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Wasser-Wasser-Wärmepumpen : Stromfresser Brunnenpumpe optimieren - 30-80% Einsparungen
Verfasser:
Tiros02
Zeit: 17.04.2008 15:07:04
0
856361
OK ja und außerdem würde in dem Fall daß der Leitungsweg geöffnet bleibt im Ausschaltfall das Wasser zurücklaufen und die Wanne leer saugen ;-).

Verfasser:
Ritterrippo
Zeit: 17.04.2008 16:06:18
0
856391
Hallo Fritz, Hallo Thiros02,

1. Wanne im Sickerbrunnen
Wenn das Rohr im Sickerschacht nicht bis in das Grundwasser geführt wird, wird die Wanne im Schluckbrunnen theoretisch durch die Rohrleitung zum Förderbrunnen entleert. Dagegen hilft nur eine Fußventil im Förderbrunnen oder ein Rückflussventil irgendwo in der Leitung.

2. Leitungsende
Es erscheint mir physikalisch sinnvoll, das Leitungsende am Schluckbrunnen so tief wie möglich zu führen.

3. Fußventil
Ich habe einen Grundwasserstand etwa 4 m unter Max-Förderhöhe und am Fuß des Saugrohres ein "federbelastetes" Fußventil.

Grundfos meinte dazu, dass allein dieses Federventil etwa 1 m bis 2 m Förderhöhe kostet. Der Druckverlust einens Fußventils ist also nicht unwesentlich.

Mein Brunni tauscht es jetzt aus gegen ein Fußventil ohne Federbelastung.

4. Saugleitung
Ich habe im Brunnen keine Tauchpumpe, sondern im Brunnenschacht eine nicht selbstsaugende Kreiselpumpe. Diese können keine "Zuluft" ab.
Sobald Luft in das Saugsystem gelangt ist "Ende im Gelände".

Nun geht von meiner Pumpe im Brunnenschaft zunächst ein kurzes PE-Rohrstück zum Brunnenkopf, wo es mit einer Messingverschraubung (wie an der Pumpe) an einem 90° Bogen verschraubt ist. Danach kommt die vertikale Leitung bis 6.5 m Tiefe (Grundwasser bei 4 m bis 6 m).

Ein Pumpenhändler aus München meinte jetzt, dass bei allen Kreiselpumpen auf die Verschraubung des PE-Rohres besonderer Wert gelegt werden sollte.

Zieht man die Verschraubung zu fest an, würde sich das PE-Rohr fast unmerklich oval verformen mit der Folge, dass Luft in das Saugrohr eindringen könnte.

Über 90 Prozent aller "Problemfälle" einer mangelnhaften Saugleistung hätten sich auf dieses Problem in seiner Praxis zurückführen lassen.

Er hat eine Verschraubung mit innen liegendem "Stützrohr" empfohlen, eine sog. Beulko-Verschraubung.

Zudem sollte man bei einer Kreiselpumpe eine möglichst starke Wasserleitung installieren, also besser 1 1/2 Zoll oder mehr statt 1 Zoll. Dadurch sinkt der Druckverlust im Rohr.


6. Verlegung der Saugpumpe vom Keller in den Brunnenschacht
Bisher hatte ich starke Geräusche in dem Saugrohr. Man hörte sie besonders stark auch im Wohnzimmer über dem Heizungsraum. Hinter der FöPu saß auch ein Schmutzfilter, etwa einen Meter hinter der FöPU. Es zeigten sich starke Blasen im Filter.

Nach der Verlegung der FöPu in den Schluckbrunnen sind die Geräusche so gut wie weg. Aber in dem Filter sehe ich - wenn auch weniger - immer noch Luft- oder Gasblasen aufsteigen.

Kann dieser Filter einen so großen Druckunterschied haben, das dort durch Kavitation (?) die Gasbalsen entstehen? Oder deutet das auf die Undichtigkeit an der Verschraubung hin. Morgen bekomme ich die beulko-Verschraubungen. Dann werden wir sehen, ob dort noch Luftblasen sind.

Sollte man den Filter wegen des Widerstandes ausbauen? Ggfs in den Fö-Brunnen integrieren? Schmutz hat sich in 4 Monaten dotrrt nicht gesammelt.

Was meint Ihr?

MfG Ritterrippo

Verfasser:
eundfv
Zeit: 21.04.2008 18:30:27
0
858288
Hallo,
ich schieb den Thread nochmal hoch und hoffe noch eine Antwrt von Frank zu meiner Auslegung zu bekommen.
ein rückschlagventil würde ich schon einbauen lassen, genauso den FU, wenn ich da eine Quelle / Fabrikat genannt bekomme.
@ Frank: Meinst Du, dass bei meiner Auslegung die SP3 a 6 passt?

Viele Grüsse
Fritz

Verfasser:
Bernd_K
Zeit: 21.04.2008 19:51:26
0
858327
Hallo Fritz,

ich lese da gerade weiter oben, dass der Schluckbrunnen nicht bis zum Grundwasser reicht. Hmmm...das "Druckrohr" des Grundwasserkreises sollte aber ins Grundwasser eingetaucht sein, weil Du sonst unnötig Hubarbeit hast.
Und 4,70m Wasser über der Pumpe ist sooo viel ja auch nicht. Bist Du sicher dass die nicht trockenfällt, wenn die FöPu im Winter ein paar Tage durchackert? Was bei Dir ja durchaus sein kann.

Gruß,
Bernd

Verfasser:
eundfv
Zeit: 21.04.2008 22:17:55
0
858415
Hallo Bernd,
da werde ich wohl dann noch einen meter schaufeln....
nee, leerlaufen wird das gute stück nicht, habe inzwischen von einigen seiten gehört, dass in meiner ecke die GW-Versorgung kein problem ist. (meine Probepumpung hat in 4 stunden 16000 liter weggepumpt und der spiegel ist keinen cm gesunken...
zudem siehts inzwischen so aus, dass mir 2500 l/h reichen werden....

sp3a 6 oder cr?
Wo bekomme ich einen passenden FU her?

VG
Fritz

Verfasser:
Ritterrippo
Zeit: 25.04.2008 14:17:41
0
860256
Hallo FDL1409,

erstmal Grüße an den Kater, der sich ja toll erholt hat.

Jetzt zu den Neuigkeiten.

Heute war der "Grundfos-man" vor Ort. Wir haben die Calpeda (selbstsaugend) mit 750 Watt ausgebaut und die CRE 3-5 zum 4. Mal eingebaut.

Zur Erinnerung:
Wassertiefe unter Brunnenkopf 4,30 m.
Saugleitung mit einem 1-Zollrohr (DN 25 PE),
kein Federventil mehr und auch
Beulko-Verschraubung mit Stützrohr.

"Ja die Pumpe schaffe 7 - 8 m. Kein Problem", so der "Grundfos-man" vor dem Pumpversuch. "Aber der Sanftanlauf sei natürlich ein Problem." Also Sanftanlauf herausprogrammiert. Volle Power für volle Männer. (Bitte nicht mißverstehen.)

Alles für den Müll. Klappte wieder nicht.

Dann rief der Einsatzleiter "Grundfos-man" den Außendienst-Service-Experten (30 Jahre nur in der Pumpe gelebt) an. "Also die Pumpe schafft jetzt nur noch 7 m. Das sei aber sicher!"

Ja und dann ...

Neuer Ratschlag von "Grundfos-man":

"Statt 1 1/4 Rohr (DN 32) (weil 1 1/4-Rohrflansch an der CRE 3-5) lieber mal auf 1 1/2 Rohr gehen. Dann müsste es die Pumpe schaffen!"

Waretn wir es ab. Ich halte Euch auf dem Laufenden. Dauert etwa 14 Tage. Neuer Flansch, neues PE-Rohr. Neue Verschraubung! Bestellzeit!

MfG Ritterrippo

Mein Bescheid von der BAFA ist übrigens schon seit 14 Tagen da. Volle Förderung plus Innovationsbonus! Herzlichen Dank an Dich also für deine Hilfe und diesen Beitrag von Dir.

Gib mal deine Kontonummer per Email, ich schicke Dir einen Kasten Bier (für Selbstabholer).

MfG Theo

Verfasser:
eundfv
Zeit: 26.04.2008 11:18:15
0
860573
Hallo Theo,
sag mal, wieviel Öl hast Du denn vor der WP verbraucht, was denkst Du, wie wäre der Ölverbrauch nach der Wärmedämmung Deines Hauses gewesen?
Welche VL Temp. benötigst Du im Haus bei 0° Aussentemp?

VG
Fritz

Verfasser:
Ritterrippo
Zeit: 26.04.2008 15:05:39
0
860644
Hallo Fritz,

ich hatte etwa 60.000 kWh/a an Gas für die Heizung + WW bei 272 qm Wohnfläche (EFH aus 1953) und 50.000 kWh/a für das Aussenschwimmbecken.

In 2007 dann Sanierung mit Wärmedämmung auf 37 kWh/a pro qm (nach Heizlastberechnung). Schwimmbad ist da nicht drin.

Ich habe im wesentlichen alte - durch die Dämmung überdimensionierte - Rippenheizkörper. Bei 0° komme ich mit 38° Vorlauf aus (21.5 °C Raumtemperatur). WW fahre ich auf 47 ° Speichertemp.

Im Sommer will ich einige Heizkörper gegen Gebläsekonvektoren der Marke JAGA Strada DBE austauschen. Das sind Niedertemperatur-Konvektoren. Dann fahre ich die Heizung bei 0° mit 35° VL oder weniger. Mal sehen.

Wichtig war für mich, dass die preiswerteste Energie diejenige ist, die man nicht mehr verbraucht. Daher habe ich gedämmt, so gut es ging.

Und wenn ich jetzt ein 3,7 Liter-Haus habe, schulde ich meinem Energieberater Dank. Sein Gutachten mit 86 Seiten war einfach "gut".

Wenn Du willst, kannst Du mich einfach mal anrufen, dann erzähle ich dir, was ich alles gemacht habe.

MfG Ritterrippo

Verfasser:
eundfv
Zeit: 27.04.2008 06:51:55
0
860859
Hallo Theo,
das klingt schon sehr interressant. Würde gerne mal telefonieren. magst Du mir Deine Nummer maillen? eundfv@web.de

schönen sonntag
&
vg
Fritz

Verfasser:
Ritterrippo
Zeit: 29.04.2008 08:41:26
0
861709
Hallo Fritz,

ich habe dir meine Telefonnummer gemailt.

MfG Ritterrippo

Verfasser:
eundfv
Zeit: 17.05.2008 08:17:02
0
870337
Hallo Zusammen,
es ist vollbracht:
In meinem Keller uft nun eine 15 kw Waterkotte WP. Habe mich dafür entschieden, weil alle anderen Anbieter mit anderen Produkten entweder keine Zeit für ein Angebot hatten oder so einen inkompetenten Eindruch machten, dass es ganz aus war.
An einem Tag war der ganze Kram eingebout und läuft jetzt, leider ist es zu warm draussen, so dass ich noch noch genau sagen kann, wie alles funzt.... (;-)
Erstmal soviel:
Aufheizen des WW-Speichers (400 l Cosmocell mit 5 qm WT hat genau 25 min gedauert (von 35° -> 45°). Mein solarspeicher unterstützt sehr schön den Heizbetrieb, d.h. das Anlagenschema funzt auch.
Dieser Beitrag zur stromfresssenden Brunnenpumpe hat geholfen, den Heizungsbauer eine etwas kleiner Brunnenpumpe auszuwählen (SP 3a 6 anstatt SP 3a 9), er war ganz baff, dass diese Pumpe immer noch über 4000 l/h fördert, was viel zuviel ist. Grundwasser ein ist 11,8°, GW aus ist 9,2°, d,h. die Differenz liegt bei 2,6°.
ich habe jetzt noch folgende 2 Fragen:
1. Welche Temperaturdifferenz bei GW ein / GW aus sollte ich anstreben, um am effizientesten zu arbeiten?
2. Wo bekommen ich für meine GW-Pumpe einen passenden FU her, mit dem ich die Förderleistung auf etwa 2500 l/h runterdrosseln kann und somit auch noch den Stromverbrauch reduziere?

Vielen Dank nochmal für die vielen hilfreichen Tipps bisher!

Viele Grüsse
Fritz

Verfasser:
Bernd_K
Zeit: 17.05.2008 11:22:37
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870367
Hallo Fritz.

Gratuliere zum neuen Ofen!

Allerdings: 400 Liter Wasser in 25 Minuten um 10°C aufgeheizt: das wollen wir ja nun nicht hoffen. Das wäre dann 0.4 x 1.16 x 10 x 60 / 25 = 11.1 kW . Und bei der Grundwassertemperatur von 11.8°C sollte die WP auch bei WW-Bereitung mehr als Nominalleistung bringen.

Gruß,
Bernd

Verfasser:
fdl1409
Zeit: 17.05.2008 16:23:27
0
870471
Hallo Fritz,

sorry, hatte deine Auslegung irgendwie aus den Augen verloren. Hast du aber selbst gut hingekriegt, SP 3A-6 ist prima.
Die Spreizung von 2,6° zeigt daß die Pumpe hier wirklich noch Reserven hat. Wenn man auf der Kennlinie der Pumpe auf 4m3 Fördermenge klickt dann kommt im Diagramm übrigens die Anzeige "Motor ist überlastet". Die Pumpe läuft hier in einem ungünstigen Betriebspunkt, Leistungsaufnahme ca 590 Watt.

Denke daß man die Leistungsaufnahme durch Drehzahlregelung mindestens halbieren kann. Man kann sich hier gut an der Spreizung orientieren. Würde mich mal vorsichtig in Richtung 4° Spreizung bewegen. Das könnte einer Frequenz von etwa 35 Hz entsprechen. Unteres Limit ist 30 Hz, tiefer darfst du nicht gehen.
Wie hoch ist die Soll-Fördermenge dieser Pumpe? Kannst du was über den COP und Leistungsaufnahme des Verdichters sagen. Habe gerade mal die hp von Waterkotte angeklickt, aber da findet man nur dummes Gelaber, keine Datenblätter.

Hast du einen Wärmemengenzähler und Strom-Zwischenzähler? Wäre schön wenn man die Effizienz bei verschiedenen Drehzahlen und Spreizungen mal nachmessen könnte.

Du brauchst einen 400V FU mit Filter. Welche Filter das genau sein müssen kann ich dir nicht sagen, Elektrik ist nicht mein Ding. Der muß eine Nennleistung von mindestens 750 Watt haben.

Grüße
Frank

Verfasser:
eundfv
Zeit: 18.05.2008 08:56:47
0
870741
Hallo Bernd, hallo Frank,
zu COP und Verdichter kann ich nichts sagen.
GW Durchfluss min ist 1,9 qm/h, 2,8 qm/h bei 4 K Spreizungund max 3,7 qm/h.
Strom- und Wärmemengenzähler kommen noch. Verstehe, da kann ich dann mal schön drehen, messen, rechnen und nachjustieren. Je höher der Quotient aus Wärmemenge und Stromverbrauch wird, umso besser. Richtig?

Viele Grüsse
&
einen schönen Sontag

Fritz

Verfasser:
Tiros02
Zeit: 27.05.2008 09:12:37
0
875500
Hi,

die Wärmepumpe sollte den Angaben nach das Modell Waterkotte DS 5014.3 sein. Der eingesetzte Verdichter ist hier der Copeland Scroll ZR48K3E-TFD-522.

Es grüßt
Tiros02

PS: Sollte jemand so einen Verdichter benötigen, ich hab immer noch einen solchen so gut wie neu hier rumstehen.

Verfasser:
awhaustechnik
Zeit: 17.08.2008 11:32:08
0
921989
Hallo fdl1409 und weitere Fachleute,

ich bin ganz frisch in diesem Forum gelandet, weil ich gerade den Bau einer Grundwasser-Wärmepumpe für unser Dreifamilienhaus plane. Dein Beitrag legt mir nahe, von vorneherein eine regelbare Tauchpumpe einzusetzen.

Da ich deinen Beiträgen entnehme, dass du auf diesem Bereich sehr fit bist, ich aber von Pumpenauslegung null Ahnung habe, würde ich dich mal um eine für mich geeignete Auslegung bitten.

Die vorläufigen Planungsdaten lauten:

Förderbrunnen mit 15m Tiefe von GOK, davon Kopfrohr -8m, Filterrohr -13m, Sumpfrohr -15m

Grundwasserpegel bei ca. 5,5m

Wärmepumpe im Keller, Förderhöhe also max. bis auf GOK, horizontale Entfernung zum Förderbrunnen ca. 25m

Thermische Leistung der Wärmepumpe vor. bei 25-30kW, demzufolge ca. 7-9 cbm/h Förderleistung notwendig


In dem Zusammenhang auch gleich die Frage nach dem notwendigen Rohrdurchmesser vom Förderbrunnen zur Wärmepumpe.

Und schon mal vielen Dank für deine/eure Mühe

Verfasser:
fdl1409
Zeit: 17.08.2008 18:39:57
0
922180
Hallo awhaustechnik,

gehe mal von 30 kW aus. Bei einer AZ von 6 wären das 25 kW Kälteleitung. Nennfördermenge ist dann meist bei 3° Spreizung gut 7 m³/h. Energetisch ist eine größere Spreizung mit 4° meist besser. Ist aber kein Fehler, die Anlage mit 7 m³ zu planen.

Fange mal mit dem Durchmesser der Förderleitung an. Das absolute Minimum ist hier eine Leitung 50x4,6. Du hast 2x die Länge im Brunnen plus Entfernung jeweils zum Förderbrunnen und Schluckbrunnen zu überwinden. Gesamtentfernung geschätzte 60m. Bei 7 m³ hast du 6 mBar Druckverlust pro Meter Leitung. Das sind immerhin schon 3,6m, was mir eigentlich zu viel wäre. Bei 63er Rohr wird der Heizi aber rebellisch. Gehe auch mal davon aus daß man mit dem FU die Spreizung vergrößert. Bei 4° und 5,375 m³/h sinkt der Druckverlust in der Leitung auf 2,2m. Das ist ein Grund, warum Drehzahlregelung so wertvoll ist - hier spart man eben mal zusätzlich Förderhöhe, was den Stromverbrauch weiter vermindert.

Geodätische Förderhöhe war 5,5m. Druckverlust im Verdampfer schätzugsweise 1m. Ganz wichtig ist der Filter. Der muß entsprechend dimensioniert werden. Laß dir vorrechnen daß der allerhöchstens 2m Druckverlust verursacht bei 7 m³/h. Den mußt du auch ab und zu reinigen, sonst kann der sehr hohen Mehrverbrauch verursachen. Kann einige Hunderter teurer werden, einen entsprechend dimensionierten Filter einzubauen, aber das lohnt sich.

Der Wasserspiegel sinkt im Betrieb. Wieviel das ausmacht kann ich nicht sagen. Habt ihr schon einen Pumpversuch gemacht? Im besten Fall kommt man hier auf ca 6m, im schlechtesten Fall 11m. Auch hier ist die Absenkung mit vergrößerter Spreizung viel geringer.

Rechne mal mit einem MIttelwert von 8m geodätisch mit Absenkung, dann kommen wir auf Gesamtförderhöhe von ca. 13m. Kann zwischen 10 und mehr als 16m liegen, das kann man mit dem FU ausgleichen.

Die Förderpumpe muß etwas mehr Nennfördermenge haben als wir eigentlich wollen, denn mit dem FU verschieben wir sowohl Förderhöhe als auch Fördermenge nach links unten auf der Kurve.

Die richtige Pumpe für dich ist die Grundfos SP 8A-5.
Hier zunächst die Kurve der ungeregelten Pumpe:



Wie du siehst hat die Pumpe ungeregelt einen Stromverbrauch von genau 1.000 Watt und fördert dann unnötigerweise über 8 m³/h.

Mit FU wird es besser:



Stromverbrauch sinkt auf 489 Watt. Wenn du betrachtest wo der Betriebspunkt hier liegt hast du noch nach allen Seiten viel Luft. Kannst also sowohl noch größere wie auch kleinere Fördermenge und Förderhöhe einstellen.

Grüße
Frank

Verfasser:
Bernd Schlüter
Zeit: 18.08.2008 05:46:48
0
922387
Eine kleine Zwischenbemerkung zu unseren Optimierungen:
Frank hat hier ein überaus wichtiges Thema angesprochen, wo wirklich viel im Argen liegt.
Trotzdem sollten wir uns mit den Pumpen und den Pumpsystemen, die hier angesprochen werden, nicht zufrieden geben. Es ist ein Trauerspiel, dass bei den Brunnenpumpen immer noch keine mit permanentmagnetischem Synchronmotor angeboten werden. Aquarienpumpen haben da schon einen viel besseren Wirkungsgrad, obwohl sie miserabel aufgebaut sind. das Gleiche gilt für die gleich aufgebauten laugenpumpen der Waschmaschinen neueren dattums, die wir hauptsächlich wegen der miserablen Lager nicht verwenden können.

Ich behelfe mich derzeit mit normalen Umwälzpumpen, die ich (maximal 7 meter Förderhöhe vorausgesetzt, durch eine beliebige Wasserquelle anderer Art (Trinkwasserleitung, Hauswasserwerk, Vorratsbehälter) ergänze, die Verluste durch eindringende Falschluft ausgleichen kann. Die Umwälzpumpen setze ich dann selbstentlüftend ein.
Da es noch keine Synchronpumpen in der geforderten Größe gibt, muss ich mich mit einem Stromverbrauch von meist immerhin noch 170 watt zufreiden geben.

Wir sollten nicht aufhören, auf die Industrie einzuwirken, endlich etwas Vernünftiges zu liefern.
Frequenzumsetzer wären dann überflüssig und unsere Berechnungen einfach.
Vorerst sind wir aber verdonnert, uns mit dem, was die Firma Grundfos uns anbietet, vorlieb zu nehmen, auch, wenn wir, eigentlich überflüssigerweise, dabei Tausende Euros investieren müssen.
Zum Vergleich: Eine Laugenpumpe mit deutlich besserem Wirkungsgrad bekommt man für ca 12 Euro. Bei den gleich gebauten Aquarienpumpen ist sogar die Lebensdauer zufriedenstellend. Leider viel zu schwach.

Was ich nicht verstehe, warum manchen hier Franks Ausführungen zu schwierig zu lesen sind. Er verwendet die Bildchen von Grundfos und setzt einfach die gewünschten Werte ein. Nichts zu rechnen und vor allem wird der Betrug der Pumpenfirmen mit der scheinbaren Gleichsetzung von P1 und P2 umgangen.
Da ist nichts kompliziert.

Übrigens, ein guter Stern am schwäbischen Horizont: die Firma Laing, die hier rechts wirbt. Die sollen sich mal anstrengen, die Schwäble. Die bringen es locker hin, von heute auf morgen zwei Kernkraftwerke einzusparen, und dabei Euren Geldbeutel zu schonen. Haltet die Firma im Auge, ebenso die für Aquarienpumpen!
Neben Frank hat auch diese Firma einen Blumenstrauß verdient.
Den dicken Rosenstrauß bitte noch aufheben, dafür sind deren Pumpen noch zu klein!

Verfasser:
fdl1409
Zeit: 18.08.2008 06:49:26
0
922394
Hallo Bernd,

absolut richtig, was du schreibst.
Der Gesamtwirkungsgrad dieser Pumpe liegt am Betriebspunkt ungeregelt bei 45,6%, geregelt sinkt er auf 38,9%. Das ist schon weit überdurchschnittlich, bei den kleineren Modellen wie der SP 3A-6 liegt er kaum über 30%. Mindestens eine Verdopplung sollte hier möglich sein.

Einen noch größeren Skandal sehe ich darin, daß es nicht einen einzigen Hersteller von Wasser-Wasser-Wärmepumpen gibt, der sich dafür interessiert, wenigstens die vorhandene Technik zu optimieren.
Den FU sollte nämlich nicht der Kunde installieren müssen. Der gehört gleich in die WP integriert, zusammen mit einer Regelung, die den Förderstrom über die Temperaturdifferenz regelt und optimiert. Das würde den Preis einer WP um wenige hundert Euro erhöhen, die Jahresarbeitszahl aber deutlich verbessern. Hier im Beispiel lassen sich fast 10% JAZ-Erhöhung erreichen.
Auch Informationen über Maßnahmen zur Minimierung der Druckverluste - z.B. Durchmesser Förderleitung, Filterauslegung usw - vermisst man schmerzlich. Ich würde wetten daß die Mehrzahl der Anlagen dieser Leistung mit einer 40er Förderleitung gebaut würden, wenn nicht noch weniger - alles von Experten geplant.

Die BAFA-Förderung könnte ein Instrument sein, um in diese Richtung etwas anzustoßen. Für mich nicht nachvollziehbar, daß man zwar effiziente Umwälzpumpen für Solaranlagen fördert, nicht aber effiziente Solepumpen, Grundwasserpumpen bzw deren Regelung, und Heizungspumpen. Das Einsparpotenzial ist wegen längerer Laufzeiten und größerer Leistungen weitaus größer als bei den Solarpumpen bei vergleichbaren Kosten.

Auch effizientere Regelungen mit einem Standby von maximal 1 Watt würde ich mir sehr wünschen. Die EU hat gerade für eine Vielzahl von Haushaltsgeräten solche Grenzwerte beschlossen. Heizungsanlagen sind meines Wissens noch nicht auf der Liste. In einem Neubau KfW50 läßt sich der Stromverbrauch für Heizung und WW mit einer SW-WP auf etwa 2.000 kWh senken. Da ist ein Stromverbrauch der Regelung von 10 Watt sehr signifikant, führt er doch zu einem Jahresverbrauch von 87,6 kWh, also mehr als 4% des Gesamtverbrauchs. Da wird viel Geld investiert für Lüftungsanlagen und Dreifachfenster, und solche einfachen Verbesserungen, die für wenige Euro zu haben wären, läßt man ungenutzt liegen.

Grüße
Frank

Verfasser:
awhaustechnik
Zeit: 18.08.2008 11:04:36
0
922490
Hallo fdl1409,

rasant. Dafür und für die ausführliche Info möchte ich mich schon mal ganz herzlich bedanken!!!

Wenn ich dich richtig verstanden habe, sollte ich darauf achten, eine Spreizung von (mindestens?) 4 Grad zu erreichen. Welche Möglichkeiten habe ich, dass zu erreichen bzw. von was hängt das dann ab?

Warum hat der Heizi ein Problem mit einem 63er Rohr, kann ich ihm das nicht einfach vorgeben? Von der Förderpumpe bis zur Wärempumpe möchte ich ja eh ein durchgehendes Kunststoffrohr verlegen, ebenso zum Schluckbrunnen (der wird auch als richtiges Brunnenrohr durch einen vorhandenen Regenwasser-Sickerchacht weiter nach unten gebohrt werden und daran dann der Rücklauf der Wärmepumpe fest angeschlossen - dadurch bekomme ich auch kaum Sauerstoffeintrag und einen quasi geschlossenen Kreislauf aus dem Grundwasser und ins Grundwasser zurück). Im Vorlauf würde ich dann sowieso gerne einen rückspülbaren Wasserfilter anbauen und dann erst in den WT gehen. Die 60m dürften schon hinkommen, 30m ist die horizontale Gesamtstrecke zwischen Brunnen und Wärmepumpe, der Rest dann die Brunnentiefen.

Einen Pumpversuch habe ich noch nicht gemacht, bin ja noch in der Planungsphase. Bisher habe ich nur die Analyse des Gutachters und die daraus abgeleitete Bohranzeige für die Genehmigung. Parallel habe ich am Wochenende ein Angebot vom Brunnenbauer angefordert.

Auf was muss ich beim FU achten, welches Modell/Fabrikat ist hier sinnvollerweise einzusetzen?

Nochmal vielen Dank
Andi

Verfasser:
fdl1409
Zeit: 18.08.2008 11:27:55
0
922499
Hallo Andi,

Ja, könntest du schon vorgeben. Zumindest das Stück von Brunnenkopf bis WP bis Brunnenkopf könnte man in 63x5,8 ausführen. Das Stück nach unten mußt du mal schauen, wenns geht ist 63x5,8 schon besser. Da würde mit 4° Spreizung der Druckverlust auf 0,7m abfallen. Kostenmäßig fällt das kaum ins Gewicht. Am Brunnenkopf mußt du die Leitung sowieso absetzen, die wird dann mit einem 90° Bogen an den Brunnenkopf angeschlossen.

Ja, eine größere Spreizung ( = geringere Wassermenge ) ist schon besser, weil dann nicht nur die Fördermenge sinkt, sondern auch die Druckverluste in Leitungen, Filter und WP.
Die Spreizung kannst du dann einfach über den FU einstellen. Wenn du die Drehzahl langsam reduzierst sinkt die Fördermenge und der Stromverbrauch, die Spreizung steigt. Mit der Spreizung ist das so: ob du 5 Kubikmeter um 3 Grad abkühlst oder 3 Kubikmeter um 5° ist die gleiche Wärmemenge. Die Spreizung entspricht der Abkühlung. Wenn also das Wasser die WP mit 10° betritt und mit 6° verläßt nennt man das eine Spreizung von 4°. Bis 4° geht auf jeden Fall, obwohl die Hersteller meist größere Mindestfördermengen = kleinere Spreizungen vorgeben. Über 4° kann man sich noch langsam vortasten, vielleicht bis 4,5. Geht nicht unbegrenzt, weil irgendwann der Wärmeübergang im Verdampfer schlechter würde. Außerdem muß man nach unten den Abstand zur Frostgrenze beachten. Soll nicht unter 4° aus der WP gehen, obwohl etwas tiefer auch noch keine Probleme macht. Also im Winter mal auf die Thermometer schauen. Falls das Wasser deutlich kälter wird, z.B. 7° Eingang, mußt du mit der Drehzahl wieder was höher.

Der FU sollte ein 3x400V sein mit 1,1 kW Nennleistung und EMV Filter. Fabrikat kann ich dir nicht sagen. Gibt es auch schon mal gebraucht bei ebay für wenig Geld.

Pumpversuch ist wichtig. Muß über 3 Tage gehen im Dauerbetrieb mit 7 m³/h. Den Wasserstand bitte messen am Anfang und während des Pumpversuchs - daraus kann man dann schon ablesen, wie hoch die geodätische Förderhöhe gehen kann.

Grüße
Frank

Verfasser:
ThomasGG
Zeit: 18.08.2008 16:45:57
0
922661
Hallo,

bin im Begriff eine W/W-WP einzubauen. Eigentlich würden mir ca. 6 KW ausreichen, so klein gibt's die aber kaum.

Dazu kommt noch, dass ich nur gewisse Mengen Grundwasser fördern kann. Mein tagelanger Pumpversuch hat ergeben, dass ich konstant 1,5 qm/h pumpen kann. Die kleinsten Wärmepumpen mit ca. 9 KW haben einen Nenndurchsatz von 1,8 qm/h bei einer Spreizung von 3 K. Die Grundwassertemperatur liegt bei konstant 12,9 °C. Bei einem Bekannten mit WP liegt die Temperatur ebenfalls das ganze Jahr über (!!) bei 12,9 °C.

Da kommt mir dieses Thema natürlich entgegen. Beim Einsatz einen FU könnte ich ein paar Fliegen mit einer Klappe erwischen:
- Wassermenge würde ausreichen
- JAZ würde verbessert
- Takten wegen Überdimensionierung (9 KW statt benötigter 6 KW) würde geringer, da sich durch Erhöhung der Spreizung die Leistung verringert.

Denke, mit 4 K Spreizung könnte ich die WP dauerhaft laufen lassen. Obwohl in der Praxis selbst im Auslegungsfall takten angesagt wäre.

Fragen an die Fachmänner:

1) Wie groß darf/sollte die Spreizung werden? (Grundwasser 12,9 °C)

2) Ist es ratsam, mit so einer knappen Wassermenge eine WP einzubauen? Im Pumpversuch konnte ich
- mehr als 5 h 1,8 qm/h fördern
- mehr als 2 h 2,1 qm/h fördern
- dauerhaft (tagelang) 1,5 qm/h fördern.
Nach Abstellen der Pumpe läuft das Wasser übrigens sehr schnell nach. d.h. ich könnte auch locker 2 h 2,1 qm/h fördern, wenn danach 20 Minuten Pause wären. So schlimm sollte es doch eigentlich nichtmal im Auslegungsfall sein...

Danke,

Thomas

Verfasser:
wpibex
Zeit: 18.08.2008 16:51:48
0
922663
Hallo TGG,
wir haben eine 19 kW GW-WP und fördern 4 cbm/h.
Das Wasser hat im Oktober +13,5° und wird um 3,5°abgekühlt.
Die 1,5 cbm/h bei Dir sollten für Deine Leistung ausreichen.


Gruß
Lothar
www.waermebrunnen.de

Verfasser:
Thomas_G
Zeit: 18.08.2008 17:34:47
0
922683
Hallo Thomas,
Terigen hat kleinen WP
TERIGEN
Gruß Thomas

Verfasser:
Ritterrippo
Zeit: 18.08.2008 21:26:41
0
922806
Hallo FDL, Hallo Freunde,

eute war wieder einmal ein "Förderpumpentag". Mein Brunni kam mit dem Außendienstler von Grundfos.

Nach Meinung des Außendienstlers lasse sich die Einsparung an P1 auch "hydraulisch" lösen, nämlich durch Ausbau von Schaufelrädern. Die SP 3A6 verfügt über 6 Schaufelräder.

Meine FöPu brachte damit elekronisch gemessen ca. 3,2 cbm/h und verbraucht ca. 620 Watt.

Nach dem Ausbau von zwei der sechs Räder gelangte ich auf ca. 440 Watt und fördert ca. 2,6 cbm. Nach dem Ausbau eines weiteren Rades sank das Fördervolumen auf ca. 2 cbm/h und ca 380 Watt an P1. Meine WW-WP braucht allerdings 2.3 cbm/h.

Der sehr nette Außendienstler von Grundfos war völlig verblüfft, dass er nicht auf die Werte kam, die FDL am Anfang des Threads berechnet hatte, nämlich ca. 250 Watt bei ca. 2,3 cbm/h.

Jetzt kommt eine Frequenzumwandler von Danfoss VLR 2803 und ein Sinusfilter in den Keller. Habe ich mit dem Außendienstler von Grundfos abgestimmt.

Ich bin es endgültig leid, aber ich werde das durchziehen (und berichten).

MfG Ritterrippo

Aktuelle Forenbeiträge
MySweetHome schrieb: Ich versuche gerade die An- und Auszeiten des Brenners zu ermitteln. Dazu gleich mal 2 Fragen: Wenn ich darüber die aktuelle Heizlast bei 0°C AT ermittelt habe, wie extrapoliere ich diese auf -11...
schorni1 schrieb: An sich : TOP Kessel (aber halt HEIZwert) und TOP Brenner (aber halt einstufig) Wenn die Anlage ECHT bei 5°C so 50/50 ausgelastet ist, dann wäre sie genau passend dimensioniert! "Eine Stunde brennen...
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Wasser-Wasser-Wärmepumpen : Stromfresser Brunnenpumpe optimieren - 30-80% Einsparungen
Verfasser:
Ritterrippo
Zeit: 18.08.2008 21:26:41
0
922806
Hallo FDL, Hallo Freunde,

eute war wieder einmal ein "Förderpumpentag". Mein Brunni kam mit dem Außendienstler von Grundfos.

Nach Meinung des Außendienstlers lasse sich die Einsparung an P1 auch "hydraulisch" lösen, nämlich durch Ausbau von Schaufelrädern. Die SP 3A6 verfügt über 6 Schaufelräder.

Meine FöPu brachte damit elekronisch gemessen ca. 3,2 cbm/h und verbraucht ca. 620 Watt.

Nach dem Ausbau von zwei der sechs Räder gelangte ich auf ca. 440 Watt und fördert ca. 2,6 cbm. Nach dem Ausbau eines weiteren Rades sank das Fördervolumen auf ca. 2 cbm/h und ca 380 Watt an P1. Meine WW-WP braucht allerdings 2.3 cbm/h.

Der sehr nette Außendienstler von Grundfos war völlig verblüfft, dass er nicht auf die Werte kam, die FDL am Anfang des Threads berechnet hatte, nämlich ca. 250 Watt bei ca. 2,3 cbm/h.

Jetzt kommt eine Frequenzumwandler von Danfoss VLR 2803 und ein Sinusfilter in den Keller. Habe ich mit dem Außendienstler von Grundfos abgestimmt.

Ich bin es endgültig leid, aber ich werde das durchziehen (und berichten).

MfG Ritterrippo
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