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Lebensdauer Membranausdehnungsgefäß Trinkwasser?
Verfasser:
Wilfried
Zeit: 13.04.2004 15:05:14
0
58698
Hallo,

bei uns wurde vor vier Jahren ein Membranausdehnungsgefäß (Airfix von der Firma Flamco) für die Trinkwassererwärmungsanlage eingebaut.
Tja, was soll ich sagen, das Teil ist schon kaputt! :-(

Ein Anruf bei der Firma ergab, vier Jahre seien schon viel. Bei manchen Kunden sei das Gefäß schon nach zwei Jahren hinüber.

Im Moment habe ich wieder wie früher einen Eimer unter dem Auslauf des Sicherheitsventils stehen.

Ist es wirklich so, dass die Haltbarkeit der MAGs für Trinkwasser so gering ist?

Gruß
Wilfried


Verfasser:
Fuggo
Zeit: 13.04.2004 15:21:17
0
58699
Wenn die MAG´s zu klein dimensioniert sind, geht das furchtbar auf die Lebensdauer, da die Membrane überbeansprucht wird (Ich geh mal davon aus, das die Membrane defekt ist).

Evtl. mal über ein größeres MAG oder einen anderen Hersteller nachdenken.


So long

Fuggo

Verfasser:
ME Ha.
Zeit: 13.04.2004 16:40:11
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58700
Ist ein Druckminderer vorhanden?

Verfasser:
me. S. Hohwiller
Zeit: 13.04.2004 19:39:02
0
58701
Wir bauen nur noch AG´s der Fa. Pneumawell/Pneumatex für Heizung und Sanitär ein. Haben eine Butylkautschukblase und sind bei Trinkwasser einen 100% durchflossen! 2 Jahre Garantie auf die Blase bei Trinkwasser, 5 Jahre bei Heizung.
Vielleicht ist dein Gefäß nur zu klein.
Vielleicht kein Vordruck mehr vorhanden.

Mfg. me. S. Hohwiller

Verfasser:
Wilfried
Zeit: 13.04.2004 19:47:08
0
58702
Hallo ME Ha.,

>Ist ein Druckminderer vorhanden?

Ja. Davor sitzt die SYR-Sicherheitsgruppe (DN 20), in der ein Druckminderer integriert ist. Er ist auf 4 bar eingestellt.

Eben habe ich gemerkt, dass das MAG wohl doch nicht hinüber ist. Als ich nämlich den Druck prüfen wollte, kam beim Aufsetzen des Füllventils Luft (eigentl. Stickstoff) heraus. Der Luftdruckprüfer zeigte auch einen Druck von rund 4 bar an. Wenn die Membrane kaputt wäre, hätte doch bei dieser Aktion Wasser herauskommen müssen.

Warum aber lässt am frühen Morgen, wenn das Wasser erwärmt wird, Wasser (ca. ein Viertel Liter) über das Sicherheitsventil ab?

Kann es sein, dass das Sicherheitsventil (6 bar) selbst nicht in Ordnung ist und zu früh, also bei zu geringem Druck Wasser ablässt?


Gruß
Wilfried



Verfasser:
Fuggo
Zeit: 13.04.2004 22:22:47
0
58703
>Tja, was soll ich sagen, das Teil ist schon kaputt! :-(

Es wäre vielleicht überlegenswert erst zu denken und dann zu schreiben.

Der Vordruck wird übrigens im drucklosen Zustand gemessen und wenn du gaaaaanz laaaaaangsam den Druckminderer hochdrehst, dann kann man auch zuschauen wann/ bei welchem Ansprechdruck das SV aufmacht, falls irgendwo ein Manometer montiert ist.

Im Zweifel jemanden machen lassen, der sich mit sowas auskennt.

...komprimiert mich, wenn ich mich irre...

So long

Fuggo

Verfasser:
Peter Schröder
Zeit: 19.04.2004 16:46:20
0
58704
Hallo zusammen,

bei den genannten Eckdaten ist ein relativ großes Gefäß notwendig (4 bar Ruhedruck, 6 bar SV); bei normaler Speichergröße (100 - 120 l) bereits 18 l. Wie groß ist das eingebaute Ausdehnungsgefäß? Maximale Speichergröße bei diesen Daten und 18 l Gefäß ist 140 l.
Ein 12 l Gefäß könnte nur bis zu einer Speichergröße von ca. 95 l eingesetzt werden, ein 8 l MAG bis ca. 65 l.

Der gemessene Vordruck des Gefäßes (auch 4 bar) wurde bestimmt unter Druck ermittelt und zeigt dann ungefähr den Ruhedruck nach Druckminderer und nicht den Vordruck des Gefäßes an.

Dies ist ein eindeutiges Zeichen dafür, dass der Vordruck des Gefäßes weg ist und daher die Ausdehnung bei Erwärmung des Speichers nicht mehr aufgenommen werden kann; es bedeutet aber nicht zwingend, dass deshalb Wasser aus dem Ventilsitz strömen muß. Das Gefäß ist einfach nur (fast) voll mit Wasser (Verkeimung durch stehendes Wasser!!!!) und sollte daher möglichst rasch getauscht werden. Ein erneutes Aufbringen von Vordruck durch Aufpumpen wird nicht lange Erfolg bringen, da der Grund des Druckverlustes nicht behoben wurde und man nach kurzer Zeit wieder mit dem gleichen Problem konfrontiert wird. Auch das Nachfüllen mit Stickstoffkartusche wird den Druckverlust nur wenig länger (wenn überhaupt) rauszögern.

Selbst wenn die Messung drucklos erfolgt ist und die Membrane tatsächlich noch heil sein sollte (was sehr unwahrscheinlich ist!), ist der Vordruck des Gefäßes nicht richtig eingestellt: hier gilt 0,2 bis 0,5 bar unter Ruhedruck nach Druckminderer.

Meister Hohwiller macht´s richtig: lieber ein paar Euro mehr ausgeben (wenn überhaupt), aber dafür Ruhe und funktionierende Anlagen haben.

Nur zur Info: EPDM-Membranen dürfen nach DIN bis zu 24% Druckverlust pro Jahr haben, die Butylkautschukblasen von Pneumatex haben nur 1,2%Druckverlust!!!
Das gilt für die Trinkwasser- sowie für die Heizungsausdehnungsgefäße.

Schöne Grüße aus dem hohen Norden

Peter Schröder
Pneumatex GmbH

P.S.: Sehr interessante Infos hierzu (und zu weiteren Themen) auf der homepage von Pneumatex: www.pneumatex.com

Verfasser:
me. S. Hohwiller
Zeit: 20.04.2004 19:44:10
0
58705
Peter Schröder hat alles gesagt.
Nur sind die Pneumatex- Geräte auch nicht teurer als andere.
Wir verbauen für unsere Heizungsanlagen nie kleiner 35 Liter für Trinkwasser nie kleiner 18 Liter, aber nachrechnen mit dem Pneumatex- Schieber ist immer besser und sehr einfach. Für Solar benutz ich das Berechnungsprogramm (auch für Hz und Tw) von Pneumatex.
Die Firma hat sehr gute Produkte, ist zuverlässig und sehr hilfsbereit.
Man muß halt nur einen GH finden, der die Sachen hat (Buderus, Dainzer&Weyland,etc.)
Mit der richtigen Auslegung erhöht man bisweilen den Warmwasserkomfort sehr, einige meiner Kunden waren überascht, was so ein Gerät alles aus macht.

Mfg. me. S. Hohwiller

P.s.: Wie sieht`s jetzt mit %-ten aus Herr Schröder:O)Spaß gemacht:O)

Verfasser:
Achim Kaiser
Zeit: 20.04.2004 22:18:30
0
58706
@Stefan

ich glaube wenn du freiwillig 5% mehr bezahlst ist alles in bester Ordnung ;-))

Gruß
Achim

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