Boilerladung über Zeitschaltuhr.

Keine Korrelation zwischen Kesselwirkungsgrad und WW-Verbrauch über 10 Betriebsjahre feststellbar.

Konkret für 2005:
Gasverbrauch 5800 cbm sind rd. 60.000 kWh
WMZ Summe 41.500 kWh
Jahreswirkungsgrad 68%
Absolut gesehen trotzdem günstiger spez. Verbrauch: 110 kWh je qm inkl. WW. Rechnet man 20% WW raus, landet man bei rd. 90 kWh je qm.

Irgendwelche Auffälligkeiten bis hierher?

Mir scheint, dass der Kessel erheblich überdimensioniert ist. Leistungsmäßig kann man den nur auf 35 kW drosseln per Schräubchen am Brenner.
Was kann man regelungstechnisch optimieren? Ich werde z.B. mal alle 4 WW-Boiler zeitgleich laden, um die Kessellaufzeit zu verlängern. Bislang sind die alle per Zeitschaltuhr nacheinander angesteuert.

Danke für Ideen und Ratschläge. Die Beiträge zum Thema Kuhschwanz, Pufferspeicher etc. sind mir aus intensivem Lesen des Forums bekannt.




Verfasser:
Christian A.
Zeit: 03.04.2006 16:24:57
0
378933
Ergänzung zum vorgenannten Thema:

2 der 4 Wohneinheiten sind mit separater Unterregelung (Seltron) ausgerüstet. Mischersteuerung für FB-Heizung über jeweilige Unterregelung nach Aussentemperatur.
Vorrangschaltung für WW-Bereitung, dabei Kesselüberhöhung (ca. 74 Grad). Zur Verhinderung des Eindringens des überheissen Wassers bei Boilerladung wird ein Kommando Mischer zu sowie ein Ventil im Vorlauf zu den Radiatoren geschlossen.

Kesselregelbetrieb: heizt auf ca. 58 Grad Heizwassertemperatur hoch und schaltet ab. KK-Pumpe läuft ständig. Wiedereinschalten des Kessels, sobald Kesseltemperatur auf ca. 38-42 Grad abgekühlt.
Taktung bei -10 Grad (ohne WW-Bereitung): 12min EIN, 8min aus.



Verfasser:
aero18
Zeit: 29.04.2006 18:48:00
0
393788
Hallo Christian,
war gerade auf der Suche nach einer delta-T-Regelung für Stratospumpe - leider noch nicht fündig geworden.

Zu deiner Anlage:
ohne Pufferspeicher und wg. der Trinkwassererwärmung mittels Wärmetauscher muss Deine Kesselanlage ganzjährig im "Stotterbetrieb laufen" da ja irgendein Wärmetauscher Energie brauchen könnte.
Und da ist eine Heizung nicht anders wie ein Auto der verbraucht im Stau auch keine 5 l/100 km.

Abhilfe nur durch Pufferspeicher mind. 500 l möglich!
Die Stratospumpe sollte hinter dem Pufferspeicher weitergenutzt werden. Als Ladepumpe reicht auch eine einfachere Pumpe mit geringerer Förderhöhe z.B. Stratos Eco.

Zusätzlich sollte Wärmedämmung der Heizungsverteilung überall durchgehend sein, da sie ja 365 Tage/Jahr mit ca. 65-45°C betrieben wird.

Anlagebeispiele findest Du z.B. bei kamo.de oder zortea.at

Viel Erfolg beim Optimieren und kneiff den "Planer der Stotterheizung in d.....

Mit freundlichen Grüßen
Bernhard


Verfasser:
wpibex
Zeit: 29.04.2006 19:39:39
0
393801
Hallo Christian,
ich habe in einem ähnlichen Haus mit Grundwasser-Wärmepumpe die Heizkosten auf 1/3 gesenkt:
www.sibex.de

Gruß
Lothar

Verfasser:
aero18
Zeit: 02.05.2006 19:59:13
0
395294
Hallo Lothar,
bei einer Trinkwassererwärmung über Plattenwärmetauscher sind normalerweise Pufferspeichertemperaturen von mindestens 60°C erforderlich. Dies wird bei die hier vorhandenen Anlage, die nicht speziell für eine Wärmepumpe projektiert wurde sicher auch der Fall sein.
Die Arbeitszahlen von Wärmepumpen sind aber bei so hohen Vorlauftemperaturen (60-65°C) soweit mir bekannt ist meist kleiner als 3 und damit die Heizkosten nicht auf 1/3 zu senken.
Frag mal bitte konkret nach der Arbeitszahl für 65°C Vorlauf

Gruß
Bernhard

p.s.
(Die Elektronachheizpatrone der WP läuft häufig nicht über den selben Stromzähler - weil Tagstrom und wird häufig vergessen!)

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