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05.03.2004 23:47:14 |
Hallo, ich hoffe jemand kann mir helfen. Ich habe vor kurzen eine ganz nagelneue Ölheizung einbauen lassen (Viessman Vitola mit Vitoflam 200). Auch das Edelstahlrohr im Kamin wurde neu gelegt. Jetzt habe ich aber so alle 1-2 Wochen einen schönen 10 Liter Eimer voll Kondesnwasser. Bisher konnte mir keiner sagen warum, nur das das nich normal ist. Bekannte haben sogar Null Komma Nix an Kondenswasser ( auch ne Ölheizung von Vissman, wenn auch älter) Da unser Sohn (3,5) sehr neugierig ist hab ich Angst das er irgendwann mal an den Eimer geht und mit dem Wasser spielt,( das Rohr wurde leider nich direkt in das Abwasser geleitet, aber so weis ich wenigstens das da so viel rauskommt) was ich nicht so schön finde da das wohl schwefelhaltig sein soll. Der Installateur weis auch nich weiter ausser die Abgastemperatur zu erhöhen ( liegt lt Messung bei so 135 Grad) Was kann mann da noch machen um das Kondensat zu reduzieren? Danke schon mal im voraus.
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06.03.2004 00:44:16 |
135°C iss nicht viel, da kondensiert der wasserdampf im abgasrohr bevor das abgas die mündung verlässt. das heizöl ist zwar schwefelarm , aber nicht schwefelfrei. der hzbauer hat soweit schon recht, das es zur bildung von schwefliger säure kommen kann. ich kenn nun nicht die genauen betriebsbedingungen von diesem viessmann kessel und möchte daher auch nichts weiter über etweilige änderungen der abgastemperatur sagen. in den installation und wartungsanweisungen sollten aber etweilige werte als anhaltspunkte vermerkt sein.
der bekannte mit der älteren anlage wird abgastemperaturen um die 180°C haben und somit kein problem mit kondensat.
wo das wasser herkommt ?
heizöl EL besteht neben schwefel und stickstoff zu etwa 86% aus kohlenstoff und 13%wasserstoff. bei der verbrennung mit dem luftsauerstoff wird der kohlenstoff zu kohlendioxid (CO²) und der wasserstoff zu wasser(dampf) verbrannt.
gruß ricö
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06.03.2004 08:21:32 |
Nebenluftklappe einbauen, wenn noch keine drin ist.
...kondensiert mich, wenn ich mich irre...
So long
Fuggo
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Verfasser: Martin Havenith | Zeit:
06.03.2004 09:36:49 |
Nebenbei: Das Kondensat dürfte einen PH-Wert von ungefähr 2,5 haben, also ganz schön sauer sein. Beispielsweise für die Augenschleimhäute ist das schon gefährlich... Wegen der Kinder! Ansonsten: Bei Ölfeuerung sagt man; in einem Liter Öl entsteht bei der Verbrennung etwa ein Liter Wasser. Dieser sollte aber nicht zu 100 % kondensieren. Die Menge von 10 Litern ist also extrem verdächtig.Welche Leistung kat denn der Brenner? Möglicherweise Kondensiert ja auch schon was im Brennraum. Das wäre dann ganz mies. Wie hoch ist denn deine Kesselrücklauftemperatur?
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Verfasser: Franz Hiegemann | Zeit:
06.03.2004 11:29:48 |
Hallo miteinander, die Idee mit der Nebenluftvorrichtung ist schon o.k.. Im Nachhinein läßt die sich noch ganz gut in der unteren Revision montieren. Weiterhin wird wohl auch einiges an Regenwasser anfallen. Dagegen hilft eine Regenhaube an der Mündung. Oder auf beides verzichten und stattdessen das Abgassystem am Kondensatröhrchen über ein Syphon an die Kanalisation anschließen. Dann spielt die Menge keine Rolle mehr. Gruß F.H. |
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06.03.2004 12:54:55 |
Meine Anlage ist identisch mit deiner. Bei mir fällt ähnlich viel Kondensat an. Im Grunde ist dies ein Zeichen für eine effektiv arbeitende Ölheizung, weil Abgastemp. recht niedrig ist. Bastel dir mit einem Schlauch einen Zugang zum Abfluß und das Thema ist durch. Kinder sollten nicht im Heizungsraum spielen... Meine 3 jährige Tochter traut sich da eh nicht rein.
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06.03.2004 13:04:49 |
Als weitere Maßnahme (zuzgl. Nebenluftv.)kannst Du das Abgasrohr noch isolieren. Hier gibt es von Viessmann die Isolierschalen für Rohre und Bögen. Vorteil: Das Rauchrohr verliert bis zum Kamin kaum an Abgastemperatur, somit ist die Temperatur (Restwärme) im Kamin höher. Nutzen: Die Kondensatmenge verringert sich wesentlich! Bitte Spezial-Gummidichtungen an den Verbindungen, Stößen nicht vergessen. Ist der Edelstahlkamin bei der Montage isoliert worden???
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06.03.2004 19:53:57 |
Vielen Dank erstmal für die fixen Antworten. zu Ricö: Ja 135 Grad ist nicht viel, unser Schornsteinfeger sagte aber: prima Wert, so muss es sein. Und dann sprach er noch von Kondenspunkt um die 27 Grad, die am oberen ende vom Schornstein sein müssten, um nix an Kondensat zu haben. Die älteren kessel ( ca.10 Jahre alt) haben schwankende Werte. Hab mal gefragt, so zwischen 127 und 160 Grad. zu Fuggo: Nebenluftklappe ist noch nicht. Was macht die denn so? zu Martin Havenith: der Brenner hat 18 KW , wurde von allen Seiten als vollkommen ausreichend für 140 qm empfohlen zu Franz Hiegemann: Regenwaser dürfte nicht viel,wenn überhaupt dabei sein, da auch ohne Regen die 10 Liter anfallen ( und mit Regen auch nicht mehr) zu Peter: Wenn das bei Dir auch so ist dann frag ich mich warum unser Heizungsbauer den Abfluss für das Kondensat nicht auch gleich ins Abwasser geleitet hat, sondern einfach ein Metallrohr aus der Esse gucken lassen und das noch schön mitten im Kellergang. Also entweder is das nich normal oder er hat gefuscht. zu Volker: Isolierung ist gut. Weist Du was da kostet? ist so 1,5 m bis zum Kamin. Edelstahleinsatz ist nicht isoliert. Die hatten Mühe den in den kleinen Kamin zu kriegen. Ist eh schon ein fexibles Rohr und sitzt bombenfest ( deswegen knackt es auch bei Heizen ein wenig.) |
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06.03.2004 21:03:37 |
- Die Nebenluftvorrichtung sollte unbedingt eine "kombinierte" sein und bitte vito-air von Viessmann. (und NICHT an der Revisonsklappe!) - Abgasrohr isolieren ist gut - Schornsteinablaufrohr im Kellerflur ist murks! 1. gehört das in den Heizungsraum 2. gehört da ein Syphon hin 3. gehört bei Verwendung von Standart-Heizöl da eine Neutralisation hin - Abgaswerte ganz toll, Kondensatanfall physikalisch-technisch bedingt, kein Fehler oder Mangel (es sei denn die Anlage wurde auf "trockenen Betrieb" berechnet), aber lästig und unschön. Trockenerer Betrieb aber nur bei Umstellung auf Kesselbetriebsführung "nach Dr Schorni" möglich.
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06.03.2004 21:04:42 |
jaumhimmelgottesjessaswillenmenschenskinder
hab ich das wichtigste Vorwort zur vito-air vergessen:
K E I N E !
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06.03.2004 22:41:04 |
Hier die Viessmann Art.Nummern für Deinen Hzg.-Bauer als Richtpreis (gibts sicherlich auch günstiger, aber wer will schon billig... Nr.7148998 (Brutto 62€/m) Isolierung Abgasrohr und Nr.7149000 (Brutto 55€/St.) Wärmedämmung Abgasrohrgogen Nr.7148996 (Brutto 22€/3St.) Silikon-Dichtungen Nr.7339903 (Brutto 260€) Vitoair Nebenluftvorrichtungabzgl. Rabatt zzgl. MWST und Teuerungszuschlag 3,2% So long Volker
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Verfasser: Martin Havenith | Zeit:
07.03.2004 10:09:42 |
Taupunkt bei Öl 27 °C????
Dein Schorni ist ja echt auf der Höhe!
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Verfasser: Stefan Kasselmann | Zeit:
07.03.2004 10:28:51 |
Hi Martin!
Ich dacht´ schon es geht unter! :-) Ist aber "SICHER" nur ein Einzelfall ;-)
Grüße Stefan
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07.03.2004 12:46:21 |
Tja, was tun: Eine Vitoair, wie Volker meint, oder auf keinen Fall eine Vitoair, wie Falk meint. 50:50 Ist denn die Neutralisation ein muss, oder eher ein "nice to have"? zu Martin: wie hoch müsste denn die Tempertaur oben in der Esse sein damit kein Kondensat entsteht? Noch ne Frage: Wenn ich jetzt an das Kondensatröhrchen einen Schlauch anklemme um das Kondensat in den Abfluss zu leiten, muss ich ein bestimmtes Material nehmen? oder geht da ein einfacher Wasserschlauch? Oder muss das eher der Klempner noch nachträglich auf seine Kosten machen? Im Angebot war nichts dazu gesagt ( berechnet natürlcih auch nich) |
Verfasser: Martin Havenith | Zeit:
07.03.2004 13:02:26 |
@ steffen
die Kondensationstemperatur bei Öl beträgt etwa 47 °C
Der schlauch soll säurebeständig sein....PE / PVC
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07.03.2004 13:50:43 |
Für den Kondensatabfluss kannst du einfach HT-Rohre aus dem Baumarkt nehmen. DN40 reicht völlig aus. Einfach, günstig und schnell.
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07.03.2004 13:52:16 |
Ähm, noch was vergessen: Aus welchem Material bestehen denn deine Grundleitungen? Wenns Gussrohre sind würd ich auf jeden Fall eine Neutralisation einbauen, sonst sind schäden vorprogrammiert. Wenns orangene KG-Rohre (PVC) sind gibts keinerlei Bedenken.
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07.03.2004 21:46:37 |
zu Martin: 47 Grad, da müsste man ja oben an der Esse noch heisse Fínger bekommen. Und erst dann kann kein Kondensat mehr auftreten? Also seh ich das so richtig: generell ist Kondensat "natürlich" bei modernen Heizungen, weil sie halt mit niedrigen Temperaturen laufen. Unklar ist wohl, wieviel Kondensat normal ist. Wie ist denn das nun mit meinem Edelstahleinsatzv im Kamin. Ist der jetzt Kondesatsicher oder kriegt der bei der Menge auch irgendwann Löcher? Übrigen ist meine Befürchtung heute eingetreten, unser Sohn hat schön mit dem Kondenswasser gespielt, hatte zum Glück nur die Hände ein bischen gebadet. So schnell kanste gar nicht gucken, wie die kleinen Finger drin sind. Schnell mit reichlich Wasser abgespült, zur Sicherheit. Muss mich also wohl erstmal um einen Deckel auf dem Eimer kümmern. zu Dax: Welche Grundleitungen meinst Du denn? Die Abflussleitungen im Boden? das weiss ich leider nicht. Ist ein Häuschen von 1959, was immer damals eingebaut wurde. Das eine Stück was ich gesehen habe sieht nach Ton aus. Wie sieht denn so eine Neutralisation aus? muss ja auch irgendwie installiert werden ( Grösse und so)
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08.03.2004 09:31:33 |
meine werte 15KW Heizung + Edelstaht sanierter kamin Abgastenp ca. 130°C KondensWasser im Winter bis max 5 l / Monat (Spitzenwert - Sommer nix) auch in Eimer starker Regen erhöht die ´KondensatMenge´ - logo wenn Rohr oben offen KondensWasser von Ölheizung MUSS neutralisiert werden einfacher Schutz bei Kinder - geschlossenes Gefäß benutzen und direkt an ´Schnüdel´ hängen oder mit Schlauch verbinden
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08.03.2004 18:47:08 |
Vergesst bitte nicht die gewisse "Dynamik" einer Feuerungsanlage, da wird zumindest in der Anfahrphase immer Kondensatbildung auftreten. Der Taupunkt ist eher theoretisch, weil sich im Rohr eine laminare Strömung ergibt, die in den kalten Randzonen zur Kondensation führt. Kondensation ist erst dann ausgeschlossen, wenn die OBERFLÄCHENtemperatur des Körpers (Kessel oder Edelstahlrohr) ÜBER der Taupunkttemperatur liegt. Wäre net das einfachste: Das Kondensat in einen Eimer mit kleinen Steinen (sagmer mal 1-3cm Durchmesser) tropfen lassen. Dann kann Junior nicht ins Wasser langen (...sondern mit Steinen werfen oder diese verschlucken - dann is Junior auch glei erledigt) und das Kondensat kann über die große benetzte Oberfläche wieder verdunsten. Un hat un fertich is.
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08.03.2004 19:16:14 |
@Falk
Warum kein Zugbegrenzer in der Revisionsklappe?
Dirk
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08.03.2004 20:29:20 |
@ Dirk Weil im Bogen ja bedingt durch die Umlenkung immer Druckstöße zumindest beim Anfahren auftreten. Auch muß die Öffnung im Rauchrohr ja der Öffnung des Anschlußstückes der Nebenluftvorrichtung entsprechen. Und Reinigungsöffnungen sind ja zum Reinigen, sonst muß man ja immer die NLV abbauen. Denkbar wäre ja, einen drehbaren Segmentbogen gerde zu machen und an die Öffnung die NLV anschließen, wäre aber viel zu teuer.
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08.03.2004 20:31:33 |
http://www.schiedel.de/d-service/d-downloads/tib-2003-04.pdf
Kuckst Du da, alles lesen, alles wissen, alles klar.
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09.03.2004 08:51:19 |
@Falk
ach so, das war wohl ein Missverständniss meinerseits, bei mir ist ein Zugbegrenzer in das untere Putztürchen des Kamins anstatt der originalen Tür eingebaut worden. Ist das dann ok?
vielen Dank für die Antwort und den Link!
mfg Dirk |
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12.03.2004 17:55:46 |
"Zugbegrenzer im unteren Kamintürle" gibts eigentlich net!!! Wie soll das Türle dann noch seine Dichtheits- und Brandschutzaufgaben erfüllen? ...und der Zugbegrenzer mind. 40 cm über Sohle angebracht sein? Ja guut, mittlerweile soll ja "alles" erlaubt sein. DANN muß der Reinigungsverschluß aber IM Aufstellraum sein (und der ne Stahltüre haben??) schon mal wegen der Druck/Zugverhältnisse. Isses genau so??
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