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Neue Heizung: Vitocrossal/Vitodens
Verfasser:
Günter
Zeit: 10.02.2004 14:03:52
0
47668
Hallo Heizungsexperten!

Ich überlege mir, meine Heizungsanlage zu modernisieren und eine Gasbrennwertanlage anzuschaffen.
Es handelt sich um ein Zweifamilienhaus, Bj. 1964, etwa 180 m² beheizte Fläche, 2 Badewannen (oder Dusche in Badewanne), ca. 4 Personen.

Die mir nahestehenden Heizungsinstallateure bauen Viessmann ein.
Daher meine Frage: Welche qualitativen (Reparaturanfälligkeit, Wartung, besonders hohe Lebensdauer etc.) und energetischen Vorteile habe ich, wenn ich den deutlich teureren Vitocrossal 8 - 24 kW mit Mischer einbauen lasse anstatt des Vitodens 200, 6 - 24 kW?

Ich freue mich auf Eure Ratschläge.

Merci!

Grüße
Günter

Verfasser:
Harry
Zeit: 10.02.2004 14:25:49
0
47669
Hallo Günther,

1. probiere es doch mal "Vitocrossal" bei der Suche oben rechts. Da findest Du schon viel zum Thema.

2. 24kw Leistung für "ein Zweifamilienhaus, Bj. 1964, etwa 180 m² beheizte Fläche" erscheint mir als extrem hoch. (Jahresdurchschnittsverbrauch?)

3. Wärmebedarfsberechnung?!

Grüße
Harry

Verfasser:
Günter
Zeit: 10.02.2004 14:53:03
0
47670
@ Harry:

Der Jahresdurchschnittsverbrauch liegt bei gut 3900.

Der kleinste Vitodens 200 ist zu knapp und als nächsthöheren gibt es nunmal nur von 6 bis 24 beim Vitodens bzw. 8 bis 24 kW beim Vitocrossal, dafür hat der Vitocrossal 49 Liter Kesselwasserinhalt.

Wärmebedarfsberechnung ist nicht so einfach. Erstmal müßte ich den
Bauwerksaufbau genau kennen und dann auch noch die u-Werte erforschen.
Und vielleicht ändert sich nach 5 Jahren wieder einiges.
So bleibt es wohl bei der "berechneten" Schätzung.

Grüße
Günter




Verfasser:
Fuggo
Zeit: 10.02.2004 15:18:13
0
47671
Du hast deine Frage quasi schon selbst beantwortet,
Gegen den 200er spricht Reparaturanfälligkeit, Wartung, Lebensdauer und das Konstruktionskonzept an sich.

Wenn dein Gelbeutel das hergibt, dann auf jeden Fall den Vitocrossal, auch wenn die Konstruktion an sich schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat, der ist auf jeden Fall sehr zuverlässig und ausgereift.

Bildlich gesprochen ist der Crossal Bundesliga und der 200er Vitodens eher Absteiger aus der 2. Liga.

Die Probs die der 200er hat füllen hier endlose Threads, Rechts oben "Im Forum suchen"

Evtl. auch mal andere Anlagenkonfigurationen ins Auge fassen, ein guter Kessel allein bringt nämlich gar nichts.

...kondensiert mich, wenn ich mich irre...

So long

Fuggo

Verfasser:
Harry
Zeit: 10.02.2004 15:58:01
0
47672
... muss es denn unbedingt Viessmann sein???

Nach der "schweizer" Formel wäre bei einem Jahresverbrauch von 3900 m^3 Gas (bei zentraler Warmwasserbereitung; Umrechnung Gas>Öl ~0,93) in der Vergangenheit wohl eine Leistung von 12kw ausreichend gewesen...
http://www.e-kantone.ch/de/bund/infomaterial/Dim_Oel-Gas_d_neu.pdf

Der Wert liegt wahrscheinlich gar nicht so weit daneben, ergibt er doch 67 w/qm Heizleistung. Wenn Du jetzt darauf noch großzügige 20% aufschlägst, dann bleiben es rotzdem weniger als 15 kw!!! Und Du willst 24kw??? Das sind noch einmal +60%...

Ich würde also ganz sicher mehr Mühen in die Bedarfsermittlung legen. Das ist keine Hexerei! Ein kleines kostenloses Programm gibt es bei:
www.waermebedarfservice.de
Oder einen Auftrag erteilen, das kostet auch nicht die Welt.

Versuch doch mal Handweker zu finden die Geräte von Buderus, Elco-Kloeckner, Oertli, Weishaupt, usw einbauen! Die haben alle Geräte mit so 3-15kw, 4-18kw oder sogar 4-24kw Leistung. Das wäre sicher passender.

Grüße
Harry


Verfasser:
Bauherr
Zeit: 10.02.2004 16:00:45
0
47673
Hallo,

ich stehe wegen Umstellung von Öl auf Gas bei meinem 6-Fam.-Haus mit 520 qm Wfl. von 1962 (Verbrauch bisher 7300 l Öl pro Jahr, Warmwasser dezentral mit Durchlauferhitzern) vor der gleichen Frage: --> Vitodens 200 oder Vitocrossal 300 ?

Nun waren 5 Heizungsbauer für die Erstellung eines Angebots da, alle empfahlen mir Vissman (möglicherweise psychologisch beeinflusst, da der alte Ölkessel (Bj. 1987) auch von Viessmann ist).

Und jetzt kommts:
Nur einer empfiehlt mir den Vitocrossal 300, alle anderen 4 Heizungsbauer den Vitodens 200 mit separatem Ausdehnungsgefäss.
Ob 35 KW oder 48 KW, wollen die freundlichen Heizer noch berechnen.

Um Preisangebote auch für den Vitocrossals musste ich jedesmal extra drum bitten.

Bin gespannt.

Gruss
Bauherr

Verfasser:
Günter
Zeit: 10.02.2004 16:08:57
0
47674
@Fuggo:
Danke für Deine Antwort. Wenn ich mit dem Vitocrossal deutliche Vorteile habe, gebe ich dafür auch mehr aus. Was ist am Konstruktionskonzept und der Technik des 200er schlecht?
Du sagst, die Konstruktion des Vitocrossal habe schon einige Jahre auf dem Buckel: Bringt Viessmann bald einen Nachfolger auf den Markt?

Was verstehst Du unter "Evtl. auch mal andere Anlagenkonfigurationen ins Auge fassen"?

Danke!

Grüße
Günter

PS: Habe Forumsuche bereits benutzt, hatte aber bislang keine eindeutige Auskunft gefunden, ob und warum sich der Aufpreis des Vitocrossal wirklich lohnt. Von einem von mir befragten Viessmann-Mitarbeiter wurde der Vitodens 200 und der Vitocrossal an sich gleichgestellt, der Mehrpreis des Vitocrossal würde sich also nicht lohnen. Somit brauche ich zusätzlichen Rat für eine fundierte Entscheidungsfindung.

Verfasser:
Bauherr
Zeit: 10.02.2004 16:14:42
0
47675
Ich schliesse mich meinem Vorredner an.

Noch etwas zur Wärmebedarfsberechnung:
Normalerweise mache ich alles immer ganz gründlich, sonst würde ich mich bei der Planung bestimmt nicht in Foren tummeln.

Aber wie soll ich/man eine Wärmebedarfsberechnung für ein Haus von 1962 durchführen, wenn man überhaupt nicht weiss, welche k-Werte Fenster, Aussenwände, etc. aus der damaligen Zeit haben?

Gruss
Bauherr

Verfasser:
Günter
Zeit: 10.02.2004 16:27:52
0
47676
@Harry:

Ja, es soll Viessmann sein. Meinen Heizungsbauer möchte ich nur sehr ungern wechseln augrund positiver Erfahrungen sowohl beim Service (Wochenende/Feiertag) als auch hinsichtlich Preis/Leistung. Never change a winning team! ;-) Ähnlich wie z. B. beim Fenstereinbau entscheidet nicht nur die Qualität des Fensters selbst, sondern auch in hohem Maße die Einbaugüte des Bauelementehandwerkers/Schreiners. So sehe ich es auch beim Heizungsbau.

Im übrigen handelt es sich um einen Durchschnittsverbrauch. Könnten
auch mal ungünstigenfalls 4500 m³ sein (andere Witterung oder wie früher wieder mehr Bewohner, je nach Mietverhältnis).

Ich möchte ein sinnvolles Gesamtkonzept. Der ausschließliche Fokus auf die Jahrestaktzahl erscheint mir zu wenig, wobei ich natürlich gerne die Umwelt schone und Energie spare. :-)

Grüße
Günter

Verfasser:
Harry
Zeit: 10.02.2004 17:15:59
0
47677
@Günter und Bauherr:

Ich habe mal den Link überprüft, es dor früher ein einfacheres Programm zur Wärmebedarfsberechnung, diese kam auch ohne exkte u-Werte aus.

"Wärmebedarfsofort", jetzt u.a. auf
http://www.shk-lehrer.de/Neue_Medien/SHK-Software/body_shk-software.html

Versucht mal damit eine Berechnung Eurer Altbauten.

Harry

Verfasser:
Harry
Zeit: 10.02.2004 17:19:42
0
47678
Noch mehr kostenlose Programme:
http://www.shk-vista.de/engine2/Free-_und_Shareware/

Verfasser:
jE
Zeit: 10.02.2004 18:06:46
0
47679
@ Harry

Mit der Software von "shk-lehrer.de" kannst du auch nur schätzen, ist meiner Meinung nach auch nichts anderes wie eine Faustformel. Genaue Berechnung setzt eine Kenntnis der eingesetzten Baumaterialien und verschiedener anderer Umstände vorraus.

Verfasser:
Bauherr
Zeit: 10.02.2004 18:40:06
0
47680
Hallo jE,

interessant, aber hat der Dienstleister, der die Wärmebedarfsrechnung durchführt, die Kenntnis über die in 1962 eingesetzten Baumaterialien und k-/u-Werte aus der Zeit?

Gruss
Bauherr

Verfasser:
Fuggo
Zeit: 10.02.2004 18:41:42
0
47681
@Günter
Der 200er ist massiv Technik auf engstem Raum zusammengepfercht mit dem konstruktiv nicht so gutem Radial- Wärmetauscher, eher eine aufgeputschte Therme.
Wasserinhalt knapp 4 ltr. und "kostenoptimiert" gebaut.
Der 300er Crossal hat den wesentlich besseren Crossal- WT mit viel größeren Tauscherflächen und 50 ltr. Inhalt.
Ein richtiger "Kessel"
Die thermische Belastung ist wesentlich geringer, deswegen haltbarer.
Am 200er hängt ne´ Luschipumpe zu der die Heizungsanlage (Umlaufmenge, Temperatur usw.) passen muß, anderfalls fangen die hydraulischen Spielchen an.
Beim 300er kannst du hinten dran alles hängen, der kommt mit fast jeder Hydraulik zurecht.

>Bringt Viessmann bald einen Nachfolger auf den Markt?
Muusst du Viessmann fragen

>Was verstehst Du unter "Evtl. auch mal andere Anlagenkonfigurationen >ins Auge fassen"?

Wenn du mit deinem Heizer zufrieden bist und der sich mit dem Viessmann auskennt, und ne gute Hydraulik fabriziert, dann "passt scho"

>Von einem von mir befragten Viessmann-Mitarbeiter wurde der Vitodens >200 und der Vitocrossal an sich gleichgestellt, der Mehrpreis des >Vitocrossal würde sich also nicht lohnen. Somit brauche ich >zusätzlichen Rat für eine fundierte Entscheidungsfindung.

Vollkommener Käse, da liegen Welten dazwischen. Der 300er Crossal ist allenfalls mit dem 300er Vitodens vergleichbar, der ist aber auch ein Wandgerät.

Nimm den 300er Crossal, außer dem hohen Preis hat der nur Vorteile, dürfte schwierig werden, unzufriedene Besitzer von dem zu finden.

So long

Fuggo

Verfasser:
Günter
Zeit: 10.02.2004 19:02:20
0
47682
@Harry:
Danke für die Links.
Mangels Winzip kann ich Deine SHK-Lehrer-Software nicht verwenden.
Habe allerdings schon mal die Casanova-Software mit ganz, ganz grob
geschätzten U-Werten getestet und da kam eine maximale Heizlast von
15 kW raus (bei derzeitiger Dämmung). Somit ist der kleinste Vitodens 200 nicht geeignet, auch hinsichtlich der Warmwasserbereitung nicht ausreichend komfortabel für zwei Familien. 18 kW sollten es m. E. schon mindestens sein, oder?

@Fuggo:
Danke für die Erläuterung. Dann wird es wohl auf den Vitocrossal mit Mischer rauslaufen. Evtl. warte ich auch noch etwas. Vielleicht bringt Viessmann doch bald ein Nachfolgemodell mit z. B. noch tieferem Modulationsbereich und/oder anderen Verbesserungen heraus. Viel länger als ein gutes Jahr habe ich aber auch nicht Zeit. ;-)

Verfasser:
Günter
Zeit: 10.02.2004 20:27:11
0
47683
Eine Frage hätte ich noch:
Wirkt sich der größere Wasserinhalt des Vitocrossal für die sommerliche Warmwasserbereitung nachteilig aus oder führt dies zu keinem nennenswerten Energiemehrverbrauch (also kein "echter" Nachteil)?

Danke und Grüße
Günter

Verfasser:
Volker
Zeit: 10.02.2004 21:01:21
0
47684
Verfasser:
Fuggo Datum:
10.02.2004 15:18:13
Du hast deine Frage quasi schon selbst beantwortet,
Gegen den 200er spricht Reparaturanfälligkeit, Wartung, Lebensdauer und das Konstruktionskonzept an sich.
Bildlich gesprochen ist der Crossal Bundesliga und der 200er Vitodens eher Absteiger aus der 2. Liga.



Erzähl bitte keine Merdé. Das ist doch wohl nicht Dein ernst?
Wir haben die Dinger massenweise am laufen, kaum Reparaturen, leichte und einfachste Wartung und eine lange Lebensdauer zeichnen dieses Gerät aus!



"Wenn dein Gelbeutel das hergibt, dann auf jeden Fall den Vitocrossal, auch wenn die Konstruktion an sich schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat, der ist auf jeden Fall sehr zuverlässig und ausgereift"....


Das stimmt auch nur zum Teil.

Nicht unbedingt wenn es Dein Geldbeutel hergibt, sodern wenn es bei der
Anlagenkomponente Sinn macht. Preis/Leistungsverhältnis

Ich kauf mir auch keinen Diesel wenn ich im Jahr nur 2000 KM fahre!?

Volker, der auch gerne Vito-Crossals verkauft, aber immer soch Sinn von Unsinn unterscheiden kann.



Verfasser:
Günter
Zeit: 10.02.2004 21:27:58
0
47685
@Volker:
Was (Vitodens 200 oder Vitocrossal) würdest Du in meinem Anwendungsfall für sinnvoll erachten und wieso? Bzw. was müßte bei mir vorliegen, um den Vitocrossal als beste Lösung zu wählen?

Besten Dank!

Grüße
Günter

Verfasser:
Fuggo
Zeit: 10.02.2004 21:37:39
0
47686
@Volker
>kaum Reparaturen, leichte und einfachste Wartung und eine lange >Lebensdauer zeichnen dieses Gerät aus!

Prob´s mit dem WT und der Platine noch keine gehabt?
Gückwunsch :-)

Lange Lebensdauer, wie lange laufen die denn schon?

Was sollte außer dem Preis für den Vitodens 200 sprechen.

So long

Fuggo

Verfasser:
volker
Zeit: 10.02.2004 21:51:21
0
47687
@günter
Ich überlege mir, meine Heizungsanlage zu modernisieren und eine Gasbrennwertanlage anzuschaffen.
Es handelt sich um ein Zweifamilienhaus, Bj. 1964, etwa 180 m² beheizte Fläche, 2 Badewannen (oder Dusche in Badewanne), ca. 4 Personen.

1. Zuerst würde ich mal abklopfen was Du gedenkst maximal zu investieren.
(d.h. wenn bei max 7000.- inkl. allem bei Dir Schluß ist kommt die Vitocrossal-Lösung mit Mischer,.. wegen der höheren Investitionskosten nicht in Frage)

(d.h. wenn Dein Budget bei 10.000 € liegt würde ich Dir (da geb ich Fuggo recht), den Crossal anbieten, falls bei der Anlage es sich z.B um eine Schwarzrohranlage mit Rippenheizkörper besser gesagt großvolumige Anlage handelt.(Bj. 64 ist da sehr wahrscheinlich)

bzw.
würd ich die Überlegung anstellen, die Anlage mit einer Solaranlage
zu kombinieren.Förderung läuft 110.-€/m2

Falls Dein Budget über 10.000.- .......liegt, wäre der Crossal mit Solarthermie, mit Mischer-Divicon und Erweiterungssatz die optimale Lösung.
Ein Edelstahlwärmetauscher 200 ltr. würde die Sache abrunden.
Bei Solarthermie 300/400 ltr. Speicher.



Verfasser:
volker
Zeit: 10.02.2004 22:04:26
0
47688
Hallo Fuggo,

genauso wie Du behaupten kannst, dass die Lebenserwartung gegen die Geräte spricht, kann ich das Gegenteil behaupten.

Wer Recht hat sehen wir in 20 Jahren.

Nur was soll dem Wärmetauscher(WT passieren? außer ner nicht diffusionsdichten Fussbodenheizung nichts, oder einem falsch angeschlossenen Membran-Ausdehungsgefäß, wird zu 70% lt. Hersteller beim Vitodens 200 falsch angeschlossen, daher vielleicht die defekten WT. unbedingt Herstellerplanungsangabe beachten!!, denn ist das MAG nicht an dem vorgesehenen Anschluß angeschlossen, liegt der Anlagendruck bei Warmwasservorrang auf dem WT. so kommen u.a. die Defekte.


Wenn Du mal wirklich ein Problem mit dem WT hattest ist dieser zu 100% auf Herstellergewährleistung* getauscht worden, oder?

*Falls die Herstellerangaben beachtet wurden.

Verfasser:
Fuggo
Zeit: 10.02.2004 22:17:20
0
47689
*kopfschüttel*
Muß ich das verstehen?
Ich bau doch nicht eine Heizung, nach dem Wunschbudget des Kunden.
Woher weiß der denn, was er für eine vernünftige Anlage ausgeben muß, und was eine gute Anlage wirklich wert sein kann?
Die Heizung muß zur Gesamt- Anlage passen, und nicht zum Geldbeutel des Kunden, und wenn hierüber zwei unterschiedliche Meinungen herrschen, dann muß einer von den beiden eben umdenken.
Und in eine 40 Jahre alte Heizkörperanlage bau ich keine Therme mit winzigen- Wärmetauscherkanälchenen und mickrigem Wasserinhalt ein.
Andere sehen das vielleicht anders......, ich würde es ganz einfach nicht machen.

So long

Fuggo

Verfasser:
volker
Zeit: 10.02.2004 22:37:30
0
47690
kopfschüttel*

V:auch Kopfschüttel

Muß ich das verstehen?

V:ich denke ja.

Ich bau doch nicht eine Heizung, nach dem Wunschbudget des Kunden.

V:Natürlich, du mußt doch wissen was er max. investieren möchte.

Woher weiß der denn, was er für eine vernünftige Anlage ausgeben muß, und was eine gute Anlage wirklich wert sein kann?

V:In dem Moment wo Du es Ihn erklärst! Du kannst Ihn ja sensibilisieren.

Die Heizung muß zur Gesamt- Anlage passen, und nicht zum Geldbeutel des Kunden, und wenn hierüber zwei unterschiedliche Meinungen herrschen, dann muß einer von den beiden eben umdenken.

V:Der Kunde bestimmt letztendlich, nach Deiner und anderen Aussagen.
Er kauft keine Technik, sondern Vorteil und Nutzen.

Und in eine 40 Jahre alte Heizkörperanlage bau ich keine Therme mit winzigen- Wärmetauscherkanälchenen und mickrigem Wasserinhalt ein.

Ja da sind wir erstmals auf einem Nenner. :-)
Es ging u.a. auch darum, zu Deiner allgemeinen Behauptung, dass die 200er Geräte nichts taugen, oder sehe ich das falsch?

Andere sehen das vielleicht anders......, ich würde es ganz einfach nicht machen.

V:Das ist ja dann auch o.k. wenn Du an Deinem Kunden vorbeireden möchtest.

Verfasser:
Günter
Zeit: 11.02.2004 01:16:12
0
47691
Hallo Fuggo und Volker!

Wenn zwei Experten sich streiten, kommt für den Laien doch noch mehr Butter bei die Fische rüber. *g*
Ob ich eine Schwarzrohranlage habe, keine Ahnung, muß ich erst meinen Heizer fragen. Meine Heizkörper sind aus Stahlblech, zwar rein äußerlich noch relativ gut in Schuß, überlege mir aber, diese mit der Heizungsanlage auszutauschen. Wäre das sinnvoll?

Jedenfalls denke ich schon, dass meine Anlage großvolumig ist, zumindest werden alle Heizkörper auch bei Ausfall der Heizungspumpe durch Schwerkraft ausreichend warm. Sollte doch für Größe sprechen? ;-)
Warum ist bei einer großvolumigen Anlage der Crossal besser?
Kann man da auf Spirovent Schlammabscheider verzichten?

Sofern eine gewisse Wassermenge pro kW überschritten ist, habe ich in der Crossal-Planungsanleitung gelesen, muß evtl. das Heizungswasser besonders behandelt werden. Habt Ihr das schon mal gemacht und ggf. wie?
Beim Vitodens 200 wurde mir empfohlen, die Erstbefüllung und jede weitere Hauptbefüllung mit enthärtetem Wasser vorzunehmen zur Schonung des WT. Macht Ihr das?

Danke!

Grüße
Günter

Verfasser:
Harry
Zeit: 11.02.2004 09:43:30
0
47692
Hallo Günter und Bauherr,
mal ganz allgemein: ich will niemanden einen zu kleinen Kessel aufschwatzen. Ich will lediglich Erfahrungen von mir selbst, aus meinem Bekanntenkreis und aus diesem Forum, an Ratsuchende weitergeben.

Kurz, ich kenne keinen einzigen Fall in dem die Leistung (korrekte Funktion vorausgesetzt) zu knapp dimensioniert wurde. Die Bandbreite geht von etwas überdimensioniert bis hoffnungslos überdimensioniert. Aus Bequemlichkeit und Unvermögen wird auch von Handwerkern mehr oder weniger überdimensioniert. Dies ist bei einstufigen Ölbrennern ebenos negativ wie bei modulierenden Gasgeräten, weil diese damit ihren Modulationsbereich gar nicht nützen können und heftig taktend (wenig Masse!) die meiste Zeit weit unterhalb der Minimalleistung betrieben werden.

Bei modulierenden Geräten kommt es in erster Linie gar nicht auf die maximale Leistung an, sondern darauf dass der Modulationsbereich möglichst weit in Richtung wenig Leistung reicht!

Zeichne mal ein Koordinatensystem:
x-Achse, unten von links nach rechst, von -15° bis +20°
y-Achse nach oben, 0 bis 24kw

Hier kannst Du nun den Wärmebedarf Deines Hauses eintragen. Wir sprechen ja immer über den maximalen Wärmebedarf, also den bei minimaler Außentemp (-12 oder -15 je nach Region). Mache also einen Punkt zB -15°, 15kw. Verbinde diesen Punkt und den Punkt +20°, 0kw mit einer Geraden. Das ist dann der Verlauf des Wärmebedarfs in Abhängigkeit von der Außentemperatur. Du kannst jetzt ablesen, wann ein Wärmebedarf von zB 8kw unterschritten wird und ein Heizgerät mit solch einer Leistung zum takten beginnen muss.

Also nochmal, der maximale Wärmebedarf eines Gebäudes tritt nur bei minimaler Außentemperatur und komplett beheizter Wohnfläche auf.

Wärmebedarfsbemessung: Natürlich können Profis anhand von Tabellenwerten und Materialstärken auch für alte Gebäude hinreichend genau k-Werte bestimmen. Viele Baustoffe (zB Ziegel) werden schon seit mehr als 100 Jahren industriell gefertigt und (früher genauer als heute) nach den Regeln der Handwerkskunst verarbeitet.

Wenn für ein kleines Häuschen der Aufwand einer Berechnung zu groß ist, dann ist die schweizer Formel eine gute Methode um zu zeigen, wieviel Leistung bislang genutzt wurde...

Thema Jahresnutzungsgrad:
http://www.bundderenergieverbraucher.de/pre_cat_42-id_114-subid_1057.html

Enthärtetes Wasser zur Befüllung? Ich glaube das macht so gut wie kein Heizungsbauer... Heizungsbauer gehen gerne den Weg des geringsten Widerstands: der Vitodens ist leicht zu tragen und man kennt das Gerät auswendig, weil es schon seit Jahren jede Woche eingebaut wird, egal ob passend oder nicht. "Das macht nix, der moduliert ja"...

Harry

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Neue Heizung: Vitocrossal/Vitodens
Verfasser:
Harry
Zeit: 11.02.2004 09:43:30
0
47692
Hallo Günter und Bauherr,
mal ganz allgemein: ich will niemanden einen zu kleinen Kessel aufschwatzen. Ich will lediglich Erfahrungen von mir selbst, aus meinem Bekanntenkreis und aus diesem Forum, an Ratsuchende weitergeben.

Kurz, ich kenne keinen einzigen Fall in dem die Leistung (korrekte Funktion vorausgesetzt) zu knapp dimensioniert wurde. Die Bandbreite geht von etwas überdimensioniert bis hoffnungslos überdimensioniert. Aus Bequemlichkeit und Unvermögen wird auch von Handwerkern mehr oder weniger überdimensioniert. Dies ist bei einstufigen Ölbrennern ebenos negativ wie bei modulierenden Gasgeräten, weil diese damit ihren Modulationsbereich gar nicht nützen können und heftig taktend (wenig Masse!) die meiste Zeit weit unterhalb der Minimalleistung betrieben werden.

Bei modulierenden Geräten kommt es in erster Linie gar nicht auf die maximale Leistung an, sondern darauf dass der Modulationsbereich möglichst weit in Richtung wenig Leistung reicht!

Zeichne mal ein Koordinatensystem:
x-Achse, unten von links nach rechst, von -15° bis +20°
y-Achse nach oben, 0 bis 24kw

Hier kannst Du nun den Wärmebedarf Deines Hauses eintragen. Wir sprechen ja immer über den maximalen Wärmebedarf, also den bei minimaler Außentemp (-12 oder -15 je nach Region). Mache also einen Punkt zB -15°, 15kw. Verbinde diesen Punkt und den Punkt +20°, 0kw mit einer Geraden. Das ist dann der Verlauf des Wärmebedarfs in Abhängigkeit von der Außentemperatur. Du kannst jetzt ablesen, wann ein Wärmebedarf von zB 8kw unterschritten wird und ein Heizgerät mit solch einer Leistung zum takten beginnen muss.

Also nochmal, der maximale Wärmebedarf eines Gebäudes tritt nur bei minimaler Außentemperatur und komplett beheizter Wohnfläche auf.

Wärmebedarfsbemessung: Natürlich können Profis anhand von Tabellenwerten und Materialstärken auch für alte Gebäude hinreichend genau k-Werte bestimmen. Viele Baustoffe (zB Ziegel) werden schon seit mehr als 100 Jahren industriell gefertigt und (früher genauer als heute) nach den Regeln der Handwerkskunst verarbeitet.

Wenn für ein kleines Häuschen der Aufwand einer Berechnung zu groß ist, dann ist die schweizer Formel eine gute Methode um zu zeigen, wieviel Leistung bislang genutzt wurde...

Thema Jahresnutzungsgrad:
http://www.bundderenergieverbraucher.de/pre_cat_42-id_114-subid_1057.html

Enthärtetes Wasser zur Befüllung? Ich glaube das macht so gut wie kein Heizungsbauer... Heizungsbauer gehen gerne den Weg des geringsten Widerstands: der Vitodens ist leicht zu tragen und man kennt das Gerät auswendig, weil es schon seit Jahren jede Woche eingebaut wird, egal ob passend oder nicht. "Das macht nix, der moduliert ja"...

Harry
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