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18.05.2004 23:03:51 |
Hallo, hab mal eine Frage an die Experten: Wir wollen eine WP mit Erdbohrung in unser neues Haus einbauen. Jetzt hat uns ein Anbieter gesagt, es wäre sinnvoll, Heizung und WW-Erzeugung zu trennen, damit die Pumpe nicht den ganzen Sommer durchlaufen muß.Im Sommer sollen wir mittels Durchlauferhitzer bzw. einer Luft- Wasser-WP Warmwasser zu erzeugen. Damit wird aber das Gesamtprojekt ganz schön teurer. Brauchen dringend Rat. Vielen Dank.
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18.05.2004 23:54:33 |
Hallo. Also der Durchlauferhitzer als Alternative zur Wärmepumpe ist ökonomisch sehr bedenklich. Gewiß hat der Durchlauferhitzer keine Speicherverluste; Die stehen aber nicht in Relation zum Energieaufwand für den DLH. Der ökonomische Vorteil einer eigenen Brauchwasser-Wärmepumpe ist im Vergleich zur Heizungswärmepumpe so gering, dass sich die Mehrausgaben dafür auch nicht rentieren. Interessant wäre ein Kombispeicher (Mutter-Kind-Speicher), der als Heizungspuffer, hydraulische Weiche und als Brauchwasserpuffer dient. Die lassen auch eine Solaranbindung zu. Wärmepumpen neuerer Generation verfügen über eine sogen. Heißgasladung, die auch relativ hohe Brauchwassertemperaturen ohne großen Einbruch der Leistungszahl ermöglichen. Eine andere Alternative ist eine Sole/ Wasser-Wärmepumpe mit integriertem Brauchwasserspeicher. Auf der Messe hab ich bei Stiebel-Eltron soetwas gesehen. WPC heißt diese Ausführung, soweit ich mich erinnere. Grüße, C. Brenner www.Celsius-compile.de |
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19.05.2004 13:57:12 |
Lieber Stefan, Deine Bedenken kann ich sehr gut verstehen. Geh zum Installateur, und sag ihm, Du möchtest EINE WP für beide Systeme. Wenn dann das Brauchwasser aufgewärmt wird, fährt die WP mit höherer Temperatur (geringere Leistungszahl, geringere Wirtschaftlichkeit), und die übrige Zeit kann die WP die Heizung bedienen. Ohne Pufferspeicher, oder willst Du unbedingt noch die Speicherverluste mitheizen?? Also sparen kannst Du hier: 1. statt der Erdbohrung: Verlegung von Direktverdampferschlangen im Garten. Geht natürlich nur, wenn genügend Gartenfläche vorhanden ist. 2. FBH (Fussbodenheizung) statt anderen Heizungsarten. Die FBH hat die niedrigsten Systemtemperaturen. Bei einem Niedrigenergiehaus (heute Standard) liegen die Fussbodenoberflächentemperaturen bei unter 26°C. Ausgenommen ist das Bad, hier sind höhere Temperaturen sogar erwünscht, damit man auch nackig ins Bad gehen kann, und nicht gleich friert. Bei den nackten Füßen ist die höhere Temperatur sogar sehr erfreulich. Also, ganz ehrlich, Dein Anbieter will Geld machen. Trotzdem würde ich Ihn an Deiner Stelle bitten, EINE WP so auszulegen, dass FBH und Brauchwasser damit geheizt werden kann. Und nicht größer auslegen lassen! Zur Nachhilfe der Brauchwassererwärmung kann man bei ganz kalten Tagen ja mit dem Heizstab die Brauchwassererwärmnung übernehmen. So ist einfach die WP besser ausgelastet. Viel Erfolg! Liebe Grüße c.trinker, Fachinstallateur, Schladming, Austria mail Spamschutz: ".dot" löschen |
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19.05.2004 14:19:29 |
Hallo Stefan, es kommt auf die WP und die gewählte "Steuer-Mechnik" drauf an und ob die WP eine intelligente Steuerung (mit entsprechenden Extras) hat. Bei meiner WP wird Heizung und WW von WP in dem Fall versorgt wenn Alternative wie Solarladung fehlt oder Schichtenspeichertemp. unter festgelegtes Niveau sinkt weil Solartemp. zu gering. Das noch entsprechend zeitgesteuert, die WP "fragt" also im Speicher am Abend ob Ladung noch ausreichend, erst dann wird nachgeladen. Wenn morgens der Speicher "kaltgeduscht" wird wartet die WP ob unter Tage die Solaranlage es schafft den Speicher zu laden. Bei Heizung ist es genauso. Da ich mit <30°C VL fahre hat das Teil bei genügend großer Solaranlage und Speicher mit Puffer also "hoffentlich" nicht viel zu tun. Kommt also auf die Intelligenz der WP und dem extra Speicher drauf an. Steffen
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19.05.2004 14:28:17 |
Lieber @Steffen ich glaube der Kunde hat nicht "extra Kohle" auf dem Konto, und möchte einfach eine funktionierende Heizung uns WW-Bereitung. Er hat jedoch soviel Geld, dass er die Variante WP sich leisten kann. Ich finde Deinen Rat, noch zusätzlich ein Solarsystem dazuzuinstallieren, einfach in diesem Fall nicht angesagt. Dann braucht man nämlich noch mehr Investkosten, die der Kunde Stefan jedoch vermeiden will. Das ist sein gutes Recht. Stefan Datum:18.05.2004 23:03:51
... Jetzt hat uns ein Anbieter gesagt, es wäre sinnvoll, Heizung und WW-Erzeugung zu trennen, damit die Pumpe nicht den ganzen Sommer durchlaufen muß.Im Sommer sollen wir mittels Durchlauferhitzer bzw. einer Luft-Wasser-WP Warmwasser zu erzeugen. Damit wird aber das Gesamtprojekt ganz schön teurer. Brauchen dringend Rat. Vielen Dank @Stefan: und wenn zwei systeme laufen (z.B. wie vorgeschlagen eine "Luft-Wasser-WP Warmwasser", muss dann diese zweite WP nciht auch den Sommer über laufen? Ich kann mit der Logik des Anbieters nur den Schluss ziehen, dass er eben zwei Anlagen verkaufen will, das bringt einfach merh Geld. Liebe Grüße c.trinker, Fachinstallateur, Schladming, Austria mail Spamschutz: ".dot" löschen |
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19.05.2004 14:41:52 |
@ c.trinker, mannomann, das war ein Beispiel wie es bei mir funktionukkelt. Den Schwachsinn mit der zusätzlichen WP für WW Erzeugung oder über Durchlauferhitzer kann ich auch nicht unterstützen. @Stefan nicht kirre machen lassen, eine WP die im Sommer für "WW" durchläuft macht pi mal daumen 40€ WP-Stromkosten, also wo ist das Problem? Durchlauferhitzer wird wohl Faktor 2-3 teurer und eine zusätzliche Miniwärmepumpe Luft- Wasser gibts wohl auch nicht für 400€!? (auf 10 Jahre gerechnet) Also WP einbauen und heizen, Steffen
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19.05.2004 14:49:01 |
@Steffen,
danke für Deine Rückmeldung, kannst wirklich stolz sein, dass Deine Anlage gut funktioniert. Mit solarer Unterstützung. Klasse. (Leider kann man im Forum das Gesicht nicht sehen, jetzt muss ich eben so dazuschreiben: Ist ehrlich gemeint, mit Händeschüttel, ok? ;-)
c.trinker, woa.
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| | Zeit:
19.05.2004 16:10:02 |
@c.trinker hatte zwar nicht gefragt, aber uns wurde auch so ein Doppeltsystem vorgeschlagen, bin also ebenso dankbar für die Antworten oben. Bei uns war die Begründung, daß im Sommer die zweite Luft-WP sehr effizient sei zur WW-Bereitung. Aber inzwischen haben wir eh schon x Vorschläge bekommen. Was mich noch interessieren würde: wirklich ohne Pufferspeicher planen?! Auch wenn der Strom zu den Hauptlastzeiten abgestellt wird und bei uns zwei Leute gleichzeitig duschen könnten? Steht die Entscheidung für bzw. gegen Pufferspeicher eigentlich im Zusammenhang mit angebotenen Frischwassersystemen über Plattenwärmetauscher? Vielen Dank, Claudia |
| | Zeit:
19.05.2004 17:01:35 |
Liebe @Claudia, Deine Frage ist sehr ähnlich. Was ich jedenfalls nicht weiss, ist, wie groß Deine Anlage ist. Ich gehe mal vom Einfamilienhaus aus, stimmt das bei Dir? Warum sollte es ein Problem sein, dass zwei Personen hintereinander oder auch gleichzeitig duschen? Wichtig ist die WW-Speichergröße! a. Welches WP-System soll denn für die Heizung gamacht werden? Direktverdampfersystem? Die WP hat sowieso einen Platten-WT, womit das Heizungswasser aufgeheizt wird. Mit diesem erwärmten Heizungswasser wird nun über einen kleinen Puffer (Bei Vaillant 80 Liter) die Heizung bedient. Braucht der WW-Speicher (z.B. 300 Liter) Wärme, schaltet die WP um und heizt mit höherer Temperatur den WW-Speicher. Nach dem Ladevorgang gehts mit niedriger Temperatur weiter in die FBH-Heizung. Der Puffer dient dazu, dass die WP nicht so oft taktet. Hoval hat größere Puffer, Vaillant z.B. 80 Liter. b. das Heizungssystem, das am besten für WP geeignet ist, muss niedrigste Vorlauftemperaturen haben. Das trifft am Besten für die FBH zu. Damit ist die Leistungszahl (Wirkungsgrad) der WP maximiert. Bei herkömmlichen Heizungstemperaturen von Heizkörpern sollte man sich nicht für den Einsatz einer Wärmepumpe entscheiden. Liebe Grüße c.trinker, Fachinstallateur, Schladming, Austria mail Spamschutz: ".dot" löschen |
| | Zeit:
19.05.2004 20:22:34 |
@c.trinker yepp, ist bei uns auch ein EFH. Ich habe wohl irgendwie noch nicht ganz den Unterschied von Pufferspeicher und dem WW-Speicher raus. Der Pufferspeicher ist also nochmal ein extra Trank zum WW-Speicher. Ich dachte bisher, man würde das irgednwie zusammen machen. Darin liegt wohl der Fehler. Das mit dem Platten-WT hatte ich etwas anders gemeint. Ich habe ein System von Waterkotte gesehen, da stand ein großer Tank mit warmen Wasser, aber das Brauchwasser wurde wie bei einem Durchlauferhitzer nur bei Entnahme erhitzt. Wir sind noch etwas unentschlossen, welchen WP-Typ wir denn nehmen. Direktverdampfer oder Sole im Kollektor. Uns ist nicht wohl beim Direktverdampfer, vor allem bei der Dichtigkeit der Rohre im Erdreich, noch dazu da wir Wasserschutzgebiet haben. Außerdem wurde im Forum gesagt, daß der Sole Typ im Gegensatz zum Direktverdampfer erweiterbar ist mit Luft oder Solar. Eigentlich wollen wir nur ein System, und das anständig ausgelegt, aber man weiß ja nie... Vermutlich kann man einen Direktverdampfer auch nicht als Grabenkollektor verlegen, vielleicht paßt das bei uns nicht mit der Fläche. Aber das wissen wir leider erst, wenn unser Architekt den genauen Wärmebedarf ausgerechnet hat. Fußbodenheizung ist sowieso vorgesehen :-) Claudia |
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19.05.2004 20:48:29 |
Hallo Stefan und Claudia, seht euch mal die Wäremepumpe von Hautec an.www.hautec.net Die haben ein System welches nicht schlecht ist.Die Wärmepumpe selbst übernimmt die Arbeit für die Heizungserwärmung.Am Brauchwasserspeicher selbst ist eine kleine 2kW Wärmepumpe aufgesetzt welche über den Rücklauf der Fußbodenheizung das Brauchwasser erwärmt. Über den Pufferspeicher sind auch die Hersteller verschiedener Meinung:einige sagen sie brauchen Ihn,andere wiederum nicht.
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Verfasser: Henning Becker | Zeit:
19.05.2004 23:17:32 |
Hallo Stefan, ob ein Pufferspeicher gebraucht wird richtet sich vor allen nach dem Tarif. Wenn es ein Tarif mit Sperrzeiten am Tag ist, ist ein Pufferspeicher zur Überbrückung notwendig. Eine extra Bruchwasserwämepumpe bringt keinen Sinn, da alle Brauchwasserwärmepumpen technische Einschränkungen haben. Wenn ein Pufferspeicher notwendig ist dann kein Kombispeicher, dieser ist im Brauchwasserteil viel zu schwach. Brauchwasserbereitung über einen Warmwasserautomat ist sinnvoll und hygenisch. Mit freundlichen Grüßen Henning Becker becker@prisma-heizung.de
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| | Zeit:
20.05.2004 14:10:20 |
@C.Brenner @c.trinker @Steffen @Henning Becker Vielen Dank für die Anworten, die für mich als Laien logisch klingen. Noch eine Frage zum Schluß: Ein Angebot bezüglich WP, welches vom Konzept schlüssig klingt und sich mit Ihren/Euren Anworten deckt beinhaltet eine Waterkotte A1 ohne Pufferspeicher. Gibt es positive/negative Erfahrungen mit dieser WP? Nochmals Danke Stefan und Familie
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| | Zeit:
21.05.2004 10:25:54 |
Liebe @Claudia, Deine Frage ist sehr ähnlich. Was ich jedenfalls nicht weiss, ist, wie groß Deine Anlage ist. Ich gehe mal vom Einfamilienhaus aus, stimmt das bei Dir? Warum sollte es ein Problem sein, dass zwei Personen hintereinander oder auch gleichzeitig duschen? Wichtig ist die WW-Speichergröße! a. Welches WP-System soll denn für die Heizung gamacht werden? Direktverdampfersystem? Die WP hat sowieso einen Platten-WT, womit das Heizungswasser aufgeheizt wird. Mit diesem erwärmten Heizungswasser wird nun über einen kleinen Puffer (Bei Vaillant 80 Liter) die Heizung bedient. Braucht der WW-Speicher (z.B. 300 Liter) Wärme, schaltet die WP um und heizt mit höherer Temperatur den WW-Speicher. Nach dem Ladevorgang gehts mit niedriger Temperatur weiter in die FBH-Heizung. Der Puffer dient dazu, dass die WP nicht so oft taktet. Hoval hat größere Puffer, Vaillant z.B. 80 Liter. b. das Heizungssystem, das am besten für WP geeignet ist, muss niedrigste Vorlauftemperaturen haben. Das trifft am Besten für die FBH zu. Damit ist die Leistungszahl (Wirkungsgrad) der WP maximiert. Bei herkömmlichen Heizungstemperaturen von Heizkörpern sollte man sich nicht für den Einsatz einer Wärmepumpe entscheiden. Liebe Grüße c.trinker, Fachinstallateur, Schladming, Austria mail Spamschutz: ".dot" löschen Verfasser: Claudia Datum: 19.05.2004 20:22:34 @c.trinker yepp, ist bei uns auch ein EFH. Ich habe wohl irgendwie noch nicht ganz den Unterschied von Pufferspeicher und dem WW-Speicher raus. Der Pufferspeicher ist also nochmal ein extra Trank zum WW-Speicher. Ich dachte bisher, man würde das irgednwie zusammen machen. Darin liegt wohl der Fehler. Das mit dem Platten-WT hatte ich etwas anders gemeint. Ich habe ein System von Waterkotte gesehen, da stand ein großer Tank mit warmen Wasser, aber das Brauchwasser wurde wie bei einem Durchlauferhitzer nur bei Entnahme erhitzt. Wir sind noch etwas unentschlossen, welchen WP-Typ wir denn nehmen. Direktverdampfer oder Sole im Kollektor. Uns ist nicht wohl beim Direktverdampfer, vor allem bei der Dichtigkeit der Rohre im Erdreich, noch dazu da wir Wasserschutzgebiet haben. Außerdem wurde im Forum gesagt, daß der Sole Typ im Gegensatz zum Direktverdampfer erweiterbar ist mit Luft oder Solar. Eigentlich wollen wir nur ein System, und das anständig ausgelegt, aber man weiß ja nie... Vermutlich kann man einen Direktverdampfer auch nicht als Grabenkollektor verlegen, vielleicht paßt das bei uns nicht mit der Fläche. Aber das wissen wir leider erst, wenn unser Architekt den genauen Wärmebedarf ausgerechnet hat. Fußbodenheizung ist sowieso vorgesehen :-) Claudia Liebe @Claudia, >Wir sind noch etwas unentschlossen, welchen WP-Typ wir denn nehmen. >Direktverdampfer oder Sole im Kollektor. >Uns ist nicht wohl beim Direktverdampfer, vor allem bei der Dichtigkeit >der Rohre im Erdreich, noch dazu da wir Wasserschutzgebiet haben. Wenn Leitungen kaputt gehen, dann geht das bei Sole genauso wie bei Direktverdampfer. Bei Undichtigkeit der Direktverdampferleitungen entweicht augenblicklich das Kältemittel, und weg ist die Gefahr für das Trinkwasser. Ich weiss, hört sich schrecklich an, aber so ists nun mal mit den Verdampfern. >Vermutlich kann man einen Direktverdampfer auch nicht als >Grabenkollektor verlegen, vielleicht paßt das bei uns nicht >mit der Fläche. Aber das wissen wir leider erst, >wenn unser Architekt den genauen Wärmebedarf ausgerechnet hat. Grabenkollektor mit Direktverdampfer ist sicherlich eine günstige Variante. Vor allem die Kosten der Bohrung fallen weg! >Fußbodenheizung ist sowieso vorgesehen :-) FBH ist das Beste in Verbindung mit WP. Super!! >Ich habe wohl irgendwie noch nicht ganz den Unterschied von Pufferspeicher >und dem WW-Speicher raus. Der Pufferspeicher ist also nochmal >ein extra Trank zum WW-Speicher. Ich dachte bisher, man würde >das irgednwie zusammen machen. Darin liegt wohl der Fehler. Bei der Heizung sind die Leistungen das Problem. WP können nicht stufenlos die Leistung regulieren, darum wird im Allgemeinen mit einem Puffer im Heizbetrieb gepuffert, damit die WP nicht (so oft) takten muss. Der Puffer ist also NUR für die Heizung. Beim WW-Bereiten schaltet die WP direkt das erwärmte Heizungswasser auf den WW-Speicher, mit höherer Temperatur. Weil so ein WW-Speicher sowieso etwa 250 Liter hat, ist dieser Speicher selber groß genug (auch im Sommer!), sodaß die WP bei einmal aufheizen DURCHLAUFEN KANN!!! (Der 250 Liter Speicher bei Waterkotte ist ein reiner Trinkwasser-Speicher == WW-Speicher). >Das mit dem Platten-WT hatte ich etwas anders gemeint. >Ich habe ein System von Waterkotte gesehen, da stand ein >großer Tank mit warmen Wasser, aber das Brauchwasser wurde >wie bei einem Durchlauferhitzer nur bei Entnahme erhitzt. Das versteh ich jetzt noch nicht ganz... habe mal bei Waterkotte nachgesehen, und ich habe da gelesen, dass die WW-Bereitung nach dem Speicher-Lade-Prinzip arbeitet, also die 250 Liter WW vor der Entnahme als ganzes aufgeheizt werden. Das ist auch sinnvoll. Warum der Waterkotte keinen Puffer braucht, weiss ich nicht, bin nicht von Waterkotte. Andere, z.B. renommierte Hersteller benötigen einen Puffer für die Heizung. Vaillant z.B. nur 80 Liter.... Ich zitiere nun Rudolf Lüneborg vom 23.3.2004 1. Naturkühlung gibt es schon sehr lange bei z.B. Waterkotte-Wärmepumpen, dort ohne zusätlichen Wärmetauscher oder anderes, sondern mit Auslieferung komplett. Entscheidend dafür ist aber, dass die Heizflächen passen. Also Fußbodenheizung mit engen Rohrabständen (ca. 15 cm ist Standard). Dann klappt auch eine Naturkühlung im Sommer mit 3-5°C unter der Außentemperatur. Der WP-Regler begrenzt die Wassertemperatur auf min. ca.18°C, damit es nicht zur Taupunktunterschreitung kommt. 2. Einen Heizungspufferspeicher benötigen Sie nur dann, wenn a) das System falsch ausgelegt wurde, b) die Heizungsanlage mit Einzelraumregelungen (wofür bei gleichmäßiger Klimatisierung?) ausgestatttet ist und dabei kein Überströmventil eingebaut wurde, und c) wenn es vom EVU zu lange Sperrzeiten gibt und a) noch dazu kommt. Fazit: Puffer überflüssig. Puffer werden normalerweise nur bei Luft/Wasser-WP benötigt und/oder bei Altbausanierungen mit WP. Nur damit nichts verwechselt wird: Der integrierte 250 l Speicher ist ja für Trinkwasser! 3. Viessmann hat sich die Spezial-Fa. Satag aus der Schweiz "einverleibt"... Das Modell, welches Sie gerne eingebaut haben möchten, ist eine Entwicklung von Waterkotte und gibt es schon Jahre auf dem Markt. Dort heist es "AI1" und wird gerade im Neubau sehr gut angenommen(bis ca.9 kW). Also bauen es Andere nach, was ja nichts Ehrenrühriges ist... 4. Ein komplettes System mit einer AI1 und einer FBH für ca. 170 m² sollte max. 20.000,- EUR inkl. Steuer kosten. Ach ja, Solar: Als aktiver "Solarteur" bin ich immer für Sonnenwärme zu haben. Aber wenn Sie ein gutes WP-System zur Beheizung Ihres Hauses mit Trinkwassererwärmung haben, bedeutet die Solar-Mehrinvestition ein erhebliches ökologisches Gewissen. Denn rechnen tut sich das nimmer. Bei heutigen Energiepreisen. Also Sie entscheiden! Mit sonnigem Gruß [....]Rudolf Lüneborg Also Puffer oder nicht, die Hersteller sind da uneins. Wenn die FBH richtig dimensioniert und hydraulisch einreguliert ist, dann sagt Waterkotte, braucht er keinen Puffer. Ich persönlich nehme immer einen kleinen. Wegen dem Takten. Ist besser dann. Natürlich gehts auch anders. Liebe Grüße c.trinker, Fachinstallateur, Schladming, Austria mail Spamschutz: ".dot" löschen |
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21.05.2004 10:40:28 |
@ Jürgen Kempf Auf diesen Seiten: http://www.hautec-ag.de/warm_wasser.htm wird genannte Brauchwasser-Wärmepumpe beschrieben (mehr schlecht als recht). Auch in einem anderen Beitrag hier im Forum ist davon die Rede. Mir leuchtet sowas überhaupt nicht ein: 1. Ich entziehe damit dem Rücklauf der Fußbodenheizung Energie ( Wärme), welche anschließend die "große" Wärmepumpe wieder aufheizen muß. Natürlich benötigen beide Wärmepumpen Strom für dieses aufheizen. Wo soll also der Sinn bei einem solchen Gerät liegen? Es sind ja ständig alle auf der Suche nach dem Perpetuum Mobile - das aber ist es jedenfalls nicht. 2. Wie soll das ganze denn im Sommer funktionieren, wenn die Fußbodenheizung gar nicht läuft? Soll etwa nur die Heizungsumwälzpumpe laufen und so ganz nebenbei auch noch den Fußboden kühlen? Auch das halte ich für keine gute Idee, weil erstens damit Betauungsprobleme auftreten könnten und zweitens auch im Sommer ein u. U. eiskalter Fußboden nicht gerade angenehm ist (eine Kühlung kann nicht sinnvoll über den Fußboden erfolgen). Außerdem hat das ganze kapazitive Grenzen. Kann mich hier mal jemand von den Experten bestätigen, daß dieses Konzept "Schwachsinn" ist? @Stefan Ich betreibe die Waterkotte DS5014.3 als Wärmepumpe für Heizung und Warmasser im Grundwasserbetrieb. Mit dem Wirkungsgrad und der Zuverlässigkeit der Heizung bin ich sehr zufrieden. Es kommt immer drauf an, mit welchem Hersteller der Heizungsbauer meiner Wahl zusammenarbeitet, dieser soll ja auch den Service machen. Das heißt, er muß sich mit dem verkauften Produkt auskennen, richtig planen können und Störungen möchlichst schnell und sicher beseitigen können. Waterkotte ist einer der wenigen Hersteller, der seine Wärmepumpen selbst konstruiert und selbst produziert (viele andere machen nur noch ihr Markenschild drauf). Die Geräte sind jedenfalls konstruktiv hochwertig und im Wirkungsgrad sehr gut, mit der Ai1 habe ich persönlich allerdings keine Erfahrungen. Über den Werks-Service von Waterkotte habe ich hier im Forum allerdings schon einige schimpfen gehört. Gruß, Tiros2
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| | Zeit:
08.06.2004 12:34:06 |
Hallo Stefan, ich selber habe eine Wärmepumpe vom Typ Dimplex SA11C im Keller und Erdkollektoren im Garten. Die Warmwasserbereitung erfolgt über Wärmepumpe. Das Haus mit über 147 qm Wohnfläche haben wir so übernommen. Der Vorbesitzer hat im Durchschnitt fast immer 11.000 Kilowattstunden im Jahr verbraucht. Das erschien mit aber verdammt hoch. Bei näherer Analyse habe ich festgestellt, dass das Warmwasser 24 Stunden am Tag warm gehalten wurde. Die "Experten" der Firma Dimplex beharrten darauf, dass das auch gut so ist, denn man müsse nur einen Ausflug in die Thematik der Standverluste machen, die angeblich nur Minimal wären. Mein Menschenverstand sagte mir, dass das totale Verschwendung ist. Gerade im Winter wo die Wärmepumpe bei weitem nicht efffektiv arbeitet. Deswegen habe ich mir eine Schaltung gebaut, mit der ich die Warmwasserbereitung über Schaltuhr steuern kann. Mein Stromverbrauch ist damit um über 37% zurückgegangen. Ich verbrauche nun nur noch 6400 Kilowattstunden im Jahr. Kann dafür aber Nachts nicht mehr spontan duschen. Darauf kann aber jeder Normalbürger in Hinblick auf die steigenden Strompreise verzichten. Was mir die Schaltung aber gezeigt hat, ist die Belastung der Heizleistung durch die permanente Warmwassserbereitung. Ich denke die kann nur wirtschaftlich funktionieren, wenn man diese mit einer Schaltuhr steuern kann. Gruß Tommy
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| | Zeit:
09.06.2004 09:55:10 |
@Stefan #1 Die Trennung kann unter dem Gesichtspunkt der JAZ sinnvoll sein. Ich habe mir dazu mal eine Exceltabelle auf Monatsbasis gestrickt und für ein KfW-40-Haus abgeschätzt, dass ich für WW per Luft-WP und für FBH per Erd-WP die höchste JAZ erreichen würde. Das Ergebnis hat mich nicht weiter verwundert, da ein KfW-40-Haus Haus sehr gut gedämmt ist und in der Übergangszeit eine sehr gute passive Solarausnutzung über die Fenster gegeben ist und der WW-Bedarf üblicherweise als konstant über die Monate angesehen werden kann. Da so ab März/April bis September/Oktober die mittlere Lufttemperatur höher ist, als die Erdtemperatur ist mit Hilfe der Carnotformel (eta mal mit 40% angesetzt) auch klar warum die Luft-WP für WW im Jahresschnitt besser ist als die Erd-WP. Dabei aussenvorgelassen, aber genauso wichtig, sind die Investitionskosten und mögliche Förderungen für die jeweiligen Systeme. Gruss Ernie
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| | Zeit:
09.06.2004 15:32:02 |
Hallo Ernie, hat nicht die LuftWasser-WP einen geringeren Wirkungsgrad als eine WW-WP? Hast Du das auch mitberücksichtigt, wenns der Fall ist? PS: aufgrund der niedrigen Wärmekapazität von Luft ist auch eine größere Spreizung von delta_T der Luft, was wiederum zu einer Verschlechterung der Arbeitszahl beiträgt. Deine Berechnungsergebnisse würden mich interessieren, mit Randbedingungen. uwe.t.
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| | Zeit:
09.06.2004 15:50:55 |
Es gibt die unterschiedlichsten Ansichten, ob ein Durchlauferhitzer wirtschaftlich ist oder nicht. Auf jeden Fall soll man sich mal gut überlegen, ob es wirtschaftlich ist z.B. 300 l Wasser auf 55 Grad zu halten, ob diese benötigt werden oder nicht´und dies dann mit einer WP zu machen. Wenn man eine Solaranlage und einen Solarspeicher hat, dann macht es auf keinen Fall Sinn, mit der WP den Speicher fürs WW auf 55 Grad zu bringen, denn im Winter werden Sie mit den Solarkolletoren dieses Niveau nicht erreichen, also liegt der Kollektor brach. Dann also besser mit der WP maximal bis 30 Grad fahren, dass die Sonne noch eine Chance bekommt und plötzlich macht ein DA wieder Sinn, nämlich um die letzen 15 Grad für genau das wirklich benötigte Warmwasser ausreichend warm zu machen. Dafür braucht man wieder spezielle Durchlauferhitzer welche was kosten aber immer besser als z.B. eine Heliotherm WP mit 2 KW einzubauen, nur um warmes Wasser zu machen. Gruss www.bauweise.net
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| | Zeit:
10.06.2004 22:37:39 |
Langsam entwickelt sich im Forum das Gespräch in Richtung Speicher. Für uns ist dies nach einiger Erfahrung der Knackpunkt jeder Alternativ- Energie und Wärmepumpenanlage. Deshalb haben wir mit einem Partner über 6 Jahre an der Optimierung eines patentierten Speichersystems besonders auch für Wärmepumpen gearbeitet. Derzeit steht ein innovativer Speicher (Puffer) mit integrierter Warmwasserbereitung im Edelstahl-Durchfluss-System samt patentiertem Ladesystem im Gegenstromprinzip zur Verfügung. Also keine 300 oder 400 Liter lala..Warmwasser (absolut "hygienisch"...) und kein zweiter Puffer und Platzfresser daneben. Bei Wärmepumpen mit einer Schichttrennplatte hydraulisch entkoppelt -aber nicht desto trotz nutzt man z.B. 500 Liter Wasser als Puffer für Heizung und Warmwasser gleichzeitig, hat jederzeit lange Schalt-hysteresen für die Wärmepumpe und ca. 70 l/min Warmwasser mit nur 3K Spreizung zum Pufferwasser. AlphaInnotec (WP-Hersteller aus Kasendorf) hat einen ähnlichen Speicher ins Sortiment aufgenommen, auch andere namhafte Hersteller verkaufen "nebenbei" diese Speicher über ihre AD´s. Bei Interesse einfach ein Mail an info@decker-hls.de
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| | Zeit:
11.06.2004 09:14:46 |
Hallo, kann mir einer der Experten mal die Frage beantworten warum mein Jahresenergiebedarf um fast 35 Prozent zurückgegangen ist, weil ich mein Warmwasser nicht mehr 24 Stunden lang auf ca. 50 Grad halte (300 Speicher), sondern dieses nur einmalig am Morgen erhitze? Ich habe schon so viel über die Theorie der Standverluste und den geringen Anteil der Warmwasserbereitung an den Gesamtkosten gehört und gelesen. Aber es scheint alles nicht so recht zu passen. Für mich zählen nur Fakten und das ist in meinen Augen der Stromzähler. Eine meiner Vermutungen ist der, dass zum einen durch dieses ewige Nacherhitzen die Wärmepumpe wesentlich häufiger anspringt und die anfängliche Aktivierungsenergie ziemlich hoch ist. Darüber hinaus vermute ich, dass gerade im Winter der Boden, ich habe Erdkollektoren, durch die Warmwasserbereitung zusätzlich belastet wird. Liege ich mit meinen Vermutungen total verkehrt? Ich bin kein Heizungsexperte. Gruß Tom
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| | Zeit:
11.06.2004 09:34:33 |
Hallo TommyHamburg,
hast Du vorher das TWW und Heizung (Heizkörper, etc) mit WP geheizt? machst Du nun mit der WP die Heizung warm, und das TWW mit Strom?
uwe.t.
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| | Zeit:
11.06.2004 12:42:30 |
Hallo Uwe, die Fussbodenheizung und der Warmwasserspeicher werden nach wie vor allein (monovalent) durch die Wärmepumpe bedient. Es wird jetzt lediglich gesteuert, dass das Warmwasser nicht mehr 24 Stunden am Tag warm gehalten wird, sondern nur noch einmalig am Morgen. Das führte wie gesagt zu einer Energieeinsparung von über 35%. Meine Frage war, woran liegt das genau, denn für Warmwasser braucht man eigentlich nicht so viel Energie. Hat es etwas damit zu tun, dass das Erdreich nicht so belastet wird, weil ständiges laufen der Wärmepumpe den Boden im Winter übermässig viel Wärme entzieht oder ist es schon allein der Umstand, dass die Wärmepumpe nicht mehr so häufig anspringt, um das abgekühlte Warmwasser nachzuheizen? Gruß Tommy
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| | Zeit:
14.06.2004 10:07:46 |
Hallo Tommy, 1. ein Fakt ist, dass der TWW-Speicher eine Temperaturschichtung hat. Das hat jeder Speicher, und wenn er nicht ständig geladen wird, wird das warme Wasser fast vergleichbar wie in einem Kolben vom kalten Wasser raufgedrückt. Das erklärt schon mal den geringeren Energiebedarf. Das ist die wesentlichste Einsparung. 2. wird durch den nun geringeren Energiebedarf natürlich das Erdreich entlastet. Das ergibt eine positive Rückkopplung. Aber die hauptsächliche Einsparung ist m.E. alleine durch die einmalige Aufheizung des TWW-Speichers je 24 Stunden gekommen. uwe.t.
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| | Zeit:
14.06.2004 16:03:46 |
Hallo Uwe,
danke für die Info. Frage mich nur warum die Leute von der Firma Dimplex so hartnäckig bei Ihren Standpunkt bleiben, dass das ewige Nacherhitzen nicht sonderlich energieintensiv ist. Man hat mich arroganter weise auch an die Thematik der Standverlusttheorie verwiesen und gemeint, dass man durch das einmalige Erhitzen des Warmwassers allenfalls nur rund 10-15 Euro im Jahr sparen kann. Meine Stromrechnung sagt mir aber was anderes. Es sind stolze und belegbare 470 Euro Einsparung pro Jahr.
Gruß Tom
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