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22.11.2003 22:11:12 |
Hallo, könnte mir bitte jemand erklären, wie ich eine Heizung richtig entlüfte. Meine Heizung "gluckert" zeitweise und bei der 'richtigen' Stellung der Thermostatventile macht sie "tromptenartige", laute Geräusche. Es handelt sich um eine im Keller einer Doppelhaushälfte montierte Brennwerttherme. Im Erdgeschoss befinden sich 4, im Obergeschoss 5 und im Dachgeschoss 3 Heizkörper. Im habe gelesen das es Entlüftungsautomaten gibt, die man gegen die manuelle Entlüftungsschraube an einem der oberen Heizkörper, austauscht. Ist dies empfehlenswert? Danke für jede Hilfe Peter
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22.11.2003 22:40:45 |
Eigentlich kannst Du nix falsch machen: Heizung AN, Auffangbehälter unter das Ablassventil, Schlüssel rein und aufdrehen. Wenn nur noch Wasser kommt, wieder zu. Und gut ist. Wenn die Heizung ständig "gluckert", also auch nach dem Entlüften, ist irgenwas nicht in Ordnung. Die "neue" Luft muss ja irgenwo herkommen. Mein Tipp "ins Blaue": MAG defekt. Eppes
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23.11.2003 11:24:51 |
Hallo Peter, ganz so einfach wie Peter Eppes beschreibt ist es nicht!! Die Luft kann auch im Kessel, oder in den Heizungsrohren in irgendwelchen knicken sitzen, bei mir kam aus keinem Heizkörper mehr Luft und trotzdem hat es im Kessel ständig gegluckert! Heizung ausschalten. Alle HZ am Vor- UND Rücklauf zudrehen. Leitungswasser an VL anschliessen, an RL wird ein ca. 3-5m langer durchsichtiger Schlauch angeschlosssen. Nun immer nur 1 HZ am VL und RL aufdrehen, Wasser erst mit wenig, dann mit viel Druck (max. 2bar) durchfliessen lassen bis keine Luftblasen mehr zu sehen sind. Evtl. auch Wasserstöße erzeugen, durch schnelles auf- und zu drehen. Man glaubt gar nicht wo die Luft überall hängt, obwohl keine Luft mehr aus den HZ kam war noch Luft ohne Ende in System! Viele Grüße Stefan
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23.11.2003 11:39:29 |
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23.11.2003 15:15:35 |
Hallo Zusammen @ Eppes: "Eigentlich kannst Du nix falsch machen: Heizung AN, Auffangbehälter unter das Ablassventil, Schlüssel rein und aufdrehen. Wenn nur noch Wasser kommt, wieder zu. Und gut ist." Was Du vergessen hast zu erklären: Druckkontrolle am Manometer, ggf. Wasser nachfüllen. @ Stefan: Mit Deiner Methode bringst Du wieder eine ganze Menge Luft (im Frischwasser gelöst) in Dein Heizsystem. Was ich gelegentlich gegen hartnäckige Luftblasen in Luftsäcken mache: Anlagendruck erhöhen (Abblasdruck des Sicherheitsventiles beachten). Dabei verkleinern sich die Luftblasen, deren Dichte steigt, dadurch kann die Strömung die Blasen besser mitnehmen. Gruß Alex
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23.11.2003 16:43:05 |
Eigentlich scheint das Problem von Peter die Geräuschbildung zu sein. Anlage abgleichen? Pumpe runterschalten? Überströmventil einstellen? Nur so ein paar Denkanstösse. Eppes @Stefan: Kennen wir uns? Eppes = Ernst-Peter Siegloch
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25.11.2003 22:38:39 |
Hallo, danke für die bisherigen Antworten. Das "Gluckern" wandert übrigens durch die Heizkörper, dann ist es eine zeitlang nicht zu hören und kommt dann wieder. Die "trompetenartigen" Geräusche kann man durch das Herunterdrehen der Thermostatventile steuern. Auch werden Heizkörper hier durch teils nicht richtig warm. Kann noch jemand etwas zu Spirovent und Ausdehnungsgefäß sagen. Ich habe hier im Forum einen Link zu einem Bild eines Ausdehenungsgefäß ("großer kugelförmiger Behälter") gefunden. Muß dieser auch bei einer Brennwerttherme (Brötje Ecotherm Kompakt) vorhanden sein oder kann er auch anders aussehen? Ich kann ein solches Teil nicht entdecken. Gruß Peter
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26.11.2003 00:52:16 |
Jo, die "Trompete". Das Problem kenn´ ich. Hat eine Zeit gedauert, bis ich draufgekommen bin, was dieses Geräusch verursachte: Deine hydraulische Anlage ist schlecht einreguliert UND der Pumpen- Förderstrom ist zu hoch UND es ist Luft in der Anlage. Der Zusammenhang ist folgender: Die Fließgeschwindigkeit im System ist sehr hoch, dadurch sind die Druckverhältnisse in den Rohrleitungen instabil. Ändert man nun durch "fast Zudrehen" eines Th.-Ventils das Druckverhältnis (etwa vergleichbar mit einem gewissen momentanen "Gleichgewicht") im hydraulischen System, fängt der Luftpolster (=vergleichbar mit einer mechanischen Feder) im Heizkörper an, mit der Wassersäule im Heizungsrohr zu schwingen. Da der Ventilkegel in einem Th-Ventil nicht fest, sondern auf einer Feder montiert ist, schließt das Ventil nicht kontinuierlich, sondern setzt "federnd", in Wechselwirkung mit der "Luftpolster-Feder" auf dem Ventilsitz auf, immer schneller, da beim Schließen der Druck im Rücklauf nachläßt. Vergleichbar mit einem Gummiball, der auf den Boden fällt - die Frequenz wird höher (die Schläge erfolgen schneller hintereinander), was diesen immer höher klingenden "Trompetenton" erzeugt. Es klingt so, als würde nicht Louis Armstrong, sondern ich in die Trompete blasen: Der Ton wird höher, bis er aufhört (das Ventil zu ist / mir die Puste ausgeht). Beseitigt habe ich das Problem damals durch den Einbau von Einregulierventilen, waagrechtes Einrichten der Hk und nachrüsten von automatischen Heizkörper- Entlüftungsventilen (von denen ich eigentlich gar nichts halte - sie sind ein Sch... und rinnen gerne, aber vielleicht gibt´s ja heute was besseres). Prüfe auch (neben den in den anderen Beiträgen angeführten Entlüftungs-Maßnahmen), ob Deine Hk noch in der Waage sind (mit minimaler Steigung zum Entlüftungsventil, wenn geht). Es kommt auch auf die Hk-Type (Lage des oberen Anschlusses) an, manche Hk benötigen spezielle Entl.-Ventile mit einem nach oben gebogenen "Röhrchen", um die Luft rauszubringen.
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26.11.2003 07:58:30 |
Hallo Peter, hast Du schon mal was von Taconova "Vent" und "Hy-Vent" gehört? Die könnten Dein Problem lösen. Die Artikel kannst Du Dir unter www.taconova.de anschauen. Mit freundlichen Grüßen Taconova GmbH Jasmin Rostek
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26.11.2003 08:28:57 |
Hallo, trompetenartige Geräusche entstehen, wenn der Vor- und Rücklauf am Heizkörper vertauscht sind. Thermostatventil wird gegen die Strömungsrichtung durchflossen. Wenn man dann am Thermostat dreht ist das Geräusch weg. WBoegelein
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26.11.2003 17:26:21 |
Hallo Peter, hallo Ihr alle, mit wahrscheinlicher Sicherheit hat jeder von Euch ein wenig recht. Zum letzen Beitrag von Dir Peter - in jede Heizungsanlage gehört ein MAG um das Ausdehnungswasser (Volumenanstieg) beim erhitzen von Wasser aufzufangen. Es gibt aber Geräte die diese schon integriert haben. Wie alt ist denn Dein Brötje Brennwertgerät? Die alten WGB´s hatten keine eingebaut!! Trompeten Geräusche können kommen durch zu hohe Fließgeschwindigkeiten oder vertauschte Vor- und Rückläufe. Letzteres glaube ich zwar nicht aber auch Monteuere sind nur Menschen. Ist zu klären ob alle Heizkörper Tompete spielen? Spirovent ist für eine selbstständige entlüftung der Anlage wohl die beste Lösung benutzen wir bei jeder neuen Anlage!! Mit freundlichen Grüssen Arno Bornschein BAD HEIZUNG TECHNIK
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27.11.2003 13:10:35 |
1. das ist für Glatteis ;-), wie bist Du denn drauf? 2. tropfenartige Geräusche: Wie groß ist dein Ausdehnugsgefäß? Welches Baujahr? Vordruck eingestellt auf? Musst Du öfter nachfüllen? Ich wage zu behaupten, dass entweder mit deinem Gefäß etwas nicht stimmt, oder das ganz einfach nur Wasser fehlt, daher das "Wasserfall" Geräusch in der Heizung. 3. Entlüftung wurde sehr gut beschrieben von Stefan (der hat echt Ahnung), glaub mir. 4. als letztes, Vor u- Rücklauf sind glaube ich nicht vertauscht, da sonst ein Geräusch entsteht, das einem Maschinengewehr gleicht. (tatatataatatatat) :-) me.me. Jürgen :-))))) |
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27.11.2003 13:19:28 |
zu Jürgen 4: Ob Vor- und Rücklauf vertauscht sind, lässt sich leicht feststellen. Heizkörperventil zudrehen, waretzn ist alles kalt ist. Aufdrehen und per Handauflegethermometer feststellen, ob zuerst das Rohr warm wird, welches zum Ventil führt. (VFon Einrohrheizung nix Ahnung, da Laie.)
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27.11.2003 22:34:45 |
Hallo, die Therme ist vor etwa 5 Monaten eingebaut worden. Ich habe gerade mit einer Suchmschine nach "Spirovent" gesucht und bin dabei auf die Seite des Herstellers Spirotech gekommen. Wenn Spirovent ' Luft so gut funktioniert wie hier und dort beschrieben, sollte er eigentlich immer eingebaut werden. Ich denke der Kostenaufwand meines Installateurs für das nochmalige entlüften ist höher, als wenn er gleich Spirovent 'Luft eingebaut hätte. Ist es übrigens auch sinnvoll Spirovent 'Schlamm einzubauen? Gibt es Spirovent ' Luft und 'Schlamm auch kombiniert für eine Einfamilienheizungsanlage? Ich habe den Hersteller-Seiten den Eindruck gewonnen, das es diese Kombination nur für größere Anlagen gibt. Außerdem gibt es dort einen Hinweis, das der Einsatz in Heizungsanlagen nur bedingt möglich ist. Mit welchen Kosten für das Gerät und den Einbau muß ich rechnen, wenn ich meinen Installateur damit beauftrage? Gruß Peter
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01.12.2003 14:46:17 |
Spirovent Luft Größenordnung 100 Euro, nur Materialkosten.
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