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Druck im Heizkreis fällt immer wieder am???
Verfasser:
Stephan Philipp
Zeit: 19.11.2002 09:07:36
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4494
Vielleicht können Sie mir helfen??

Seit dem ich eine neue Heizung installiert habe fällt immer wieder der Druck im Heizkreis am.
Davor fiel der Druck auch immer mal wieder ab aber nicht so schnell??Der Druck bleibt 2-4 Tage konstant und dann immer über Nacht fällt der Druck ab von 2 bar auf 0,8 ,so daß die Heizung aus geht (Brennwertkessel).
Ich würde mich freuen wenn Sie mir helfen könnten??
Danke!!

Verfasser:
Michael Lehmann
Zeit: 19.11.2002 12:44:58
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4495
Sehr geehrter Hr. Philipp,

einen dicht schließenden 4-Wege-Mischer schließe ich mal bei Brennwerttechnik aus! Bitte kontrollieren Sie oder Ihr Installateur den Vordruck, den Fülldruck sowie die Größe des Membranausdehnungsgefäßes (MAG). Könnte mir vorstellen, dass der Vordruck zu hoch, der Fülldruck zugering im Verhältnis zum Vordruck ist und damit einfach die erforderliche Wasservorlage fehlt!
Ist das MAG neu oder schon älter? Wenn schön älter, dann wäre es denkbar, dass die Membrane defekt ist.

MfG Michael Lehmann

Verfasser:
rk-handel
Zeit: 20.11.2002 07:27:59
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4496
Hallo Herr Philipp

wie in der ersten antwort bereits vermutet könnte es sich um das Ausdehnungsgefäß handeln.
Sollte jedoch der Vordruck im AD-Gefäß stimmen, und der Anlagendruck korrekt eingestellet sein, sollte man sich die Gesamtkonzeption der Anlage betrachten.
Um was für eine Heizungsanlage handelt es sich Fußbodenheizung oder Heizköper?
Wie groß ist das Gesamtvolumen vom Wasserinhalt?
Welches Brennwertgerät wurde installiert?

Oder kommt es vielleicht zu Überhitzungen im System?

Warum wird Ihr Anlagendruck auf 2,0 bar eingestellt dies ist sehr hoch für ein Ein- oder Zweifammilienhaus.

Ich hoffe wir konnten Ihnen hiermit dienen.
Gruß aus Höxter

R & K Fachhandel www.rk-handel.de

Verfasser:
gejoho
Zeit: 20.11.2002 19:35:38
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4497
Hallo Herr Lehmann,
wenn, wie beschrieben Ihr Anlagendruck innerhalb von 12 Stunden um 1.2 bar abfällt, dann geht das doch nicht spurlos ab.
Wenn der Heizwasserverlust infolge nicht korrekter Ausehnungsmöglichkeit stattfindet, dann "bläst" das Überdruckventil- oder es tropft . Das können Sie aber leicht selbst überprüfen.
Wenn das nicht passiert, dann viel Spaß bei der Lecksuche.
Unter der Dämmung verbaute Verschraubungen sind leicht möglich, oder eine nicht richtig eingedichtete Armatur....
Die Leckage im Zeitraum von 12 Stunden weißt meines Erachtens auf einen Abtropfvorgang hin. Der Tropfen tritt nur nicht hervor sondern verdunstet.

Grüße und Erfolg!
Gejoho

Verfasser:
Steffen Schulz
Zeit: 20.11.2002 22:43:41
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4498
Hallo Stephan Philipp,

wir haben oft schon solche Undichtheiten gesucht und mehr oder weniger schnell gefunden.

Folgende Ursachen haben wir beispielsweise schon gefunden:

- Undichter Heizkessel: Ein NT-Ölheizkessel hatte eine fehlerhafte Schweißnaht. Das Wasser lief in den Brennraum und verdunstete. Bei einem Brennwertkessel dürfte so ein Fehler noch schwerer zu bemerken sein,
weil es normal ist daß aus einem Brennwertkessel Wasser läuft; Also Anlage separat abdrücken

- Rohrleitung beschädigt: Wir haben mal eine Heizungsverrohrung unter einer Dielung verlegt. Nach einem Mieterwechsel kam der Zimmermann, nagelte Platten auf die Dielung und verlegte Parkett. Nach monatelanger einwandfreier Funktion der Heizung (wie bisher) begannen die Wasserverluste und es wurde immer öfter nachgefüllt. Wochen später wurde beim Mieter in de Wohnung darunter die Decke naß. Also mußte der Zimmermann wieder ran und nahm an dieser Stelle den Fußboden wieder auf. Ursache: ein Nagel, der im Rohr steckte und erst jetzt durchgerostet war. Nach Reparatur der Stelle haben die die Anlage mit 10 bar abgedrückt - alles dicht. Nach mehreren Monaten dasselbe Problem wieder. Und wieder ein Nagel, der unsere Druckprobe überstanden hat und erst durch Durchrosten undicht wurde.

- zu hoher Vordruck am MAG oder MAG zu klein. Wie vom Vorgänger schon beschrieben. Hatten wir auch schon ohne daß es irgendwo tropfte, auch nicht aus dem SV.

Falls es nicht der Kessel und das MAG ist:
- Sichtprüfung soweit möglich und Anlage mit höchstmöglichem Druck abdrücken (Druckstufe Heizkörper und Rohre beachten). Vielleicht sieht man dann eine bisher unauffällige Undichtheit. Eventuell versteckt montierte Schnellentlüfter prüfen.
- Es soll akustische Lecksuchgeräte geben. Habe ich jedoch noch nie probiert. Der Großhändler Bär und Ollenroth (GC-Gruppe) hat die Technik mal zwecks Vermietung angepriesen.
- Wenn man nichts findet, einen flüssigen Rohrdichter einfüllen. Leider fällt mir der Produktname nicht ein - Krominus hat ihn im Katalog.

Viel Erfolg

Verfasser:
Klaus
Zeit: 21.11.2002 06:57:34
0
4499
Herr Philipp,
Sie haben eine neue Heizung installiert.

Frage sind Sie Endverbraucher oder Heizungsbauer ?

Klaus





Verfasser:
Stephan Philipp
Zeit: 21.11.2002 08:15:52
0
4500
Hallo Klaus,

ich bin Endverbraucher!!

Verfasser:
Stephan Philipp
Zeit: 17.12.2002 10:00:36
0
4501
Vielen Dank für die vielen Tipps!!

Ich habe den Druckbehälter nun richtig angeschlossen an
den Rücklaufkreis.
Nur leider ist das Problem damit immer noch nicht erledigt.Der Druck hält jetztlänger 1-1,5 Wochen aber er fälltleider immer noch wieder ab.
Was kann da die Ursache sein??

Stephan

Verfasser:
Thomas Omnis
Zeit: 17.12.2002 18:33:28
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4502
Hallo Herr Philipp!

Für einen Druckabfall gibt es nur zwei Möglichkeiten.
1. Ausdehnungsgefäß defekt( bzw. kein Vordruck) oder zu klein. Prüfen Sie das Ausdehnungsgefäß, indem Sie es heizungsseitig drucklos machen. An einem Ende befindet sich ein Ventil wie beim Autoreifen. Hier können Sie mit einem normalen Reifenprüfer den Vordruck kontrollieren. Dieser sollte zwischen 1 bis 1,5 bar liegen. Ist der Druck zuwenig, nehmen Sie einen handelsüblichen Kompressor und füllen Luft nach. Lässt sich kein Druck mehr aufbauen, ist die Membran des MAG defekt und Sie brauchen ein Neues. Weiterhin besteht noch die Möglichkeit das zu klein ist. In beiden Fällen sollte es dann zeitweise aus dem Sicherheitsventil der Heizung tropfen(immer nach dem Nachfüllen beim Aufheizen).
2.Die Anlage ist undicht. Überprüfen Sie alle Verbindungen(Lötstellen usw.). Versuchen durch Abschiebern (wenn möglich) einzelner Rohrstränge, die Leckgage zu orten.

Mit freundlichen Grüßen
Thomas Omnis

Verfasser:
Peter Schröder, SF Energietechnik GmbH
Zeit: 18.12.2002 16:00:49
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4503
Hallo zusammen,

gerade jetzt deutet alles auf ein defektes Ausdehnungsgefäß hin.
Leider wird gerade hier (Druckhaltung) der Anlage immer wieder zuwenig Aufmerksamkeit geschenkt.

=> es wird immer wieder das billigste eingebaut, was zu bekommen ist. Leider baut man sich gerade damit die entsprechenden Probleme ein.
Die eingesetzten EPDM - MEMBRANEN lassen bis zu 24% Vordruckverlust im Jahr zu. Anders dagegen die Butylkautschuk - BLASEN der Pneumatex - Gefäße; hier sind nur 1,2% Vordruckverlust pro Jahr möglich (zu beziehen über jeden Fachgroßhandel). Zudem ist ein besserer Korrosionsschutz der Anlage vorhanden, weil das Heizungswasser keine Berührung mit der Gefäßwandung hat.
Diese Gefäße sind zwar auf den ersten Blick etwas teurer (aber deutlich schneller montiert, da nur eine Schraube nötig ist; die Montagelasche ist bis zu den 80l - Gefäßen bereits integriert), aber: einbauen und Ruhe!!! (VORDRUCK RICHTIG EINSTELLEN: statische Höhe + 0,2 bar und nicht wie mein Vorredner meint: 1-1,5 bar (und dann passt das schon?!?!... =>> genau das ist der immer wieder gemachte Fehler).
Wir haben Anlagen im Bestand, die teilweise älter als 30 Jahre sind (von Klein- bis Großanlagen), wo die Druckhaltung immer noch intakt ist.

Gerade bei einer "normalen" Heizungsanlage im Einfamilienhausbereich sind die Margen inzwischen so dünn, das keiner mehr (innerhalb der Garantiezeit) die "Dienstleistung" Nachfüllen und Entlüften in seiner Kalkulation hat. Zudem wird gerade dann wieder gasgesättigtes Wasser (und meistens auch noch die Luft aus dem Füllschlauch) in die Anlage gefüllt, was die Probleme nur noch größer macht.
Man bedenke: der Kostenanteil der Druckhaltung beträgt bei diesem Beispiel (EFH) noch nicht mal 1% des gesamten Heizungsanlagenpreises. Und gerade mit der Druckhaltung steht und fällt jede Heizungsanlage.

Seit wir diese Gefäße (und entsprechende Entgaser, nicht Schnellentlüfter, die später schnell auch zum BELÜFTER werden) einsetzen, haben wir keine "gluckernden" Problemanlagen mehr.

Mit freundlichen Grüßen an alle Forumteilnehmer und den besten Wünschen für die kommenden Feiertage

Peter Schröder

Verfasser:
Lothar F. Droste
Zeit: 20.12.2002 11:11:27
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4504
Hallo liebe Leser.

Das Problem der Diffusion in MAG ist ja bereits lange bekannt und letztlich in DIN 4807 T2 auch dahingehend erfaßt, dass eine jährliche Kontrolle des Gasvolumens
(zumindest in professioneller Wartung) erfolgen muss.
Der Einsatz von besonders Diffusionsarmen Gefässen ist generell sinnvoll. Aber auch für den Bestand ist die Nachfüllung des Druckgases unerlässlich um eine einwandfreie Anlagenfunktion und Geräuschvermeidung sicherzustellen. Deshalb setzen nach unseren Unterlagen bereits über 5.500 Handwerker in SHK-Betrieben den MAG-Servicekoffer ein. Hier wird ein Spezialgas mit Imprägnierung eingesetzt, womit letztlich die Diffusionsrate (jährlich) ergänzt wird und generell gemindert wird. Info zum MAG-Service-koffer finden Sie unter www.monty.ag Ich hoffe hier einen guten Tipp gegeben zu haben.

Lothar F. Droste MONTY AG

Verfasser:
Jörg Spang
Zeit: 06.01.2003 08:59:06
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4505
Hallo liebe Leser,

ich kann die Informationen von Herrn Peter Schröder nur unterstützen. Was ich nicht für sinnvoll halte ist, dass man ein diffusionshemmendes Gas einsetzt.
Einmal ist die Wirkung fraglich, zum zweiten weiß niemand ob die Verträglichkeit mit dem Membranwerkstoff gegeben ist. Setzt man gleich ein gutes Pneumatex- Ausdehnungsgefäß ein, kann man sich alles andere sparen.(Blase aus Butylkautschuk)
Was nützt es dem Betreiber erst ein billiges Gefäß zu bezahlen und dann durch erhöhten Wartungsaufwand mit faglicher Wirkung, zu einer Anlage zu kommen, die dann endlich die Funktion erfüllt, für die er schließlich bezahlt hat?

Verfasser:
Udo Rostek
Zeit: 06.01.2003 09:25:50
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4506
Es scheint das MAG zu sein und dazu wurde schon alles richtig dargestellt.
Bei MAGs der Firma CIMM hatte ich bisher größten Ärger und Schaden (MAGs waren Komplettpaketen beigepackt).
MAGs platzten !!! mit Abblasen aller Flüssigkeit in den Heizungsraum !!!
Bei einem war "nur" die Membran undicht und das mit ca. 1l pro Woche...
Auf die Nachfrage beim Lieferanten der "Komplettpakete" erhielten wird die Antwort, daß andere Hersteller teurer seien...

Mit KALDEWEI, REFLEX / OTTO, FLAMCO hatten wir noch nie Schwierigkeiten.

Generell bemerken wir immer wieder, daß MAGs bezüglich Vordruck und Vorlage nicht zur Anlage passen.
Oft füllt auch der Anlagenbetreiber Wasser nach bis "Zum Geht Nicht Mehr" und dann ist das MAG völlig wirkungslos.
Die Hersteller der MAGs haben sehr gute Techn.Unterlagen, wie ein MAG zu installieren ist und wie die korrekten Betriebsbedingungen herzustellen sind.
Mit "Vordruck ab Werk" einfach anschrauben ist es nicht getan.

MfG Udo Rostek

Aktuelle Forenbeiträge
onyx.dop schrieb: Herzlichen Dank für eure Antworten. Habe die Gute am Wochenende mal geöffnet und war verwundert, dass ich ohne Demontage diverser Verkabelungen und Platinen überhaupt nicht an das MAG hinkomme. Somit...
hotstone2000 schrieb: @Reggae Kala Jupp, aber mir wäre eine "Übergangslösung" für den ersten Moment (das HEISSE WETTER) wichtig. Der Service kommt sicher bald, aber wenn mir einer ne "Notlösung" hätte die mir ermöglicht die...
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