Zunächst unterscheidet man zwischen
Kunststoffrohren (Polypropylen, Polybuten und Polyethylen) und Metallrohren (
Kupfer,
Stahl,)
Die Kunststofflobby hat Polybuten, ein sehr guter Werkstoff und ein sehr gutes Rohr, leider ziemlich vom Markt genommen. Hergestellt wird es fast nur noch in der Schweiz bzw. von schweizer Firmen.
Polypropylen ist mir in der letzten Zeit nicht mehr begegnet. Das ist ein wenig flexibles Rohr und kann eigentlich nur warm verlegt werden, d.h. beim Verlegen fließt warmes
Wasser durch das Rohr.
Polyethylen kann man auch noch unterscheiden zwischen vernetztem Polyethylen und mitteldichtem Polyethylen.
Da Polyethylen von Hause aus ein sehr weiches Material ist, Eimer, Schüssel, Folien usw. (die Moleküle haben eine Linsenform, gleiten also aneinander vorbei) muss man die Moleküle verändern, damit sie dies nicht tun. Man vernetzt sie, gibt ihnen eine andere Form. Dadurch wird das Material temperaturbeständiger und für temperaturbeständige Hochdruckrohre geeignet. Das Vernetzen geschieht aber am fertigen, extrudiertem Rohr, entweder (und jetzt beginnt ein Glaubenskrieg) mittels Betta/Gamma Bestahlung (strahlenvernetztes Polyethylen PE - Xc), mittels Druck (hochdruckvernetztes Polyethylen = Verfahren Engel), oder mittels Chemie (chemisch vernetztes Polyethylen).
Beim mitteldichtem Polyethylen braucht man diese Prozedur nicht zu machen, das Rohr ist gleich gut genug für FB-Hzg. geeignet. Hat also gleich eine andere, offenbar richtige Molekülstruktur als das normale Polyethylen.
Die physikalischen Werte, dieser
Rohre sind nahezu gleichwertig. (Pro schlägt Contra) Es gibt aber Leute, die behaupten, dass das was auf dem Rohr steht, das was aufgedruckt ist, Namen, Zahlen, Bezeichnungen, das wäre für die Qualität eines Heizungsrohres von enormer Wichtigkeit. Dabei haben alle soviel von einander abgeschrieben bzw. abgekuckt, dass man mit gutem Gewissen sagen kann, alle diese Rohre sind gleich gut geeignet. Es besteht aber ein Unterschied im Händling, mehr oder weniger gut verarbeitbar. Vieleicht hält das Eine Rohr 14 Tage länger als das Andere, sicher ist aber, alle Kunststoffrohre werden uns und unsere Nachkommen um Jahre überleben. Sie sind im
Estrich oder unter dem Estrich, unverrottbar.
Fast alle Kunstsoffrohre haben baurechtliche Zulassungen, werden fremdüberwacht und besitzen eine wärmetechnische Prüfung nach
DIN 4725 Teil 2 und haben Gutachten ohne Ende, also alles ist im grünen Bereich.
Über die Metallrohre kann man auch einiges sagen. Vorwiegend ist Kupfer mit einem Kunststoffmantel im Einsatz. Der Kunststoffmantel (Stegmantel) soll verhindern, dass die
Wärme zu schnell in den Estrich gelangt, hat also eine Dämmfunktion, verhindert also den direkten Kontakt zum Estrich.
Immer wieder lässt man sich was Neues einfallen. Seit einiger Zeit gibt es auch für
Fußbodenheizungen Metallverbundrohr. Im Prinzip führt man die guten Eigenschaften beider Werkstoffe (Kunststoff und Metall{Aluminium}) zusammen. Beachtet werden muss aber, passen beide auch zusammen, haben sie den gewünschten Verbund, haben sie die gleichen wärmetechnischen Eigenschaften (Ausdehnung unter Wärme usw.). Bringen sie den gewünschten Effekt, das bitte sollte man abwarten können/dürfen. Für dieses Rohr gibt es noch keine offz. Zulassungen für Fußbodenheizungen, (weshalb lässt sich erahnen) und noch keine wärmetechnische Prüfung. Man kann also noch keine Fußbodenheizung mit diesen Rohren offz. berechnen. Oder weiß einer mehr?
Vieleicht sollte man sagen dürfen, warum immer wieder was anderes, wenn es doch was gutes, bewährtes in ausreichender Menge gibt. Gehen wir bitte damit verantwortungsbewust um, dann haben wir genug zu tun, (passsen Sie gut darauf auf.)