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Gibt es eine max. Rohrüberdeckung?
Verfasser:
Sascha
Zeit: 17.02.2004 21:31:01
0
49250
Es wird in div. Unterlagen, so z.B auch in der sog. Estrich-Norm eine Mindestrohrüberdeckung geregelt. Gibt es auch eine max. Rohrüberdeckung?
Was ist hier max. möglich bzw. was sagen Gutachter zu Estrichüberdeckungen von 6,7 oder sogar 8cm. Wer steht hier in der Pflicht?

Verfasser:
baffm
Zeit: 17.02.2004 22:10:55
0
49251
6-8cm klingt mir eher normal. Naja - eher 6 als 8cm im Wohnbereich - ist sicher auch abhängig von der Estrichart. Wie dick ist das Rohr?

Verantwortung ist von vielerlei Hinsicht abhängig. Was hat dein Archi in die Werksplanung gezeichnet? Irgendwo muß die Fußbodenhöhe ab Rohdecke doch definiert sein. Ggf. hat der Estrichleger nur die Sparbrot-Fußboden-Dämmung auszugleichen versucht.

Letztendlich gilt erst mal: Was hat der Auftraggeber beauftragt?
Hast du definitiv nur x cm Estrichdicke beauftragt? Oder ists eine Bauträgergeschichte oder oder..


baffm

Verfasser:
carsten weckel
Zeit: 18.02.2004 09:10:10
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49252
geht es hier um fußbodenheizung?

Verfasser:
sascha
Zeit: 18.02.2004 18:14:22
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49253
Klar gehts um Fußbodenheizung mit 17er PeXc-Rohr.
Ein Gutachter hat einen zu hohen und vor allem unregelmäßigen Estrichaufbau bemängelt. Dieser schwankt zwischen 6 und 8,5cm. Diese UNebenheit war anscheinend schin in der Rohdecke als Mangel und wurde durch der Estrich nur teilw. ausgeglichen. Das eigentliche Problem ist, dass der Estrich jetzt sehr schlecht bis gar nicht austrocknet; mittlerweile aber schon längst Parkett hätter verlegt werden sollen.
Im Streitfall will jetzt der Gutachter dem Heizungsbauer die Schuld anhängen weil er dies hätte schon vorher feststellen müssen. Der Estrichleger ist im Übrigen noch ein guter Bekannter des Gutachters. Ich benötige daher möglichst konkrete Normen oder Richtwerte hinsichtlich der max. möglichen Estrichstärke.

Verfasser:
Achim Kaiser
Zeit: 18.02.2004 18:16:03
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49254
welches Estrichmaterial ?

Zementestrich
Anhydritestrich
Fießestrich

Gruß
Achim Kaiser

Verfasser:
Peter Götz
Zeit: 18.02.2004 18:24:49
0
49255
Hallo
das Problem fängt vermutlich bei der Rohdecke an - wer auf einem Gewerk weiterarbeitet nimmt das vorhergehende ab. D. h. schiefe Decke wird durch das Verlegen der Heizung sanktioniert - danach durch den Estrichleger. 1.Frage hat der Heizungsbauer den Estrich mitübernommen wenn nein - ist der Estrichleger der Schuldige. Wenn ja genauere Daten sammeln wie schief ist die Decke, wie schief ist der Estrich, die Stärke dürfte m.W. kein Problem sein, weil Estrich immer schon gemacht wurde um Unebenheiten auszugleichen. Eine Mehrstärke von 20 mm sehe ich nicht als Mangel. Die längere Trockenzeit kann vielleicht ein Problem sein, kann man aber durch vorsichtiges Heizen nachhelfen.
Auf jeden Fall nicht unterkriegen lassen - schaut nicht so schlimm aus.
Gruss Peter Goetz

Verfasser:
sascha
Zeit: 18.02.2004 19:57:59
0
49256
Danke für die ersten reaktionen

Es geht um Zementestrich. Komplett auf- und abgeheizt wurde bereits 1x und zusätzlich 1x verkürzt. Seitdem sind viele weitere Tage vergangen.Dennoch ist noch deutlich zuviel Feuchtigkeit im Estrich.
Lt Aussage des Gutachters lässt sich diese durch den überstarken Estrich auch nicht durch aufheizen so einfach herausbringen.

Verfasser:
Achim Kaiser
Zeit: 18.02.2004 21:02:40
0
49257
Hallo Sascha,

....das wäre der erste Estrich dem mit *Belegreifheizen* nicht die Flötentöne sprich passende Restfeuchte bezubringen wäre, allerdings dauerts auch da seine Zeit.....

Toleranzen im Hochbau richten sich nach der DIN 18202, die ausnahmsweise mal im Internet nachgelesen werden kann. Je nach Größe variieren die Abweichungen...zu finden ist der Schmöker hier :

http://www.architekt-buxtehude.de/Datenbank/merkblatt_toleranzen.pdf

Eine Betondecke darf bei 4 m z.B. bis zu 12 mm Toleranz aufweisen...

Wie es genau zu bewerten ist, im Merkblatt nachlesen.

Grundsätzlich ist ein dickerer Estrich *nicht* schädlich, sondern es erhöht sich die Belastbarkeit der Estrichplatte. Passenden Unterbau vorausgesetzt ist z.B. eine Estrichdicke von 85 mm notwendig, wenn die Verkehrslasten 350 kg/m² beträgt anstelle des *normalen Wertes im Wohnungsbau* von 150 kg/m². Bei einer Belastung des Bodens mit 500 kg/m² würde die Mindestaufbauhöhe des Estrichs sogar auf 98 mm ansteigen. Die angegebenen Dicken sind regelmäßig *Mindestaufbauhöhen*, d.h. Unterschreiten nein (ohne Nachweis), Überschreiten möglich.

Das durchgeführte *Funktionsheizen* hat nicht die Aufgabe den Estrich zu trocknen, sondern stellt die Belastungsprobe des erstellten Werkes dar (Risse etc). Zu welchem Zeitpunkt der Estrich *belegreif* ist muß durch Messen des Restfeuchtegehalts festgestellt werden. Die notwendigen Restfeuchtegehalte unterscheiden sich zudem noch je nach Oberbodenbelag. Ein Parkett erfordert andere Werte als ein Teppichboden oder ein Fliesenbelag.

Je nach Witterung und vor allem dem *Lüften des BV´s* kann der Zeitraum deutlich variieren. Wer meint, wenn in der Estrichnorm steht *Aufheizen kann frühestens nach 21 Tagen oder nach Angabe des Herstellers erfolgen*, dass dann der Estrich schon die passende Restfeuchte zum Aufbringen des Endbelages hat, der irrt. Dies kann wesentlich länger dauern. Es besagt lediglich, das der Estrich beheizt werden kann...nicht mehr.
Ein Zeitrahmen ist m.W. nirgends angegeben. Der passende Restfeuchtegehalt zum Belegen des Bodens muß durch Messung bestimmt werden.....

Nachdem der Gutachter durch das Bauvorhaben geht, scheint das *schware Peter schieben* ja schon im Gangs zu sein....

Merkblätter über FBH und Aufbauten etc. finden sich in der Bibliothek des Forums.....Lesestoff en masse.

Gruß
Achim Kaiser

Verfasser:
W. Mo.
Zeit: 18.02.2004 23:11:25
0
49258
Hallo Sascha,
Peter Götz und insbesonderen Achim Kaiser haben überaus gründlich hierzu Stellung bezogen. Laß dich nicht von sogenannten Scheinsachverständige blenden. Den Aussagen der Kollegen werden diese Scheinsachverständige nichts entgegen zu bringen haben. Im übrigen wird egal wer von den Streitparteien mit eigenen Sv. arbeitet (auch bei Kammerzulassung) das Gericht immer einen neuen SV beauftragen und zur Beurteilung heranziehen.
Denke das es für Dich gut ausgehen wird.
Übrigens ich könnte mir vorstellen, daß der Neubau erheblich Wasser aufgenommen hat z. B. Regenwasser, Wandverputz und oder dergl. von daher kann es ebenfalls länger dauern bis alles ausreichend trocken ist.
An dieser Stelle möchte ich auch mal das Forum und die Gründer loben. Viele dieser Probleme die hier abgehandelt und oftmal gelöst werden, ist eine tolle Sache.
Als ich ein junger selbständiger Meister war (heute etwas älter und grauer) hätte ich einige Fehler vermeiden können, einfach durch fragen und stöbern hier im Forum.
Leider gab es vergleichbares damals nicht. Oftmals mußte ich richtig Geld hinlegen um anfallende Probleme mit Fachleuten zu lösen. Von daher ist dieses Forum eine wahre Goldgrube für Ratsuchende.
W. Mo.

Verfasser:
Peter Götz
Zeit: 19.02.2004 07:37:19
0
49259
Hallo Sascha
wie hoch ist die Restfeuchte im Estrich noch?
es gibt eine weiter Möglichkeit, die Aufstellung eines Entfeuchtungsgerätes zusammen mit einer Aufheizung des Bodens ( je wärmer desto schneller ) Zementestrich verträgt 45 Grad Vorlauf.
Damit haben wir schon frischen Zementestrich nach 3 Tagen belagfähig gebracht ( ich weiss dass man das nicht darf - aber es hat pressiert)
Nur - wenn schon ein Gutachter geholt wurde - würde ich jede weitere Maßnahme Ihrerseits schriftlich absichern und auch bezahlen lassen.
Gruss Peter Goetz

Verfasser:
h.schmidt
Zeit: 19.02.2004 10:41:18
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49260
Was ist mit dem Aufheizprotokoll ?. Formblätter dazu in jedem Herstellerkatalog. Ausfüllen und in Kopie dem Bodenleger übergeben, sollte eine Selbstverständlichkeit sein.
Weiterhin ist noch anzumerken, daß bei einer Fußbodenheizung schon die Unterkonstruktion (hier Rohdecke) in Waage liegen sollte (mal abgesehen von den zulässigen Toleranzen -siehe DIN). Dieses hat der Heizungsbauer vor Verlegen zu prüfen - sonst ist vorab auszugleichen !
Vielleicht noch eine eine simple Anmerkung. Nicht nur nach Herstellervorgaben aufheizen, sondern auch mal zwischendurch kurzzeitig die Fenster öffnen (Stoßlüftung).

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