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neue Viessmann Vitodens 333 Typ WR3C für hartes Wasser
Verfasser:
Markus R.
Zeit: 29.03.2007 21:48:40
0
598008
Kurze Situationsbeschreibung:
Reihenmittelhaus, Neubau 2005, Landkreis München: Wasserhärte 17,3 dH
Wohnfläche: 145 m²
Fußbodenheizung im Erdgeschoß und im Badezimmer des 1. Stocks, Rest: Heizkörper: 2 getrennte Heizkreisläufe
Der Dachboden ist ausgebaut inkl. einem Badezimmer, wir bewohnt und wird ebenso wie ein Raum im Keller beheizt.
Heizzeiten: morgens 2 Stunden, Abends 3 Stunden
Gasverbrauch im letzten Jahr: ca. 1.000 m3
Eingebaut wurde die kleine Vitodens 333.
Bei uns und den weiteren 9 Nachbarn kam es seit Einzug immer wieder zu Heizungsausfällen aufgrund Verkalkung. Nach 1 Jahr Kampf hat sich Viessmann endlich bereit erklärt, die Heizungsanlage zu tauschen und es bietet sich die neue Vitodens 333 Typ WR3C an, die bald auf den Markt kommt.

Daten der Vitodens 333 Typ WR3C:
Leistung: 5,2 bis 26 kW
Norm-Nutzungsgrad: bis 98% (Hs) / 109% (Hi) (was auch immer das bedeutet)
Text: Neu ist Typ WR3C mit integriertem 130 Liter Rohrwendelspeicher speziell für Gebiete mit hartem Wasser. Die Rohrwendel mit ihren glatten Oberflächen sind unempfindlich gegen Kalkablagerungen.
Vorteile auf einen Blick:
- erweiterter Modulationsbereich von 1:4 auf 1:5; geringe Takthäufigkeit auch bei niedriger Wärmeabnahme
- Inox-Radial-Edelstahlwäremtauscher
- MatrixX-Gasbrenner
- Lambda Pro Control Verbrennungsregelung

Nachzulesen unter
http://www.viessmann.de
ISH 2007
Neuheiten 2007: S. 22 und 23

Da es sich um einen Austausch von Viesmann handelt, wird die neue Anlage zwangsweise wieder eine Viessmann sein müssen.

Nun meine Fragen:
Sind 130 Liter Warmwasserspeicher nicht etwas zu wenig für einen 4 Personen Haushalt (3 Erwachsene + 1 Kind)? Oder sind die Heizungsanlagen mittlerweile so effizient, dass nach einem heissen Vollbad auch noch ein langes Duschen möglich ist?

In diesem Forum habe ich gelernt, dass es bei der heutigen Isolierung von Häusern mehr auf die Mindestleitung ankommt, um keine "Kuhschwanzheizung" zu bekommen. Sind da 5,2 kW nicht etwas zu viel? Andererseits ist im Text von einer niedrigen Takthäufigkeit die Rede. Wodrauf könnte diese Aussage beruhen? Modulationsbereich 1:5 statt 1:4. Was bedeutet das genau?

Wenn die WR3C eher nicht geeignet wäre, was wäre dann eine geeignete Heizungsanlage von Viessmann? Die Vitodens 300 mit 200 Liter Warmwasserspeicher?

Für Antworten wäre ich dankbar!

Verfasser:
Rohl
Zeit: 30.03.2007 16:44:17
0
598384
Hallo Markus,

Der Minleistung des neuen Kessels wird zu hoch sein für Dein Gebäude. Eine kleinere MInleistung wäre für einen kontinuierlichen Heizbetrieb besser.

Die maximale Leistung von 26 KW benötigst Du nur für eine komfortabele Warmwasserbereitung.
Dein alter Kessel hatte nur einen 87l Warmwasserspeicher. Mit den 130 Litern bist Du ausreichend bedient. Die Sorge, dass Du kaltes Wasser nach dem Duschen hast, ist unbegründet, da der Kessel über 26kW verfügt.

Den Modulationsbereich von 1:5 kannst Du vergessen bei Deiner Hausgröße und Deinem Gasverbrauch.
Die 26 kW brauchst Du niemals im Heizbetrieb.

Die Minleistung ist bei allen Viessmann-Heizkesseln bei etwa 4-5 KW. Ich glaube auch die Vitodens 300 bekommst Du nur mit 4,2 KW Minleistung. Ein anderer Hersteller (Buderus, Elco, Brötje) wäre hier besser.

Wenn Du nur die Wahl mit Viessmann hast, nehme eine Vitodens 300 mit 200l Warmwasserspeicher.

Gruß Rohl

Verfasser:
HarryT :-)
Zeit: 30.03.2007 18:39:43
0
598453
... einfach alles nur widersinnig.

1. Behaupten die Verkäufer der Thermen mit Schichtladespeicher doch immer dass hartes Wasser keine Probleme bereitet (da gab es schon einige Diskusionen bzgl Geräten wie Wolf CGW und Junkers Cerasmart ...) und nun kapituliert Viessmann und nicmmt das Gerät zurück ???

2. Ein 2005er Reihenhaus nach deutschen Recht (ENEV usw) wird im Winter maximal um die 40W/m² an Heizleistung benötigen, bei 145m² also rund 6kw als Maximallast. Da es die überwiegende Zeit der Heizperiode aber wärmer ist, werden meist nur 0-60% dieses Werts vom Haus an Leistung abgenommen, das sind dann also Leistungen im Bereich von 0-3,6kw.
Und jetzt vergleiche diese 0-3,6kw mal mit den Modulationsbereichen !!!

3. Der 130 Liter Rohrwendelspeicher der angedachten "Vitodens 333 Typ WR3C" (Leistung: 5,2 bis 26 kW) wird es gerade mal auf ca 1 m² Wärmetauscherfläche bringen. Dieser Wärmetauscher dürfte dann in der Praxis eigentlich immer zu klein sein um die (vermeintlich hilfreichen) 26kw Spitzenleistung jemals in den Speicher übertragen zu können
Also ist diese "neue" 333 mE generell eine schlechte Lösung, denn sie vereint die Nachteile des eingeschränkten Modualationsbereichs (untere Grenze 5,2kw !!!) ohne die hohe Leistung in eine überdurchschnittliche Warmwasserleistung umsetzen zu können.

4. Ausreichend Warmwasser für vier Personen wird das Teil wahrscheinlich schaffen, aber dazu sind dann sicher unsinnig hohe (nicht brennwerttaugliche) Kesseltemperaturen erforderlich damit der kleine Wärmetauscher eines 130 Liter RohrwedelSpeichers genügend Nachschub an Warmwasser schafft.

5. Verkorkste Situation: nach meiner Meinung hat der Hersteller Viessmann für ein 6kw Reihenhaus schlicht keine gut passende Gastherme im Programm. Bei 6kw Maximallast würde ich immer zuerst eine 0,9-9kw Therme empfehlen oder allenfalls noch eines der weit verbreiteten 3-15kw Geräte.

6. Wenns unbedingt Viessmann sein soll, dann würde ich für so ein Reihenhaus nur die schwächste(!) Vitodens 300 (4,2-13kw) empfehlen und dann mit einem nebenstehenden 150 oder 200 Liter Standspeicher kombinieren.

Harry

Verfasser:
kathrin
Zeit: 30.03.2007 23:39:45
0
598625
@Markus R.

Bei uns und den weiteren 9 Nachbarn kam es seit Einzug immer wieder zu Heizungsausfällen aufgrund Verkalkung.

Mit was wurde die Heizungsanlage befüllt, normales Leitungswasser oder enthärtet? Die Wasserhärte von 17,3 dH liegt eigentlich noch unter der Grenze von 20 ° dH, ab welcher laut (meiner) Serviceanleitung das Wasser enthärtet werden muss. Was steht in deiner (zu finden unter "Heizungsanlage füllen")?

Dazu folgende Ergänzung: Bei mir (habe die kleinste Vitodens 300) musste die Anlage Ende Jahr neu befüllt werden. Ich fragte, ob bei uns trotz des recht harten Wassers (rund 14 ° dH) mit normalem Leitungswasser befüllt werden könne (wurde bei der Erstbefüllung so gemacht). Da murmelte der KD etwas von "neuerdings sowieso vorgeschrieben wegen der Garantie" und marschierte mit einem flaschenähnlichen Gerät zur Enthärtung an. Das normale Leitungswasser ging von der Zapfstelle durch die "Flasche" und dann in den Heizkreislauf, Befüllen dauert etwas länger, aber das ist ja sowieso nur gut.

Das vorgeschlagene Gerät mit einer Modulation von 5,2 bis 26 kW ist für einen Neubau von 145 m2 klar überdimensioniert, höchstwahrscheinlich ist es wohl schon die bestehende kleine Vitodens mit 4.2 - 13 kW. Hast du einmal die Anzahl Brennerstarts und die Betriebsstunden ausgelesen (mit i-Taste, dann ein paar Mal +)?

Modulationsbereich 1:5 statt 1:4. Was bedeutet das genau?
Das bezieht sich auf das Verhältnis zwischen Min. und Max. Leistung.
Die bisherige "grössere" Vitodens 300 mit einer max.Leistung von 26 kW hat ein Verhältnis von 1:4 (6.6 - 26 kW). Sofern die 26 kW tatsächlich gebraucht werden, ist die kleiner Min.Leistung des neuen Geräts also wirklich eine Verbesserung.

Du brauchst aber nie und nimmer 26 kW, siehe Beiträge der Vorredner, und deshalb ist für dich die grössere Min.leistung im Vergleich zum alten Gerät ein Nachteil.

Ganz böse Vermutung: Modulationsweltmeister Elco wirbt mit einem Modulationsverhältnis von 1:10, deshalb klingt 1:5 natürlich besser als 1:4 - obschon es eigentlich viel mehr auf die Min.Leistung ankommt, und die geht bei Viessmann nicht unter 4.2 kW, also ganz weit weg von 0.9 kW - aber mit der min.Leistung kann Viessmann eben nicht werben ;-)

geringe Takthäufigkeit auch bei niedriger Wärmeabnahme
Reine Werbung. Stimmt nur, wenn die Heizung zum Haus passt, und bei dir tut sie dies nicht, also wird die neue Heizung bei dir stärker takten als die alte (Grund: höhere Min.leistung).

Norm-Nutzungsgrad: bis 98% (Hs) / 109% (Hi) (was auch immer das bedeutet)
Je grösser der Nutzungsgrad, desto besser wird die Energie ausgenutzt. Brennwertgerät nutzen nicht nur die Verbrennungsenergie des Gases, sondern auch die Kondensationsenergie, und da immer (noch) alles auf den unteren Heizwert des Gases (reiner Energiegehalt des Energieträgers) bezogen wird, können Brennwertgeräte Nutzungsgrade über 100 % aufweisen, obwohl dies auf den ersten Blick physikalisch gar nicht möglich ist. Näheres dazu siehe
hier.
Bevor du dich zu früh freust: den obersten Wert wirst du nie erreichen, da in der Praxis die Kondensationsenergie nicht vollständig ausgenutzt werden kann und immer Verluste entstehen. Ist allemal besser als ohne Kondensation ;-)

... Habe soeben im Viessmann-Neuheiten-Prospekt nachgelesen: Da gibts auch eine neue Vitodens 333-F Typ WS3C mit 3.8 - 26 kW - DIE wäre hingegen bez. Min.Leistung sogar besser als die bestehende, obwohl die max.Leistung unnötig hoch ist (kann aber problemlos reduziert werden). Nur ist diese nicht speziell für hartes Wasser vorgesehen... Wobei: das mit dem "unempfindlich gegen Kalkablagerungen" der WR3C klingt für mich auch sehr nach Werbung, ausser da ist irgendwo noch etwas Nanobeschichtung drauf ;-)

Unter dem Strich: Wenn Viessmann, dann auf eine möglichst kleine Min.Leistung achten. Und bez. Wasserhärte vielleicht nochmals wegen Enthärtung nachfragen, vielleicht ist das Problem damit gelöst...

Noch eine Idee: Reihenmittelhaus: Könnte man ev. zwei oder mehrere Häuser mit der gleichen Heizung beheizen, dann wäre der Modulationsbereich der WR3C eher angemessen. Nur so eine Idee...

In die Speicherdiskussion mische ich mich nicht ein, habe 500 Liter mit Solar ;-)

Schönen Abend + Gruss

Kathrin

P.S. Doch noch eine Frage: Kann man eine Heizungsanlage nicht entkalken??? Wieso gleich Austausch?

Verfasser:
HarryT :-)
Zeit: 31.03.2007 00:32:03
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598642
@Kathrin:
Das Kalkproblem ensteht vermutlich beim externen (Platten?) Wärmetauscher des Ladespeichers.
Dort strömt permanent "neues" kalkhaltiges Trinkwasser durch um erwärmt zu werden. Besonders beim erwärmen fällt Kalk aus.
(das Wasser im geschlossen Heizkreislauf besitzt idR nur wenig Schadenspotential weil es nur einmal reagieren kann und danach "tot" ist)

Harry

Verfasser:
kathrin
Zeit: 31.03.2007 00:46:34
0
598644
@HarryT

Ich hatte die Eingangsbeschreibung so verstanden, dass das Problem bei der Heizungsanlage bestand, nicht eigentlich bei der WW-Bereitung. Wobei ich ehrlich gesagt auch gespannt bin, wie mein Speicher nach ein paar Jahren Solarerwärmung mit bis zu 90 Grad bez. Kalk aussieht - ich befürchte, dass die damalige Aussage des Verkäufers, kalkhaltiges Wasser sei kein Problem, auch nur eine Werbeaussage war...

(das Wasser im geschlossenen Heizkreislauf besitzt idR nur wenig Schadenspotential weil es nur einmal reagieren kann und danach "tot" ist)
Das widerspricht der neuen Vorsichtsmassnahme von Viessmann mit der Enthärtung beim Befüllen der Anlage. Irgend einen Grund wird diese schon haben.

@Markus R.
Könntest du diesen Punkt noch klären: Wo trat das Verkalkungsproblem genau auf?

Schönen Abend + Gruss

Kathrin

Verfasser:
Steffendo
Zeit: 31.03.2007 00:52:41
0
598648
Ich weiß nett was ihr macht ,...

wir bauen seit über 15 Jahren Viessmann Geräte ein .Haben Wasserhärte von 18,5 .
Habe noch keines wegen Kalk ersetzen müssen .
Welche genauen Probleme sind denn bei dir und deinen 9 Nachbarn aufgetreten ?


Steffen

Verfasser:
Markus R.
Zeit: 01.04.2007 14:26:54
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599232
Hallo Leute,

vielen Dank für die Antworten.
Anbei noch eine genauere Situationsbeschreibung:
Alle 10 Nachbarn und ich haben die Häuser über einen Bauträger gekauft. In der Baubeschreibung des Bauträgers steht „„Heizanlage als Brennwert-Gas-Heizkessel, Fabr. Viessmann Typ Vitodens 200 oder gleichwertig …“.
Ein Nachbar hat die Heizanlage im Keller und deswegen die Vitodens 200 eingebaut bekommen. Er hat bisher keinerlei Probleme mit der Heizung gehabt. Die anderen 10 Häuser haben die Heizanlage in einem separaten Raum im Dachgeschoß und deswegen die kleine Vitodens 333 eingebaut bekommen. Allerdings bin ich mittlerweile der Meinung, dass man auch eine Vitodens 200 oder 300 in diesen Dachgeschoßraum reinbekommen hätte.
Mit welchem Wasser (normales Leitungswasser oder enthärtes) die Heizungsanlage befüllt wurde weiß ich nicht, spielt wohl aber auch keine große Rolle (später mehr dazu). Ich hatte vom Thema Heizung keine Ahnung und darauf vertraut, dass da schon eine passende Heizanlage eingebaut wird.
Ja HarryT, Viessmann hat bis vor kurzem immer noch behauptet, dass die Vitodens 333 mit Plattenwärmetauscher für Wasserhärtegrade bis 20 Grad dH geeignet ist. Unser Bauträger hatte von Viessmann sogar schriftlich die Zusicherung bekommen, dass die Vitodens 333 für unsere Wasserhärte geeignet ist und in dieser Zusicherung ist auch der max. Wert 20 Grad dH genannt worden, bis zu dem die Vitodens 333 geeignet sei..
Ein Nachbar war jetzt auf der ISH in Frankfurt: Laut Beschreibung am Messestand soll die neue 333 Version zukünftig bis max. 16,8 dH° benutzt werden, für härteres Wasser ist dann die Vitodens 333 Typ WR3C gedacht. Interessant ist, dass ein Vertriebsleiter von Viessmann (Name bekannt) in einem Gespräch gesagt hat, dass die kleine 333 alt (also unsere) sogar schon ab 14 dH° nicht mehr zum Einsatz kommen soll. Viessmann wußte also von dem Problem, garantiert und garantierte aber immer noch den problemlosen Betrieb über den bekannten Wert hinaus, und zwar bisher bis 20 Grad dH und zukünftig bis 16,8 dH. Echt nett die Leute von Viessmann.
Wir haben dann über den Bauträger alle zusammen so viel Druck gemacht und alle uns bekannten Fakten präsentiert, dass Viessmann jetzt tatsächlich den geordneten Rückzug angetreten ist und uns die Auswahl der Problemlösung überlassen hat: Permanente Reparatur der Heizanalge, Einbau einer Entkalkungsanlage oder eine neue Heizanlage.
Verkalkung: Da sind wir Nachbarn schon so etwas wie Experten geworden. Heizanlagen kann man natürlich entkalken. Dies wird wohl dann auch einmal mit dem Wasserspeicher der Vitodens 200 vom Nachbarn passieren, aber wohl erst in 10 bis 20 Jahren.
Wenn ich Heizung schreibe meine ich übrigens Heizung und Warmwasseraufbereitung, da dies in der 333 in einem Gerät integriert ist.
HarryT hat den Nagel auf den Kopf getroffen. „Das Kalkproblem ensteht vermutlich beim externen (Platten?) Wärmetauscher des Ladespeichers.
Dort strömt permanent "neues" kalkhaltiges Trinkwasser durch um erwärmt zu werden. Besonders beim erwärmen fällt Kalk aus.
(das Wasser im geschlossen Heizkreislauf besitzt idR nur wenig Schadenspotential weil es nur einmal reagieren kann und danach "tot" ist)“
Genau so ist es. Wenn ich das Prinzip richtig verstanden habe, funktioniert die 333 wie ein großer Durchlauferhitzer. Entscheidend dafür ist der Plattenwärmetauscher. Der ist so effizient, dass man nur einen eingebauten Trinkwasserladespeicher von 86 Litern benötigt. Dies funktioniert z.B. in Norddeutschland wunderbar. Bei uns verkalkt der Plattenwärmetauscher permanent und führt dann zu einem Heizungsausfall. Und da dies bei einigen Nachbarn in 1,75 Jahren schon dreimal passiert ist, haben wir nun die Nase voll. Der Plattenwärmetauscher wird von Viessmann natürlich jedes Mal ausgetauscht, aber das grundsätzliche Problem bleibt ja bestehen.
Das Kupferrohr zwischen Plattenwärmetauscher und Warmwasserspeicher und der Auslauftemperatursensor waren bei mir übrigens zwar auch verkalkt und wurden vorsichtshalber ausgetauscht, führten aber nicht ursächlich zu dem Heizungsausfall.
Ein Viessmanntechniker habe ich beim Austausch des Plattenwärmetauschers ein Loch in den Bauch gefragt und der hat dann auch erklärt, dass das Wasser im geschlossenen Heizkreislauf nur am Anfang mit für das Verkalken verantwortlich ist. Wenn der Kalk da einmal raus ist, hat der Heizkreislauf tatsächlich keinen Schadenspotential mehr. Und Frischwasser nachfüllen muß ich in den Heizkreislauf nicht. Kritisch ist nur die Warmwasserzubereitung über den Plattenwärmetauscher.
Von den 10 Haushalten mit einer Vitodens 333 hatten - wie berichtet - schon 9 einen oder mehrere Heizungsausfälle wg. eines verkalkten Plattenwärmetauschers. Interessant ist ist unterschiedliche Häufigkeit. Während wir 1,5 Jahre Zeit hatten, ist bei einem Nachbarn nach der Reparatur im November die Heizung letzte Woche erneut ausgefallen. Ursächlich dafür ist die unterschiedliche Warmwassertemperatur. Während ich die Gefahr von Legionellen sehr gering einschätze und die WW-Temp. auf 52 Grad gestellt habe, hatte der Nachbar 60 Grad eingestellt. Der Nachbar hat übrigens versucht, nach dem Ausbau Luft durch den verkalkten Plattenwärmetasucher zu pusten. Dies war nicht möglich.
HarryT, danke für deine 6 Ausführungen. Dass Viessmann nicht der geeignete Hersteller von Heizanlagen für moderen wärmegedämmte Häuser ist, ist mit schon bei meinen Recherchen in den letzten Monaten aufgefallen. Leider soll es nicht ein Viessmann sein, es muß eine Viessman sein. Da Viessmann jetzt kostenlos unsere kleinen 333 gegen eine neue Heizungsanalge austauscht, werden wir uns keine anderen Hersteller wünschen können. Also geht es für uns nur noch darum, die für unsere Situation am wenigsten nicht geeignete Viessmann Heizung zu finden.

Kathrin: „speziell für hartes Wasser vorgesehen“ und „unempfindlich gegen Kalkablagerungen“ bezieht sich einzig und allein darauf, ob ein Plattenwärmetauscher vorhanden ist oder nicht. Bei der neuen WS3C gibt es keinen Plattenwärmetauscher mehr und deswegen ist sie „unempfindlich gegen Kalkablagerungen“. Unempfindlich bedeutet in dem Falle, da sie nicht dauernd wegen eines verkalkten Plattenwärmetauschers ausfällt. Kalkablagerungen wie bei jeder normalen Heizanlage wird es wohl auch bei der WS3C geben.
Das Beheizen von zwei oder mehrere Häuser geht leider nicht.

Steffendo: „wir bauen seit über 15 Jahren Viessmann Geräte ein .Haben Wasserhärte von 18,5. Habe noch keines wegen Kalk ersetzen müssen.“
Kann es sein, dass ihr keine 333 verbaut habt? Bei der 333 müßte bei der Wasserhärte von 18,5 bauartbedingt zwangsläufig irgendwann der Plattenwärmetauscher verkalkt sein und dann die Heizung ausfallen.

Noch Fragen?

Noch einmal vielen Dank für die Ausführungen! Ich werde dann als die beste der schlechten Möglichkeiten versuchen, die kleine Vitodens 300 mit einem 200 Liter Warmwasserspeicher zu bekommen.

Markus R.

Verfasser:
kathrin
Zeit: 01.04.2007 19:26:12
0
599362
@Markus R.

Vielen Dank für deine ausführliche Antwort!

Unschöne Nachrichten für Vitodens 333-Besitzer mit einer Wasserhärte über 14 ° dH, da können wir uns im Forum wohl noch auf viele entsprechende Problemanfragen gefasst machen, eine hast du ja schon gesehen...

Da es in diesem Thread eigentlich um das passende Ersatzgerät für dich ging, wäre es vielleicht gut, wenn du einen neuen Thread zur Info mit den Hauptteil deines Beitrags oben eröffnen könntest. Idealerweise bleibst du dann noch ein paar Monate im Forum und leitest als kompetente Ansprechperson alle entsprechenden Anfragen auf diesen Infothread um, was meinst du?

Ich wünsche dir jedenfalls mit dem neuen Gerät mehr Zufriedenheit als mit dem alten!

Schönen Abend + Gruss

Kathrin

Verfasser:
rspitz
Zeit: 06.06.2007 09:48:52
0
636065
Wir haben dann über den Bauträger alle zusammen so viel Druck gemacht und alle uns bekannten Fakten präsentiert, dass Viessmann jetzt tatsächlich den geordneten Rückzug angetreten ist und uns die Auswahl der Problemlösung überlassen hat: Permanente Reparatur der Heizanalge, Einbau einer Entkalkungsanlage oder eine neue Heizanlage.
___________________________________________________________________________________

Warum nehmt ihr dann nicht das Angebot "Einbau einer Entkalkungsanlage" an? Wenn das wirklich bedeutet, dass eine wirksame Entkalkung des gesamten Trinkwassers erfolgt (Ionentauscher, nicht irgendso ein Magnetfeld-Hokuspokus), dann habt ihr nicht nur kein Problem mit eurer Heizung mehr, sondern auch immer weiches Wasser.

Gruß, Richard

Verfasser:
Wolfgang Werner
Zeit: 06.06.2007 12:53:02
0
636194
Hi, Markus!

Dann achte bei der neuen Anlage auf die Warmwasserregelung. Meine Vitocontrol 100 (ohne Außentemperatur-Fühler/-führung) am Vitodens 333 muß ich auf 52°C stellen, um ausreichend warmes Wasser zum Duschen zu haben. Für ein heißes Vollbad muß ich auf 60° stellen, sonst reicht´s nicht. Ein niedrigerer Sollwert würde die Verkalkung deutlich mindern: Kalk fällt ab etwa 60°C aus, und die erreicht der interne Heizkreislauf umso eher, je höher der WW-Sollwert steht, denn der Plattenwäremtauscher braucht eine nennenswerte Temperaturdifferenz, um die Brennerleistung übertragen zu können. Aber wegen der nicht parametrierbaren Hysterese (Sollwert -12°C = Brenner ein, Sollwert -4°C = Brenner aus) wird es mir bei niedrigeren WW-Sollwert unter der Dusche manchmal ganz schön "frisch" - auch wenn ich kein ausgesprochener "Warmduscher" bin. Gegen geringere Hysterese der Regelung wehrt sich Viessmann vehement - wegen der vielen Brennerstarts, die eine geringere Hysterese bei dem kleinen 83l-Speicher verursachen würde. Also auch aus diesem Grund: Lieber 200l als 120 für den WW-Speicher.

cu

Wolfgang

Verfasser:
Mario Weimann
Zeit: 06.07.2007 14:27:36
0
654660
prospekt und daten blat.Danke

Verfasser:
rapunzel
Zeit: 05.08.2007 11:09:58
0
670027
Hi,

mein Senf dazu:
http://www.haustechnikdialog.de/forum.asp?thema=35756&headline=Grünbeck%20Winni-Mat%20VGX9%20-%20Erste%20Erfahrungen%20mit%20Entkalken%20!

geht hervorragend !

Gruß aus Hamburg

Verfasser:
Doc_Hollyday
Zeit: 16.09.2007 13:35:15
0
694649
Muss hier nur mal meinen Frust los werden.
Habe im 2. Jahr die Vitodens 333 und kriege jetzt den 5. Wärmetauscher.........
seit Jan. 2007 haben wir Wasser mit 9 °dH.
Der letzte Tauscherwechsel war Nov. 2006.
Die Vitodens wurde über Schwabenhaus mit verkauft und mich an einen Installationsbetrieb meines
Vertrauens verwiesen......schlechtesten After-Sales-Service, den ich je erlebt habe......aber das ist eine andere Geschichte........
Somit bleibe ich auf meine Kosten sitzen..............zum kot......

Verfasser:
Anton
Zeit: 28.10.2007 18:48:16
0
725793
Markus R. und Doc_Hollyday:

Was hast Du nun unternommen und wieso bleist Du auf den Kosten sitzen?

Verfasser:
WinklerC
Zeit: 11.11.2008 13:01:19
0
977003
Hallo zusammen,

unser Haus wurde 2001 fertiggestellt und bezogen
DHH 210 m2 Nutzfläche im Münchner Osten
Wasserhärte 15 -16 Grad DH.

Als Heizungsanlage wurde uns eine Vitodens 222 eingebaut.

Nach 2,5 Jahren kam praktisch erst nach vielen Litern Wasserlaufen
warmes Wasser. Es stellt sich heraus, dass der Plattenwärmetauscher ziemlich zugekalkt war, obwohl wir unsere Heizung in der Gewährleistungsfrist DIN-gemäß 1x im Jahr gewartet hatten.

Der Austausch des Plattenwärmetauschers war in dem Wartungsvertrag nicht mit eingeschlossen.

Viessmam sagt, dass die Heizung bis 20 Grad DH geeignet sei. Erst dann bräuchte man eine Wasserenthärtungsanlage.

Dies scheint mir aber nicht der Fall zu sein, denn in einem gemeinsamen Gespräch mit Generalunternehmer, Heizungsbauer und Viessmann wurde uns das Problem als ein reines Wartungsproblem dargestellt.

Nun sollen wir jährlcih zusätzlich den Plattenwärmetauscher für 115,- € netto auswechseln lassen.

Wir vertreten die Auffassung, dass es ein Planungsfeheler war uns diese Heizung einzubauen. Insofern ein vertraglicher Mangel.

Wer kann uns weiterhelfen, denn die Gewährleistung läuft nächstes Jahr aus.

Grüße

WI

Verfasser:
kathrin
Zeit: 14.11.2008 22:32:06
0
980441
@WinklerC

Viessmann sagt, dass die Heizung bis 20 Grad DH geeignet sei. Erst dann bräuchte man eine Wasserenthärtungsanlage.
Diesbezüglich ist man wohl in letzter Zeit durch Schaden klüger geworden...

Die speziell für härteres Wasser gebaute Vitodens 333 WR3C kam erst 2007 auf den Markt. Auch beim Füllwasser wurden die Vorgaben verschärft: meine im Nov. 2005 eingebaute Vitodens 300 wurde noch mit normalem Trinkwasser (rund 14 °dH) befüllt, Grenzwert gemäss Anleitung 20 °dH; gut ein Jahr später (Wiederauffüllen nach Heizkörperdefekt) musste das Füllwasser enthärtet werden.

2001 dürften die Probleme von Plattenwärmetauschern mit hartem Wasser noch nicht so bekannt gewesen sein, ich bezweifle deshalb, dass du mit einem Planungsfehler argumentieren kannst. Leider ist "man" (inkl. Viessmann und Planer) erst hinterher klüger :-(

Vielleicht kannst du bei Viessmann - mit dem Hinweis auf die neuen Erkenntnisse - eine gewisse Kulanz bez. Kosten für den Wärmetauscherersatz aushandeln, oder auch einen Beitrag an eine Wasserenthärtungsanlage (damit löst du nicht nur die Verkalkungsprobleme bei der Vitodens, sondern auch bei Waschmaschine, Geschirrspüler, Wasserkocher usw...).

Schönen Abend + Gruss

Kathrin

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