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Foren
Kupfersulfat und Amoniumsulfat
Verfasser:
Bernhard Geiger
Zeit: 18.07.2006 09:22:32
0
435461
Hallo Schwimmbadfreunde,
nachdem ich immer wieder das Problem habe, dass die Desinfiszierung mit Sauerstoff nicht optimal funktioniert, habe ich von einem Freund folgenden Tipp bekommen.
Er gibt bei der Befüllung
ca. 7-10g / 10m3 Kupfersulfat
ca. 14-20g / 10m3 Amoniumsulfat
Chlorstarter
rein.
Danach 1x eine Langzeitchlortablette und sonst das ganze Jahr nichts. Auch PH-Wert wird nicht kontroliert.
Angeblich funktioniert das super.
Hat jemand mit diesem Rezept Erfahrungen gemacht.
Bitte um alle Infos.
Danke
Bernhard

Verfasser:
Wellness69 Dieser Benutzer hat eine rote Karte erhalten
Zeit: 18.07.2006 09:58:28
0
435487
Kupfersulfat greift das innenleben einer pumpe an und ist hochgradig giftig.

ich weiss aber, dass es leute gibt, die es einsetzen. nur im dem mix von dir ist es mir nicht bekannt.

www.schwimmbecken.de

Verfasser:
Windbacher Gottfried
Zeit: 20.07.2006 07:19:35
0
436734
Ich betreibe mein Pool (360cm/90cm) seit 5 Jahren mit Kupfersulfat und Amoniumsulfat und 1-2 Langzeitchlortabletten für den ganzen Sommer.
Meine Pumpe (Kleine Setpumpe) läuft noch immer gut.
Wenns giftig wäre hätten ich oder meine Kinder das schon bemerkt.
Ich verwende allerdings nur das in den Apotheken vorgepackte (für den Kleinpool bestimmte)Set (Kupfersulfat und Amoniumsulfat + Beschreibung)
Ich bin mir nicht sicher ob es Amoniumsulfat oder Amoniumsulfit heißt
(am besten die 2 gelben Säckchen in der Apotheke kaufen)

Verfasser:
Harzer-Solarzentrum.de
Zeit: 21.07.2006 07:12:21
1
437483
@ Windbacher Gottfried

da kräuseln sich einem die Nackenhaare, wenn man hier solche Tips liest.
Manchmal ist eben schweigen doch besser, als hier solche Tips zu posten.

Verfasser:
Jonas
Zeit: 21.07.2006 08:26:35
0
437511
Moin Harzer !

Wieso die Aufregeung ?
Wenn ich das hier richtig deute, läuft das auf einen Prozess der natürlichen Auslese hinaus. Alle, die dieses Zeugs benutzen, werden in absehbarer Zeit nicht mehr in der Lage sein, diesen "Tipp" weiterzugeben, oder ?!

Ciao,

Jonas

Verfasser:
WWeber
Zeit: 21.07.2006 08:47:56
0
437530
Fand ich eine ganz gute Beschreibung,
Quelle : http://www.pooldoktor.at/

"Bilden Sie sich ihre eigene Meinung:

In den letzten Jahren wird von Apotheken Kupfer- und Ammoniumsulfat als Wasserpflege angeboten. Heutzutage ist bekannt, dass Kupfer einer der besten Algenvernichter ist. Kupferoxide und –sulfate werden zur Vernichtung von Ungeziefer, Algen und Pilzen verwendet. In der ganzen Welt wird Kupfer als ein Algenvernichtungsmittel verkauft, das sogar die schwarze Alge, die zäheste von allen, zur Strecke bringt.

Der Einsatz dieser schwermetallhältigen Sulfate hilft wirkungsvoll gegen die Algen.



Jedoch birgt die Anwendung auch Gefahren.

* Kupfer ist ein Schwermetall - daher gesundheitsschädlich
* Flecken in PVC Folien - schwarz/braune Ablagerungen
* Material von Filteranlagen - Kunststoffe und Metallteile werden angegriffen
* Helles Kopfhaar erhält Blaustich
* Entsorgung von Schwermetallen ist problematisch - Kläranlage, Boden .... alles zeigt später einmal seine Spuren

Meine Meinung:

Als verantwortungsvoller Poolbetreiber sollten Sie ihrer Gesundheit nicht schaden. Diese Methode der Wasserpflege ist in den Kosten preiswert jedoch durch den erhöhten Verschleiß des Materials auf längere Sicht empfindlich teuer. Bei richtigen und ausreichenden Einsatz der herkömmlichen Wasserpflegemittel ist ein sauberes und hygienisches Wasser problemlos erzielbar."


Grüße

W. Weber

Verfasser:
Rene Bergermann
Zeit: 21.07.2006 11:09:34
0
437643
Meine Pumpe (Kleine Setpumpe) läuft noch immer gut.
Wenns giftig wäre hätten ich oder meine Kinder das schon bemerkt
_______________________________
Es ist giftig. Und wie bereits erwähnt sogar hochgradig.

Es ist übrigens in Wassergefährdungsklasse 2 eingestuft, womit die Giftigkeit wohl eindeutig bestätgt ist.

In hoher Konzentration ist Kupfersulfat übrigens nicht so gefährlich wie in geringerer Konzentration, denn wenn man einen Löffel Kupfersulfatlösung oder Pulver schlucken würde, löst es einen starken Brechreiz aus. Dies tut es in geringer Konzentration allerdings nicht, und hat so die Möglichkeit sich im Körper anzulagern.

Also ICH würde meinen Kindern kein Gift in den Pool schütten!

Verfasser:
Wellness69 Dieser Benutzer hat eine rote Karte erhalten
Zeit: 21.07.2006 15:16:21
0
437848
mir ist nur ein produkt aus dem schwimmbadbau bekannt, was Kupfersulfat enthält und zugelassen ist:

Blue Crystal / Nova Crystal
Alpha - Basispflege & Überwinterung

www.freizeittechnik.de/html/chemie.html

Verfasser:
Neumann
Zeit: 21.07.2006 15:37:20
0
437864
was soll denn der geiz bei der pool chemie? wir nutzen seit jahren kombi tabs von pool 200 und haben seit dem gar keine probleme mehr mit der wasserqualität. auch wenn es auf dem ersten blick westentlich teuerer erscheint, aber bei uns reicht ein eimer für 1,5 jahre. und seit dem, kein trübes oder grünes wasser.

Verfasser:
Wellness69 Dieser Benutzer hat eine rote Karte erhalten
Zeit: 21.07.2006 15:41:09
0
437866
pool 2000 ist extrem teuer bei den kombitabs 5kg. die lassen nur für sich abfüllen und aufkleber kleben. der hersteller ist eine andere firma.

lieber nach alternativen umsehen.

Verfasser:
MSchweizer
Zeit: 22.08.2006 21:26:39
1
457928
Soweit ich weiß ist Kupfersulfat auch in Lebensmitteln und Mineralwasser enthalten also frag ich mich was ist da wirklich los. Natürlich kann das die Poolchemiefirmen nicht freuen.

Verfasser:
Rene Bergermann
Zeit: 22.08.2006 21:56:27
0
457958
Soweit ich weiß ist Kupfersulfat auch in Lebensmitteln und Mineralwasser enthalten also frag ich mich was ist da wirklich los
_______________________
GANZ sicher nicht. Kupfersulfat ist nicht als Lebensmittelzusatz zugelassen.

Ammoniumsulfat allerdings schon (E 517)... Kann aber auch zum Bombenbau verwendet werden... Gerade jetzt wohl leider ein sehr aktuelles Thema...


:-(

Daß der Pool in die Luft fliegt ist allerdings nicht zu befürchten!

Verfasser:
walter wied
Zeit: 23.08.2006 08:57:36
1
458160
Hallo zusammen!

Bitte etwas Luft aus der Kupferdiskussion ablassen.

Selbstverständlich sind Kupfersalze giftig (ist übrigens jedes andere Biozid wie Chlor auch), sonst würde es nicht wirken.

Selbstverständlich kann man die Wirkung von reinen Substanzen oder konzentrierten Lösungen nicht mit der von Verdünnungen im Poolwasser gleichsetzen. Wusste übrigens schon der alte Paracelsus.

Selbstverständlich kann man sich und der Umwelt Kupfer in geringer Konzentration zumuten. Nach Trinkwasser-VO sind 2 mg/l toleriert. Das entspricht ca. 5 g Kupfersulfat (100 %ige Ware) je Kubikmeter Wasser.

Selbstverständlich greift Kupfer einige Werkstoffe an. Aber üblicherweise hat man im Poolbereich auch keine leicht korrodierenden Werkstoffe, wie beispielsweise ungeschützten, unlegierten Stahl.

Selbstverständlich könnte man jetzt noch weitere Argumente anbringen. Meines wesentlichstes aber ist, wenn jemand positive Erfahrungen mit einer Art der Poolpflege, meinetwegen auch mit Kupfersulfat gemacht hat, freut euch darüber mit ihm und lasst ihn weiter so leben. Es gibt in der Technik und auch in der Wasserchemie fast nie ein nur Ja oder nur Nein, sondern meist viele Wege, die manchmal nach Rom und machmal auch zu einem sauberen Pool führen.

Viele Grüße und gut schwimm
Walter

Verfasser:
Manfred42
Zeit: 28.05.2007 20:57:28
1
631027
Hallo,

seit 30 Jahren verwende ich schon Kupfersulfat 4-5g/m3. Ein Wunder alle Systeme, auch die Pumpe haben in dieserZeit keinen Schaden genommen. Auch die vielen Personen die in dieser Zeit gebadet haben, hatten irgendwelche Auffälligkeiten! Wenn ich richtig informiert bin, ist in den Antialgenmittel auch nichts anderes enthalten.

Verfasser:
Soulman
Zeit: 12.06.2007 01:08:07
0
639467
Da bist du falsch informiert. FRÜHER enthielten Algicide fürs Schwimbad Kupfersulfat, das ist aber seit ca 20 Jahren nicht mehr Stand der Technik. Aktuell werden andere Mittel (z.b. Benzalkoniumchlorid) eingesetzt .

Nachteil der aktuellen Mittel: Viele davon schäumen... und sie bauen sich mit der Zeit ab (was aber andererseits auch wieder gut ist) sodaß öfters nach nachdosiert werden muss.

Verfasser:
Wellness69 Dieser Benutzer hat eine rote Karte erhalten
Zeit: 12.06.2007 09:20:13
0
639553
Chlorfreie Desinfektion mit Kupfersulfat: Blue Crystal / Nova Crystal

http://www.freizeittechnik.de/html/chemie.html

Verfasser:
HansHeizung
Zeit: 14.06.2007 00:00:34
0
640925
hi
Benzalkoniumchlorid ist zugelassenes desinfektionsmittel für lebensmittel und medikamente. kupfersulfat würde ich nicht mehr nehmen. färbt übrigens auch mal haare blau, wenn sie schon gefärbt sind. kupfersulfat ist im ökölandbau als mittel gegen mehltau zugelassen. was aber nicht für das mittel im pool spricht. in der guten alten zeit, als die mittel noch kräftig wirkten, nannten die engländer die giftspritzen auch widowmaker..
mfg. hans

Verfasser:
Big F
Zeit: 14.06.2007 09:48:30
1
641028
Moin,

" .. .Es ist giftig. Und wie bereits erwähnt sogar hochgradig.
Es ist übrigens in Wassergefährdungsklasse 2 eingestuft, womit die Giftigkeit wohl eindeutig bestätgt ist. ..."

Da liegt ein Trugschluß vor. Die Wassergefährdungsklasse sagt nicht zwingend etwas über die Giftigkeit der Substanz für höhere Organismen aus.

Und konkret fürs Cu-Sulfat:
Selbiges ist umweltgefährdend und gesundheitsgefährdend (früher: reizend) aber für den Menschen NICHT giftig!
Details zur Giftigkeit finden sich im Römpp oder auch bei [url=http://de.wikipedia.org/wiki/Kupfersulfat]Wikipedia[/url.

Grüße Jörg.]

Verfasser:
Kupfersulfat
Zeit: 15.09.2011 10:39:23
2
1580746
Es gibt KEINEN GRUND, Kupfer- (1g/m3) und Ammoniumsulfat (4g/m3) nicht für das Pool zu verwenden, weil das Poolwasser mit dieser Dosis im Bereich der österreichischen und deutschen gesetzlichen Trinkwasserverordnung liegt.
Österreich: zum Link
Deutschland: zum Link

Ammoniumsulfat und Kupfersulfat werden in der Lebensmittelindustrie zur Haltbarmachung von Lebensmitteln und Getränken verwendet!
z.b. in der Babynahrung: Babynahrung

Ist ja klar, dass diese Art der Poolchemie der Poolchemie-Mafia ein Dorn im Auge ist, da diese dadurch viel weniger von ihrer Chemie verkaufen!

Verfasser:
Jens42
Zeit: 15.09.2011 12:06:35
0
1580779
Hallo!

Wer mal ein paar Fakten zum Thema Toxizität, natürlichem
Kupfergehalt in unserer Nahrung etc. lesen will:

http://www.toxcenter.de/stoff-infos/k/kupfer.pdf

Grüße,
Jens

Verfasser:
heinbloed
Zeit: 15.09.2011 17:35:28
0
1580882
Kupfersulfat ist als Fungizid auch in der biologischen Landwirtschaft zugelassen, sofern mineralischen Ursprungs selbst im sonst sehr strengen Demeterverband.
Die gruen-blau gefaerbten Weinfelder/-berge ab Fruehsommer sind das Ergebnis von Kupfersulfatanwendungen.

Verfasser:
lumontur
Zeit: 20.02.2012 14:02:31
2
1674237
Hallo

Hab es letztes Jahr selber in meinem Pool ausprobiert und bin begeistert.

Brauchte nur noch Chlor nachlegen und das wars.

Die richitge Menge für meinen Pool hab ich von meiner Apotheke bekommen.

lg
Martin

Verfasser:
wpibex
Zeit: 20.02.2012 14:22:03
1
1674261
Huch,
muß ich jetzt alle unsere Kupferleitungen rausreißen, weil saures Trinkwasser die Rohre auflösen kann? ;-)
Auch den € und die kleinen Centmünzen sollten wir nicht mehr anfassen, weil sie GIFTIG sind! ;-)
Und der saure Regen löst doch die Kupferdachrinnen an und vergitet dann das Grundwasser! Sofort durch Plaste ersetzen!
.
.
.

Verfasser:
lumontur
Zeit: 20.02.2012 15:50:26
0
1674340
Ich weis nicht in wievielen Foren die genau gleiche Diskussion geführt wird/wurde.
Einfach mal im Google eingeben und ein wenig nachlesen.
Was ich damit sagen will... in keinem der Foren sind die Pros und die leute mit den Kontras auf einen grünen Zweig gekommen.

;) Erfahrunsgemäß gehts hier jetzt noch 10 Seiten im gleichen Kontext weiter...

Wichtig ist finde ich nur, keinen von irgendwas überzeugen zu wollen, wenns jemand für richtig hält soll ers probieren, ist einer dagegen, sollte das auch respektiert werden.

Ph-Senker und Algizid sind eben auch nicht gerade "schwache" Chemikalien.

Ich hab einen kleinen Sohn und werde die füllung zumindest heuer nicht mit Kupfersulfat machen, nur aus dem Bauchgefühl raus.

Da der Test letztes Halbjahr aber so einfach und positiv in meinem Pool verlaufen ist, werde ich sobald er schwimmen kann und nicht mehr soviel wasser schluckt auf Kupfersulfat umsteigen.

Gesund oder ungesund sei jetzt dahingestellt...

Zerfleischt euch nicht wegen dem Thema...es wird nichts dabei rauskommen ;)

lg
Martin

Verfasser:
daBrain
Zeit: 29.03.2012 21:44:17
0
1697001
Das große Problem bei Kupfersulfat ist, dass es nicht abgebaut wird.

Einige Apotheken empfehlen die Zugabe daher erst bei beginnendem Algenwachstum.
Alle die das Mittel jährlich reingeben erhöhen jedoch somit immer mehr den Gehalt im Wasser, wodurch es spätestens ab dem 3ten Jahr giftig wird und das Wasser nicht mehr einfach abgelassen werden dürfte, sondern als Sondermüll entsorgt werden muss.
Siehe dazu einige Gefahrenhinweiszettel von Apotheken, die sich der Gefahr, die sie verkaufen, auch bewusst sind.

Ein weiters Problem ist, dass der Ph-Wert von den Anwendern nicht mehr kontrolliert wird bzw. nicht mehr kontrolliert werden kann, da Kupfer- bzw. Amonsulfat die Messung verfälscht.
Ergebnis sind raue Folien durch Kalkablagerungen.

Ich begründe meine hier angeführten Erfahrungen auf jahrelange Erfahrung im Poolbau und der Poolreinigung. Auffallend ist die hohe Kalkablagerung in den Becken der Kupfer- & Amonsulfat Nutzer.

Weiters muss ich leider auch von einem Fall berichten, bei dem eine mittlere Überdosis Kupfersulfats die 2 Wochen alte Folie eines namhaften deutschen Herstellers komplett verfärbt hat.
Der Hersteller konnte jedoch die Verwendung von Kupfersulfat nachweisen (dies ist übrigens jahrelang möglich, da es sich ja nicht abbaut) und hat somit die Garantieleistung verweigert.

Generell sind Kupfer- und Amonsulfat sicher nicht schlecht.
Das Problem ist einfach dass sich Kupfersulfat nicht abbaut und somit zwangsläufig eine beträchtliche Überdosierung stattfindet. Weiteres Problem ist sicher die Kalkablagerung aufgrund der nicht mehr möglichen Ph-Wert Kontrolle.

Ihr könnt mir das jetzt glauben oder mich verurteilen weil ich Poolhändler bin. Fakt ist, ich habe nichts davon ob ihr eure Becken mit zugelassener Poolchemie oder Kupfer- & Amonsulfat betreibt, aber ich möchte euch mein Wissen und meine Erlebnisse nicht vorenthalten.

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Kupfersulfat und Amoniumsulfat
Verfasser:
daBrain
Zeit: 29.03.2012 21:44:17
0
1697001
Das große Problem bei Kupfersulfat ist, dass es nicht abgebaut wird.

Einige Apotheken empfehlen die Zugabe daher erst bei beginnendem Algenwachstum.
Alle die das Mittel jährlich reingeben erhöhen jedoch somit immer mehr den Gehalt im Wasser, wodurch es spätestens ab dem 3ten Jahr giftig wird und das Wasser nicht mehr einfach abgelassen werden dürfte, sondern als Sondermüll entsorgt werden muss.
Siehe dazu einige Gefahrenhinweiszettel von Apotheken, die sich der Gefahr, die sie verkaufen, auch bewusst sind.

Ein weiters Problem ist, dass der Ph-Wert von den Anwendern nicht mehr kontrolliert wird bzw. nicht mehr kontrolliert werden kann, da Kupfer- bzw. Amonsulfat die Messung verfälscht.
Ergebnis sind raue Folien durch Kalkablagerungen.

Ich begründe meine hier angeführten Erfahrungen auf jahrelange Erfahrung im Poolbau und der Poolreinigung. Auffallend ist die hohe Kalkablagerung in den Becken der Kupfer- & Amonsulfat Nutzer.

Weiters muss ich leider auch von einem Fall berichten, bei dem eine mittlere Überdosis Kupfersulfats die 2 Wochen alte Folie eines namhaften deutschen Herstellers komplett verfärbt hat.
Der Hersteller konnte jedoch die Verwendung von Kupfersulfat nachweisen (dies ist übrigens jahrelang möglich, da es sich ja nicht abbaut) und hat somit die Garantieleistung verweigert.

Generell sind Kupfer- und Amonsulfat sicher nicht schlecht.
Das Problem ist einfach dass sich Kupfersulfat nicht abbaut und somit zwangsläufig eine beträchtliche Überdosierung stattfindet. Weiteres Problem ist sicher die Kalkablagerung aufgrund der nicht mehr möglichen Ph-Wert Kontrolle.

Ihr könnt mir das jetzt glauben oder mich verurteilen weil ich Poolhändler bin. Fakt ist, ich habe nichts davon ob ihr eure Becken mit zugelassener Poolchemie oder Kupfer- & Amonsulfat betreibt, aber ich möchte euch mein Wissen und meine Erlebnisse nicht vorenthalten.
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