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Durchmesser der Ölleitung
Verfasser:
Mark
Zeit: 31.01.2004 08:51:52
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46108
Einer der Heizungsbauer, die mir ein Angebot für eine neue Heizung erstellt haben, hält es für notwendig die Ölleitung auszutauschen, weil der Durchmesser (10mm) zu groß ist. Das könne zu Problemen führen. Allerdings will er die Leitung nur dann tauschen, wenn sie in einem Leerrohr liegt, weil es sonst zu umständlich ist.....

Entweder macht eine zu große Öleitung Probleme, oder nicht. Von der Verlegung kann das doch nicht abhängen. Hab' ich hier was übersehen?

Verfasser:
R. Lütkemeier
Zeit: 31.01.2004 13:47:07
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46109
Hallo Mark,
tatsächlich sind nahezu alle Ölleitungen überdimensioniert. Ölleitungen sollten in der Regel als Einstrang-Systeme gelegt werden und mit einer Ölleitung mit 4mm Innendurchmesser erschlägt man Öldurchsätze von 1,5 - 20 Liter pro Stunde. Eine 40 kw Heizung z.B. setzt bei 15 bar Öldruck ca. 4 l/h durch. Einstang-System deshalb, damit nicht ständig bis zu 80% vom Öl "sinnlos" durch den Vorfilter gedrückt werden ohne gebraucht zu werden. Zu große Ölleitungen können zu einer zu langen Verweildauer vom Öl in der Leitung führen. Zudem sollte die Fließgeschwindigkeit in der Ölleitung zwischen 0,2 und 0,5m/s liegen. Die Formel lautet : Fließgeschwindigkeit = 0,3537 x Volumenstrom(l/h) durch lichte Rohrweite hoch 2 in mm = w=0,3537 x V/d². Das dein Installateur die neue Leitung in ein Leerrohr legen möchte liegt evtl daran, das er keine Lust hat viele Schellen zu setzen.
Mit freundlichen Grüssen
R. Lütkemeier

Verfasser:
Matthias
Zeit: 31.01.2004 13:57:56
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46110
Hallo Mark,

wenn die Ölversorgung im Zuge der Kesselerneuerung auf Einstrang-Betrieb umgestellt wird, ist in den meisten Fällen der Leitungsdurchmesser zu groß. Als Folge davon ist die Srömungsgeschwindigkeit des Öls so langsam, das sich die im Ol enthaltenen Verunreinigungen in der Leitung absetzen. So kann!!! es im laufe der Zeit zu Verstopfungen der Ölleitung kommen.
Da die Praxis zeigt, daß das nicht immer zwangsläufig der Fall ist finde ich die Abwägung nach dem zu betreibenden Aufwand deines Heizungsbauers nicht schlecht. Sollte sich nach einiger Zeit herausstellen das die Leitung verstopft muß sie dann tatsächlich ausgewechselt werden.
Dieses Vorgehen sollte natürlich mit dem Kunden abgesprochen sein, und seine Zustimmung finden.
Hintergrund der Umrüstung auf Einstrang ist die erhöhte Eigensicherheit der Ölleitung. Vor allem die Rücklaufleitung konnte im Fall einer Undichtigkeit unkontrolliert Öl irgendwo hin pumpen.

Gruß, Matthias

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lowenergy schrieb: Grundsätzlich ist letzendlich die real benötigte elektrische Gesamtantriebsenergiemenge ausschlaggebend! Da beim Luftwärmepumpen logischerweise der Kältemittelverdampfer, je nach klimatischen Bedingungen...
Pluto25 schrieb: Weshalb schaltet die Pumpe bei über 50K Differenz ab? Diese Funktion mal außer Kraft setzen. Mit etwas Glück spült sich die Anlage dann wieder frei, in jedem Fall würde wenigstens wieder Wärme runterkommen...
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