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Wasseruhr zu hoher Verbrauch, Leitung geht weiter zum Nachbarn
Verfasser:
Hanna
Zeit: 16.02.2004 05:55:13
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48768
Hallo,---in unserem Doppelhaus wurde nun festgestellt, daß das Wasserwerk 1977 die Wasseruhren falsch eingebaut hat. Der hohe Wasserverbrauch fiel uns schon immer auf, doch nie fand man eine undichte Stelle im Rohr. Nun aber endlich stellte man fest, daß es nur eine Leitung zur Straße gibt. Die geht direkt in meine Wohnung, zählt dort meinen Verbrauch, geht dann weiter in die Nachbarwohnung noch einmal durch deren Wasseruhr/zähler. Somit habe ich immer meinen Verbrauch und den meiner Nachbarn bezahlt. Und die nocheinmal das was auf deren Wasseruhr steht. Fachmännisch ausgedrückt: in unserem Haus existiert eine Serienschaltung hintereinander statt parallel also nebeneinander. Jetz klagen wir gegen das Wasserwerk, daß die Wasseruhren so "saumäßig" unfachmännich eingebaut hat. Das Wasserwerk sagt, daß es laut Wasserverordung bei einer falschen Rechung nur zwei Jahre zurückzahlen muß. Wir aber sagen,daß es nie eine Rechung für die zweite Wasseruhr die ja doppelt zählt erstellen durfte. Für uns ist es ein Einbaufehler und da kann man 30 Jahre zurückfordern. DAnk einer ordentlichen Großmutter haben wir sogar noch die Belege seit 1977. Daran haperts meisten und die Klagen sind aussichtslos. Hat irgendjemand in der BRD etwas Ähnliches erfahren und schon geklagt? Man sagte uns wir wären wohl der erste FAll in diesem Land.--Ich grüße herzlich Hanna

Verfasser:
Achim Kaiser
Zeit: 16.02.2004 09:16:33
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48769
Hallo Hanna,

nach wenigstens 5 Postings in diversen Beiträgen haben wirs begriffen.

Eine Klage gegen den Wasserversorger wird wohl wenig Aussicht auf Erfolg haben, denn der Wasserversorger versetzt seine Zähleinrichtungen in den vom Hauseigentümer zu erstellenden Wasserzählerplatz, der im Rahmen der Erstellung der Gebäudeanlage herzustellen ist.

Aus Sicht des Versorgers ist hier zumindest mit dem Vorwurf des konkurierendem Verschulden zu rechnen, da die Erstellung der Wasserversorgungsanlage innerhalb des Gebäudes zu den Obliegenheiten des Gebäudeeigentürmer gehört.

Nachdem die Angelegenheit anscheinend nicht auf den *ersten Blick* zu erkennen ist/war dürfte es schwierig werden den Grund für die Installation aus 1977 noch feststellen zu können. Sicherlich hat der Wasserversorger aus dem Installationsfehler einen Vorteil erzielt, jedoch muß auch ganz klar sein, das der Wasserversorger diesen Vorteil *nicht* verursacht hat.

Eine gütliche Einigung dürfte m.M. am Ende nach Abzug aller *Streitkosten* nach wie vor das Sinnvollste sein, da auch die Gebäudeeigentümer als Betreiber bzw. Ersteller der Anlage nicht ganz schuldlos ist.....

Nur mal wieder meine Meinung, keine Beratung etc etc etc....

Gruß
Achim Kaiser

Verfasser:
Aleko
Zeit: 16.02.2004 10:51:56
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48770
Hallo Hanna,

in welchem Bundesland bzw. mit welchem Wasserversorger (WVU) spielt sich das ganze ab?

Hiervon hängt es meiner Kenntnis nach ab, ob das WVU die Hausanschlußleitung bis Zähler oder einschließlich Zähler installiert hat.

Ansonsten muß man versuchen den (konzesionierten) Installateur heraus zu finden, der die Anlage damals errichtet hat. Der hat nämlich eine Betriebshaftpflicht die meiner Kenntnis nach für Mängel auch eine Nachhaftung hat. d.h. auch wenn dieser Installateur heute sein Geschäft nicht mehr betreibt, kann es u.U. möglich sein, die Versicherung noch heranzuziehen.

Gruß Aleko

Verfasser:
HansKuch
Zeit: 18.02.2004 09:33:19
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48771
@ Hanna: Einen vergleichbaren Fall hatte ich vor ca 5 Jahren bei einem Kunden, allerdings mit Gas. Ein altes großes Einfamilienhaus, Baujahr denke ich ca. 1910, wurde irgendwann in ein Zweifamilienhaus umgebaut.
Die Koks-Heizungsanlage wurde vor ca. 30 Jahren getrennt und auf zwei Gas-Heizgeräte umgestellt. Dabei hat die damalige Installationfirma die alte Verbrauchsleitung als Steigeleitung für das Obergeschoß verwendet. Das Gas für Erdgeschoß und Obergeschoß wurde mit dem Gaszähler für die Erdgeschoßwohnung gemessen. Das Gas für das Obergeschoß wurde nochmals im Obergeschoß gemessen, also doppelt berechnet. Dieser Fehler stellte sich erst heraus, als das Gasheizgerät im Erdgeschoß ausgewechselt werden sollte und das Gas wurde abgestellt. Da beschwerte sich der Benutzer der Obergeschoßwohnung darüber, warum wir sein Gas abgesperrt haben. Nach näherer Untersuchung war es dann klar, dass der damalige Installateur einen Fehler gemacht hatte. Alle alten Gasleitungen lagen unter Putz und der Verlauf der Rohre war nicht zu erkennen. Der Nutzer der Erdgeschoßwohnung gab an, dass er sich schon immer über seinen hohen Verbrauch gewundert hat. Er hat dann versucht, beim Gasversorger die zuviel bezahlten Gasmengen erstattet zu bekommen. Der Gasversorger hat angeboten, die letzten vier Jahre zu erstatten, das war dem Kunden zu wenig. Soweit ich mich erinnere ging es um ca 25000,00 DM. Der Kunde hat dann geklagt, gegen den Gasversorger und auch gegen den damaligen Installateur. Soweit mit bekannt wurde, ohne Erfolg.

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