| | Verfasser: Klaus-Dietrich Vollgraf | Zeit:
19.04.2004 08:54:55 |
Hallo Fans, Alte DHH, 100 m² Wohnfl., Wände 8 cm Steinwolledämmung, Dach 2,5 cm Untersparrendämmung + 12 cm Zwischensparrendämmung + 8 cm Aufsparrendämmung, Wärmeschutzfenster, K = 1,1 Buderus GB 112 19 KW, gedrosselt auf 11 KW, Baujahr 2001 Außen- + Innentemperaturfühler; Spreizung 55°/40°; 3 Heizkreise Anzahl Heizkörper: EG = 6; 1. OG = 4; 2. OG =2 Thermostatventile nicht voreinstellbar. Im EG werden die beiden Heizkörper des Leitraumes erst richtig warm, wenn die davor liegenden Heizkörper von Gästetoilette und Flur bei Erreichens der Solltemperatur der beiden Räume den Durchfluss gedrosselt haben. In den übrigen Stockwerken ist die Situation ähnlich. Meint Ihr, dass ein hydraulischer Abgleich der Anlage zu einer Heizkosteneinsparung führen würde? So ein Abgleich müsste zudem durch Änderung der Voreinstellung der Thermostatventile realisiert werden; die Thermostatventile müssten deshalb ausgetauscht werden. Abgleich über Differenzdruck- Überströmventile scheidet aus, weil sie Energievernichter sind. Welche Abgleichmethode wäre zu empfehlen? I Ist mein Eindruck, dass sich viele Installationsbetriebe vor einem hydraulischen Abgleich der von ihnen installierten Anlagen drücken, richtig? MfG K.D. Vollgraf |
| | Zeit:
19.04.2004 09:01:30 |
Wie soll was abgeglichen werden, wenn *nichts* zum Èinstellen und Regulieren vorhanden ist ? Es kann immer nur *einreguliert* werden, wenn dafür in der Anlage was vorgesehen ist. Ansonsten läuft die Anlage eben wie seit dem sie gebaut wurde... >Ist mein Eindruck, dass sich viele Installationsbetriebe vor einem >hydraulischen Abgleich der von ihnen installierten Anlagen drücken, >richtig? Den meistens gehts wohl wie mir....nur durch *handauflegen* und murmeln der hdyraulischen Beschwörungszauberformel tut sich meistens nicht allzuviel.... Gruß Achim Kaiser
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| | Zeit:
19.04.2004 09:19:26 |
Hallo Herr Vollgraf, Ihre Beschreibung läßt annehmen, daß entweder ihr Heizungsbauer zu dünne "Röhrchen" verbaut hat, oder eine zu schwache Pumpe eingesetzt hat. Ich hatte ähnliches Problem: weit entfernte Heizkörper waren nur oben warm, weil für über 30 HK eine UPS25-40 verbaut wurde. Jetzt mit einer 25-60 ist es besser. Ihre Spreizung von 15° bei 55° VL halte ich für viel zu hoch, wenn sie den wirklich gemessen wurde. Also Ratschlag: Pumpe gegen die nächst höhere Leistungsklasse austauschen und im Sommer alle HK mit einstellbaren Ventilen versehen. Gruß Lothar
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| | Zeit:
19.04.2004 09:48:39 |
@wpibex Die Geschichte mit der größeren Pumpe in einer 100m2-DHH ist ja völlig danebengegriffen. Hallo Herr Vollgraf, bauen Sie blos keine größere Pumpe ein. Die vorhandene reicht völlig. Es muss nur das geförderte Wasser dahin gelangen, wo es auch hin soll. Lassen Sie an den Heizkörpern, die gedrosselt werden müssen, Ventile mit Voreinstellung einbauen und einstellen. Evtl. reicht die obligatorische 4m-Pumpe dann sogar mit Stufe 1, mit Sicherheit jedoch auf Stufe 2. Mit einer größeren Pumpe schicken Sie nur noch mehr überschüssiges Wasser durch die überversorgten Heizkörper, was dann sogar Fließgeräusche verursachen kann. Das dann die unterversorgten Heizkörper auseichend durchströmt werden, ist dabei noch nicht einmal gesichert. Wenden Sie sich an einen Heizungsbauer, der sich damit auskennt. Leider gibt es davon nicht allzu viele. Wenn Sie am Telefon einige Fragen stellen, hören Sie schon heraus, wer dies ist. Im Forum gibt es übrigens ausreichen Informationen über den hydraulischen Abgleich (Suchfunktion). Die Temperaturspereizung am Gerät! ist übrigens völlig in Ordnung. Gruß HeiZie
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| | Zeit:
19.04.2004 16:41:48 |
> Ist mein Eindruck, dass sich viele Installationsbetriebe > vor einem hydraulischen Abgleich der von ihnen > installierten Anlagen drücken, richtig? Absolut korrekt! Und warum ist das so? Weil es einer aufwendigen Berechnung bedarf, die normalerweise selbst bei einer kleinen Anlage wie der Ihren Stunden benötigen würde. Dabei muss das gar nicht sein: Bei uns wird jede noch so kleine Anlage kurz mit einer ganz einfachen Minisoftware durchgerechnet. Das kann sogar ich - der Geselle. Die meisten Betriebe haben noch nich verstanden, dass sich die Kunden immer mehr informieren und vor allem vom Meisterbetrieb Sachverstand und fachlich qualifizierte Ausführung der Arbeit verlangen. Können Sie etwas über die einzelne Leistung der Heizkörper sagen? Haben Sie einekleine Skizze vom Rohrnetz? Schicken Sie mir die beiden Informationen doch mal zu. Dann sage ich Ihnen was zu ihrem hydraulischen Abgleich. Frank Haustechniker@gmx.de |
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20.04.2004 07:29:24 |
moin herr Vollgraf,
wenn keine voreinstellbaren th-ventile montiert wurden kann mann die heizkörper auch über die vorhandenen rücklaufabsperrung drosseln. allerdings läßt sich das schlecht berechnen und mann, oder sie selbst, müßten es mal ausprobieren. die heizkörper die am schnellsten warm werden etwas am rücklauf drosseln und beobachten wie sich die wärme dann verteielt. evt. müsten sie die schritte öfter wiederholen. mit einem korrekten hydraulischen abgleich lassen sich selbstverständlich energiekosten einsparen. aber vorsicht: hier keine kosten scheuen (könnte ein paar teuros kosten)
mfg
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Verfasser: carsten weckel | Zeit:
20.04.2004 20:08:53 |
warum lassen sich mit einem korrekten hydraulischen abgleich energiekosten sparen (von der pumpenleistung mal abgesehen) ???
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Verfasser: martin Havenith | Zeit:
21.04.2004 08:26:24 |
@ carsten Weckel weil ich nicht einige Verbraucher Überversorgen muss, damit ich alle Verbraucher versorgen kann, weil ich nicht Stunden früher anheizen muss, damit alle Verbraucher rechtzeitig warm sind.... Kurzum: Ich kann spätestmöglich starten, und mit geringstmöglichen Kessel- und Vorlauftemperaturen versorgen. Es werden Betriebszeiten verkürzt, Bereitstellungs- und Verteilungsverluste reduziert. Weitere Fragen? www.heizungsoptimierung.de.vu
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| | Zeit:
21.04.2004 14:05:04 |
me.unity schrieb: "... wenn keine voreinstellbaren th-ventile montiert wurden kann mann die heizkörper auch über die vorhandenen rücklaufabsperrung drosseln ..." So viel ich weiß, gibt es auch Rücklaufverschraubungen, die nur AUF und ZU kennen/können. Dann geht'*s wohl nicht so? Verschraubt mich, wenn ich mich irre. |
| | Zeit:
21.04.2004 15:32:11 |
...wenn eine Heizungsanlage gut und zufriedenstellend läuft, dann mach ich mir um den * Abgleich* eigentlich nie nen Kopf... Gruß Achim Kaiser
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| | Zeit:
21.04.2004 20:23:07 |
Hallo, ein hydraulicher Abgleich ist immer sinnvoll. Gerade bei vorhandenen Anlagen. Da ich ausschliseßlich im Wartungs und Servicebereich arbeite habe ich öfters damit zu tun, weil der Heizungsbauer sich meist besonders bei Kesseltausch wenig gedanken macht. Natürlich ist ein Abgleich Zeitaufwendig und damit kostenintensiv. Kaum ein Kunde wird dies ohne eine ausführliche beratung akzeptieren. Einige Vorteile sind neben Heizkosten auch Stromkosten für kleinere Pumpenleistung und eine bessere Behaglichkeit. Auch ohne einen Ventiltausch ist der Abgleich möglich, wenn die Rückläufe absperrbar sind. Sollten Sie im Südwesten Deutschlands zu Hause sein kontaktieren Sie mich. http://www.hausmann-hausservice.de Liebe Grüße Gerd Hausmann
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