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KWp
Verfasser:
W.Weber
Zeit: 23.07.2004 13:33:24
0
78856
Alle PV-Verkaufer und Hersteller rechnen den zu erwartenden Ertrag mit der KWp der Anlage aus. Durch den Wirkungsgrad des Wechslrichters verringert sich doch aber der Ertrag. Sind dann diese Ertragsberechnungen alle falsch oder was ???? Für mich ist doch wichtig wieviel KW eingespeist werden, denn nach diesen KW werde ich doch bezahlt. Diese eingespeisten KW sind aber geringer als die KWp ???
Wer erklärt mir das malrichtig ?

Verfasser:
me. Ahrendt
Zeit: 23.07.2004 14:03:45
0
78857
kWp
ist die max. Abgabeleistung des Solargenerators bei 1000Watt/m² Einstrahlung durch die Sonne ...

kW ist die momentane Leistung

kWh ist die Menge die Sie einspeisen

Die Wechselrichter werden deswegen größer gewählt, da sie (zumindest teilweise/früher) im unteren Teillastereich den besseren Wirkungsgrad besitzen und andererseits dieser Eintrahlungswert von 1000W/m² auch nur selten erreicht wird ...

Die Anlagenbezeichnung kWp ist zertifiziert und ermöglicht somit die Vergleichbarkeit der verschiedenen Modulhersteller ... Im Verhältnis bleibt es ja eine PV-Anlage mit der Leistung X ... ob bei 500W/m² oder bei 1000W/m² Einstrahlung ... der Wechselrichter begrenzt in der Regel nur die äusserste Spitze ... und das nur selten ...

Die Vergleichbarkeit der Wechselrichter ist wieder separat zu betrachten und wird auch in der Praxis so gehandhabt ...

Es ist ja ein Unterschied ob ich Modul WW und Wechselrichter XX zusammen betreibe oder Modul YY an Wechselrichter ZZ ...

Verfasser:
Steffen
Zeit: 23.07.2004 14:32:10
0
78858
@ W.Weber,

kWp als Einheit ist ja auf die Zelle bzw. Modul bezogen.
Das Objekt gibt bei unterschiedlichen Temperaturen bzw. unterschiedlichen Einstrahlungen oder Winkeln der Strahlung unterschiedliche (Photoeffekt-Ströme) Leistungen (nichtlineare Kennlinie) ab, deshalb kann meiner Meinung nach kein W/kW als Größe angesetzt werden.

Siehe auch http://www.physik.uni-bielefeld.de/~projekt/photo/

Diese Gleichspannung muß ja nicht unbedingt in Wechselspannung umgewandelt und über Wechselrichter weggespeist werden. Das Modul muß für sich und nicht im System gesehen werden.

Die Ertragsberechnungen stimmen also +/- den angegebenen Herstellungs-toleranzen bei 1000W/m² Strahlungsleistung, Sonnenlicht, 20°C und senkrechter Einfallswinkel, so oder so ähnlich, korrigiert mich ....

Bei der Akustik/Lautsprecherleistung (Ausgangsleistung) macht man das aus Werbetechnischen Gründen ebenso. Siehe: Belastbarkeit = Die Nennbelastbarkeit in Watt gibt an, welche elektrische Leistung dem Lautsprecher im Dauerbetrieb zugeführt werden kann (DIN 45573). In der DIN Norm sind die genauen Randbedingungen festgeschrieben.

Die Musikbelastbarkeit gibt die Leistung an, die bei kurzfristigen, hohen Pegeln vom Lautsprecher noch ohne Beschädigung oder starke Verzerrungen aufgenommen werden kann (DIN 45500).

Die Belastbarkeit ist kein Qualitätskriterium. Sie gibt nicht einmal Auskunft darüber, welche Lautstärke ein Lautsprecher produziert. Leider wird ständig mit weit übertriebenen Belastbarkeitsangaben und 'Ausgangsleistungen?' Werbung gemacht.

Beim Auto müsste man es auch so machen, hat sich aber nicht durchgesetzt ;-)
Die Leistung in kW/PS anzugeben ist ja eigentlich auch nicht richtig denn dieser angegebene Wert erscheint auf der Motor-Kennlinie ja nur bei einer bestimmten Drehzahl und definierten Prüfbedinungen. ;-)

Ist doch so oder?

Steffen

Verfasser:
W. Weber
Zeit: 24.07.2004 12:30:03
0
78859
Heist das: 0,574Cent x 970 KWh/KWp für meine Region x meine KWp von 20 = 11135,00€/Jahr ? Obwohl dei Wechselrichter keine 20KW sondern nur ca. 18KW einspeisen ?

Verfasser:
Steffen
Zeit: 24.07.2004 20:57:51
0
78860
@W.Weber,

jaein heist es natürlich nicht unbedingt!
Die AC/DC und WR-Verluste noch mit einkalkulieren, deshalb die max. 18kW bei Einspeisung annehmen ist ok.

Als Überschlag und Kalkulationsgrundlage wird aber genauso gerechnet wie angegeben, das ist aber doch kein Problem oder?
Naja Problem schon denn 970 kWh/kWp sind doch sehr optimistisch. Ich habe etwas pessimistischer kalkuliert, dann schägt die aktuelle Entwicklung nich so sehr in das Kontor ;-)

Steffen

Verfasser:
Markus
Zeit: 24.07.2004 22:53:17
0
78861
Kommt auf die Region an. In Bayern würde ich sagen, 1050 Kwh/Kwp sind normal. Bei meiner Anlage rechne ich mit 1100 Kwh/Kwp (Bayern/Augsburg)

Verfasser:
W. Weber
Zeit: 25.07.2004 09:37:03
0
78862
Hallo Markus, rechnest Du dann 1100 Kwh/Kwp x Deine installierten Kwp um Deinen Ertrag zu berechnen ? Oder ist das zu optimistisch und man müßte 1100 x 2Kwp weniger als die Installierten rechnen ?

Verfasser:
Fredl
Zeit: 25.07.2004 09:54:34
0
78863
@ W.Weber

Bist wohl etwas schwer von Begriff. Frag doch mal einen erfahrenen Installateur in deiner Nähe und lass dir Referenzen nennen.

Du möchtest scheinbar 100%ige Sicherheit. Ein kleines unternehmerisches Risiko mußt du bei PV immer hinnehmen. Wenn du noch lange überlegst bekommst du auch nächstes Jahr keine Module mehr.

Verfasser:
Martin
Zeit: 25.07.2004 12:41:18
0
78864
Hallo W.Weber,

zunächst zum Begriff KWp (ganz genau kWp): das ist die Angegeberne Nennleistung von PV-Modulen. Dieser Wert ist eindeutig deffiniert und lässt einen Verglich der verschiedenen Proukte zu. Das heisst, dass bei der selben Strahlung, am selben Ort, bei identischer Ausrichtung die Werte direkt vergleichbar sind. Dass dann natürlich beim Wechselrichter noch ein wenig Verluste eintreten ist klar, aber in der Regel nicht gravierend. Welchen Ertrag die Module tatsächlich liefern (kWh = Killowattstunden) kann niemand genau voraussagen, denn dazu müßte man Hellseher sein (ist nun mal Witterungsabhängig). Es gibt aber Erfahrungswerte, zum einen die der Hersteller/Lieferanten und zum anderen von den Betreibern. Welchen Zahlen du mehr Glauben schenkst, möchte ich dir selbst überlassen. Die der Lieferanten kannst du vermutlich im Prospekt bzw. Angebot nachlesen.
Die der Betreiber unter folgender Inernetseite

http://www.pv-ertraege.de/cgi-bin/pvdaten/src/region_uebersichten_auswahl.pl

Dort sind die tatsächlichen Erträge der Vergangenheit pro installiertem kWp aufgelistet. Daran kannst du ganz einfach hochrechnen, was diene Module zu diesem Zeitpunkt wohl erbracht hätten. Multiplitiert, mit deiner Einspeisevergütung pro kWh hast du dann den Ertrag.
Die Verluste kannst du hier getrost vergessen, denn die Angaben dort sind die tatsächlichen Einspeisewerte ins Netz, das sind die Verluste schon weg.

mfG
Martin

Verfasser:
W. Weber
Zeit: 25.07.2004 13:11:07
0
78865
Danke Martin, die Seite liefert "praxiserprobte und realistische" Werte mit denen man rechnen kann.

Verfasser:
Saar-Biene
Zeit: 26.07.2004 08:39:55
0
78866
Vielleicht auch eine Hilfe:
In der Fachzeitschrift für den PV-Markt, Photon, wurde beim Wechselrichter-Test immer der sog. europäische Wirkungsgrad errechnet, der den Faktor bringt, was ein Wechselrichter tatsächlich aus der DC-seitigen kWh (dem Strom, den die PV-Anlage ihm per Gleichstrom liefert) macht.
-> www.photon.de
Nichtsdestotrotz muß anhand der konkreten Modulanzahl eine saubere Verschaltung auf einen passenden Wechselrichter simuliert werden. Gute Anbieter machen das mit den jeweiligen Programmen der Wechselrichterhersteller (s.z.B. bei Fronius, bei SMA oder bei Siemens Sitop), die dann auch für die jeweilige Dachneigung und den jeweiligen Standort Erträge pro Jahr anhand der Wetterdaten der letzten 100 Jahre prognostizieren.
Oder beim Kachelmann-Team bzw. Deutschen Wetterdienst gegen Obulus eine Ertragssimulation kaufen.
Wäre auch Voraussetzung für eine spezielle Versicherung, die es für größere Anlagen gibt, die sog. Ertragsausfallversicherung - die rechnet dann 10% Sicherheitsabschlag runter und kann vom Handwerker, der installiert, mit abgeschlossen werden für Deine Anlage.
Alles klar? Sonnige Zeiten wünscht

Saar-Biene

Verfasser:
Thomas Kammerer
Zeit: 04.09.2004 14:30:09
0
78867
Hallo Markus,

ist deine PV Anlage zufällig Online?

Ich komme aus Ulm und stelle meine Daten fast Rund um die Uhr "live" ins Netz.

Gruß
Thomas
http://www.solaranlage.ipactive.de

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