Ist ja schon fast alles gesagt!
@Erik: Ja, Ja, die guten alten Zeiten, als es noch den "körperlichen Verweiß" gab! :O)
Bevor ich mit der neuen Bosch Durchbrüche in die
Beton-Decke stemmen durfte, mußte ich meinem Chef erstmal einen mit Hammer und Meisel stemmen. "Danach weist du wie man`s richtig macht!"
Mit dem "Löcher- Bohren" für die Schellen war`s ähnlich: Hammer und Meisel wie vor 100 Jahren.
So blöd es sich anhört: hat mir viel gebracht!
Die heutigen Lehrlinge (und so mancher Geselle) sollten das auch so lernen, dann hätte man weniger Bruch bei den Maschienen.
Damals waren an einer Hand- Gluppe die Gewindeschneidbacken einzustellen, und wehe man machte das schnell, schnell, dann gab`s hinter die Ohren.
Gute alte Zeit! :O)
Zu den Rohrleitungsmaterialien zurück: Das beste Material gibt`s eigentlich nicht. Verzinkt ist out, da lohnintensiv und rostet (@Erik: heute schneller als vor 50 Jahren, denn da hatte man eine andere
Wasserqualität!),
Kupfer und Edelstahl darf man nicht überall verwenden, je nach Wasserqualität. Z.B.: In Bad Dürkheim (hier arbeite ich) wird von Herstellern vom Edelstahl abgeraten (leider nur hinter vorgehaltener Hand) eine richtige Wasseranalyse bekommt man hier erst gar nicht, selbst durch mehrmaliges nachfragen: "das ändert sich ja jeden Tag!"
Mit reinen Kunststoffleitungen haben wir auch schon schlechte Erfahrungen gemacht. Rohrbrüche durch Materialermüdung oder Durchhänger bei der Warmwasserleitung.
Mit
Mehrschichtverbundrohren haben wir bisher die beste Erfahrung, da zwar teurer (wenn man einen guten Hersteller nimmt, bei uns Mepla von Geberit) aber schneller montiert, keine
Korrosion, verbesserte Stabilität und weniger Längenänderung bei
Temperaturunterschieden der Leitungen als bei reinen PE-
Rohren, etc. Billiganbieter verschwinden vom Markt und nachher bekommt man keine Teile mehr um einen Rohrbruch zu beheben, oder Schlimmeres.
Bei allen Leitungsarten und Materialien kommt es aber am meisten auf eine fachlich richtige und saubere Verarbeitung an.
Bei Neubauten nehmen die Rohrbrüche an Warmwasser- und Zirkulationsleitungen in den ersten 5 Jahren sehr stark zu.
"Zeit ist Geld, und viel Geld bekommt man vom
Bauherren heute nicht mehr! Also bleibt auch nicht viel Zeit für saubere Arbeit!"
Die Rohrbrüche kommen von den Graden an den Rohrenden, die durch das abschneiden mit einem Rohrabschneider entstehen. Es wird aus faulheit oder wegen Zeitmangel nicht mehr entgradet. Die Z-
Pumpen sind so stark, das an diesen Graden verwirbelungen entstehen, welche
Kavitation zur Folge hat. Egal ob gelötet oder verpresst, kutz nach der Verbindung entsteht eine Undichte durch Kavitation.
Auch "goldene" Rohre kann ein Stümper so montieren, daß sie kaputt gehen müssen.
Lieber einen seriösen Handwerker, der für seine Leistung auch Geld verlangen muß, aber dafür eine gute Arbeit abliefert.
Dieser seriöse Handwerker weis sicherlich auch, was für ein System er bevorzugt.
In jedem
Angebot wird nur nach den Materialpreisen gesehen, aber was für eine unterschiedliche Leistung in der Montage etc. steckt, das sehen die wenigsten.
Ich kann das Klo oder den
Heizkessel nicht billiger machen und am Lohn kann man nur sparen, wenn man schneller arbeitet und das eine oder andere sein läst. Und so weit sollte es nicht kommen.
Bin ich vom Thema abgeschweift? :O) t`schuldigung :O)
Mfg. me. S. Hohwiller