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größerer Pufferspeicher anstatt Spitzenlastkessel ????
Verfasser:
Holger
Zeit: 11.01.2004 23:45:09
0
43055
Hallo,

würde mal ganz gerne Eure Meinung zu meiner Frage wissen.

Ein Gebäude mit einem Wärmebedarf von ca. 150kW sollte ursprünglich
mit einem Grundlast-BHKW (Rapsöl) und einem Spitzenlastkessel betrieben werde.Das Rapsöl BHKW viel dabei sehr klein aus da es nur für die Abdeckung des TWW-Bedarfes vorgesehn war. (Q-TWW= 25kW)

Jetzt soll aber auch noch die Variante mit einem Wärmeerzeuger (Nur über ein Rapsöl-BHKW mit 150kW )und einem sehr gr0ßen Pufferspeicher
berücksichtigt werden.
1.Nun meine Fragen, weiss jemand konkrete Preise/Hersteller von Pufferspeichern in der Größenordnung um 10-20.000l?

2. Hat jemand schon eine vergleichbare Variante durchgerechnet ? Wenn ja mit welchem Ergebnis

3. Was muss man an Wärmeverlusten/h oder Tag für den Pufferspeicher ansetzen ?

Auf Eure Kommentare freut sich

Holger

Verfasser:
Fritz Poggenklas
Zeit: 11.01.2004 23:50:38
0
43056
BHKW mit 150 kW thermisch ???
Das wissen wir doch nun schon seit 10 Jahren das die Dinger dann nicht ausgelastet sind und mehr Wartungskosten als Strom produzieren.
Nee lass mal, Betriebsstunden müssen die Dinger machen sonst wirds uninteressant.

Gruß Fritz

Verfasser:
Fritz Poggenklas
Zeit: 12.01.2004 00:02:00
0
43057
Also angenommen 10.000 l Puffer (hab ich schon gesehen)
Hysterese 10 k
m*c*dt
10.000*1.163*10= 116,3 kW
Da läuft die Kiste also nicht mal ne Stunde um den Puffer um 10 k anzuheben, wohin also mit der Leistung wenn der Bedarf des Gebäudes bei -12° oder -15° 150 kW beträgt. Denn auf diese Aussentemperaturen darfst Du doch wohl nicht für 20 Wochen im Jahr hoffen.

Verfasser:
Holger
Zeit: 12.01.2004 00:42:37
0
43058
stimmt,
da muss ich Dir voll recht geben

Das BHKW müsste dann natürlich auf eine viel geringere
Leistung ausgelegt werden.

Aber was sagst Du allgemein zu einem Verzicht auf einen Spitzenlastkessel?
Das Problem könnte sein dass unser Gebäude mal längere Zeit nicht belegt ist (z.B 1-2 Wochen), und wenn dann sofort die volle Last anliegen würde....... was dann??????

Deswegen würde mich auch mal interessieren wie lange ein Pufferspeicher in dieser Größenordnung die Wärme vorhält

Holger

Verfasser:
Ralf Sparwel
Zeit: 12.01.2004 07:59:50
0
43059
Hallo

Ich würde den Kessel vielleicht Notfall Kessel nennen ! Ich kann jetzt nichts über das gewählte Fabrikat des BHKWs sagen, bei einer Auslegung auf 100% Leistung, wird die Anlage aber nie und nimmer Wirtschaftlich bzw. Störungsfrei laufen. Wenn dann eine STörung am BHKW auftritt fällt die gesamte Heizung aus ! Wie lange der Speicher die Wärme hält liegt an der Dämmung ! Wo er plaziert ist, und ob er voll durchgeladen war. (in Bezug auf die max. Nutzbare Temperatur).
Der Puffer schützt sie aber nicht vor Heizungsausfällen, sondern soll das Bhkw vor zu vielen Starts schützen.

Das Konzept ist so auf jeden Fall nicht zu empfehlen.

Mfg Ralf Sparwel

Verfasser:
Holger
Zeit: 12.01.2004 18:00:31
0
43060
Tag HEerr Sparwel,

das die Anlag nicht 100% störungsfrei laufen wird kann ich ja nachvollziehen. Aber warum nicht wirtschaftlich? Bei einem Pufferspeicher in dieser Größenordnung läuft das BHKW doch ziemlich lange, und der Ein/ausbetrieb kann vermieden werden.

Wenn man kurzfristige AUsfälle bei STörungen in Kauf nimmt...

Gibt es (mal angenommen der Speicher ist bei max. Temp.voll aufgeladen und normal gedämmt) Erfahrungswerte wie hoch der Tempverlust ist?

gruß

Holger

Verfasser:
Martin Havenith
Zeit: 13.01.2004 19:26:24
0
43061
Hallo Holger

bei einem BHKW sollte man Betriebszeiten von mehr als 6000 H / Jahr anstreben, um einen einigermaßen Wirtschaftlichen Betrieb zu erreichen.

Das heißt, dein BHKW sollte so dimensioniert sein, das es fast das Ganze Jahr 24 Stunden Pro Tag läuft.

Bedenke: Mehr als 50 % des Jahres liegt der Wärmebedarf unter 50 %.

Wenn dein BHKW auf die Maximale Auslegung deines Wärmebedarfes dimensioniert ist, könnte es sein, das es tatsächlich einen einzigen Tag im Jahr rund um die Uhr läuft.

Ansonsten taktet es. Genau das kann ein BHKW aber nicht vertragen---es entstehen Wartungs und reparaturkosten, die den SWpass am Umweltfreundlichen Rapsöl gründlich verderben können.
Ich würde sagen, einen Dauerläufer erhält man in deinem Fall mit maximal 40 - 50 kW (geschätzt)

Alles andere ist Perlen vor die Säue

Grüße von einem der ein BHKW-Projekt leider wegen Umwirtschaftlichkeit nicht durchführen konnte......

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