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Teflon oder Hanf als Dichtstoff?
Verfasser:
noe_marcel
Zeit: 17.02.2008 18:01:30
0
818005
Als Neuling hier sage ich erst einmal "hallo!", komme aber ohne Umschweife auf meine Frage:
Da wir bei uns eine Solaranlage in "Ost-/West-Dach"-Regelung (also auf jeder Dachfläche je ein Kollektorfeld) installiert haben, mußten wir oben im Dach ein Zonenventil im kalten Rohrbereich und ein T-Stück im warmen Rohrbereich einbauen.
Nun gibt es folgendes Problem: die Dichtigkeit. Am T-Stück haben wir in jedem Gewinde je einen Doppelnippel, auf dem dann das Edelstahlwellrohr per Überwurfmutter verschraubt ist. Genauso verhält es sich mit dem Zonenventil.
Die Doppelnippel sind auf T-Stück-/Ventilseite mit Teflonband versehen und waren beim Spülen mit Wasser auch dicht.
Ist die Anlage mit Solarflüssigkeit gefüllt und in Betrieb, tropfen diese Anschlüsse plötzlich leicht. Hä? Längere Zeit mit Wasser gefüllt und unter hohem Druck nicht...? Taugt Teflonband hier nicht oder muß noch mehr Band ins Gewinde?

Verfasser:
DidiDerDoedel
Zeit: 17.02.2008 18:11:37
0
818019

Bei Solar auf jeden Fall Hanf (und Fermit nicht vergessen).


Verfasser:
B.L.
Zeit: 17.02.2008 18:15:25
0
818021
Ja genau, Hanf bei Solar... alles klar! :o)

Wir nehmen dazu Teflon das bis 200°C ne Zulassung hat!

Wahrscheindlich ists nicht gut aufgedichtet, die thermische Belastung ist einfach nicht zu unterschätzen!


Grüsse
B.L.

Verfasser:
Joerg_Schneider
Zeit: 17.02.2008 18:34:07
0
818042
Solarnovum sagt hier etwas anderes. Laut denen taugt Teflon nix.

Hanf ist im Vergleich zu Teflon fehlertoleranter und hitzebeständig bis 260°C. Das sollte in den meisten Fällen reichen.

Bei Teflon genügt eine leichte Verdrehung der Dichtstelle und es wird undicht. Dichten mit Teflon sollte man unbedingt damit Geübten überlassen.

Verfasser:
DidiDerDoedel
Zeit: 17.02.2008 18:47:56
0
818056

Auch Wagner rät von Teflon ab.




Verfasser:
Ricö
Zeit: 17.02.2008 18:48:02
0
818057
man sollte eventuell auch erwähnen, dass das glykohl die oberflächenspannung des wassers verändert. damit erhält die solemischung hervorragende kricheigenschaften.

gruß ricö

Verfasser:
Fritz Poggenklas
Zeit: 17.02.2008 18:51:53
1
818062
Wenn Ihr grade zu diesem Glaubenskrieg abstimmt...........

Fritz mag auch kein Teflon.

Gruß Fritz

Verfasser:
Harzer
Zeit: 17.02.2008 18:53:38
0
818067
Hallo

Bei Solar auf jeden Fall Hanf (und Fermit nicht vergessen).

Zustimmung!

Dein Teflonband ist bestimmt zerschnitten durch die Innengewinde am Ventil.

Gruß aus dem Harz

Verfasser:
B.L.
Zeit: 17.02.2008 19:55:26
0
818139
Teflon mag ich auch nicht, keine Frage...

Aber Neo-Fermit ist zulässig bis 100°C, also schon mal schlecht für Solaranlagen...
Und ob Hanf 260°C überlebt, bezweifle ich!
Hatte nämlich schon mal einen überhitzten Holzofen, bei dem sämtliche Hanfverbindungen undicht wurden.
Und der Holzofen erreichte nicht annähernd 200°C.

Hatte mit dem Dampf-Teflon bisher nie ein Problem, auch nicht mit dem normalen...

Aber ich lass mich gerne mit Fakten belehren... :o)


Grüsse
B.L.

Verfasser:
OldBo
Zeit: 17.02.2008 20:09:04
0
818171
Verfasser:
Stefan1971
Zeit: 17.02.2008 20:12:05
0
818175
@ OldBo

Das geht aber auch nur bis 160° C.

Verfasser:
OldBo
Zeit: 17.02.2008 20:27:18
0
818194
Verfasser:
Joerg_Schneider
Zeit: 17.02.2008 20:36:49
0
818204
Baumwolle soll sogar 300° aushalten. Wenigstens hats 20km als Auspuffbefestigung gehalten und der hat weit mehr als 300°.

Hatte leider nichts anderes zum festbinden und nach 20km gab´s nen Schrotthändler.

Teflon ist sicher nicht verkehrt. Man muß nur wirklich damit umgehen können.

Old Bo´s Mittelchen -ob neumodisch oder nicht- halten auch keine 200°C.

Komplett durchlöten ist sicher die sicherste Methode.

Verfasser:
B.L.
Zeit: 17.02.2008 20:57:01
0
818225
Servus Bruno!

Klar kenn ich das Fermit! ;o)

Das neumodische Zeug kannte ich noch nicht! Ist aber in der Praxis meist ungeeignet, wenn man die Zeiten der Aushärtung ansieht!
1-2Stunden funktionsfest und nach 5-10 Std ist die Endfestigkeit erreicht!
Handfest nach 15min? Man dichtet es zusammen und muss es 15min liegen lassen?

Nein danke! Da nehm ich lieber das Teflon her!


Grüsse
B.L.

Verfasser:
OldBo
Zeit: 17.02.2008 22:04:59
0
818283
Okay B.L.,

dann nehme ruhig Teflondichtband, denn das hält 200° C (kurzfristig bis 260° C) aus und kann bestimmt bei Hochtemperaturanlagen nicht verkehrt sein.

Gruß

Bruno

Verfasser:
me.Ulrich
Zeit: 17.02.2008 22:20:31
0
818291
Locher Paste Solar

Bekomme ich leider in D nicht. Hat jemand Erfahrung damit, Bezugsquelle?

Gruß

Ulrich

Verfasser:
maxbackbone
Zeit: 18.02.2008 18:41:08
0
818894
Hallo Marcel,
leider kann ich nichts zu Hanf und Teflon beitragen.
Aber ich hab eine Frage an dich, warum ihr euch für Ost und West entschieden habt. Warum nicht für die Giebelseit?
Die Anlage ist doch bestimmt um einiges teurer, oder? Welches Modell habt ihr?
MFg aus Nordhessen

Verfasser:
B.L.
Zeit: 18.02.2008 20:12:49
0
819016
@Ulrich: Ich habe eine guten Kontakt zu einem in Altstätten, dort wo die Paste hergestellt wird...

Wenn du eine willst, einfach email an mich! Werde dann alles weiterleiten.


MfG
B.L.

Verfasser:
haak
Zeit: 18.02.2008 21:36:36
0
819136
ich kann nur hanf empfehlen. ich komme aus dem kfz.-gewerbe wo viel mit teflon gearbeitet wird,
als ich meine heizungsanlage modernisierte nahm ich anfangs teflon. kannich nicht empfehlen, hatte zuviel probleme damit. hanf ist genial!!!
mfg. haak

Verfasser:
me. Ahrendt
Zeit: 18.02.2008 22:01:10
0
819165
Jeder der sich ein wenig mit der Solartechnik beschäftigt, weiss, dass Teflon für Glykolgemische ungeeignet ist ... warum kam wohl bei reiner Wasserbefüllung nichts heraus ???

Es gab von meinem Hersteller 'mal eine Lieferung selbstdichtender KFE-Hähne .. die hatte deren Hersteller 'mal so neben her mit Teflonanteilen ausgestattet ... das war eine schöner Spaß die KFE-Hähne wieder zu tauschen !!!!

Und zur Temperaturbeständigkeit : Hanf hat in der Gasinstallation die HTB-Zulassung (Hohe Thermische Belastung) diese muss zur Erfüllung eine Temperatur von 650°C bestehen. Da ist eine Solaranlage ganz weit von entfernt ...

MfG me. Ahrendt

Verfasser:
bora33
Zeit: 18.02.2008 22:24:46
1
819188
Also Teflon und Glykol wäre vom chemischen Standpunkt besehen her überhaupt kein Problem.

Leider aber nicht vom physikalischen! Hat aber nichts mit Glykol zu tun.

Zunächst: Teflon, PTFE (Polyterafluorethylen) ist ein extrem beständiges Material, was außer von heißer Flußsäure praktisch von nichts angegriffen wird.

Leider aber ist es kein Thermoplast. Um Formkörper oder Folien daraus zu machen muss es sehr fein gemahlen und anschließend mit oder ohne Füllstoffe (Glasfasern, Glaskugeln) gesintert werden.

Das Problem ist, dass es ab etwa 190 °C unter hohem mechanischen Druck (z.B. innerhalb der zusammengeschraubten Gänge eines Gewindes) anfängt zu fließen.

Die in der SHK-Technik üblicherweise verwendeten Gewindetoleranzen sind leider derartig grob, dass Teflon hier mit Vorsicht zu genießen ist.

In der Reinstgastechnik werden z.B. polierte VA-Fittings mit NPT-Gewinden verwendet. Da sind die Spalten so klein, dass da nichts fließt.

So ein einfaches Einschraubfitting kostet dann auch mal mit 6 mm Durchmesser und 1/4" Gewindegröße locker 35-50 €.

Daher: Bei Solar Hanf und Fermit und ihr werdet lange daran Freude haben!

Gruß,
Ragnar Bogner
SOLABO Energietechnik

Verfasser:
Joerg_Schneider
Zeit: 19.02.2008 08:23:00
1
819309
"Jeder der sich ein wenig mit der Solartechnik beschäftigt, weiss, dass Teflon für Glykolgemische ungeeignet ist ... "

Aha, dann haben sich also alle Protefloner noch nie mit Solartechnik beschäftigt ? Oder nur zu wenig ?

Verfasser:
me. Ahrendt
Zeit: 19.02.2008 11:24:21
0
819462
Richtig ...

Verfasser:
KaGaLa
Zeit: 19.02.2008 18:38:28
0
819813
Hallo Leute !

Ihr habt Probleme!!!!!!!!!!!!!!!!!!??

Ich komme aus dem Kraftwerksbau und benutze seit je her im Rohrleitungsbau
Hanf mit Fermit!!!!!!

Egal welcher Druck!!!!!! Egal welche Temperatur!!!! Bis 550 C


Nur Schweissen ist besser :-) Mach ich auch viel lieber!!!

Verfasser:
Joerg_Schneider
Zeit: 19.02.2008 20:47:28
0
819950
Na dann bin ich ja beruhigt, immer mit tradionellen Dichtungstechniken gearbeitet zu haben.

Ob jetzt Löten, Hanfen oder Schweissen, da tritt das Problem immer gleich oder gar nicht auf. Flach- Schneidring- oder konische Metallverschraubungen werden mit der Zeit immer müde (wie ich).

Schweissen ist denk ich das beste. So Orbitalschweissen von Nirostahl in der Solartechnik könnte einige Stillegungen der Anlagen vermeiden.

Aber 550°C bei Hanf ? Das hätte ich auch nicht gedacht.

Aktuelle Forenbeiträge
martinwall schrieb: Dieses Menü ist das für Dich Relevante. Bis auf besondere Ausnahmefälle wird nur hier die Heizkurve eingestellt. Nimm also bitte alle Änderungen der HG - Parameter bezüglich der Temperaturen wieder...
And_i3 schrieb: Schönen 2.Advent, der Dom hat natürlich Recht das das TAS ein Sicherheitsrelevantes Bauteil einer Festbrennstoff Anlage sein muss, das im Notfall auch bei Stromausfall eine Wärmeabfuhr des verbleibenen...
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Teflon oder Hanf als Dichtstoff?
Verfasser:
Joerg_Schneider
Zeit: 19.02.2008 20:47:28
0
819950
Na dann bin ich ja beruhigt, immer mit tradionellen Dichtungstechniken gearbeitet zu haben.

Ob jetzt Löten, Hanfen oder Schweissen, da tritt das Problem immer gleich oder gar nicht auf. Flach- Schneidring- oder konische Metallverschraubungen werden mit der Zeit immer müde (wie ich).

Schweissen ist denk ich das beste. So Orbitalschweissen von Nirostahl in der Solartechnik könnte einige Stillegungen der Anlagen vermeiden.

Aber 550°C bei Hanf ? Das hätte ich auch nicht gedacht.
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