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Chloridgehalt öffentliche Wasserleitung
Verfasser:
Hannes/esbg
Zeit: 20.03.2004 15:20:11
0
54770
Habe folgendes Problem
Voriges Jahr im Juni bei Kunden Heizkessel erneuert gegen Brennwertgerät MAN EC 31/36 HS sowie Anlage (Fußbodenheizung mit PEX Rohren) sehr gründlich mit Spülkompressor gespült und anschließend mit Leitungswasser aus öffentlicher Wasserversorgung mit ca 26 - 28° dH gefüllt.
Nach 8 Monaten Anruf vom Kunden "Wasserverlust an Anlage, muß 1 x pro Woche nachfüllen" bei genauer Überprüfung alle Komponenten stellte sich heraus dass der Wärmetauscher des Brennwertgerätes undicht war (so etwa 1 Tropfen pro sec.).
Bei der Erneuerung des defekten WT wurde sowohl vom Heizsystem als auch vom Speisewasser eine Wasserprobe gezogen und chem. Untersucht, das Ergebnis hat mich vom Stockerl geschmissen, denn das Rohwasser weist lt Untersuchungsbericht einen Chloridgehalt von 60,2 mg/l auf im Heizungswasser waren es dann 79,5 mg/l.
In einem beim Wasserversorger angeforderten Prüfbericht sind 62 mg/l angeführt und untenstehend der Satz "Bei Metallrohren ist mit einer erhöhten Korrosion zu rechnen"
Meine Frage lautet nun " Wieviel Chlorid darf ein öffentlicher Wasserversorger in seinem Produkt haben" und ist es nun schon nötig vor einem Anbot über eine Gerätesanierung ein Wassergutachten (auf eigene Kosten) einzuholen um nicht über Garantieleistungen auf die Nase zu fallen!
Der Gerätehersteller gibt einen maximalen Grenzwert von 30 mg/l vor und steigt natürlich aus der Garantie aus.
Ein etwas Ratloser
Hannes / esbg


Verfasser:
Julius
Zeit: 20.03.2004 15:29:06
0
54771
Moin Hannes,

der Grenzwert der Chloride im Trinkwasser liegt bei 250 mg/l.

Bis denndann
Julius

Verfasser:
oekoluefter
Zeit: 20.03.2004 15:39:10
0
54772
Hallo Hannes,

gegoogelt. Da steht etwas zu lesen von max 0.3mg (Milligramm) je ltr. und max 50 Mikrogram je ltr. gebundene Chloride im Trinkwasser erlaubt, am Zapfhahn.

Was wurde gemessen: Mikrogramm oder Milligram?

Wenns Milligramm waren, ist der Wasserlieferant dran, falls er nicht eine Lizenz zum Töten von unserem fürsorglichen Staat bekommen hat.

Oleg Stolz
www.oekoluefter.de

Verfasser:
Fuggo
Zeit: 20.03.2004 15:55:47
0
54773
In D wie Julius richtig schrieb, liegt der Grenwert lt. TrinkWV bei 250mg/l, aber in Ö ?????

...chlorierd mich, wenn ich mich irre...

So long

Fuggo

Verfasser:
oekoluefter
Zeit: 20.03.2004 16:11:04
0
54774
Achtung, aufpassen!!!!

Verwechslungsgefahr bei der Bezeichnung mg/ltr. Ich kann mir nicht vorstellen, daß man in 1m³ Wasser 1/4 ltr Chlor reinschütten darf und auch muß. Wenn man sich mit solch einem Wasser die Badewanne füllt, ist man während des Füllvorganges vom Zusehen bereits tot!

Wieviel Kilo Bakterien sollen den damit im Trinkwasser gekillt werden?

Oleg Stolz
www.oekoluefter.de

Verfasser:
Otto Lüthy
Zeit: 20.03.2004 17:34:20
0
54775
Noch ein kleiner Hinweis.
Chlor und Chlorid ist nicht das selbe.
250mg/l ist richtig. Bei den Bemerkungen steht dazu noch:
Das Wasser sollte nicht korrosiv sein

Mit freundlichen Grüssen
Otto

Verfasser:
oekoluefter
Zeit: 20.03.2004 17:46:27
0
54776
Zitat:

"Nach dieser "Liste der Aufbereitungsstoffe und Desinfektionsverfahren gemäß § 11 Trinkwasserverordnung" beträgt die erlaubte maximale Konzentration von freiem Chlor im Trinkwasser 0,3 mg pro Liter. Da sich Chlor mit diversen im Trinkwasser befindlichen Substanzen, vor allem zu Trichlormethanen, verbindet, ist für diese gebundenen Chloride ebenfalls ein Grenzwert festgelegt worden. Er beträgt, am Wasserhahn des Verbrauchers gemessen, 50 µg pro Liter Wasser."

Quelle:
http://www.m-ww.de/gesund_leben/ernaehrung/mineral_spuren/chlor.html

Verfasser:
Hannes/esbg
Zeit: 20.03.2004 20:38:17
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54777
@ oekoluefter & otto Lüthy
Im Messprotokoll von Thermochema ist eindeutig von "mg/l" die Rede das sind Milligramm/Liter oder?
Offensichtlich sollte man aus Sicherheitsgründen doch eine umfassende Wasseranalyse vom Leitungswasser (Anlagenfüllwasser) am Standort des Kunden vornehmen BEVOR man Ihm ein Umbauangebot unterbreitet, wie man aus obigen Tatsachen ersehen kann.
Interessant zu wissen wäre welche "Chloride" im Wasser sind, Magnesiumchlorid, Kaliumchlorid, Eisentrichlorid, Ammoniumchlorid ...... etc. dies sind nur einige welche mir gerade so einfallen.
Welche sind die besonders aggressiven für austhenitische Edelstähle???

Vielleicht sollte man das Wasser zum Anlagenfüllen in der Drogerie mit "Reinheitszertifikat" kaufen!!

MfG Hannes / esbg

Verfasser:
paul
Zeit: 20.03.2004 21:37:08
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54778
@Oleg
In meinen Grünbeck-Unterlagen finde ich auch 250mg/l Chlorid Cl als Grenzwert für Trinkwasser und 0,3mg/l für Chlor Cl2. (max.0,3g/m³)

H@nnes
Die Wasseranforderungen müsste der Hersteller in seine Planungsanleitung schreiben. Bei diesen Anforderung sollte der gleich eine Wasseraufbereitung mitliefern.

Die 26-28°dH erscheinen mir eher die Ursache zu sein. (Kesselstein = Calcium- bzw. Magnesiumcarbonat) Durch die geringe Wärmeleitfähigkeit von Calciumcarbonat kommt es zu lokaler Überhitzung, Siedeverzügen und Materialschäden...

Laienmeinung

Verfasser:
oekoluefter
Zeit: 20.03.2004 22:27:50
0
54779
Habe noch einen Link gefunden, wo tatsächlich auch 250mg/ltr Chloride genannt werden (und die 0.3mg/ltr Chlor). Auch alle anderen Stoffe und Anforderungen werden da genannt.

http://www.luebeck.de/natur_umwelt/trinkwasser/

Verfasser:
oekoluefter
Zeit: 20.03.2004 22:32:25
0
54780
Von früher her weiß ich noch, daß wir bei Kraftwerkskondensatoren extreme Schwierigkeiten mit dem Rheinwasser wegen der Chloride hatten. Kaum ein Material hielt dem stand. Hastelloy und Titan wurden dafür vorgesehen.

Verfasser:
Otto Lüthy
Zeit: 21.03.2004 00:00:17
0
54781
@Hannes/esbg
Ich bin der Meinung, das man als Installateur die Analysen des Wassers
kennt, mit dem man es auf der Arbeit zu tun hat.

Ohne irgendwo nachzusehen, verstehe ich unter dem Begriff Chloride
die Gesamtheit aller Chloride die sich im Wasser befinden, sonst wäre doch
der Grenzwert nicht so hoch.

Mit freundlichen Grüssen
Otto

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