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09.12.2002 12:28:04 |
Guten Tag, vorweg muss ich sagen, dass ich ein vollkommener Laie bin, und daher einen Profi-Tip brauche. Das Problem ist folgendes: Wir haben ein altes Häuschen gekauft. Dort gibt es diese alten Gussheizkörper (weiß leider nicht, ob das so heisst). In drei Zimmern haben wir diese durch Flachheizkörper (weiss leider nicht ob das das richtige Wort ist) ausgetauscht. Zwei dieser Zimmer befinden sich im Obergeschoss - eines im Erdgeschoss. Der Heizkörper im Erdgeschoss funktioniert einwandfrei. Nur die beiden im Obergeschoss nicht bzw. sie werden höchstenfalls lauwarm. Das ärgerlich ist, dass es nun immer kälter wird, und eines der betroffenen Zimmer das Kinderzimmer ist... und dort ist es nun doch etwas kalt für unsere 4 Monate alte Tochter: um die 12 Grad. Auf anraten eines Heizungsbauers haben wir eine neue Pumpe eingebaut - jedoch hast das GAR nichts gebracht. Mein Mann meinte nun, ob es sein kann, dass das Problem vielleicht mit der "Laufrichtung" des Wasser (sorry - Sie merken: ich bin ein Laie) zu tun hat bzw. dass die neuen Heizkörper falschrum angeschlossen sind. Wenn uns jemand weiterhelfen könnte, wären wir sehr sehr froh - des der Winter schlägt nun voll zu... und es wird immer kälter. Danke im voraus :-) Susi
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Verfasser: Frank Bettinger | Zeit:
11.12.2002 10:47:52 |
Hallo das mit dem vertauschtem Vor- und Rücklauf kann gut sein. Wird an dem HK das untere Rohr ehr warm oder ist es wärmer als das obere? Das könnte ein Anzeichen sein. Ein weiteres Anzeichen können " Klopfgeräusche" in der Leitung sein. Hier sollte der Heizunsbauer, der die Pumpe verkauft hat, vielleicht mal tätig werden. Der sollte sowas eigentlich wissen und erkennen. Ferndiagnose hilft manchmal, aber besser ist es, das vor Ort durch einen Fachmann prüfen zu lassen. Falls das mit dem vertauschtem Vor- und Rücklauf der Fall ist, gibt es z.B. von Heimeier dementsprechende Ventile. Vielleicht waren die bei den alten Guss- oder Stahlradiatioren eingebaut und es ist nicht aufgefallen. Viel Erfolg. MfG Frank Bettinger
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11.12.2002 15:22:03 |
Schaut doch mal nach ob Luft im Heizkörper ist. Am Ende des Heizkörpers oben sollte sich ein Entlüftungsventil befinden, wo man den HK entlüften kann. Anlagendruck der Heizung im Keller kontrollieren, dort sollte sich in der Nähe des Heizkessels ein Manometer befinden. Der Druck sollte ca. 1, 5 bar betragen (1 bar = 10 Meter Wassersäule). Falls immer noch nichts geht könnt Ihr Euch ja nochmal melden. Viel Glück Torti
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11.12.2002 17:56:38 |
Tag Susi, vermute nach Deiner Schilderung,das es sich um eine alte Schwerkraftanlage handelt.Wobei die Anschlüsse der neuen Heizkörper auf 3/8" oder1/2" reduziert wurden. Die alten Heizkörper haben dagegen 1" bzw.11/4" und noch alte Regulierventile.Rüste die alten Heizkörper auch mit Thermostatventilen aus, damit ein Zwangsumlauf durch die Flachheizkörper geschieht.Denke damit ist das Problem behoben. Hoffe Dir damit geholfen zu haben. MfG Grandia
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| | Zeit:
11.12.2002 18:42:42 |
Hallo! Es geht schon in die Richtung die Grandia anvisiert hat. Es wird am hydraulischen Abgleich liegen. Sorry, aber ich kann es schon nicht mehr hören(lesen). Schaut Euch mal in anderen Foren um, immer wieder die selben Probleme bei den Kunden. Dann versucht es noch mit einer stärkeren Pumpe! Wann endlich lernen unseren Handwerksmeister endlich mal ihr Einmaleins? Sagt jetzt nicht wieder es liegt am Preiskampf, das koste ja wohl kein Geld und Zeit. Mit freundlichen Grüßen Frank
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| | Zeit:
12.12.2002 07:48:55 |
Hallo Susi, habt Ihr Euch vielleicht Ventilheizkörper einbauen lassen? Es wäre nicht das erste mal, dass dann Vor- und Rücklauf vertauscht worden sind. Haben die Heizkörper evtl. Gefälle zum Luftstopfen?. Dann könnte Luft ein Problem sein. Gruss Stefan
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12.12.2002 08:41:29 |
Hallo Susi, offenbar wurden Ihre Heizkörper von Laien montiert, sowie grundlegende Regeln der Strömungslehre und der Hydraulik nicht beachtet. Der Tip vom Heizungsbauer, eine stärkere Pumpe einzubauen, ist erbärmlich. Der hätte sich die Anlage anschauen sollen, Ihnen einen Kostenvoranschlag gemacht und repariert. Sie hätten innerhalb eines halben Tages warme Zimmer. Die Ferndiagnosen können alle zutreffen, Sie merken, es ist ein komlexes Thema. Gehen Sie zum Fachmann vor Ort!
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15.12.2002 02:37:28 |
Es ist traurig zu lesen, das nur einer auf den richtigen Gedanken kommt. Die neuen Heizkörper und wahrscheinlich auch die neuen Ventile haben einen viel größeren Widerstand als die alten Radiatoren. Ich beobachte das Forum schon lange und kann mich mit verschiedenen Äuserungen auch nicht zurückhalten. Was hier ab und zu von sogenannten Fachleuten zum besten gegeben wird, wäre zum totlachen, wenn es nicht so traurig wäre. Die einfachsten Sachen werden total verkompliziert und verdreht. Es hilft auch nichts, wenn ein Dipl.Ing.-Titel vornedran steht. Diese haben von der Praxis und der Technik erst recht keine Ahnung. Wenn ich daran denke wieviele sich auch noch Gutachter schimpfen, graust es mir.Auch viele Heizungsbaumeister machen da keine Ausnahme. Leider bekommt man einen Meistertitel heute schon nach 2 Gesellenjahren,ohne die nötige Erfahrung einer längeren beruflichen Praxis. Zudem arbeitet der Großteil nur auf Neubauten und hat mit älteren Anlagen und Störungssuche nichts zu tun. Ich habe mir das Forum in letzter Zeit etwas abgewöhnt, das ist besser für meinen Blutdruck. Mfg heizmeister
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| | Zeit:
15.12.2002 07:54:14 |
Bei Susi `s Situation kam mir eine Story aus der Praxis in den Sinn, ohne daß dies zu Susi passen muß: Altes Haus mit ursprünglich Schwerkraftheizung im Einstrang; schönes 1,5"-Rohr auf Putz durchs ganze Haus ! Soll funktioniert haben!!! Theoretisch und praktisch unmöglich. Irgendwann wurde eine Pumpe eingebaut und ein "geschlossens" System hergestellt. Jeder Gußheizkörper hat "parallel" ein Ventil mit Vierkant zum Abgleich, damit das Warmwasser teilweise vorbeiströmt. Das Dachgeschoß war nicht ausgebaut, wurde aber jetzt mit Kinderzimmern ausgebaut. Das "Heizungsrohr" wurde aufgetrennt und ein Abzweig über das Dachgeschoß gelegt und an diesen mehrere Flachheizkörper angeschlossen(aus dem nächsten Baumarkt für ca. 30€/Stück); Abzweig an dem einen Rohr zum Vorlauf des Heizkörpers und zurück ans selbe Rohr den Rücklauf... (Es ist ja nur ein Rohr vorhanden). Abgesehen von diversen neuen " Luftsäcken" strömt das Heizungswasser lustig am Heizkörper vorbei und die Kinder frieren. Vor dieser Installation war ich um ein Angebot gebeten worden. Nach Besichtigung der Gegebenheiten hatte ich einen Preis genannt, der den Hauseigentümern zu hoch war und die Installation erfolgte in Eigenleistung mit Hilfe des Nachbarn für die Schweißarbeiten. Der Dachgeschoßausbau kostete über 10.000€, aber knapp 1.000 € für eine funktionierende Heizung waren nicht einkalkuliert, denn seit Jahrzehnten wurde damit schon geheizt, also kann es nur an den neuen Heizkörpern liegen. MfG Udo Rostek |
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15.12.2002 17:36:57 |
Hallo Susi, warum gehen Sie nicht gleich zum Fachmann. Im Übrigen muß ich Heizmeister voll zustimmen. Dies ist ein Haustechnikdialog und Kein Forum für Schwachsinn! Der wird jedoch täglich mehr und größer. Gruß Rüdiger
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23.01.2003 22:13:52 |
Guten Tag beisammen, erst einmal möchte ich mich ganz ganz herzlich für die Antworten bedanken :-). Mit soviel Hilfe hätte ich gar nicht gerechnet. Desweiteren dachte ich, dass ich Euch/Ihnen allen nun die Lösung des Problems schuldig bin. Es war die Durchlaufrichtung im oberen Stock die nicht stimmte. Mein Mann hat auf eigene Faust den Vor- und Rücklauf für den oberen Stock am Heizkessel getauscht - und plötzlich wirds überall im Haus warm (fragen Sie mich bitte nicht warum). Das komisch ist, dass wir das Haus schon "falsch angeschlossen" erworben hatten - es jedoch den Gussheizkörpern nichts ausgemacht zu haben scheint. Komisch! Nunja egal... auf jeden Fall funktioniert jetzt alles... und Herr Frank Bettinger (siehe erster Beitrag) scheint recht gehabt zu haben. Nochmal Danke an alle :-) Susi
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