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Kosten neue Gasheizung
Verfasser:
Julia Oehring
Zeit: 10.12.2002 12:14:56
0
4884
Bei uns wird wohl demnächst eine neue Gasheizung. Da wir dies geldlich noch gar nicht einkalkuliert hatten, würde ich gerne ein Gefühl dafür bekommen, was und das so bevorsteht.
Wir haben momentan eine 18 Jahre alte Viesmann VK S22. Mir geht es nicht um genaue Preise sondern nur so um die Größenordnung.

Verfasser:
Zeit: 10.12.2002 18:14:55
0
4885
mit Speicher+Kaminsanierung 7.000. Weil es wird ja ein Brennwertgerät.

Verfasser:
Stephan Philipp
Zeit: 10.12.2002 19:21:05
0
4886
Ich habe für 6000,-Euro einen neuen Brennwertkessel
bei mir einbauen lassen inkl. Schornsteinarbeiten!!

steperjo

Verfasser:
Sukram
Zeit: 10.12.2002 19:33:47
0
4887
sorry. Vorletztes war von mir.

An vorigen: Es gibt solche und solche.

solche, die mit 15 J versifft sind und solche, die nach 30 Jahren zun ersten mal überholt werden müssen;-)

Wopbei man halt überlegen muss, wie lange das Teil überhaupt laufen muss. Wenn nach 10 Jahren der Brennstoff alle wird, darf's auch ein Wolf für 5 Kiloeuro sein ;-)

Es gibt auch solche und solche Handwerker.
Wobei man letztere leider nicht so genau
unterscheiden kann wie erstere :-(

Verfasser:
Sukram
Zeit: 10.12.2002 19:36:23
0
4888
hatte natürlich einen richtigen Kessel im Kopf, keine Therme.

Verfasser:
Frank
Zeit: 11.12.2002 10:43:33
0
4889
Sorry, aber die Preise, die hier genannt werden, sind viel zu hoch. Kauf dir einen Vitodens200 bei ebay (ca.2200Euro)+ Einbau ca. 1200 Euro = 3400 Euro und das für eine sehr gute Anlage.

Verfasser:
Stephan Philipp
Zeit: 12.12.2002 08:18:38
0
4890
Hallo,

von einem Kauf eines Brennwertkessels rate ich dir dringen ab!!
Ich habe es selber gemacht.Den gekauften Brennwertkessel installiert Ihnen niemand bzw. ist es schwer einen Monteur dafür zu begeistern!!

Denn das Hauptgeschäft ist der Verkauf des Brennwertkessels und wenn der wegfällt mag kein
Heizungsbauer Ihren Kessel installieren.

Wenn Sie diesen Weg trotzdem gehen wollen,tät ich Ihnen
raten vorher zu klären wer Ihnen trotzdem das Brennwertgerät installiert!!

Spreche aus eigener Erfahrung!!!!!!!!

steperjo

Verfasser:
Uwe Bartel
Zeit: 12.12.2002 08:26:08
0
4891
Hallo,

meinem Vorredner ging es bestimmt nicht darum, Sie prinzipiell von einem Brennwertgerät abzuraten, sondern darauf hinzuweisen, das man ein solches besser beim demjenigen kauft, der es einbauen soll.

Man beachte auch, dass man nur die Herstellergarantie geniest, wenn ein solches Gerät vom eingetragenen Installateur eingebaut wird.

Verfasser:
Florian
Zeit: 12.12.2002 14:28:30
0
4892
Hallo Uwe,
ich möchte niemanden dazu überreden, seinen Kessel ohne entsprechende Sachkunde selbst einzubauen. Wie schwierig das am Ende wirklich ist, hängt auch etwas von den örtlichen Gegebenheiten ab. Ein versierter Bastler, der in seiner Kindheit mit Lego-Technik gespielt hat, kann das aber in der Regel durchaus bewältigen! Leider hat man auch dann, wenn man einen Handwerker beauftragt keine Garantie dafür, das am Ende alles einwandfrei funktioniert.
Deinen Einwand mit der Werksgarantie halte ich für unnötige Panikmache. Die Geräte sind normalerweise werksseitig geprüft. Wenn es dann im Ausnahmefall dennoch nicht einwandfrei funktionieren sollte, gibt es insbesondere bei Neuware gesetzliche Garantiebestimmungen!
Unnabhängig von der Garantiefrage muß das Gerät natürlich ordnungsgemäß eingebaut werden. Da ist der Haken. Derjenige, der sein Gerät selbst einbaut, kann die Arbeiten in aller Ruhe und ohne Zeitdruck angehen und er hat den nicht zu unterschätzenden Vorteil, daß er die normalerweise gute Einbauanleitung in Händen hält. Wenn er einen Handwerker beauftragt, bekommt er diese normalerweise nie zu sehen. Bei auftretenden Problemen ist er dann hilflos dem Handwerker ausgeliefert.
Eine andere Frage ist der Gasanschluss. Da gibt es einschlägige gesetzliche Bestimmungen. Es ist auch auf die Sicherheit zu achten. Aber da läßt sich bestimmt ein konzessionierter Handwerker finden.
Meine persönlche Erfahrung ist folgende: Ich habe meinen Buderus Öl-Kessel einschließlich Brennwertzusatz und Schornsteinarbeiten unter erschwerten Bedingungen selbst eingebaut. Es war meine erste Heizung. Die Teile habe ich ohne besonder Tricks und Rabatte über den Handel bezogen. Das ganze kostete mich 13000 DM (ca. 6500 EUR) und 14 Tage Urlaub. Mit inbegriffen die Renovierung des Heizraumes und die Entsorgung der alten Anlage (ein Monstrum). Zuvor hatte ich zwei Angebote eingeholt, die beliefen sich auf jeweils ca. 27000 DM (davon alleine 3500DM für entleeren, Demontage und Entsorgen der Altteile).
Garantieprobleme habe ich nach 2-jährigem Betrieb keine. Es funktioniert alles einwandfrei und der Schornsteinfeger hat die Anlage auch abgenommen.

Verfasser:
Klaus-Peter
Zeit: 12.12.2002 18:04:34
0
4893
Hallo,
bitte beachten das bei einem Angebot für ein Brennwertheizgerät auch die zu den dazugehörenden niedrigeren Vorlauftemperaturen richtigen Heizkörper mit Angeboten werden.
Bei einer Absenkung der Vorlaufteperatur von z.Zt. 70° auf dann 55° (bei -12°) vergrößern sich die Heizflächen auf ungefähr das 2,5 fache bei Senkung von 90° auf 55° vervierfachen sie sich ungefähr.
Es spielen dabei verschiedene Aspekte zusammen um auszurechnen, welche Heizleistung in welchem Raum noch benötigt wird.
Der Fachmann wird dabei allerdings behilflich sein und mit dem Angebot zur Erneuerung des Heizkessels auf das Problem der Heizleistung der Heizkörper hinweisen.

Je nach Gegend in Deutschland schwanken die Preise sehr stark in Hamburg kostet der Wechsel ungefähr
6 Std zuzüglich dem Gerät welches Preismäßig je Hersteller stark schwankt. Reine Heizgeräte sind allerdings erheblich günstiger als Kombigeräte also mit integrieter Warmwasserbereitung.

Viel Glück bei der Auswahl des Fachbetriebs
Ps. Ein Geräte Wechsel muß auch durch einen Fachbetrieb angemeldet werden sonst darf das Gerät stillgelegt werden.

Verfasser:
P. Rabe
Zeit: 12.12.2002 21:26:42
0
4894
Hallo Frank!

Das es bei ebay den genannten Kessel zu diesem Preis gibt, ist mir klar. Das es ein gutes Brennwertgerät ist, will ich nicht in Abrede stellen. Von einem Kauf würde ich trotzdem abraten, da es mit der Garantie nicht ganz so einfach ist, wie Florian es darstellt. Viessmann gibt die Garantie nur dem Installateur, der das Gerät von Viessmann bezieht und das mit der Rechnung nachweisen kann. Dieser ist dann Ansprechpartner des Kunden, wenn es zum Garantiefall kommt. Zu wem geht aber der Käufer, wenn er das Gerät übers Internet gekauft hat? Zum Verkäufer??????

Übrigens gab es bei Viessmann auch schon Austauschaktionen von fehlerhaften Teilen nach Ablauf der Garantie.

Ich würde dazu raten, eine oder mehrere Fachfirmen zu fragen und sich ausführlich beraten zu lassen.

Mit freundlichen Grüßen
P. Rabe

Verfasser:
Frank
Zeit: 12.12.2002 21:44:29
0
4895
Hallo Herr Rabe

mal ein provokante Gegenfrage: Und für den Service und Garantie der Fachfirma 300 Euro mehr bezahlen ? Nein Danke. Ich hab 3 Viessmann Kessel über einen Fachhändler gekauft, Kontakt über Ebay hergestellt. 45 % auf Listenpreise. So geht es ! Einen Punkt sollte man allerdings wirklich vorher klären: Wer baut den oder die Kessel ein. Es findet sich immer einer, ich spreche aus Erfahrung. Ist doch klar, daß die Firmen zum Listenpreis verkaufen möchten, aber die Zeiten sind hart, auch für uns Kunden.


Verfasser:
Frank
Zeit: 12.12.2002 21:45:16
0
4896
Sollte 3000 Euro heissen, sorry Tippfehler.

Verfasser:
P. Rabe
Zeit: 12.12.2002 22:25:31
0
4897
Hallo Frank!

Ich liebe diese Unterstellungen!

Zeig mir eine Firma, die heute noch den Listenpreis an den Endkunden weiterreichen kann. Bei uns war das glaube letztmalig vor 10 jahren oder so!
Und die Behauptung, 3000 € zu sparen, ist ein wenig aus der Luft gegriffen. Wie ich schon geschrieben habe, Fachfirma fragen und Angebot einholen. Erst dann kann man eine richtige Aussage treffen.

Und noch etwas möchte ich hinzufügen. Wenn dann alle Kunden den von Dir vorgeschlagenen Weg gehen und die Fachfirmen dann nur noch anschließen dürfen, dürfte es bald vorbei sein mit der Handwerkerschaft. Denn wenn diese ihre Kosten auf den Preis für das Anschließen des Kessels aufschlägt, nimmt der "schlaue" Bauherr einen Schwarzarbeiter. Denn eines ist doch klar, wenn der schön "billig" gekaufte Kessel mal kaputt ist, erwartet ebend dieser Kunde, das die Fachfirma natürlich die Ersatzteile auf Lager liegen hat (kostet ja nichts!).

Aber nichts für ungut, jeder muss selber wissen, was er für richtig hält!

Gruss P. Rabe

Verfasser:
Uwe Bartel
Zeit: 13.12.2002 07:30:14
0
4898
Hallo,

ich kann meinem Vorredner nur zustimmen, und um mal das mit dem Preis klarzustellen,
das Gerät kostet als reines Heizgerät mit Außentemperatursteuerung mit 6 - 24kW €3037,00 zzgl. Mehrwertsteuer als Listenpreis.

Wo man da €3000,00 am Gerät sparen möchte kan ich mir beim besten Willen nicht vorstellen.
Man sollte da aufpassen, dass man nicht Äpfel mit Birnen vergleicht.
Am Anschlußpreis kann man ja nicht sparen, den muss man sowieso bezahlen, wenn man das Gerät sich einbauen läßt. Das wäre bei mir sowieso teurer, als wenn der Kunde das Gerät bei mir kauft, denn auf die Gewährleistung und den Service des Handwerkers will nachher auch niemand verzichten.

Mfg Uwe Bartel

Verfasser:
Hinz-Service
Zeit: 13.12.2002 07:48:32
0
4899
Sehr geehrte Frau Oehring,
wir sind ein Handwerksbetrieb,der für den Kunden Leistungen erbringt.
Generell lehnen wir den Einbau von den selbst bereitgestellten Heizgeräten ab.
Die "Ratgeber"für die vermeintlichen Preiswerten Varianten ebay,Baumärkte usw.sind eine eigene Zunft,jedoch sehr schlechte Ratgeber.
Kostenkalkulation ist eben nicht Jedermannssache.
Und eins noch und dies bewahrheitet sich immer-Wer billig baut,baut zweimal.
Wenden Sie sich doch einmal an einen ortsansässigen Heizungsbaubetrieb,der auch eigene Angestellte und ein Kundenpotential hat.(Nachbarn,Bekannte und Freunde.Mundpropagande könnte Ihnen auch ein guter Ratgeber sein).Von diesem lassen Sie sich umfassend beraten und er erstellt Ihnen dann auch ein Kostenangebot.
Selbstverständlich Brennwerttechnik mit Schornsteinsanierung,Außentemperatur-und Raumregelung sollte sein.Weiterhin ist die vorhandene Anlage mit der neuen Technik abzugleichen.Ebay-und die Baumärkte kommen nicht zu Ihnen bei Problemen an der Heizungsanlage 24.12. -10°C Außentemperatur!!Kundendienst ist ganz wichtig.

Brennwertgerät-incl.Montage und Kleinmaterial 2500-3000 EUR
Schornsteinsanierung 1200-1400 EUR.

Verfasser:
Torsten Gerards
Zeit: 13.12.2002 08:05:06
0
4900
Ich habe bisher gedacht das hier wäre eine Plattform für Handwerker, und nicht für die Schwarzarbeit und Hobbybastler.
Aber ich erkenne das diese Leute wieso oft solche Sachen , also uns Handwerker ausnützen,um Kostenlos
das nötige KnowHow zu erwerben.
Angefangen vom kostenlose Beratung und Angebot für die Materialzuammenstellung.
Sicher können diese Leute alles , wofür wir eine Ausbildung und Jahre lange Berufserfahrung brauchen.
Wenns ja schief geht sind ja die Fachbetrieb ja noch vor Ort,z.Bsp wenns Heiligabend ist und die Kiste auf Störung geht.
Aber ich möchte hier darüber keine Diskussion vom Zaun brechen über das für und wieder.
Ich rate jedem meiner Kollegen, solche Kundschaft raus zufiltern , denn wir müssen Geld verdienen , nur so sind wir in der Lage Arbeitsplätze und Ausbildungsplätze und auch unseren Stand zuhalten.
Also lernt knallhart NEIN zusagen.

Verfasser:
Udo Rostek
Zeit: 13.12.2002 09:05:30
0
4901
Eine "Meister-Leistung" ist die Kalkulation.
Als ich hier die EK- / VK - Preise gelesen habe, fiel mir ein, daß ich Lotto spielen wollte.
Bei den heutigen Baumarktpreisen ist der Verdienst am Material keine Basis für eine seriöse Kalkulation.
Die Baumärkte machen in 2002 voraussichtlich einen Jahresumsatz von knapp 50 MILLIARDEN EURO.
Wer installiert diese Unmengen an Baumaterial ?
Eigenleistung und Nachbarschaftshilfe ( legale Form der Schwarzarbeit) und Handwerker, die für ein Existenzminimum kämpfen, ehe sie garkeinen Auftrag bekommen.

Im Groben sieht eine Kalkulation wie folgend aus:

Bestandsaufnahme: In diesem Fall (soweit aus den Angaben ersichtlich) eine alte Erdgas-Anlage, die zu ersetzen ist.
Annahme: neue Anlage im Größenbereich 10...25 kW.

Materialkosten: Kessel + Speicher (etwa 200l) + neue Sicherheitsgruppe mit MAG + Schornstein-Sanierung (Kunststoff oder Edelstahl)+ neue Rohre, Fittinge, Absperrhähne, Pumpe(n),Thermostat(e) Dichtungen und einiges mehr an Kleinteilen.

Auszuführende Arbeiten:
Angebotserstellung und Auftragseinholung
Demontage der alten Anlage
Entsorgung der alten Anlage
Prüfen der Gasleitung ( "Abdrücken" usw.)
Evtl. Instandsetzung der Gasleitung
Prüfen der "alten" Heizung: Leitungen, Heizkörper usw.
Bestellen, Einbringen und Installieren der neuen Anlage
"Einfahren" der neuen Anlage mit Messung aller Anlagenparameter und Einstellen der dem Gebäude anzupassenden Parameter und der Abgaswerte und Entlüften und .......
"Übergabe" an den Betreiber
"Abnahme" durch den BzSFM
"Bauschein"
Haftung für Schäden und Folgeschäden durch Installationsfehler (wer keinen Fehler macht, wird entlassen, weil er nicht arbeitet.)
Eingeschränkt ist auch Korrosionschutz erforderlich: in der Anlage und außen.
Garantie "vor Ort" für zwei bis 25 Jahre (zwei Jahre immer, 5 Jahre z.B. für Kessel,Speicher, 25 Jahre bei Fotovoltaik für die Leistung der Module)

Das alles zum Pauschalpreis im Bereich von 2.000 bis 6000 € ???
Ab 6.000 € liegen die tatsächlichen und zu berechnenden Kosten, wenn sorgfältig kalkuliert wird für eine einwandfreie Anlage mit einer voraussichtlichen Lebensdauer von mehr als 20 Jahren.

Man sehe sich einmal die Rechnung einer Autowerkstatt an: Material macht etwa 1/3 des Rechnungswertes aus, der Rest ist Arbeitslohn usw. Das Auto bringt man noch in die Werkstatt und nicht wie beim Heizungsbau: man muß mit allem Werkzeug, Messgeräten, Material zum Kunden.

Die Zahl der Bankrotteure (Insolvenzen heißt das jetzt) ist in diesem Jahr etwa doppelt so hoch, wie voriges Jahr und vorwiegend sind Mittel- und Kleinbetriebe betroffen über die im TV und anderen Medien sehr selten berichtet wird (nicht jeder heißt HOLZMANN und bekommt vor dem Konkurs noch viele Millionen vom Kanzler).
Bankrott machen nicht nur "neue" Kleinbetriebe sondern auch sehr viele "alteingesessene".
Da im TV ständig Sendungen über Pfusch am Bau, "jetzt kommt der teure Handwerker" (CALGON-Werbung ist dafür typisch) vielfach gesendet werden, ist es kein Wunder, daß der Häuslebauer und Altbaurenovierer den billigeren Pfusch von Heimwerkern aus Preisgründen dem "Teuren Handwerker" vorzieht.
Auch von Freitag-Nachmittag bis Sonntagnacht (die Hauptarbeitszeiten der Heimwerker) sind wir erreichbar und wenn der "neue" Kunde sagt, wir sitzen kalt oder dunkel oder "Fäkalien kommen in der Badewanne raus", fahren wir Einsatz und das hat sich herumgesprochen und wir bekommen viele Folgeaufträge.

Abweichend vom im Handwerk üblichen machen wir mit unseren Kunden einen pauschalen Festpreis aus, der auf einer vereinbarten Leistungsbeschreibung basiert.
Wir weisen keine Einzelpreise aus z.B. für Kessel, Speicher, Entlüfter usw.
Wir machen kein "Aufmaß" für Rohrlängen/-durchmesser usw. (s.u. PS).
Wir listen die Hauptbaugruppen auf und übergeben Prospektmaterial für diese Anlagenteile und dafür einen Pauschalpreis, der Material, Installation bis einschl. Inbetriebnahme enthält.
Damit wird vermieden, daß beim Festpreis weniger oder minderwertiges Material eingesetzt wird.
Die Garantie verhindert, daß gefuscht wird.
Der Kunde weiß VORHER , WIEVIEL er WANN zu bezahlen hat.
Wenn wir schnell arbeiten, ist das unser Verdienst; arbeiten wir langsam ist das unser "Bier" und der Kunde wird nicht nervös, weil er im Ungewissen ist, wieviele Stunden werden abgerechnet usw.

Im übrigen sind wir keine armenische Teppichhändler und können den Kunden nicht Nachlässe bis zu 30% geben; eine harte Kalkulation gibt keinen Spielraum für Prozente.
Gäbe es diesen Spielraum, hätte man ja zunächst versucht, zuviel herauszuschlagen, den Kunden über den Tisch zu ziehen oder ?

MfG Udo Rostek

PS: Beispiele zum Nachdenken aus der Praxis :
In der Ausschreibung für ein EinFamHaus stehen u.a. 200m Cu-Rohr 28mm, 1,5 Wandstärke.
Mein Verdacht: Konkurrent hat schon ein Angebot abgegeben und hat höchstens 50m CU 28x1,5 kalkuliert...

In der Schlussrechnung stehen u.a. 300m Cu 15mm unter Putz verlegt...
Welcher Häuslebauer kann diese Meterzahl nachmessen ?
Mein Verdacht: Es bleibt dem Monteur genug Material für die Nachbarschaftshilfe... und das mit Fahrzeug und Werkzeug seines Arbeitgebers und mit dessen Einwilligung weil er dadurch am Festgehalt sparen kann...
Wieviele Handwerksfirmen geben die Einkaufsmöglichkeiten im Großhandel auch ihren Monteuren (Monteueren), damit diese für ihre "Nachbarschafts- und Familienhilfe" zum richtigen Material kommen ?




Verfasser:
Harry
Zeit: 13.12.2002 12:54:39
0
4902
Hallo Frau Oehring,
wir standen im August vor dem gleichen Problem. Siehe meinen Beitrag "Brennwert/Verschlammung/Hydraulischer Abgleich/alte Radiatoren" Datum: 24.9.2002.

Wissen Sie, was der Unterschied zwischen einem Brennwertgerät und einen Niedertemperatur-Kessel ist, warum man eine Kaminsanierung durchführen muß, wofür man einen hydraulischen Abgleich braucht ... etc.etc.?

Mein persönlicher Tip:
1. Holen Sie sich so viel Informationen aus den Foren und den Suchmaschinen wie Sie können, auch über Preise.
2. Lassen Sie sich von Heizungsbauern in Ihrer Umgebung (Fragen Sie Nachbarn, Freunde) konkrete Angebote machen. Auch von dem Betrieb, der Sie bisher (vielleicht sehr gut) betreut hat. Stellen Sie dabei auch sog. "dumme" Fragen, das ist wichtig! Es gibt keine dummen Fragen, nur dumme Antworten! Sie lernen dabei eine Menge!
3. Es geht um eine komplexe, teure, wartungsintensive und langfristige Investition (vielleicht mit Ihrem PKW vergleichbar). Deshalb sollte fachliche u n d menschliche Kompetenz wichtiger als der Preis sein.

Ich hatte 4 Angebote von Fachbetrieben, 2 für Niedertemperatur-, 2 für Brennwerttechnik. Preisdifferenz für 24KW und 200l Boiler zwischen EUR 6.800 bis 7.600. Hinzu kam der Kaminbauer, Angebote zwischen EUR 1.200-1.600.

Entschieden habe ich mich für das 5. Angebot des Heizungsbauers, der unsere Anlage seit über 20 Jahren betreut und als einziger einen hydraulischen Abgleich schon im Angebot hatte. Er hat uns auch 2 Monate lang eine Provisorium eingebaut, als die alte Anlage plötzlich den Geist aufgab und kam gestern schnell vorbei, weil bei -7 Grad ein Heizkörper wegen Luft nicht warm wurde und ein Entlüftungsventil eingebaut werden mußte.

Der Aus- und Einbau des Gasbrennwertgeräts Buderus GB112 24KW plus SU200 (Boiler) dauerte mit hydraulischem Abgleich (alle 15 Heizkörper mußten mit entsprechenden Ventilen nachgerüstet werden) ingesamt 3 Tage. In der Bauzeit wurden Elektro-Heizgeräte zur Verfügung gestellt. Ein kleines Gasleck in der Küche wurde dabei auch entdeckt. Übrigens: der alte Kessel wurde in 2 Teile zerlegt und war dann noch so schwer (Verkalkung), daß 4 Mann ihn kaum aus dem Keller bekamen.

Ich denke, mit Herrn Rostek als Heizungsbauer wäre ich klargekommen.

Viel Glück und Grüße,
Harry


Verfasser:
Zeit: 13.12.2002 13:48:02
0
4903
Sehen Sie,Frau Oehring,

Da haben Sie nun die ganze Bandbreite von Leistungen und Berufsauffassungen. Sie müssen selbst entscheiden, wasfür eine Qualität Sie haben möchten.

Mit meinen 7.000 lag ich als Laie ja gar nicht schlecht, bei Harry hat halt der Auftragnehmer noch einiges als Vor-und Nebenleistungen erbracht. Mag auch bei Ihnen wg. vorhandener Rücklaufabsperrungen, mit denen man den hydr. Ausgleich auch bewerkstelligen kann, dieses günstiger ausfallen, für ein sehr gutes Gerät wieden Guss-Buderus müssen sie bei einer Installation nach den Regeln der Technik in der Größenordnung rechnen.

Nicht auspacken-anschließen-fertig, eine Optimierung gehört auch dazu, angefangen von der Regelungsanpassung nach den Anforderungen des Nutzers über Feinabstimmung des Brenners (die fabrikmäßige sorgt höchstens dazu, dass die Abgaswerte nach BImsch eingehalten werden) bis zum hydr. Abgleich. So kommen Nutzungsgradunterschide inder Größenordnung von 5% zustande! Und 5% weniger Brennstoff über 30 Jahre...

Auch wechselt man auch die Nebenaggregate aus (Druckausdehnungsgefäß, Hahnoberteile etc),soweit notwendig.

Sie haben dann aber auch einen Kessel, der durchaus 30 Jahre machen kann, mit einer der besten Regelungen auf dem Markt, wahrscheinlich auch mit Mischerregelung (?), und der den Brennwert so weit als mit dem vorhandenen Verteilnetz möglich ausnutzt.

Es ist ja kein Geheimnis, dass bis zu 40% Rabatt auf die Listenpreise gewährt werden- aber natürlich nur, wenn der Artikel nicht besonders "geht" und wenn der Installateur diesen auch einbauen darf.

Nur ist das Problem, dass ein normaler Kunde nicht beurteilen kann,wie gut die Installation hinterher ist-es gibt (zu) viele schwarze Schafe. auch mit ein Grund für die zunehmende do-it-yourself-Mentalität :-( irgendwann rächt sich's!

Verfasser:
Sukram
Zeit: 13.12.2002 15:22:00
0
4904
Schon wieder Namen vergessen :-(

Aber die Fragestellerin interessiert's scheint's eh nicht mehr.


Verfasser:
Harry
Zeit: 13.12.2002 19:01:45
0
4905
Hallo Sukram,
ich habe manchmal auch den Eindruck, das an sich interessante Diskussionen hier im Forum plötzlich im Nichts enden. Schade, schließlich wären die Reaktionen, Schlußfolgerungen, Entscheidungen des Fragestellers bzw. welche Lösungen letzlich gefunden wurden, für alle im Forum doch sehr interessant. :-((

Übrigens:
Hinz-Service
Sie schreiben:
"Brennwertgerät-incl.Montage und Kleinmaterial 2500-3000 EUR".

Das verstehe ich nicht! Verschenken Sie das Gerät oder arbeiten Sie umsonst?

Grüße,
Harry


Verfasser:
Sukram
Zeit: 13.12.2002 19:24:20
0
4906
Ja, leider Gottes.


Sag mal, Dein Kamin kommt mir etwas happig vor.

Hast Du ein LAS installieren lassen (Raumluftunabhängig) oder ist da vieleicht noch'ne Motor-Abgasklappe dabei?

Verfasser:
Harry
Zeit: 13.12.2002 20:00:40
0
4907
Hi Sukram,
hast recht, war auch happig. Ich habe allerdings nur bei "richtigen" Kaminbauern angefragt, die einen guten Ruf haben. Ich wollte auf der sicheren Seite sein. Welcher Kunde kann diese Arbeit denn selbst kontrollieren; oder steigst Du freiwillig auf's Dach? Brrrrrrrr. Würde auch nichts bringen!

Hier die Daten:
Raumluftunabhängiges LAS 80/125mm, PPS-Kunststoffrohr als Abgasleitung. 11 Meter Kaminzug verrohren, Bogen mit Stützfuß, Schachtabdeckung an der Kaminmündung, Regen-Wetterkragen, Kaminabschluß, Abstandshalter, Umlenk-T-Stück LAS 80/125mm, Kesselanschluß LAS 80/125, Längenelement 500mm LAS 80/125mm. Demontage und Entsorgung des vorhandenen Flexrohrs, inklusive aller Bruch und Maurerarbeiten fix und fertig mit Zertifikat. Ich habe EUR 1.200 bezahlt. Der Kaminkehrer hat die Anlage abgenommen, zusätzlich Dichtigkeitsprüfung durchgeführt, alles top, er war begeistert, ich auch! ;-)
2 Gegenangebote: EUR 1.400 bzw. EUR 1.670.
Hätte ich weitersuchen sollen?

Grüße,
Harry

Verfasser:
Sukram
Zeit: 13.12.2002 20:09:27
0
4908
Auch noch unterwegs ;-)

neenee, jetzt ist's klar. Genauso würde es bei mir auch aussehen.

Hatte mir überlegt, mir für meinen 1973er - Umstellbrandkessel mit Ölfeuerung evtl. ein auf Gas umstellbares Ölbrennwertgerät mit LAS (Therma-Tec)zuzulegen,aber in letzter Zeit tendiere ich Richtung Pellets, je öfter ich bei www.energiekrise.de vorbeischau ;-)

wozu noch in fossile Brennstoffe investieren, wenn die starke Möglichkeit besteht, dass es demnächst eng = teuer werden könnte?

Aber ich hab ja noch Zeit, der Kessel macht's noch ein paar Jahre. Buderus-Guss ;-)

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Kosten neue Gasheizung
Verfasser:
Sukram
Zeit: 13.12.2002 20:09:27
0
4908
Auch noch unterwegs ;-)

neenee, jetzt ist's klar. Genauso würde es bei mir auch aussehen.

Hatte mir überlegt, mir für meinen 1973er - Umstellbrandkessel mit Ölfeuerung evtl. ein auf Gas umstellbares Ölbrennwertgerät mit LAS (Therma-Tec)zuzulegen,aber in letzter Zeit tendiere ich Richtung Pellets, je öfter ich bei www.energiekrise.de vorbeischau ;-)

wozu noch in fossile Brennstoffe investieren, wenn die starke Möglichkeit besteht, dass es demnächst eng = teuer werden könnte?

Aber ich hab ja noch Zeit, der Kessel macht's noch ein paar Jahre. Buderus-Guss ;-)
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