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Datenschutzhinweise

Vorlauftemperatur
Verfasser:
Oliver
Zeit: 09.01.2003 16:53:03
0
5719
Hallo zusammen,

wir sind Ende 2002 in unser neues Haus eingezogen und wie so üblich, ist noch nicht alles so perfekt.
Wir haben im EG eine FSBH und als Heizung eine Brötje Ecotherm WGB 2.20.
Da mein Elektriker irgendwie nicht dazu kommt, die Raumthermostaten anzuschließen, läuft die Heizung so vor sich. Mit dem Ergebnis, dass trotz extrem niedriger Heizkurve die Vorlauftemperatur, bei Außen -12°C, sich so bei 58-60°C einpegelt. Gut, meine Frau friert nicht, aber diese Vorlauftemperatur erscheint mit etwas heftig.
Jetzt meineFrage, wie kann ich ohne Raumthermostat die Vorlauftemp. nach unten korrigieren.

Gruß
Oliver

Verfasser:
www.shk
Zeit: 09.01.2003 18:00:17
0
5720
Die Vorlauftemperatur ist auf jedenfall zu hoch. Dies wird aber auch nicht durch die Raumthermostatne geregelt. Vielmehr sollte, falls überhaupt vorhanden der Motormischer geprüft bzw. eingestellt werden. Ebenfalls sollte ein Sicherheitsthermostat dafür sorgen das bei einer Temp. >50°C die Pumpe abgeschaltet wird. Lassen sie schnellstens Ihre Einstellungen regulieren, da auch Schäden am Fussboden auftreten kann.

Eine provisorische Regelung der einzelnen Räume kann mittels der Handversteller der einzelnen Kreise am Verteiler direkt erfolgen.

Verfasser:
Oliver
Zeit: 09.01.2003 19:55:48
0
5721
erstmals Danke,

ich hatte gerade eben mal die Styropor-Abdeckung von dem H-Mischer(?) abgenommen und jene Einstellmöglichkeit gefunden. Eigentlich dachte ich, dass diese Regelung dynamisch von der Heizungselektronik übernommen wird.
Ich habe den Mischer jetzt so eingestellt, dass 40° C erreicht werden, dies ergibt ca. 38°C Nachlauftemperatur.
Momentan haben wir eine Aussentemperatur ca -10°C. Welches wäre jetzt die optimalste (sparsamste) Vorlauftemperatur. Bei unserem Haus handelt es sich um Holzständerbauweise (Niedrigenergie)

Danke
Oliver

Verfasser:
Oliver
Zeit: 09.01.2003 21:51:57
0
5722
nochmals Hallo zusammen,

ganz toll was mein Heizungsbauer da gemacht hat.
Vorlauftemperatur von Heizkreis 1 und 2 auf 80°C eingestellt und max.Vorlauf auf 60°C eingestellt.
Und das Beste ist, dass ein Techniker von Brötje die Heizung in Betrieb genommen hat.
Ich habe festgestellt, dass das Regelventil für die max. Vorlauftemperatur über das Raumsteuergerät einzustellen ist. Unter dem Programmmodus "Nur für den Heizungsfachmann".

cu
Oliver

Verfasser:
Udo Rostek
Zeit: 10.01.2003 08:21:22
0
5723
Hallo,

wie ist denn die Fußbodenheizung "eingefahren" worden ?

Nach meinem Verständnis ist darüber ein Protkoll zu erstellen, das den Estrich berücksichtigt und das "EINFAHREN" mit der Temperatur und Zeitverlauf darstellen muss !

Es wäre schon seltsam, wenn einige unnötig sich mehrtägige Arbeit machen, um mit einem vorher festgelegten Temperaturverlauf den Estrich/Fußbodenaufbau korrekt aufzuheizen.

Auszug aus einem Aufheizprotokoll (das ganze Protokoll hat mehrere Seiten)für Anhydrit- und Zementestriche von FBH gemäß DIN 4725, Teil4 :

Das Aufheizen darf bei Zementestrich frühestens 21 Tage, bei Anhydritestrich frühestens 7 Tage nach Ende der Estricharbeiten begonnen werden.

Drei Tage lang eine Vorlauftemperatur von 25 °C halten und 4 Tage die max. zulässige Vorlauftemperatur halten (nach DIN 18 560 max. 60 °C, aber das ist oft schon etwas zuviel, besser kann die AUSLEGUNGSTEMPERATUR sein); von der DIN abweichende Vorgaben (z.B. bei Fließestrich) sind zu beachten und zu protokollieren.

Auch nach einer korrekten Aufheizung ist nicht sichergestellt, daß der Estrich die Belegreife erreicht hat.
Der Estrichleger muß mit einem CM-Meßgerät in Anlehnung an ZTV-SIB 90 den Feuchtigkeitsgehalt überprüfen.
Der Estrichleger hat zu entscheiden, ob weitere Aufheizungen (mit Zyklus usw.) erforderlich sind.

Nach der Aufheizung ist der Estrich bis zu vollkommenen Erkaltung vor schneller Abkühlung zu schützen, z.B. keinerlei Zugluft.

Das Protokoll sollte mit mindestens drei Unterschriften bestätigt werden: Bauherr, Estrichleger, Heizungsfirma (Bauleitung, Architekt u.a. sind auch noch möglich).

Nochmals: dies ist nur ein Teil aller notwendigen Maßnahmen, um eine langlebige FBH zu erhalten.

MfG Udo Rostek


Verfasser:
Oliver
Zeit: 10.01.2003 08:38:59
0
5724
Moin,

die Beheizung vom Anhydritestrich wurde korrekt durchgeführt.
Zu dem Zeitpunkt war das Raumsteuergerät (RRG) noch nicht installiert, sodaß die Heizung per Hand gesteuert wurde. Von daher in Ordnung.
Von der Planung bis zur Montage bin ich aber ansonsten sehr zufrieden.
Nur dachte ich mal, wenn ich mir ein Brennwertgerät in den Keller stelle, bräuchte ich nicht viel Platz. Aber in Verbindung mit dem Wasserspeicher, der Solaranlage und der Regenwasserzysterne, komme ich mir vor wir in einem Blockheizkraftwerk.

Oliver

Verfasser:
Henning Becker
Zeit: 11.01.2003 01:15:31
0
5725
Herr Oliver

... bei der neuen Einstellung werden Sie frieren !!

nicht die Vorlauftemperatur ist falsch, sondern die Fussbodenkreise müssen richtig einzeln abgeglichen werden. Fragen Sie Ihren Heizungsbauer wie dieses gemacht wird oder den Systemhersteller. Erst dann wird eine Vorlauftemperatur von 50°C ausreichen. Fragen Sie den Planer nach der zugrundegelegten Vorlauftemperatur.

Verfasser:
günter thimm
Zeit: 14.01.2003 14:54:53
0
5726
wir wohnen seit einem im EFH mit FBH. in einem kinderzimmer haben wir immer ein-zwei grad weniger wärme. die beiden kinderzimmer erreichen auch nie mehr als 20/21 grad. gibt es normen (z.b. VOB) für die kesselleistung und die abstände/längen der verlegten leitungen. wir haben von allen räumen bilder vor dem estrich.
2.: wenn im erdgeschoss die ventile schliessen, weil die temperatur erreicht ist, springt die therme nur noch an und aus, d.h. dass im obergeschoss keine wärme mehr ankommt.
da wir schon mehrfach die kalten räume angemanht hatten, hat man die vorlauftemperatur einfach auf 52 grad gestellt, der aussentemperaturfühler spielt gar keine rolle mehr.
wir erbitten dringend einen rat.
vielen dank familie thimm

Verfasser:
Norbert
Zeit: 15.01.2003 08:03:17
0
5727
hallo günter,
so einfach kann man auf deine frage nicht antworten, weil man die gegebenheiten der anlage zu wenig kennt.
wenn die fb-heizung direkt aus dem kessel (öl - gas?)kommt es immer zum "takten" (an-aus) des brenners, wenn die temperaturen erreicht. hier sollte ein sogenannte hydraulische weiche und nachfolgend der entsprechende mischer für die fb-heizung installiert sein. nur so kann gewährleistet werden, dass das gerät in den modulationsbereich fährt (auch wenn viele kollegen jetzt "rot" sehen, weil dann der brennwerteffekt verloren gehen würde). viele von mir eingebaute anlagen funktionieren mit bester zufriedenheit.
lassen sie sich die anlage bzw. das regelprinzip mal von ihrem "heizungsfachmann" genau erklären.

Verfasser:
Peter
Zeit: 15.01.2003 11:25:28
0
5728
Hallo Herr Thimm,

welche Temperaturen gedenken Sie denn in Ihren
Räumen zu erhalten?
Die Verlegeabstände dürften berechnet sein,
lassen Sie sich von Ihrem Heizungsbauer doch
die Berechnung geben.
Als Abgleich schreiben wir immer die tatsächlich
verlegten Meter auf, um auch die Einstellung am
Verteiler korrekt ausführen zu können, denn wie
allgemein bekannt, ist Papier geduldig.

MfG
Peter

Verfasser:
günter thimm
Zeit: 15.01.2003 13:49:51
0
5729
hallo norbert und peter,
vielen dank. genau dieses sg. takten ist ein grosses problem. ich habe heute aufgrund der hohen aussentemperaturen per hand die max. vorlauftemperatur von 53 auf 42 grad runtergenommen und schon setzt dieses takten wieder ein. der heizungsbauer hat definitiv keine ahnung.
am liebesten würden wir einen gutachter einschalten, wissen aber nicht was da an kosten so auf uns zukommen würde.
gruss günter

Verfasser:
Oliver
Zeit: 15.01.2003 14:18:22
0
5730
die Einstellung der max. VL-Temperatur dient nur zum Schutz der FBH, bzw. des Estrichs. Wenn Sie einen modulierenden Brenner haben, regelt er die benötigte VL-Temperatur selber ein.
Die 42°C sind mit Sicherheit zu wenig, ausser Sie passen die Temperatur immer manuell den Aussentemperaturen an. Da hätte man aber dann gleich beim Kohlenschaufeln bleiben können.

Verfasser:
Alex
Zeit: 15.01.2003 20:18:12
0
5731
Hallo Zusammen.

Betr. Herrn Thimm von 14.01.03

Punkt 2: "Wenn im Erdgeschoß die Ventile schließen,...im Obergeschoß keine Wärme mehr ankommt."

Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich das jetzt richtig verstanden habe. Ich glaube aber, daß Sie ein Problem mit dem hydraulichen Abgleich zu Ungunsten Ihres Obergeschosses haben. Sprechen Sie doch mal diesbezüglich Ihren Heizungsbauer an.

Gruß Alex

Verfasser:
heizungs-volk
Zeit: 15.01.2003 22:09:23
0
5732
ich würde sagen, die Heizung ist nicht "in Betrieb genommen", sondern nur eingeschalten worden.
Inbetriebnahme heißt eben nicht nur, dem Häuslebauer die Bedienungsanleitung in die Hand zu drücken und einen großen Werbeaufkleber ans Gerät zu heften (wie viel zu oft praktiziert). Schade um den Ruf der Branche...
Hol dir den Heizungsbauer der was davon versteht. Eine Optimierung der Anlage spart dir ständig Kosten und verringert die Wahrscheinlichkeit von Schäden drastisch.

Gruß Volker

Verfasser:
Lüftungshai
Zeit: 16.01.2003 08:19:59
0
5733
Na so schwierig isses vielleicht gar nicht, ich hab meine Anlage auch selbst "abgeglichen" .

MFH mit 3 Wohnungen, 240qm, VollFBH, elektr. Raumthermostate, Therme ohne Weiche und Puffer.

1.
Oben Luft rauslassen

2.
Alle Heizkreise einschalten, 2h heizen, dann die Heizkreise am Heizverteiler-Rücklauf solange gegeneinander abgleichen, dass die Rücklauftemp. bei allen gleich ist.

3.
Nun alle Heizkreise zu und eine halbe Stunde warten, nur EINEN Heizkreis öffnen. Wenn jetzt die Therme nur kurz einschaltet, kriegt sie nicht genug Wasser durch den einen Heizkreis. Also ALLE Heizkreise gleichmässig ein Stück öffnen, bis das funzt und dann zurück zu Step 2.

4.
Das kann schon mal einen Sonntag dauern, und Deine Frau wird Dich im besten Fall nur fragend angucken. Eine Fachfirma drückt sich gern da drum herum, weil sie dann 8h berechnen würde und der Kunde das vielleicht nicht versteht.

Fachleute wie findet Ihr das? Sind gravierende Denkfehler dabei?

Verfasser:
Oliver
Zeit: 16.01.2003 08:25:58
0
5734
zu Punkt 3:
wenn ich es richtig verstehe, sollte die Therme permanent auf niedrigstem Niveau laufen

Verfasser:
Lüftungshai
Zeit: 16.01.2003 08:31:55
0
5735
yep! Fass dabei das Rücklaufrohr an der Therme an, wenn dort die Temp nach paar min sprunghaft ansteigt, is das Wasser einmal rum die Therme darf abschalten.

Verfasser:
günter thimm
Zeit: 16.01.2003 15:00:49
0
5736
noch eine kurze frage: kennt jemand einen tatsächlich kompetenten fachmann im raum berlin/potsdam. die brötje-"fachleute" möchte ich nicht mehr bei mir sehen.
g.t.

Verfasser:
frankfurter
Zeit: 20.01.2003 16:40:55
0
5737
Meine FBHZ und HK sind so eingestellt, das die Vorlauftemperatur von 38°C ausreicht. Den Wandkessel betreibe ich ohne Mischer, Puffer, Weiche oder ähnlichem.

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