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Grösse Regenwasserspeicher und Rasenbewässerung
Verfasser:
Roland
Zeit: 10.12.2003 20:03:37
0
39286
Hallo,

bin gerade dabei meine Speichergrösse zu berechnen. Wahrscheinlich möchte ich das Regenwasser nur für die Gartenbewässseurng benutzen.
Und genau hier ist das "Problem". Bei sämtlichen Internet-Anbietern von Regenwasseranlagen wird für die Tankberechnung ein jährlicherVerbrauch für die Gartenbewässerung von 60 l/qm veranschlagt.
Rechnet man dies um auf die Sommermonate Mai bis Septemer (ca. 150 Tage) wäre dies gerade mal ein täglicher Verbrauch von rund 0,4 l/qm. Für Nutzgräten und Blumenbeete mag dise noch ausreichen aber für eine Rasenbewässerung ist dies in meinen Augen eindeutig zu wenig. Hier sollte (wie auch diverse Internet-Veröffentlichungen aufführen) von einem Bedarf für die Rasenbewässerung von rund 3 l/qm ausgegangen werden. Ein Teil von diesem Verbrauch wird zwar vom normalen Regen abgedeckt aber im Sommer muss halt trotzdem mit Sicherheit noch die Hälfte mit der Anlage abgedeckt werden. Bei einer Rasenfläche von rund 300 qm kommt dann schon einiges an Tankgrösse zusammen (ca. 9.000 l Bedarf bei 20 Tagen regenloser Zeit)

Hat jemand von euch Erfahrungen, wieviel Wasser für die Rasenbewässerung wirklich verbraucht wird und welche Speichergrössen hierfür zu veranschlagen sind.
Wie oft sollte so ein Tank jährlich überlaufen?

Verfasser:
Sukram
Zeit: 10.12.2003 20:17:47
0
39287
Vergiss die Bemessungsrichtlinien oder nimm wenigstens von allem doppelt soviel.

Die Wetterextrema werden zunehmen, also sowohl die Dürreperioden als auch die Niederschlagsergiebigkeit.

Wie dieses Jahr deutlich gezeigt hat.

Verfasser:
friedel
Zeit: 11.12.2003 09:16:12
0
39288
Ein paar Anmerkungen:

-Die Größe der Zisterne hängt nicht nur vom Verbrauch, sondern auch von der Größe der angeschlossenen Dachflächen ab

- zwischen Mai und September gibt es durchaus einige ergiebige Regenfälle
- Selbst bei 21 Tagen Trockenheit (oder wie in diesem Jahr rund 38 Tage)
darf ich nicht jeden Tag den Rasen sprengen - lt. Rasenherstellern und Gärtnern würde sich sonst der Rasen in einen "Säufer" verwandeln. Also alle 2-3 Tage in der heißesten Periode muß reichen. Damit sinkt dann auch der Wasserbedarf und die Zisternengröße.
- Bei 300 qm Rasen sollte also -ohne weitere Regenwassernutzung- eine Zisterne von ca. 4000 Liter ausreichen.
- Willst du so gut wie nie Nachspeisen werden es rund 6000 Liter.
- Je größer die Zisterne, desto länger die Verweildauer des Wassers.
- Überlaufen muß eine Zisterne nie, wird aber in der Regel immer vorkommen, da die Zisternen ja nicht leer sind, wenn ein Starkregenereignis stattfindet. In der Zisterne fehlt immer nur die verbrauchte Wassermenge seit dem letzten Regenereignis.

Gruß,
friedel

Verfasser:
Roland
Zeit: 11.12.2003 20:52:51
0
39289
Die von mir angegebenen 3 l7 qm für die Rasenbewässerung ist natürlich nur ein auf einen Tag zurückgerechneter Wert. Angegeben wird i. d. R. 8so wie im Internet gefunden) 10 - 20 l / qm in 5 - 7 Tagen. Dies ist aber dann der gesamte Bedarf. Nur wenn es nicht regnen sollte müsste dieser Bedárf komplett aus dem Tank gedeckt werden.
Daher kommen mir 6.00 l etwas wenig vor.
Wieso muss die Zisterne nie überlaufen.? Wird doch immer wieder empfohlen wegen Wasserqualität!

Verfasser:
friedel
Zeit: 12.12.2003 17:23:54
0
39290
Wieso ist Überlaufen nicht notwendig:
Welche Wasserqualität willst du deinem Rasen vorhalten?
Der Wiese ist es egal ob das Wasser stinkt oder verfärbt ist.
Es gäbe ein Problem, wenn das Aerosol so belastet wäre, dass eine Gesundheitsgefährdung daraus resultieren würde.
Bei einem guten Erdtank, in dem das Wasser auch im Hochsommer kaum über 15 °C kommen sollte, kann das im wesentlichen ausgeschlossen werden.
Überlaufen ist insofern gut, weil ich Schwebstoffe -insbesondere Blütenstaub und Blätter, die doch den Grobfilter passieren konnten- durch den Überlauf entsorgen kann.
Ohne regelmässiges Überlaufen werden diese Schmutzstoffe angesaugt oder lagern sich als Schlamm in der Zisterne ab und bieten Bakterien eine Nahrungsgrundlage.
Bei einer RWA für die Gartenbewässerung stört das nicht; will ich damit Wäsche waschen, ist ein Überlaufen wichtiger.
Wie aber schon ausgeführt, wird in der Praxis eine normal geplante Zisterne hin und wieder überlaufen.


Gruß,
friedel

Verfasser:
Abakus
Zeit: 15.12.2003 19:56:35
0
39291
Zu einer wirksamen Bewässerung von Rasenflächen (Beispiele: Fussballstadien) wird pro Bewässerungsvorgang eine Regenmenge von 24 Litern pro m2, entsprechend 24 mm benötigt.
In einem heißen Sommer kann man dann selbst entscheiden, ob der Rasen grün und saftig (24 Liter) oder braun und dürr (0 Liter) bleiben soll.

Verfasser:
friedel
Zeit: 16.12.2003 09:43:30
0
39292
Die 24 L/m² sind aber schon auf ein Fußballfeld bezogen, oder?
Schließlich könnte ich zu Hause keine 24 Liter unterbringen: der Lehm würde das vermutlich gar nicht aufsaugen...;-)
Fußballfelder, die oft sogar über Drainagesysteme verfügen, können da wesentlich schneller Wasser aufnehmen, geben das aber auch wieder ab.
Ich denke, es liegt dann wirklich auch in der Erfahrung des Rasenbesitzers, wieviel Wasser seine Wiese braucht. Über die Laufzeit der Beregnung in den vergangenen Jahren könnte man ja auf den Verbrauch schließen.

gruß,
friedel

Verfasser:
Abakus
Zeit: 16.12.2003 17:34:17
0
39293
@friedel und weitere "Beitragsfüller" ;-)
24 Liter / m2 sind weder philosophisch noch kreativ gewählt sondern eine Beregnungsmenge nach agrarischen Grundsätzen. Sie gilt übrigens für Gras geneuso wie z.B. für Erdbeeren.

Siehe (äußerst beispielsweise):
http://www.tools-portal.com/de/gartenpflege/rasen_3.asp

Verfasser:
Edd
Zeit: 17.12.2003 09:09:06
0
39294
Ich weíss nicht ...

da laeuft doch was daneben ... (wie auch schon oben kurz erwaehnt)

Es gibt eine nutzbare Dachflaeche und dies zusammen mit den zu erwartenden Regen sollte die Zisternengrösse massgeblich bestimmen.
Wieviel man letztendlich braucht sieht mann ja dann.
Aber wenn letztendlich die Zisterne Faktor zwei zu gross ist und möglicherweise nie voll, dass waere ja dann unguenstig (um es mal so auszudruecken)


Verfasser:
friedel
Zeit: 18.12.2003 10:12:34
0
39295
Die 24 Liter pro m² sind ein Extremwert!
Man muß nach Boden und Tagestemperatur unterscheiden.
Siehe hierzu: http://www.rasengesellschaft.de/aktuell/2001/07_2001.htm

Gruß,
friedel

Verfasser:
harry
Zeit: 11.01.2004 04:28:33
0
39296
Hallo;

ich kann auch noch mit ein paar ECHTEN Werten aufwarten.
Meine eingebuddelte Betonzisterne hat nur 6.000l Fassungsvermögen.
An die Zistern angeschlossen sind Dachgrundfläche: 102m², bzw Dachfläche 175m².
An der Zistern hängt nur die Toilettenspülung (4 Personen, eigentlich nurzen aber nur 2,5 die Toilette (1* Windelkacker + 1 Klinkind)) und selbstverständlich der Garten.
Hier haben wir 100m² Rasen, 2 Bambus und etwas Stäucher.
An gieße geschweig den Rasensprengen war in diesem Sommer ÜBERHAUPT nicht zu denken, die Zisterne war quasit "dauerleer".
Alle 5 Tage hat jeder Bambus 20 Liter kassiert, ein paar zimmerpflanzen und sonst lief nur noch das Klo.
Mein Kumpel hat auch etwa 300m² Rasen und dafür 'ne 15.000l Betonzisterne mit angeschlossenem Garten und Toilette auch die hats in diesem Sommer geleert, obwohl da knapp 150m² Dachgrundfläche dran hängen.

Mein Tip, zu groß gibt's nicht!!!!
Gerade bei den Neuzeitlichen Wetterkapriolen.
Und wenn das Wasser (für den Rasen) tatsächlich mal übel richt oder stinkt, wird die Zisterne leergepumpt und gereinigt.

ciao
harry

P.S. hoffe konnte dir etwas behilflich sein ....

Verfasser:
friedel
Zeit: 13.01.2004 17:24:30
0
39297
Hallo Harry,

was sind bei dir "echte" Werte???
Jeder Standort ist anders. Deine Erfahrungen sind möglicherweise nicht übertragbar.
Bsp.-anlage, die ich betreue:

Zisterne 5,25 m³
angeschlossen sind 2 WC`s und der Außenwasserhahn
2 berufstätige Nutzer
ca. 800 m² Garten, der zu 1/3 von Nachbars riesigen Eichen beschattet wird, mehrere Obstbäume
ca. 350 m² Rasen
Lehmboden

--> Auch in diesem Jahrhundertsommer keine Nachspeisung erforderlich gewesen. Gegossen wurde nur Gemüsebeete, der Rasen kam so über die Runden

Gruß,
friedel

Verfasser:
harry
Zeit: 15.01.2004 01:19:40
0
39298
@Friedel

mir ist auch klar, daß die Werte nicht übertragbar sind.
Ich habe auch "nur" ein Beispiel geben wollen.
Immerhin hat der Roland ja nachgefragt, ob jemand Erfahrungen hat und die haben wir nun mal.
Somit hab ich "nur" meine Erfahrungen und die meines Kumpels preis gegeben, sonst nix.
Ein weiterer Arbeitskollege hat auch nur 7m³ Zisternenvolumen und er wünscht sich mittlerweile auch ein Volumen >10m³.
Was spricht; außer dem Aufpreis eigentlich dagegen?

Ich kann nur die Empfehlung aussprechen je größer, je besser. Möglicherweise kommt ja in ein paar Jahren eine weitere Nutzung hinzu.

Roland, mich würde mal interessiern, für was Du Dich jetzt entschieden hast.

Ciao

Verfasser:
Wolfgang
Zeit: 15.01.2004 15:54:37
0
39299
Hallo,

@Harry
Was gegen die größere Zisterne spricht? Das kommt darauf an....
Wenn du das Wasser nicht nur für den Garten, sondern auch für die Toilette und evtl. sogar für die Waschmaschine benutzen willst, sollte es "Badwasserqualität" besitzen. Das wurde mal sinngemäß so definiert: Die Verunreinigung ist so, dass ein gelegentliches Schlucken einer kleinen Menge Wasser nicht zu einer Gesundheitsschädigung führt. Wie im Bad eben.
Dazu sind mehrere Filterstufen erforderlich. Als eine Filterstufe zählt der Überlauf der Zisterne. Bei dem o.a. Verwendungszweck MUSS also die Zisterne gelegentlich überlaufen, um Schwebteile zu entfernen. Die Form des Überlaufes ist dazu ebenfalls noch vorgegeben.
Eine weitere Filterstufe ist die sich nach frühestens 4 Monaten bildende Sedimentschicht am Boden der Zisterne. Um diese zu schützen ist ein sogenannter beruhigter Einlauf erforderlich. Keinesfalls darf ständig eine Reinigung der Zisterne erfolgen, damit diese Schicht nicht beschädigt wird. Angeblich soll ein Zeitraum von 10 Jahren nicht unterschritten werden. Außerdem wird die "schwimmende Entnahme", also Absaugöffnung 10 cm unter der Oberfläche empfohlen.
Die weiteren Filterstufen sind die mechanischen Filter wie Wirbel-Fein-Filter und ähnliches.
Soweit die Theorie. Ob das auch funktioniert? Leider habe ich erst seit wenigen Monaten eine Zisterne und kann deshalb noch nicht von eigenen praktischen Erfahrungen berichten.

Gruß Wolfgang

Verfasser:
König
Zeit: 17.01.2004 16:52:58
0
39300
Hi,

in erster Linie sollte man sich mit Leuten unterhalten die sowas betreiben.
Ich habe seit 10 Jahren eine Wasserzisterne (hier ein alter Öltank) mit 10 cbm und einer Dachfläche von ca. 150 qm.
Überlauf grundsätzlich notwendig, aber auch dieser Tank wird mal leer, wie letztes Jahr.
Ansonsten bewässere ich keinen Rasen (auch bei diesem vergangenem Sommer war dieser nicht dürr) nur WC, Waschmaschine und Wasser für Blumen. Verbrauch ca. 60 cbm pro Jahr.
Regenwasser wird über Wisy Fallrohrfilter gereinigt und wird dann in den Tank geleitet. Über eine Hauswasseranlage wird dies dann verteilt.
Wasser war und ist in einer guter Qualität, noch nie faul.
Den Tank habe ich bisher nur einmal gereingt. Wichtig ist auch eine Füllstandsanzeige.

Gruß König

Verfasser:
rocco
Zeit: 17.01.2004 17:32:11
0
39301
Kann mich König nur anschließen 10m3 Betonzisterne.

Allerding finde ich zwar den Wisy Filter toll,allerdings geht auch einiges weniger rein.Es wird doch eine Menge weggespült.
Ansonsten 228 m2 Dachfläche.Wasser für WC+WM+Garten.

Verfasser:
friedel
Zeit: 20.01.2004 08:34:32
0
39302
Hallo Herr König,
wie wurde der alte Öltank gereinigt, damit der so sauber ist, dass die Wäsche danach nicht nach Öl duftet? Ist der Tank aus Stahl?
Mir sind Öltanks dann doch suspekt, was die Belastung mit Kohlenwasserstoffen aus dem Öl angeht.
Wurde das Regenwasser mal untersucht?


Gruß,
friedel

Verfasser:
simone
Zeit: 22.03.2004 20:40:57
0
39303
Hallo Zusammen
Kann mir mal jemand sagen, beî welcher Firma man die Preise für die Betonzisterne bekommt?

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