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Erfahrungen mit Vaillant ecoVIT
Verfasser:
Georg
Zeit: 20.03.2004 02:43:44
0
54701
Hallo,

wer hat Erfahrungen mit dem Vaillant ecoVIT, insbesondere im
Ein- und Zweifamilienhausbereich?

Sind die Geräte so robust und langlebig, wie der Vaillant-Prospekt
verspricht? ;-)

Durch den großen Wasserinhalt scheint sich die Anlage mit geringen Taktzahlen betreiben zu lassen.

Grüße
Georg

Verfasser:
Harry
Zeit: 20.03.2004 11:16:03
0
54702
Hallo Georg,
wichtigste Vorraussetzung um unnötiges takten zu vermeiden ist die korrekte Dimensionierung. Passen denn die 8-22kw Leistung des ecoVit zum Wärmebedarf deines Hausses?

Beschreibe doch mal das Objekt und nenne den bisherigen Jahresverbrauch.

Harry

Verfasser:
Georg
Zeit: 20.03.2004 12:18:21
0
54703
@Harry:

Gleiche Antwort wie im anderen Thread:

Falk schrieb: "Würde aber bei Altanlagen einen bodenstehenden Kessel mit großem Wasserinhalt und weiten Wasserwänden (quasi als Kessel-Schlammabscheider) bevorzugen"

Genau dieser Meinung bin ich auch. Und andere bodenstehende Kessel gibt es eben nicht, ich muß mich an das halten, was der Markt bietet.
8 bis 22 kW sind höher als der Wärmebedarf meines Hauses, doch mit einhundert (!!) Litern Wasserinhalt und Mischer läßt sich schon einiges ausgleichen, davon gehe ich (auch aus Erfahrung mit anderen Anlagen) aus.

Eine Wandtherme möchte ich nur, wenn gar nichts anderes mehr verfügbar ist. Niedrigere thermische Belastung des Wärmetauschers, weite Wasserwände, i. d. R. keine Kleinstbauteile wie bei Thermen, einfachere hydraulische Anbindung, geringerer technischer Aufwand, da keine Höchstmodulation notwendig, Robustheit und Langlebigkeit (ich vertrau diesbezüglich mal den Prospektaussagen ;-)) sprechen m. E. eindeutig für einen bodenstehenden Kessel.

Grüße
Georg

Verfasser:
Harry
Zeit: 20.03.2004 13:05:00
0
54704
Hallo Georg,

Deine Argument sind sicher richtig. Es geht aber auch um die Frage wie groß der Kompromiss in punkto Überdimensionierung ist.

Der ecoVit hat 8-22kw, keine Frage, bei 20kw Bedarf ist der sicher noch interessant, aber zB bei nur 16kw maximalen Wärmebedarf? Das wäre dann schon rund 40% überdimensioniert und der Kessel könnte mit 8kw Mindestleistung überhaupt erst unterhalb von 4° Außentemperatur ans durchlaufen denken... braucht man dann überhaupt einen modulierenden Kessel?

Ein Kessel (bzw Therme) mit guter Modulationsfähigkeit kann bei genauer Dimensionierung locker bis 10° Außentemperatur durchlaufen!

Also große Kompromisse in Punkto Dimensionierung würde ich nur zulassen, wenn es zB eine komplizierte Anlagenhydraulik erfordert und ansonsten eine Weiche unumgänglich wäre. Bei Standartanlagen mit ein oder zwei Heizkreisen würde ich an sonsten auch im Altbau eine gute Brennwerttherme (mit Spirovent Filter) bevorzugen.

Harry

Verfasser:
Georg
Zeit: 20.03.2004 14:02:57
0
54705
Hallo Harry,

..."braucht man dann überhaupt einen modulierenden Kessel?"

Was machen dann die Ölfreunde? Die wären für 100 Liter Kesselwasserinhalt in dieser kleinen Leistungsgröße oft noch mehr als dankbar und tiefer runter als 8 kW geht fast kein Ölbrenner.

Ich sehe nicht ein, die zahlreichen Vorteile eines bodenstehenden Kessels (bei wandhängendem Gerät bräuchte ich voraussichtlich auch noch ein Untergestell wegen der schwachen Wand) nur dem Modulationsoptimum zu opfern. Von Buderus gibt es einen Sonderdruck von Dipl.-Ing. Till Wodraschka über "Brennertechnologie/Modulierende Gas-Vormischbrenner auf dem Vormarsch" mit der Conclusio, dass beim Einsatz an Gas-Brennwertkesseln mit GRÖSSEREM Wasserinhalt ein Modulationsverhältnis von 1:3 als optimal angesehen werden könne.

Ich habe u. a. auch bei einem anderen Hersteller angerufen, der neben wandhängenden auch bodenstehende Kessel, aber leider nur mit Mini-Wasserinhalt, anbietet, nun, laut Aussage dieses Herrn würde von Seiten der Technik und des Wartungskomforts einiges für ihr bodenstehendes Gerät sprechen. Meine Priorität geht folglich und aus eigener Überzeugung deutlich Richtung bodenstehender Kessel, denn mir erscheinen die "Kompromisse" eines wandhängenden Gerätes viel nachteiliger als durch großen Kesselwasserinhalt und entsprechender Regelungsanpassung sowieso schon erheblich reduziertes Takten. Laut Vaillant-Prospekt sollen zudem durch die Temperaturschichtung im Wärmetauscher noch zusätzliche "dynamische" Kondensationseffekte erreicht werden.

Ich finde Dein Engagement in diesem Forum sehr beachtlich und lobenswert. Nur in diesem Fall kann ich mich Deiner Ansicht als "Modulations-Harry" ;-) nicht ganz anschließen.

@alle:
Hat jemand praktische Erfahrungen mit den ecoVIT-Geräten?

Grüße
Georg

Verfasser:
Glatteis
Zeit: 20.03.2004 14:44:41
0
54706
Servus,
wir haben schon ca.25 Geräte eingebaut, und da gibt es keinerlei Probleme. Ganz anders wie bei anderen Herstellern(Elco Klöckner Ultron, Viessmann Wandhängend usw.).Habe nur die besten Erfahrungen gemacht. Lediglich die vordere Klappe zum Öffnen ist ein bisschen lausig. Außerdem solltest du gleich am Gerätevorlauf einen Spirovent anbringen, da das Gerät nur im Inneren eine kleine Entlüftung hat.
Außerdem brauchst du beim Einsatz eines Reglers 410 für die Zirkulationspumpe ein Multifunktionsmodul um diese Steuern zu können. Beim 420er Regler entfällt dieses.

Verfasser:
Harry
Zeit: 20.03.2004 16:29:53
0
54707
Hallo Georg,

wie ich oben schon sagte, volle Zustimmung so ein bodenstehender Kessel mit viel Kesselwasserinhalt hat unbestritten Vorzüge.

Ich rate nur davon ab, so einen Kessel um "jeden Preis" einzubauen. Ab irgendeinen Punkt werden die Nachteile die Vorzüge aufheben.

Sag doch einmal um wieviel Du mit dem ecoVit überdimensionieren musst.

Harry

Verfasser:
Georg
Zeit: 20.03.2004 17:22:13
0
54708
@Harry:

Die Überdimensionierung beträgt, wie von Dir schon richtig geschätzt, rund 40 Prozent. Allerdings möchte ich auch eine komfortable (schnelle) WW-Bereitung und keinen (zu) großen Speicher, dessen Wasser sich nur gut einmal pro Woche umschlagen würde (derzeit wenige Personen, später womöglich deutlich mehr).

Nichtsdestotrotz wird der ecoVIT mit Mischer voraussichtlich weitaus besser laufen als ein andere, ältere Brennwertheizung aus unserem Bestand, denn hier müssen sich ca. 37 kW Mindestleistung exakt 85 Liter Kesselwasserinhalt teilen, beim ecoVit stehen für 8 kW jedoch 100 Liter Kesselwasser zur Verfügung. Das sind schon ganz andere Welten.

Eine Wandtherme kommt für mich auch deswegen nicht in Frage, weil ich den Herstellern signalisieren möchte, dass es für bodenstehende Gasbrennwertgeräte MIT großem Wasserinhalt im kleineren Gebäudebereich weiterhin einen Markt gibt und nicht nur *billig* zählt. Vielleicht sieht sich dann doch der eine oder andere Hersteller bemüßigt, noch Geld in die Weiterentwicklung zu investieren. Vielleicht findet man Lösungen zu tieferen Modulationsbereichen, *ohne* das Argument *Robustheit* zu verlieren - damit wäre auch Deiner ja nicht aus der Luft gegriffenen Argumentation gedient. Zudem vertritt auch einer unserer Heizungsbauer - sowohl aus eigener leidvoller als auch aus Kundenerfahrung -, dass bodenstehende Geräte i. d. R. besser seien.

Wenn die Bodenstehenden mit großem Wasserinhalt keiner mehr kauft, verschwindet eine Technik mit in meinen Augen großen Vorteilen. Bei einem Mikrochip sehe ich ja noch ein, dass Miniatur Vorteile bringt, nur mein Heizkeller ist groooooß und freut sich über jeden neuen Freund, der auch "Größe" mit zahlreichen technischen und praktischen Vorzügen zeigt. Es ist m. E. falsch, alles an die Wand zu klatschen, wenn ausreichend Platz vorhanden ist. Und Lambda 1,03, wie von Falk geschrieben, verheißt viel Freude für Kondensationsfreunde.

@ Glatteis:
Danke, das hört sich ja gut an. Freut mich, dass ich anscheinend keine "Fehlkonstruktion" ins Auge gefaßt habe, denn als Laie kann ich die Werthaltigkeit farbiger Prospekte natürlich nur eingeschränkt beurteilen. ;-)

Wenn ecoVIT, dann sowieso nur die 420er-Regelung, da ich meinen
einzigen Heizkörper-Heizkreis mit Mischer betreiben möchte, um die 100 Liter Kesselwasserinhalt als "Kleinpuffer" sinnvoll nutzen zu können. Oder spricht hier etwas dagegen? Kannst Du mir sagen, ob die Brennerhysterese und die Mischerhysterese frei bestimmbar sind, um auch hierüber noch die Taktzahlen zu verringern?

Hast Du sonst noch irgendwelche Empfehlungen, da Vaillant nicht zu den Hausmarken meines Heizungsbauers gehört, und ich hier erst noch etwas
Überzeugungsarbeit leisten und sich mein Heizungsbauer dann auch erst einarbeiten muß, wozu er prinzipiell bereit ist (der Kunde entscheidet)?

Grüße
Georg

Verfasser:
Glatteis
Zeit: 20.03.2004 18:29:56
0
54709
Mit Mischer, dann hast Du natürlich den Mercedes.
Die Hysterese ist bestimmt veränderbar. Kann ich Dir auswendig im Moment nicht sagen. Mischer und Motor würde ich aber von Centra nehmen. Der Mischer von Vaillant stammt auch von Centra ist nur grün. Der Motor von Vaillant ist ein bisschen lausig und verwirrend. Da dreht sich das Küken um 90 Grad und der Motor um fast 360 Grad. Außerdem hat der Motor eine Übesetzung, sodaß sich die Mischerwelle nach links dreht, das Rad am Motor aber nach rechts. Centra Motor ohne Probleme kompatibel. Sollte aber ein 3- Wege Mischer sein, da Dir der 4-Wege Mischer die Rücklauftemperatur anhebt, und die Kondensation veringert. Außerdem schließen die 4-Wege Mischer ziemlich dicht ab. Wenn dieser dann ganz zumacht, hast du kein Ausdehnungsgefäß im Heizkreis, das Wasservolumen nimmt ab, und an den Heizkörperventilen wird Luft mit eingesaugt. Das kannst du dann nur unterbinden, indem man eine dünne Leitung vom Heizkreisrücklauf über dem Mischer an die Leitung vom AG zieht.

Verfasser:
Harry
Zeit: 20.03.2004 21:43:52
0
54710
Hallo Georg,

die 100 Liter Kesselwasser sorgen in Verbindung mit dem Mischer sicher für ein befriedigendes Laufverhalten mit wenig takten. Aber Du kurierst damit in der Hauptsache ein Problem, welches bei korrekter Dimensionierung des Kessels von vorne herein vermeidbar wäre.

Ferner bringen die 100 Liter Kesselwasser auch Nachteile: zb wenn am Abend die Heizung in die Nachtabsenkung geht, dann bleiben 100 Liter warmes Kesselwasser quasi übrig. UU schaltet die Umwälzpumpe ab und die Menge beheiztes Wasser bleibt im Kessel zurück und kühlt bis zum nächsten Morgen ab.

Noch deulticher dürften die Verluste bei der Warmwasserbereitung im Sommerbetrieb sein: für jedesmal Speicher beheizen müssen auch 100 Liter Kesselwasser auf Temperatur gebracht werden. Am Ende des Heizvorgangs hast Du den WarmwasserSpeicher mit zb 160 Litern Ihnhalt auf Temperatur gebracht aber die mindestens ebenso warmen 160 Liter Kesselwasser verbleiben ungenutzt im Kessel zurück... also nicht nur Vorteile.

In wie weit ein bodenstehender Kessel haltbarer ist als eine optimal mit Filter angeschlossene Wandtherme vermag ich nicht zu beurteilen. Vielleicht können da die Fachleute etwas dazu sagen...

Harry

Harry


Verfasser:
Georg
Zeit: 20.03.2004 22:14:46
0
54711
@Harry:

Du sprichst die einzige Frage an, die bei mir noch gewisse Restbedenken übrig läßt, die sommerliche WW-Bereitung. Da der WW-Rücklauf relativ hoch im Wärmetauscher liegt und der ecoVIT-Prospekt von einer Temperaturschichtung spricht, müssen m. E. nicht die kompletten 100 Liter auf volle Ladetemperatur gebracht werden. Beim WW-Speicher VIH K 150 ersehe ich im Prospekt einen Bereitschaftsenergieverbrauch von 1,2 kWh/24 h, was nach meiner Hochrechnung knapp 45 m³ Gas im Jahr entspräche, ich gehe davon aus, dass der Heizkessel selbst über eine ebenso gute Dämmung verfügt. Und wie oben bereits gesagt, durch die Temperaturschichtung (unten kurz vor der Verabschiedung des Rauchgases ist es küüüüühl) im Wärmetauscher kann ich voraussichtlich von einer höheren "dynamischen" Kondensation ausgehen als bei einem Wandgerät, so zumindest mein laienhaftes Verständnis gemäß der Vaillant-Beschreibung im Prospekt und auf der Internetseite.

@Glatteis:
Danke für Deine Antwort. Bitte korrigiere auch Du mich, falls meine obigen Annahmen falsch sind.

Grüße
Georg


Verfasser:
Harry
Zeit: 21.03.2004 01:02:20
0
54712
...Dann nimm doch wenigstens einen 200 Liter Wasserspeicher dazu, das reduziert die Anzahl der Ladevorgänge!

Ich selbst habe mich übrigens für meinen "kleinen" Warmwasserbedarf (2-3 Personen), auch für einen 200 Liter Speicher entschieden, und mein Plan ging bislang auf: ich komme fast immer mit einer einzigen täglichen Speicherladung am frühen Morgen aus.

Ich denke dass ein HeizKessel prinzipiel die Temperatur nicht ähnlich gut wie ein Wasserspeicher halten kann. Ein Kessel besitzt ja zum Feuerraum hin einen effizienten Wärmetauscher, der während der Betriebspausen dem Kessel auch die Wärme wieder entziehen kann...

Harry

Verfasser:
Glatteis
Zeit: 21.03.2004 07:09:24
0
54713
Morgen Jungs,
Erstens ist Abgasweg zu, da ein Gebläse montiert ist. Zum Zweitenbefindet sich der Abgasanschluß im Kessel ganz unten, wo es sowieso kalt ist. Zum Dritten ist der Kessel prima gedämmt. Zum Vierten kann der Harry nicht erst die Abkühlungsverluste bemängeln, dann aber einen größeren Speicher vorschlagen. Der ha nämlich auch eine größere Oberfläche. Außerdem sind die 100 Liter Kesselwasser abends auch bald verbraucht, den die Pumpe läuft weiter bis die Außentemperatur über Deinen eingestellten Nachtwert steigt.

Verfasser:
Harry
Zeit: 21.03.2004 14:50:03
0
54714
@Glatteis:
Ich kenne den ecoVit nur aus dem "KundenDummHalteBlatt", aber ganz allgemein würde ich sagen:

Zum Ersten: ein Gebläse ist kein Verschluss.
Zum Zweiten: ein Brennraum hat idR zwei Anschlüsse, nämlich Zuluft und Abgas. Auch beim ecoVit werden Stillstandsverluste durch Luftzirkulation aus dem Brennraum auftreten, es sei denn er hätte dort einen luftdichten Verschluss innerhalb des isolierten Bereichs.
Zum Dritten: "prima Dämmung" ist bei der großen Oberfläche eines heißen "Behälters" mit über hundert Litern Inhalt wohl selbstverständlich.
Zum Vierten: Natürlich hat ein Warmwasserspeicher mit 200 Liter etwas größere Bereitschaftsverluste als ein 160er, aber betrachte doch einmal die Warmwasserbereitung im Sommer: nach jeden Aufheizen des Warmwasserspeichers verbleiben 100 Liter erwärmtes Kesselwasser ungenutzt zurück. Da ist es doch wirtschaftlicher 200 Liter Warmwasser mit 100 Liter "Verlust" zu erzeugen, als nur 160 Liter. Wenn Georg (im Sommer) bei identischer Warmwasserentnahme mit einmal weniger Speicherladen auskommt, dann spart er die Erwärmung von 100 Liter Kesselwasser. (Bei 300 Liter Speicherinhalt wäre das Verhältnis nochmals besser...)

@Glatteis und Georg:
Der ecoVit bietet sicher ein sehr interessantes Konzept mit vielen Vorteilen, besondere wenn damit eine hydraulische Weiche vermieden werden kann. Es gibt aber eben auch prinzipbedingte Nachteile, die bei Überdimensionierung natürlich mehr ins Gewicht fallen. Insbesondere die Warmwasserbereitung im Sommer, besonders in Verbindung mit relativ kleinem Speicher erfolgt mE mit mangelhafter Effizienz.

Bei korrekter Dimensionierung (Mehrfamilienhaus mit 22kw Wärmebedarf, entsprechend großer Warmwasserspeicher, DreiWegemischer) ist der ecoVit wahrscheinlich ein tolles und effizientes Gerät, aber bei Georg mit höchstens 16 kw Bedarf und 160 Liter Speicher???

Der Normnutzungsgrad hilft hier bei den Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen übrigens nicht weiter, denn dieser berücksichtigt erstens überhaupt keine Warmwasserbereitung und setzt zweitens die exakte Dimensionierung nach DIN voraus.

Grüße
Harry

Verfasser:
Georg
Zeit: 21.03.2004 22:59:56
0
54715
@Harry:

Danke für Deine Antwort.
Und was macht ein Ölanlagenbesitzer, z. B. Vitola 200 mit 18 kW, 70 Liter Kesselwasserinhalt und ohne Modulation, der hängt sich auch nicht auf, oder? ;-)

Vom Konstruktionsprinzip der Schichtung des Kesselwassers arbeitet der ecoVIT m. E. im Vergleich auch immer Sommer durchaus effizient, da machen 30 Liter mehr Kesselwasserinhalt nicht den großen Unterschied. Übrigens, der von mir angegebene WW-Speicher hat 150 Liter Inhalt. Mein bisheriger WW-Speicher hat ca. 110 Liter und mit rund 30 kW schon mal 7 Personen versorgt, im Moment aber nur zwei.

Ich habe dieses Forum ausführlich studiert, im Internet bei verschiedenen Herstellern nachgesehen und auch mit einigen Heizungsbauern gesprochen sowie eigene Erfahrungen einbezogen, ein bodenstehendes Gerät ist m. E. die bessere Lösung.

Grüße
Georg

Verfasser:
Georg
Zeit: 21.03.2004 23:04:53
0
54716
Hat sonst noch jemand Erfahrungen/Einschätzungen mit/zu den ecoVIT-Geräten, z. b. auch negative ;-), man möchte ja sein Meinungsbild abrunden? *g*

Grüße
Georg

Verfasser:
Georg
Zeit: 22.03.2004 00:19:53
0
54717
@Glatteis:
Eine Frage hätte ich noch: Welcher Brenner ist im Gerät eingebaut und wie *robust* ist er tatsächlich?

Grüße
Georg

Verfasser:
Harry
Zeit: 22.03.2004 09:30:28
0
54718
Hallo Gerorg,
der "Ölanlagenbesitzer, z. B. Vitola 200 mit 18 kW, 70 Liter Kesselwasserinhalt und ohne Modulation" hängt sich deswegen nicht auf, weil er ein Übel wählen MUSS. Takten ODER viel Kesselwasser.

Der Gasanlagenbesitzer hat es besser, der hat drei Möglichkeiten: Takten ODER viel Kesselwasser ODER optimaler Modulationsbereich.

Aber auch die 70 Liter Kesselwasser eines Vitola sind bei Öl zum Ausnahmefall geworden. Viele Handwerker und Hersteller haben es gerne ein bischen leichter, die neueren Entwicklungen sind nämlich durchwegs mit weniger Kesselwasser. ME ist die Warmwasserbereitung (Sommer) mit 70 Litern Kesselwasser bei Öl nur das kleinere Übel, weil damit im Winter trotz einstufigen Brenner das takten reduziert werden kann.

Da fällt mir noch etwas ein:
Schau doch mal bei " www.capito-gmbh.de " rein.
Die haben einen handwerklich solide verarbeiteten Brennwertkessel mit integrierten 300 Liter Pufferspeicher und Warmwasserbereitung im Durchlaufprinzip. Der Kessel kann wahlweise mit Öl oder Gasbrenner ausgestattet werden...

Viel Erfolg,
Harry

Verfasser:
Harry
Zeit: 22.03.2004 12:20:01
0
54719
Hallo Georg,

eine Empfehlung habe ich noch:
http://www.froeling.de/produkte/trinkwasserspeicher/primacell_clean/index.htm

Der Froeling Warmwasserspeicher "Prima Cell Clean", wäre mE für Deinen Fall die optimale Ergänzung des ecoVit: viel Wärmevolumen (>weniger Ladevorgänge), brennwertgerechte Rücklauftemperatur, geringer Trinkwasserinhalt.

Betrachte mal die Schnittzeichnung!

Harry

Verfasser:
Georg
Zeit: 22.03.2004 13:09:19
0
54720
@Harry:
Muß ich mir mal genauer ansehen.
Was hältst Du als "Kesselwasserbedenkenträger" dann vom Viessmann Vitocrossal 300 mit 3-Wege-Mischer, hat immerhin "nur" 51 Liter Kesselwasserinhalt, wenn man es schon mit so jemanden wie mir zu tun hat, der einen bodenstehenden Kessel möchte. ;-)

Grüße
Georg

Verfasser:
Harry
Zeit: 22.03.2004 14:25:31
0
54721
Hallo Georg,
Vitocrossal ist sicher (auch) ein sehr hochwertiges Gerät.

Verstehe mich bitte nicht falsch, ich bin eigentlich kein "Kesselwasserbedenkenträger" sondern viel mehr ein "Antiüberdimensionierungsfanatiker". ;-)

In Verbindung mit einem "normalen" 160 Liter Speicher wären mir persönlich die 50 Liter vom Vitocrossal sampathischer. Allerdings hat auch dieser mit 8-24kw zu viel Leistung für Deinen Bedarf von (wahrscheinlich?) 16kw.

Unter Berüksichtigung Deiner Vorliebe für bodenstehende Kessel würde ich Dir also empfehlen (immer mit Mischer):
1. EcoVit, nur mit mindestens 200 Liter Speicher, idealerweise mit Froeling "Prima Cell Clean" (115 L Trinkwasser, 240 Gesamt)!
2. Vitocrossal, mind. 160 L normaler Speicher oder besser wie oben
3. Capito Brennwertkessel (=300 Liter Puffer mit Trinkwasserschlange)

Jetzt kommt dann das nächste Problem auf Dich zu, nämlich einen Handwerker finden der die Heizung nach Deinen Wünschen baut und Dir nicht eine Standart Lösung einreden will...

Harry

Verfasser:
Frank Körfer
Zeit: 22.03.2004 22:02:56
0
54722
Mal ne blöde Frage :

Die 100 Liter Wasserinhalt beziehen sich m.E. doch auf den trinkwasserspeicher, ansonsten ist der Ecovit doch ein umgebautes Wandgerät oder ????

Verfasser:
Frank Körfer
Zeit: 22.03.2004 22:04:26
0
54723
Ne blöde Frage von einem buderus Freak :

Die 100 Liter Inhalt beziehen sich beim EcoVit doch auf den Inhalt des Trinkwasserspeichrs oder ? Ansonsten ist das doch von den Innereien her ähnlich ner Wandkiste.

Verfasser:
Georg
Zeit: 23.03.2004 00:49:13
0
54724
@Frank:

100 Liter Kesselwasserinhalt

Grüße
Georg

Verfasser:
Harry
Zeit: 23.03.2004 10:21:13
0
54725
@Frank Körfer:
Der ecoVit ist kein "umgebautetes Wandgerät".

Vereinfacht gesagt ist es wohl ein gut isolierte 100 Liter Wasserbehälter, mit Brennraum und Edelstahlheizschlange im inneren. Durch die Heizsschlange wird das Abgas nach unten (durch den kältesten Teil) abgeführt. Das Heizwasser für Heizkreis und Speicherladekreis wird an unterschiedlichen Stellen aus dem 100 Liter Behälter entnommen und zurückgeführt.

Auf der Seite von Vaillant.de gibt es ein PDF mit ein paar Bildchen zum Download.

Harry

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Erfahrungen mit Vaillant ecoVIT
Verfasser:
Harry
Zeit: 23.03.2004 10:21:13
0
54725
@Frank Körfer:
Der ecoVit ist kein "umgebautetes Wandgerät".

Vereinfacht gesagt ist es wohl ein gut isolierte 100 Liter Wasserbehälter, mit Brennraum und Edelstahlheizschlange im inneren. Durch die Heizsschlange wird das Abgas nach unten (durch den kältesten Teil) abgeführt. Das Heizwasser für Heizkreis und Speicherladekreis wird an unterschiedlichen Stellen aus dem 100 Liter Behälter entnommen und zurückgeführt.

Auf der Seite von Vaillant.de gibt es ein PDF mit ein paar Bildchen zum Download.

Harry
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