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03.05.2004 15:41:08 |
Hallo, ich habe vereinzelt gehört, dass es die Möglichkeit gibt/Sinn macht, die Waschschmaschiene und die Spülmaschiene an das Warmwasser anzuschließen. Jetzt frage ich mich, ob das mit allen Maschienen geht odder ob ich dafür spezielle Geräte brauche?
Ich denke, die Spüli kann man immer mit 50 Grad betreiben, aber bei der Waschi will man ja auch mal mit 30 Grad Temp waschen. Was mach ich dann?
Ich muss dazu sagen, dass ich eine Solarallach kriegen werde, das macht die Sache wirtschaftlich bestimmt noch interessanter.
Frür Tips wäre ich dankbar.
Gruß, Markus |
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03.05.2004 16:14:26 |
@Markus Bei der Waschmaschine gibt's zwei Möglichkeiten, die preiswerte und die komfortable. Die preiswerte Lösung besteht in einer Mischbatterie. Damit führst du der Maschine für den Waschgang das warme Wasser zu und stellst sie für die anschließenden Spülgänge auf kalt. Wesentlich komfortabler (und auch zuverlässiger da die Temperatur geregelt wird) ist ein Vorschaltgerät wie z.B. das MS 1002. Haben wir seit fast 2 Jahren im Einsatz und sind sehr zufrieden damit. Für die Wirtschaflichkeitsfanatiker: vermutlich "rechnet" sich das Vorschaltgerät nicht. Aber dadurch dass das Wasser nicht mehr mit Strom sondern von der Solaranlage beheizt wird werden fossile Rohstoffe gespart und CO2 vermieden. Sonnige Grüße, Stefan Lieser
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03.05.2004 17:54:27 |
Tag! Man sollte aber auch überlegen ob das Solar vorgewärmte Wasser auch in der Waschmaschine ankommt ! Wenn die Leitung sehr lang oder dick ist, (oder beides) kann es sein, dass nur das warme Wasser in die Leitung gezogen wird aber die Maschine schon genug Wasser genommen hat! Besonders moderne, wassersparenden Maschinen nehmen nur mehr ca. 8-10 Liter Wasser fürs waschen ! Bei älteren Geräten rentiert es sich eher. Bei der Spülmaschine ist es noch ärger! moderne Geräte benötigen 12!!Liter für den gesammten Spülgang da muss die Leitung zum Speicher aber schon sehr kurz sein und gut gedämmt, sonst kühlt das Wasser zwischen dem einzelnen Wassernehmen in der Leitung wieder aus. Gruß Geri
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04.05.2004 12:47:05 |
Hallo Geri,
diese Waschmaschine must Du mir zeigen!!!!!!!!!!!!!!!! Ich kenne keine Waschmaschine, die weniger als 35l pro Waschgang benötigt, und ich habe ne halbe Ewigkeit nach so einer sparsamen Maschine gesucht. Kannst Du bitte das Fabrikat nennen, den Rest such ich mir selbst im Netz zusammen. :)
Daniel
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04.05.2004 13:02:19 |
@Daniel, die 35 Liter werden aber nicht auf einmal gebraucht, sondern über den Spülgang verteilt. @Markus es gibt noch die Luxus-Lösung von Miele. Da hat die Maschine gleich zwei Wasseranschlüsse. Oliver
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04.05.2004 13:46:39 |
Wie hoch ist denn das Einsparpotential? Nehmen wir mal eine aktuelle Waschmaschine, die braucht laut www.spargeraete.de z.B. 40 Liter. Nehmen wir mal an, für den Waschgang werden davon 10 Liter benötigt, der Rest wird (kalt) für's Spülen verwendet. Die Wassertemperatur liege bei 10°C. Zur Erwärmung sind dann überschlägig erforderlich: auf 30°C: 233Wh auf 45°C: 407Wh auf 60°C: 582Wh auf 95°C: 989Wh Nehmen wir mal an, pro Woche fallen jeweils eine 30° und eine 60° Wäsche an, dann ergeben sich 52 x 233Wh + 52 x 582Wh = 42380Wh/a an Einsparpotential. Wird das Wasser in der Maschine mit Strom erwärmt, wird etwa die dreifache Primärenergie benötigt, also etwa 127kWh/a oder knapp 13L Öl. Betriebswirtschaftlich Unfug, ökologischer Nutzen fragwürdig. ABER: wieviele Waschmaschinen dieser Güte laufen denn in Deutschland? Und wieviele Haushalte gibt es deren Waschmaschine wesentlich häufiger läuft? Verdoppeln wir sowohl die Wassermenge als auch die Anzahl der Waschgänge dann ergeben sich schon 4 x 42380Wh/a = 169520Wh/a oder 509kWh/a Primärenergie sprich 50L Öl. Betriebswirtschaftlich immer noch im Bereich "Liebhaberei", ökologisch "rechnet" sich das Vorschaltgerät in jedem Fall da es pro Jahr 50L Öläquivalent einspart. Damit dürfte seine Ökobilanz schnell positiv sein. Sonnige Grüße, Stefan Lieser
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04.05.2004 15:50:08 |
Wir haben viel Schnackes in unser Haus eingebaut (und sind noch nicht fertig :-) und auch das Thema Warmwasser_an_WAMA war schon früh ein Thema siehe: Vorschaltgeräte, aber das bringt wirklich fast keine Einsparung (nicht mal ökologisch gesehen), es sei denn, man hat sofort heisses Wasser am hahnen und eine entsprechende Maschine wie die teure Miele. 70% der modernen Wäsche ist 30 Grad Wäsche, 20% wäscht man bei 60 Grad und erlich gefragt, wann lief Ihre letzte Kochwäsche?? Wenn Sie sparen wollen ist evtl ein Hauswasserwerk eine Einsparmöglichkeit, die tatsächlich noch Sparpotentiale hat - wenn der Preis gut verhandelt ist :-)
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Verfasser: Gregor Weyrich | Zeit:
04.05.2004 17:41:16 |
@ Markus Schau mal hier rein: http://www.verbraucher.org/index.php/aid/183 |
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04.05.2004 18:12:05 |
Tag! Natürlich meinte ich für den Wasserverbrauch beim Waschen nur den Waschgang selber ohne Spülen gesammt ca 40 -50 l. Den Bestand an solchen Maschinen würde ich als garnicht so gering einschätzen, da auch ältere Geräte (ca 8 Jahre) um die 15l pro Waschgang liegen. Ausserdem hat sich die Waschmittelindustrie auch an niedrigere Temperaturen angepasst. 30 od 40 Grad-Wäsche ist heute normal. Es kann sogar schlecht sein wenn ich sofort heisses Wasser in die Maschine lasse, da heute fast alle Waschmittel auf Enzymatischer Basis funktionieren und Enzyme nur bis ca 50 Grad arbeiten.Kommt sofort 60 Grad heisses Wasser sind die Enzyme unwirksam und die Reinigungswirkung vermindert! Gruss Geri |
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05.05.2004 22:27:10 |
Hallo, danke für die Antworten erstmal. Eins verstehe ich aber nicht: Ihr habt geschrieben, dass man andiesen Vorschaltgeräten eine Temperatur einstellen kann, zum beispiel 40 Grad. das heißt aber, dass ich nur mit 40 Grad wasser wasche. Es kommt also gar kein kaltes Wasser rein, richtig? Manche eurer Antworten, speziell die von Stefan Lieser lese ich so, dass das Schaltgerät weiß, wand ie Maschiene warmes und wann kaltes Wasser braucht, aber des geht doch nicht, oder? Gruß, Markus
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06.05.2004 08:54:12 |
Hallo Markus !
Ich hatte das gleiche Problem wie Du und folgendes daraus gemacht:
- Anruf beim Hersteller der 5 Jahre alten WAMA (und Blick in die Betriebanleitung) ergibt, dass dieses Gerät (wie fast alle)einen KALTwasseranschluß besitzt. Warmwasser anschließen ist nicht erelaubt. Mein Solarfuzzi wollte mir auch so ein Vorschalt-Gerät verkaufen, fiel aber aus wegen viel zu teuer.
- Lösung: (da die Wäsche sowieso nur mit 30/40°C gewaschen wird) Thermo-Mischbatterie aus dem Baumarkt (15 EUR), kurz mit Thermometer prüfen, ob auch die eingestellte Temp aus dem Hahn kommt ("eichen")und gut. Diese Temp. verkraftet die WAMA ohne probleme. Ich denke bei 60° sieht das schon anders aus...
Das könnte sich u.U. rentieren und läuft bei mir seit 1,5 Jahren...
Jonas
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06.05.2004 10:39:54 |
Wenn man die Waschmaschine an eine Thermo-Mischbatterie anschließt, muss man vor den Spülgängen manuell auf Kaltwasser zurückstellen. Wer macht das schon? Und wenn mans nicht zurückstellt, wird es teurer als elektrisch beheizt. Außerdem sollte das Wasser nie wärmer als 40 Grad sein, weil sonst die Enzyme nicht wirken, was wiederum durch höhere Waschtemperaturen ausgeglichen werden musste. |
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06.05.2004 11:35:11 |
Hallo, genau das war meine Frage. Gibt es irgendein System, dass die quasi Erkennt wann die die Waschmaschine warmes und wann kaltes Wasser brauchtß Ich weiß zwar nicht wei das gehen soll aber vielleicht... Markus
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06.05.2004 14:20:31 |
>Gibt es irgendein System, dass die quasi Erkennt wann die >Waschmaschine warmes und wann kaltes Wasser brauch So ein "System" gibt es, wurde weiter oben auch schon drauf verwiesen Waschmaschine Allwater von Miele Aber ob sich die Mehrkosten jemals rechnen ? |
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06.05.2004 16:07:55 |
Die meisten Vorschaltgeräte können so etwas auch. Entweder zeitgesteutert oder stromgesteuert oder sonstwie. 100% perfekt ist das aber alles nicht. Infos gibts bei google.
Oliver
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06.05.2004 16:09:40 |
@ Hinniwilli Die Mischbatterie drehe ich natürlich nicht zurück. Es gehen auch 30 / 40° zum Spülen rein. Elektrisch erwärmen ist günstiger als Solar oder Brennwert im Winter ???? Na, wenn dat mal stimmt......... Die Rechnung würde ich gern mal sehen ;-0 Jonas
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07.05.2004 00:43:30 |
Hallo Markus, ich habe in meinem Privathaushalt einen Miele Gewerbegeswchirrspüler G7855 stehen, der über einen Warmwasseranschluß (60C)betrieben wird. Die Maschinenlaufzeit beträgt ca 16 Min. und ist somit wesentlich kürzer als bei den "normalen" Maschinen, weil das Aufheizen entfällt. Muss die Maschine mit Kaltwasser zurechtkommen, dann benötigt Sie 31 Minuten im selben Programm. ABER: Das funktioniert aus mehreren Gründen nur bei einem Gewerbegeschirrspüler. 1. Da die Gesamtreinigungszeit wesentlich kürzer ist muss ein deutlich agressiveres Spülmittel verwendet werden um die gleiche Reinigungswirkung zu erzielen. 2. Die optimale Dosierung des Pulverreinigers (7-21g)ist so gut wie nicht möglich, denn die Dosiermenge hängt ja vom Verschmutzungsgrad des Geschirrs ab und der differiert ja ständig. Zu wenig Reiniger = schlechtes Ergebnis weil das Geschirr noch dreckig ist, zu viel Reiniger = noch schlechteres Ergebnis, weil der Reiniger nicht Rückstandslos verschwunden ist, und der Klarspüler somit nicht "klar spült" und das Geschirr nach Chemie stinkt. 3. Der benötigte Reiniger kann nur mit einer Dosierpumpe (DOS Modul) zugeführt werden. Es handelt sich dann um einen Flüssigreiniger der aus einem 30l Kanister (steht im Kniestock hinter der Maschine) bedarfsoptimiert entnommen wird. Einen seperaten Spülmittelanschluß findet man aber nicht bei normalen Maschinen. 4. Der verwendete Reiniger ist soooo agressiv, dass selbst bei einem Gewerbegeschirrspüler die Zuleitungen spätestens alle 2 Jahre ersetzt werden müssen. Für die Haushaltmaschine wird der Reiniger die gleiche Wirkung haben, wie wenn wir morgens Domestos gurgeln würden. 5. Der Pumpendruck durch die kurze Spülzeit wesentlich höher sein muss, als normal. Der erzeugte Spüldruck ist ca. 6x höher anzusetzen als bei Haushaltsmaschinen. So ähnlich verhält sich das auch mit der Waschmaschine Grüßle Roland |
| | Zeit:
07.05.2004 15:25:46 |
Hallo Jonas, bei einem Waschgang und 4 Spülgängen muß das Aufheizen weniger als 1/5 kosten (im Vergleich zum elektrischen Aufheizen), um einen Kostenvorteil zu haben. Und das auch nur dann, wenn das warme Wasser ohne Verzögerung zur Verfügung steht und nicht erst dann, wenn die Waschmaschine bereits fast gefüllt ist. Grüße Hinniwilli
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| | Zeit:
10.06.2004 16:55:52 |
Hi Ihr, um das Problem mit dem Verlust am Warmwasserschlauch zu begegnen gibt es wunderbare Isolationsmaterialien in den Baumärkten die sich leicht anbringen lassen z.Bsp. Heizungsrohrisolierschläuche die sich einfach über den Warmwasserschlauch ziehen lassen. Grüß Dosi |
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10.06.2004 17:57:05 |
Hallo dosi, der "Verlust am Wasserschlach" ist minimal. Hier ging es darum, das nicht sofort Warmwasser zur Verfügung steht, weil zunächst das kalte Wasser aus der Leitung abfließen muss, bevor warmes nachfließen kann. Da moderne Maschinen wenig Wasser benötigen, kann es sein, das gar kein Warmwasser in die Maschine gelangt.
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17.06.2004 22:51:31 |
a) Warum gibt es dann nicht weitere Waschmaschinen, die einen Warmwasser- u. Kaltwasseranschluss haben? Dann braucht man keine Vorschaltgeräte. Die Miele kostet übrigens ca. 1350 EUR ( Energieklasse: A, für max. 5 kg Wäsche, Stromverbrauch: 0,95 kWh, Wasserverbrauch: 45 Liter, 1600 U/min, 1-Knopf-Automatik, Waterproof-System, update-fähig, Mengenautomatik, Schaumerkennung, Startzeitvorwahl, Maße: 85 x 59,5 x 58 cm) b) Der große Vorteil des Warmwassseranschlusses wäre für mich, dass die Waschzeit verkürzt wäre. c) Außerdem denke ich, dass meine Wärmepumpe (Puffer und zusätzlicher Boiler sind nur 1m bzw. 2m entfernt) effizienter ist als die Heizung der Waschmaschine. Sandy
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18.06.2004 07:33:47 |
@Sandy, weil zu wenige Kunden eine kaufen.... Die meisten bevorzugen die 99,95-299,95 tEuro-Modelle von *ich bin doch nicht blöd* oder ähnlichen Vertickerern.... Soland nicht Miele oder andere Hersteller Zuwächse im mindestens 2-stelligen Prozentbereich bei diesen Produkten vermelden, so dass den Wettbewerbern das Dollarzeichen in die Augen steigt wird sich am Angebot nichts ändern. Hier bestimmt wohl die Nachfrage die Modellauswahl bzw. -vielfalt..... Gruß Achim Kaiser
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18.06.2004 10:27:31 |
@Sandy "b) Der große Vorteil des Warmwassseranschlusses wäre für mich, dass die Waschzeit verkürzt wäre."
Dieser Vorteil ist gleichzeitig ein Nachteil, weil weniger Waschzeit auch weniger Waschwirkung bedeutet, besonders bei modernen Waschmitteln mit Enzymen. Die kürzere Waschzeit nuss dann duch mehr Waschpulver oder höhere Waschtemperatur ausgeglichen werden.
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18.06.2004 10:39:49 |
@Hinniwilli
Aus unserer knapp 2 jährigen Erfahrung mit der Waschmaschine am Warmwasser kann ich das nicht bestätigen. Weder mehr Waschpulver noch höhere Waschtemperatur sind erforderlich. Liegt vielleicht daran dass wir das "billige" Waschpulver vom Aldi nehmen ;-)
Sonnige Grüße, Stefan Lieser
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