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Fußboden/ Deckenheizung im Wohnbereich
Verfasser:
Dirk
Zeit: 26.11.2003 10:55:36
0
37285
Hallo,
wir wollen in einen Altbau eine Wärmepumpenanlage einbauen. Um die Wärmepumpe effektiv zu betreiben sind große Heizflächen nötig. Auf Grund des berechneten Wärmebedarfs reicht in einigen Räumen die Fußbodenfläche nicht aus. Bei der Suche nach einer Lösung bin ich auf Deckenheizungen gestossen. Das klingt ziemlich interessant und ich überlege ob ich generell versuche das Haus über eine Deckenheizung zu beheizen und den Fußboden nur als Ergänzung nutze, falls der Wärmebedarf nicht gedeckt werden kann. Der Installationsaufwand würde sich damit auch in Grenzen halten, da die Decken abgehangen werden sollen (geplante Raumhöhe ca. 280cm). Im Fußboden müsste eine Trockenbau Variante zwischen den Balken eingebaut werden.

Ich bin mir derzeit noch etwas unsicher bei der Entscheidung, da ich bisher wenig Praxisinformationen erhalten habe. Mir stellen sich folgende Fragen:
- Gibt es bereits Erfahrungen mit Deckenheizungen im Wohnbereich (2,8m Raumhöhe)?
- Wie ist der Wohnkomfort, wenn die Wärme permanent von oben kommt?
- Welche Heizsysteme bieten sich dafür an (für Trockenbau mit Gipskarton Platten)?
- Wie hoch ist die zu erwartende Heizleistung je m^2 bei Vor-/Rücklauf 45/35?
- Kann man Deckenheizungen nach den gleichen Regeln wie Fußbodenheizungen auslegen?

Vielen Dank
Dirk

Verfasser:
Dieter
Zeit: 26.11.2003 11:30:01
0
37286
Hallo,

zum Thema Deckenheizung kann ich Folgendes sagen:
Meine Eltern haben vor 20 Jahren ein Haus gekauft, in dem eine Elektrodeckenheizung installiert war.
Abgesehen von den schockierenden Stromkosten, liefen die den ganzen Tag mit hochrotem Kopf durch die Bude, hatten kalte Füße und Kopfschmerzen ohne Ende. Die Heizung wurde nach 2 Jahren stillgelegt und durch eine Radiatorenheizung ersetzt. Ob es bei der heutigen Technik was besseres gibt, weiß ich allerdings nicht.

Verfasser:
Hermann
Zeit: 27.11.2003 08:23:41
0
37287
Hallo Dirk,

lass Dich mal von www.PYD.de beraten, da wird Dir geholfen mit zu geringen Heizflächen. Maximalleistung bei einer zulässigen Oberflächentemperatur von 29° C= 135 W/m² (AT=-16° C. Bei Bädern max. 150 W/m².
Vielleicht brauchst Du gar keine zusätzliche Deckenheizung.
Ich bin Einbauer und mach hauptsächlich mit Wärmepumpen. Ich bin mir sicher, das Du Deine Wärmepume wirtschaflich zum arbeiten bringst.

Verfasser:
C. Brenner
Zeit: 27.11.2003 11:40:56
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37288
Hallo.

Wenn die Heizflächen des Fußbodens nicht reichen, scheint der Transmissionsverlust relativ hoch zu sein. Lässt sich dieser nicht reduzieren (Wärmedämmung)?.

Alternativ zur Decke könnten auch die Wände als Heizflächen aktiviert werden. Das ergibt dann eine "Wärmeschale", die sehr behaglich sein kann.

Grüße, C. Brenner www.Celsius-compile.de

Verfasser:
W.Schleising
Zeit: 27.11.2003 12:54:57
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37289
@ Brenner

Gibt's dafür auch Lösungen, bei denne man beliebig Bilder aufhängen kann? Das stört schon viele Kunden.

Verfasser:
Jochen L.
Zeit: 27.11.2003 13:20:41
0
37290
Hallo, Dirk!
Die Lösung deiner Probleme könnte der Einbau von sog.Kapillarrohrmatten
sein. Diese können sowohl als Fußboden-, Wand -,oder Deckenheizung ein-
gebaut werden.Durch den geringen Rohrdurchmesser (ca. 4mm) eignet sich die Kapillarrohrmatte optimal für den Altbau. Allerdings sind diese Rohre nicht diffusionsdicht, d.h. Einbau von nur NE-Metallen oder Systemtrennung . Das Forschungszentrum Jülich hat jetzt eine aktuelle Studie zu diesem Thema veröffentlicht. Zitat:"sehr gute Behaglichkeit",
"die hohen Kühl- u. Heizleistungen können bei raumnahen Wassertemperaturen erreicht werden". Zum Heizen sind i.d.R. 26,o bis 28,6 Grad ausreichend . Informationen zu diesem Heizsystem bekommst Du von der Fa Sandler Energietechnik Kaufbeuren, www.sandler-energie.de.
Die Fa. Sandler vertreibt diese Matten schon seit Jahren. Hier gibt es auch Kunden die Deckenheizung nach diesem Prinzip betreiben. Ev. kann man dir Referenzen aus deiner Nähe nennen.
Bei www.bine.info gibts die Unterlagen zur Studie als Download.
Titel: Heizen und Kühlen mit Kapillarrohrmatten.
Mfg. Jochen L.

Verfasser:
C. Brenner
Zeit: 27.11.2003 16:31:02
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37291
Hallo.

@ W.Schleising: Ja, die Lösung gibt es; Indem man diese Wandheizung auf das untere drittel der Wand begrenzt.

Grüße, C. Brenner www.Celsius-compile.de

Verfasser:
W.Schleising
Zeit: 27.11.2003 16:49:52
0
37292
@ C.Brennner

Danke - das ist sehr einleuchtend.

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lowenergy schrieb: Grundsätzlich ist letzendlich die real benötigte elektrische Gesamtantriebsenergiemenge ausschlaggebend! Da beim Luftwärmepumpen logischerweise der Kältemittelverdampfer, je nach klimatischen Bedingungen...
Pluto25 schrieb: Weshalb schaltet die Pumpe bei über 50K Differenz ab? Diese Funktion mal außer Kraft setzen. Mit etwas Glück spült sich die Anlage dann wieder frei, in jedem Fall würde wenigstens wieder Wärme runterkommen...
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