Hallo svrider
Ich habe seit Ende Juni 2007 einen SilvaWin Klassik 240T in Betrieb.
Der Kessel ist sehr solide gebaut und heizt mir die Bude seit Inbetriebnahme erfolgreich. Habe seitdem ca. 40 Liter Öl gebraucht.
Das Anheizen funktioniert wie im Prospekt beschrieben ohne Probleme. Man muss allerdings schon eine ordentliche Menge Anmachholz unten reinpacken. Als nächstes ein paar dünnere Scheite und was dann oben drauf kommt ist dem Kessel ziemlich egal.
Ich habe bisher fast nur Hartholz verheizt. Mit einer Füllung brennt er 2,5 bis 3 Stunden. Nachlegen findet bei mir nur statt wenn es draußen sehr kalt ist, denn mit einer Füllung sind meine 2000 Liter
Pufferspeicher sonst voll. In der Übergangszeit darf ich den Kessel nicht mal komplett befüllen weil ich sonst die
Wärme nicht loswerde.
Schornsteinfegermessung war kein Problem: CO 0,5 g/m³ Staub 0,03 g/m³.
Von Windhager habe ich nur den Kessel und die
Rücklaufanhebungsgruppe mit
Pumpe. Die
Steuerung mache ich mit
Temperaturdifferenzsteuerungen.
Für einen einwandfreien Abbrand sollten die Scheite keinesfalls länger als 33 cm sein. Sonst klemmt's schon mal.
An der Brennkammertemperatur kann man erkennen, daß Buche die Lieblingsholzsorte ist, aber alles andere brennt auch zufriedenstellend ab. Eiche (das ist mein Hauptbrennstoff) sollte allerdings sehr gut getrocknet sein.
Ich habe an dem Kessel 2 Kritikpunkte:
1. Die Kesselsteuerung geht schon bei angezeigten 73 Grad in den Teillastbetrieb (dann kommen hinten am Vorlauf aber immer noch 78 - 79 Grad raus). Mir wäre es lieber, wenn das erst bei ca 80 Grad passieren würde denn Teillastbetrieb sollte tunlichst vermieden werden, da der Kessel dann merklich schneller verschmutzt. Laut Windhager sind diese 73 Grad in der
Regelung fest vorgegeben und können nicht verändert werden.
2. Die Reinigung des Kessels ist recht aufwändig. Wenn ich das ordentlich machen will bekomme ich das unter 1,5 bis 2 Stunden nicht hin. Nach der Reinigung zeigt der Kessel bei Volllast eine
Abgastemperatur von ca 185 Grad an. Ich reinige ihn wenn die Abgastemperatur über 230 Grad geht und das ist im Winter leider schon 4 - 5 Wochen nach der Reinigung wieder der Fall. Wenn man sich einen optimalen Wirkungsgrad erhalten möchte müsste man ihn wahrscheinlich sogar noch öfter reinigen. Da ist mir aber der Aufwand dann doch zu hoch.
Noch eine Anmerkung zur Abgastemperatur: Bei der
Emissionsmessung hat mir der Schorni mit seinem geeichten Messinstrument nachgewiesen, daß die Anzeige der Abgastemperatur stark "geschönt" ist. Die echte Abgastemperatur liegt 40 Grad über der angezeigten und ist laut Schorni für einen solchen Kessel absolut normal.
Bis auf die aufwändige Reinigung bin ich mit dem Kessel aber sehr zufrieden.
Ich hoffe die Informationen helfen Dir ein wenig weiter.