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Leistung Holzkessel / Gaskessel ?
Verfasser:
U Koch
Zeit: 26.11.2003 10:49:41
0
37280
Hallo Kollegen !

Ich habe bei einem Wärmebedarf von 16 kW eimen Gaskessel mit 18 kW
sowie einem Festbrennstoffkessel mit 14 kW eingebaut. Beide sind
zentral geregelt und mit einem Puffer- sowie Warmwasserspeicher kom-
biniert. Die Fachleute der bekannten Heizungshersteller hatten mir
angeraten , den Festbrennstoffkessel gezielt etwas kleiner zu dimen-
sionieren ( Volllast , nur 14 Tage im Jahr -15°C usw.) Mittlerweile
befinde ich mich in einem Rechtsstreit und suche nun Unterlagen,
welche diese Aussage fundiert untermauern , da der Kunde seiner
Meinung nach (nur bei Einsatz des FBK) die Wohnung nicht warm bekommt.
Er gibt dem Gaskessel keine Schaltzeiten und macht so aus einer bivalenten Anlage eine momovalente. Wer kann helfen bzw. hat die erforderlichen Informationen ?
mfg Ukoch

Verfasser:
Manfred
Zeit: 26.11.2003 22:13:37
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37281
Hallo U Koch,

das mit der Unterdimensionierung von Feststoffkesseln beruht meines Wissens auf Erfahrungswerte und hat sich in der Praxis bestens bewährt.
Hintergrund ist, dass bei Teilastbtrieb in Kessel und Kamin kein Glanzruß entsteht und der zugeführte Brennstoff mit Luftüberschuss abbrennen kann, aber nur wenn auch trockenes Holz verbrannt wird.

Hast Du im Werkvertrag/Angebot/Auftragsbestätigung keinen entsprechenden Pasus, dass mit Gaskessel zugeheizt werden mus, oder ähnlich vermerkt?
Warum wurde der Gaskessel überhaupt eingebaut?

Kann der Kunde beweisen, dass:
a) regelmäßig und genügend Brennstoff zuführt wird? Denn bei Volllast
(-15° AT) steht der Betreiber (fast) dauernd beim Kessel und schürt.
b) der Kessel gereinigt ist (Glanzruß etc. reduziert die Leistung)?
c) Nach welchen Kriterien, Außen- u. Raumtemperatur, wurde der
Wärmebedarf von 16 kW errechnet?
d) Lt. DIN 4701 gibt es keine Auslegung nach -15°C AT.
e) Welche Raumtemperatur wird denn tatsächlich erreicht?
f) Wurde die Bauausführung, Größe und Dämmung, tatsächlich so
ausgeführt wie lt. Berechnung angenommen?
g) Wenn der Neubau kein Fertighaus ist, ist denn das Gebäude schon
trocken geheizt? Wenn nicht, ist der Wärmebedarf wesentlich höher
und es muss in den ersten 2-3 Jahren mit höheren Brennstoff-
verbräuchen gerechnet werden.

Ich hoffe meine Tips helfen Dir weiter.

Gruß Manfred





Verfasser:
ukoch
Zeit: 27.11.2003 09:07:45
0
37282
Hallo Manfred !
Vielen Dank. Genau um Deinen ersten Satz geht es mir. Erfahrungswerte
, welche sich in der Praxis bewährt haben dürften keinen Richter
beeindrucken.
Der Gaskessel wurde eingebaut, weil der Kunde eigentlich nur gelegentlich Holz verfeuern wollte. Dies ist aber nicht schriftlich
fixiert. Jetzt wird jedoch fast ausschließlich mit dem FBK geheizt und
der Gaskessel (entgegen der Bedienungsanleitung)in seinen Schaltzeiten
fast kpl.eingeschränkt.
mfg Ukoch

Verfasser:
Achim Kaiser
Zeit: 27.11.2003 12:03:48
0
37283
Hallo U. Koch

wurde der Wärmebedarf gerechnet oder nur überschlagen und geschätzt ?

1 kW Differenz bei einem kompletten Gebäude an der Kesselleistung für das Haus vor allem wenn ein Pufferspeicher (wie groß ?) eingesetzt ist bei einem Holzkessel kein Thema.

Bei der Berechnung liegt das kälteste 2-Tagesmittel zu Grunde. Wenn der Puffer *voll* beladen ist und der Kessel nur 95% der momentanen Leistung nachschiebt, dann wird die Restleistung aus dem *Puffer* abgedeckt.

Viel eher wird ein anderes Thema zu Buche schlagen...die Heizleistung reicht nicht aus, weil der Kunde *längstens* alle Stunde nachlegen muß und das im schlechtesten Fall rund um die Uhr...denn ansonsten wirds kalt.

Im übrigen dürfte eins klar sein, einen Winter bei dem die *max. Heizkesselleistung* erforderlich war, hatten wir die letzen Jahre überhaupt nicht...Nachfrage beim Wetterdienst bringt Klarheit ;-)).

Viel mehr wirds darum gehen einen größeren Holzkessel rauszulassen, der nicht so oft *nachgelegt bekommen muß*.

Achim Kaiser

Verfasser:
ukoch
Zeit: 27.11.2003 15:00:49
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37284
Hallo Achim !
Der Wärmebedarf wurde exakt ermittelt (16240 W).
Ansonsten hast Du richtig erkannt - der Kunde möchte einen neuen
Kessel rausschlagen, bei dem er weniger nachlegen muß.
mfg ukoch

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crink schrieb: Hi, draußen ist es normalerweise teurer/aufwändiger. Und im Wasserschutzgebiet kann die komplett verbindungslose Verlegung außerhalb des Hauses eine Auflage zum Gewässerschutz sein, in dem Fall können...
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