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Datenschutzhinweise

Rohre Fußbodenheizung, Typen und Unterschiede
Verfasser:
LoStaMo
Zeit: 25.05.2004 23:10:47
0
66236
Hallo,
welche Rohre (sauerstoffdicht) gibt es für Fußbodenheizungen?
Worin liegen die Unterschiede?
Was ist zu Alu-Verbundrohr für FBH zu sagen?
Herzlichen Dank,
ein tolles Forum!
L. Stahn

Verfasser:
Besserwisser
Zeit: 27.05.2004 20:46:47
0
66237
Zunächst unterscheidet man zwischen Kunststoffrohren (Polypropylen, Polybuten und Polyethylen) und Metallrohren (Kupfer, Stahl,)

Die Kunststofflobby hat Polybuten, ein sehr guter Werkstoff und ein sehr gutes Rohr, leider ziemlich vom Markt genommen. Hergestellt wird es fast nur noch in der Schweiz bzw. von schweizer Firmen.

Polypropylen ist mir in der letzten Zeit nicht mehr begegnet. Das ist ein wenig flexibles Rohr und kann eigentlich nur warm verlegt werden, d.h. beim Verlegen fließt warmes Wasser durch das Rohr.

Polyethylen kann man auch noch unterscheiden zwischen vernetztem Polyethylen und mitteldichtem Polyethylen.

Da Polyethylen von Hause aus ein sehr weiches Material ist, Eimer, Schüssel, Folien usw. (die Moleküle haben eine Linsenform, gleiten also aneinander vorbei) muss man die Moleküle verändern, damit sie dies nicht tun. Man vernetzt sie, gibt ihnen eine andere Form. Dadurch wird das Material temperaturbeständiger und für temperaturbeständige Hochdruckrohre geeignet. Das Vernetzen geschieht aber am fertigen, extrudiertem Rohr, entweder (und jetzt beginnt ein Glaubenskrieg) mittels Betta/Gamma Bestahlung (strahlenvernetztes Polyethylen PE - Xc), mittels Druck (hochdruckvernetztes Polyethylen = Verfahren Engel), oder mittels Chemie (chemisch vernetztes Polyethylen).

Beim mitteldichtem Polyethylen braucht man diese Prozedur nicht zu machen, das Rohr ist gleich gut genug für FB-Hzg. geeignet. Hat also gleich eine andere, offenbar richtige Molekülstruktur als das normale Polyethylen.

Die physikalischen Werte, dieser Rohre sind nahezu gleichwertig. (Pro schlägt Contra) Es gibt aber Leute, die behaupten, dass das was auf dem Rohr steht, das was aufgedruckt ist, Namen, Zahlen, Bezeichnungen, das wäre für die Qualität eines Heizungsrohres von enormer Wichtigkeit. Dabei haben alle soviel von einander abgeschrieben bzw. abgekuckt, dass man mit gutem Gewissen sagen kann, alle diese Rohre sind gleich gut geeignet. Es besteht aber ein Unterschied im Händling, mehr oder weniger gut verarbeitbar. Vieleicht hält das Eine Rohr 14 Tage länger als das Andere, sicher ist aber, alle Kunststoffrohre werden uns und unsere Nachkommen um Jahre überleben. Sie sind im Estrich oder unter dem Estrich, unverrottbar.

Fast alle Kunstsoffrohre haben baurechtliche Zulassungen, werden fremdüberwacht und besitzen eine wärmetechnische Prüfung nach DIN 4725 Teil 2 und haben Gutachten ohne Ende, also alles ist im grünen Bereich.

Über die Metallrohre kann man auch einiges sagen. Vorwiegend ist Kupfer mit einem Kunststoffmantel im Einsatz. Der Kunststoffmantel (Stegmantel) soll verhindern, dass die Wärme zu schnell in den Estrich gelangt, hat also eine Dämmfunktion, verhindert also den direkten Kontakt zum Estrich.

Immer wieder lässt man sich was Neues einfallen. Seit einiger Zeit gibt es auch für Fußbodenheizungen Metallverbundrohr. Im Prinzip führt man die guten Eigenschaften beider Werkstoffe (Kunststoff und Metall{Aluminium}) zusammen. Beachtet werden muss aber, passen beide auch zusammen, haben sie den gewünschten Verbund, haben sie die gleichen wärmetechnischen Eigenschaften (Ausdehnung unter Wärme usw.). Bringen sie den gewünschten Effekt, das bitte sollte man abwarten können/dürfen. Für dieses Rohr gibt es noch keine offz. Zulassungen für Fußbodenheizungen, (weshalb lässt sich erahnen) und noch keine wärmetechnische Prüfung. Man kann also noch keine Fußbodenheizung mit diesen Rohren offz. berechnen. Oder weiß einer mehr?

Vieleicht sollte man sagen dürfen, warum immer wieder was anderes, wenn es doch was gutes, bewährtes in ausreichender Menge gibt. Gehen wir bitte damit verantwortungsbewust um, dann haben wir genug zu tun, (passsen Sie gut darauf auf.)

Verfasser:
LoStaMo
Zeit: 27.05.2004 23:48:21
0
66238
Besserwisser, ein sehr informativer Beitrag.
Danke für die Mühe.

Verfasser:
Eppes
Zeit: 28.05.2004 08:20:04
0
66239
Ergänzungen:

Der Kunsttoffmantel bei Kupferrohren dient zur Abschirmung von der alkalischen (Zement-)Estrich-Umgebung. Der Effekt der Wärmedämmung muss hier als "kleiner Nachteil" in Kauf genommen werden. Bei Gussasphalt entfällt der Kunsttoffmantel.

MKV-Rohre (Metall-Kunsttoff-Verbund) sind seit Jahren bewährt im Einsatz.

Weitere Infos gibt es z.B. hier:

http://www.haustechnikdialog.de/downloads/MerkblattB.pdf

Eppes

Verfasser:
KHU
Zeit: 28.05.2004 11:21:44
0
66240
@Eppes,

bei Gussasphalt würde der Kunststoffmantel verbrennen. Bei Einsatz von Kupferrohren in Verbindung mit Estrichen ist eine Beeinträchtigung der beheizten Fußbodenkonstruktion infolge verschiedener Ausdehnungskoeffizienten zwischen Rohr und Estrich zu verhindern (z.B. durch werksseitige Ummantelung des Rohres und durch Umwickeln der Bögen.)

Gartenschlauch würde sich auch eignen und bewähren, der ist aber zu teuer. Vergoldete und Rohre aus reinem Gold? Aber müssen wir immer übertreiben. Es gibt für das Metallverbundrohr noch keine wärmetechnische Prüfung und auch nicht die allgemeinen, üblichen Garantie und Gewährleistungszusagen.

Verfasser:
Hinniwilli
Zeit: 28.05.2004 13:26:08
0
66241
Auch von mir schönen Dank an "Besserwisser" für seinen ausführlichen Beitrag.
Trifft Deine Aussage "Kunststoffrohre werden uns und unsere Nachkommen um Jahre überleben" auch für ältere Rohre (1980) zu, oder sollte man da besser schon mal für eine Sanierung sparen?

Grüße Hinniwilli

Verfasser:
Besserwisser
Zeit: 28.05.2004 15:46:26
0
66242
@Hinniwilli,
ob auch für Rohre von 1980 kann man nur sagen wenn man den Werkstoff kennt. Normalerweise halten Kunststoffrohre im Estrich, d. h. wenn keine UV-Strahlen an das Rohr glangen können, sehr lange, länger als wir denken können, 1 Milionen Jahre.

Beeinträchtigt wird die Lebensdauer oder Alterung von der thermischen Belastung die das Rohr immer wieder quält und zermürbt. Aber diese ist sehr gering. 1,5 bis 2,0 bar Innendruck und max 50 Grad C, und dies auch nicht immer, nur in der Heizperiode, und auch nicht immer 50 Grad sondern meistens weniger. Was ist das schon? Ein im Estrich eingebettetes Rohr hat es schwerer als ein Rohr welches sich frei bewegen kann. (Trockensystem) Weil sich im Rohr, wenn es sich nicht ausdehnen kann wie es will, Spannungen bilden. Es geht ihm wie den Menschen.

Wir haben in der letzten Zeit eine alte FB-Heizung aufnehmen und neu verlegen müssen, weil der Bauherr in einem Geschoss die Aufteilung verändert hat. Das aufgenommene Rohr, es hat sich 29 Jahre lang quälen müssen, ist sofort wieder in seinen Lieferzustand zurückgefallen, so wie der Ring war. Ich meine so wie es bei seiner Anlieferung aufgerollt war. Ich schließe daraus, es hat sich in seinen Eigenschaften nicht verändert. Es konnte sich noch erinnern. Fachleute sagen dazu, es ist der Erinnerungseffekt.

Verfasser:
Besserwisser
Zeit: 28.05.2004 15:48:24
0
66243
........habe vergessen, es war ein Trockensystem "System-Ritter" und ein Rohr aus Polybutylen .........

Verfasser:
UNIVERSA
Zeit: 01.06.2004 10:44:23
0
66244
... sehr interessant. Übrigens das zuvor mit Recht als sehr gut beschriebene PB - Rohr kommt (auch) aus Österreich....

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