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öldichter Anstrich des Heizungsraumes
Verfasser:
Pitchfork
Zeit: 26.07.2004 13:19:51
0
79237
Hallo liebe Experten,
wir müssen den Heizraum mit einer öldichten Farbe anstreichen. Die doppelwandigen Kunststofftanks müssen abgemauert vom Heizkessel stehen (obwohl nur 5.000 L leider Vorschrift in Ö). Da die Mauer noch nicht vorhanden ist, streichen wir den Lagerraum gleich mit, wer weiss, welche Auflagen in ein paar Jahren kommen. Nun habe ich die Frage, welche Hersteller bzw. Farben zu empfehlen sind? Und wie Frauen so sind, gibt es vielleicht noch andere Farben ausser Maus-, Tauben- und Steingrau? ;0)

Verfasser:
OldBo
Zeit: 26.07.2004 13:32:22
0
79238
Moin Pitchfork,

die Farben gibt es Farbengeschäft. Viel wichtiger ist die richtige Ausführung des öldichten Auffangraumes (Wanne).

Die bessere Lösung wären das TankinTank-System. Hier hat jeder Tank seine eigene Wanne, der Raum muss nicht mehr gestrichen werden, auf eine Wand kann verzichtet werden.
Die Taks sollten nicht über 5.000 Liter haben. Sonst einen extra Raum (je nach Landesvorschrift). Also eine zugelassene Fachfirma einschalten!

und Tschüss

me. Bruno Bosy. NF

Verfasser:
Pitchfork
Zeit: 26.07.2004 13:50:46
0
79239
Lieber OldBo,
danke für die schnelle Antwort. Leider müssen wir den Heizraum auf jeden Fall streichen, da kommen wir aufgrund der österreichischen Bestimmungen nicht drum herum. Ich will es ja auch nicht recht einsehen, da wir doppelwandige Tanks haben und der Tankraum abgemauert wird. Aber, Sicherheit geht vor, seh ich ja auch ein ;0)
Den Tankraum möchen wir selber streichen, weil wir einfach Eigenleistung erbringen müssen, damit wir uns die Unterstützung von Gewerken an den wichtigen Stellen leisten können. Qualität kostet.. ist uns klar, und wir gehören auch nicht zum feilschenden Kundenklientel. Sofern keine Gefahr für unseren Leib und den Fortbestand unseres 70jährigen äußerst renovierungsbedürftigen 300-qm-Hauses besteht, müssen wir einfach auch selbst den Hammer bzw. Pinsel schwingen.

Viele Grüße
Pitchfork

Verfasser:
Pete
Zeit: 26.07.2004 14:37:53
0
79240
Hallo,

es gibt spezielle Tank-Beschichtung von z.B. Ceresit dafür. Hier reicht normale Frabe nicht aus. Die Farbe muss dafür zugelassen sein.
In der Regel muss man sogar die Deckel der Farbe aufbewahren, um die sachgerechte Auswahl der Farbe zu bestätigen.

Dann muss die Ausführung sachgerecht erfolgen.
Hier ist eine gewisse Mindestdicke der Beschichtung zu erreichen (wieviel steht auf dem Farbeimer).

Und dann müssen 3 Farbschichten sichtbar sein. In der Praxis holt man sich einen 10 Liter Eimer graue Beschichtung, 5 Liter rote Beschichtung und dann wird erst einmal grau, dann rot und wieder grau gestrichen.

Ganz wichtig ist die Sichtbarkeit aller drei Schichten (jeweils 2 cm Rand pro Farbe).

Ich habe auch selbst gestrichen und der Sachverständige hat das abgenommen (Wir wohnen im Wasserschutzgebiet, mit einwandigen Tanks)

Gruss,
Pete

P.S.: Bei der Abmauerung bitte auch mal das Volumen des Auffangraumes nachmessen (Länge x Breite x Höhe >= 5 cbm)

Verfasser:
Adolf Hirtreiter
Zeit: 31.10.2004 15:40:11
0
105778
Ölauffangraum: Tip.
Es gibt 2 Materialien die Top sind für den Auffangraum. Entweder Sie nehmen K6 H 2 Komponentenmaterial, ist zugelassen für den Auffangraum oder Sie nehmen Epple Plast, ebenfalls 2 Komponentenmaterial. Beide Materialien sind die besten die es gibt. K6 H ist nicht nur Heizölbeständig sondern erhöht chemikalienbeständig. Bei Epple Plast genügen 2 Anstriche die sichbar sein müssen. Den ersten Anstrich zb. auf 1,00 Meter, den zweiten auf 99 cm, z. B. Oder Sie lassen sich nachdem die Tanks noch nicht drin sind eine fertige Auffangraumfolie anfertigen. Die Auffangraumfolie von Sica Trocal ist sehr sehr hochwertig u. zugelassen. Die Wanne wird aufgrund der Raummaße gefertigt und dann problemlos eingebaut. Die Höhe sowie bei dem Anstrich oder der Folie muß richtig sein, mit Sicherheitsabstand usw. Ein Anstrich mit Visconal würde aus Erfahrung nicht empfehlen.

Verfasser:
tarik akbas
Zeit: 27.05.2005 16:52:32
0
190256
Ihr spricht hier vom streichen, dabei ist es eine Beschichtung die Fachgereht nur von einem Betrieb der nach WHG zugelassen ist Ausgeführt werden darf.
Ich denke dass wenn behördliche Auflagen zum Schutz des Grundwassers da sind, gibt es später probleme bei der Abnahme..

Epple plast ist zwar ein Name der mir halbwegs bekannt ist, habe aber im Internet nichts gefunden

hätte Ich Anschrift oder Telefonnummer, würd Ich mal gerne mit der Firma in kontakt treten.
Eventuel setze Ich das Material auch ein.

Verfasser:
Prüfer
Zeit: 27.05.2005 21:39:20
0
190365
Hallo Leute,

der Fragesteller Pitchfork wohnt in Österreich (so verstehe ich es zumindest) und ihr gebt Antworten, die sich auf deutsche Zulassungsanforderungen und auf das deutsche Wasserhaushaltsgesetz beziehen. Das passt doch nicht.

Pitchfork rate ich dringend, sich nochmals genauestens zu den rechtlichen Anforderungen in Österreich zu informieren. Ich weiß, dass bei vergleichbaren Fragen in Deutschland oftmals auch viel im Dunkeln getappt wird und Halbwissen wiedergegeben wird.
Gegenfrage:
Muss in Österreich wirklich der Heizungsraum gestrichen (beschichtet) werden oder ist der Lagerraum gemeint?

Bezüglich Fachbetriebspflicht gemäß WHG möchte ich folgendes richtig stellen:
Im WHG steht in der Tat etwas von Fachbetriebspflicht bei der Beschichtung von Auffangräumen.
Allerdings gelten übergeordnet die entsprechenden Anlagenverordnungen der Bundesländer. Und in diesen werden in der Regel Heizöltankanlagen bis 10.000 l von der Fachbetriebspflicht ausgenommen (gilt für alle Arbeiten an den Tankanlagen).

Gruß an alle
Euer Prüfer für Tankanlagen

Verfasser:
Ralf S1
Zeit: 28.05.2005 00:42:17
0
190416
Bundesländer. Und in diesen werden in der Regel Heizöltankanlagen bis 10.000 l von der Fachbetriebspflicht ausgenommen (gilt für alle Arbeiten an den Tankanlagen).

Gruß an alle
Euer Prüfer für Tankanlagen
-----------------------------------

Hallo Prüfer
Soll das denn auch heissen, das neue Tankanlagen von jedermann aufgestellt werden dürfen ??????

Fragende grüsse

Ralf S1

Verfasser:
Prüfer
Zeit: 28.05.2005 07:00:19
0
190433
Ja, genauso ist es.

Am Auto darf man ja auch selber rumfummeln.
Es ist nicht verboten seine Bremsen komplett aus- und einzubauen.


Verfasser:
Ralf S1
Zeit: 29.05.2005 00:48:40
0
190717
danke für die antwort

vg
ralf s1

Verfasser:
Schmitt
Zeit: 29.05.2005 06:28:28
0
190729
Hallo Ralf S1,

wenn Ihre Anlage in Baden - Württemberg steht dann lesen Sie den nachfolgenden Beitrag und handeln Sie danach.


Überwachungsgemeinschaft
Technische Anlagen
der SHK-Handwerke e.V.
Landesstelle Baden-Württemberg

Merkblatt

Fachbetriebe nach § 19 l Wasserhaushaltsgesetz

Regelungen für Baden-Württemberg (Stand Mai 2003)

Nach dem Gesetz zur Ordnung des Wasserhaushalts (Wasserhaushaltsgesetz – WHG) dürfen an Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen nur Fach-betriebe nach § 19 l WHG tätig werden. Da Heizöl ein wassergefährdender Stoff im Sinne des Wasser-haushaltsgesetzes ist, gilt diese Regelung auch für Heizöltankanlagen.

Die einzelnen Bundesländer können von dieser Regelung jedoch Ausnahmen zulassen. So sind in Baden-Württemberg oberirdische und unterirdische Heizöl-tankanlagen mit einem Volumen von bis zu 10.000 Liter von der so genannten Fachbetriebspflicht aus-
genommen. Diese Regelung ergibt sich aus der Verordnung des Ministeriums für Umwelt und Verkehr über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen und über Fachbetriebe (Anlagenverordnung wassergefährdende Stoffe - VAwS)

Aus den Regelungen des WHG in Verbindung mit der VAwS ergeben sich einige Unterschiede zwischen Fachbetrieben nach § 19 l WHG und Handwerksbetrieben aus dem Bereich Sanitär-Heizung-Klima, die nicht Fachbetriebe im Sinne des WHG sind. Mit den folgen-den Regelungen honoriert der Gesetzgeber die für die Fachbetrieb nach § 19 l WHG erforderliche besondere Zusatzausbildung und die regelmäßige Überwachung, welcher sich die Fachbetriebe unterziehen müssen.

Diese Regelungen gelten jedoch nur in Baden-Württemberg, in anderen Bundesländern gelten jeweils andere Regelungen.

1. In Baden-Württemberg darf jeder Handwerksbetrieb aus dem Bereich Sanitär-Heizung-Klima oberirdische und unterirdische Heizöltanks bis 10.000 Liter einbauen, aufstellen, instand halten, instand setzen und reinigen.

An Anlagen mit einem Volumen von mehr als 10.000 Liter dürfen diese Tätigkeiten nur von Fachbetrieben nach § 19 l WHG durchgeführt werden.

2. Oberirdische Heizöltanks mit einem Volumen von mehr als 1.000 bis 10.000 Liter müssen:
- vor Inbetriebnahme,
- nach einer wesentlichen Änderung,
- vor Wiederinbetriebnahme einer länger als ein Jahr stillgelegten Anlage (im Wasserschutzgebiet),
- wenn die Anlage stillgelegt wird (im Wasserschutzgebiet) jeweils von einem zugelassenen Sachverständigen auf den ordnungsgemäßen Zustand
überprüft werden, wenn diese Tätigkeiten von einem Handwerksbetrieb ausgeführt wurden, der kein Fachbetrieb nach WHG ist.

Werden die genannten Tätigkeiten von einem Fachetrieb nach § 19 l WHG durchgeführt, so ist die Sachverständigenprüfung nicht erforderlich. Zum Nachweis stellt der Fachbetrieb nach § 19 l WHG dem Anlagenbetreiber hierüber eine kurze Bescheinigung
aus.

3. Oberirdische Heizöltanks von über 1.000 bis 10.000 Liter Volumen, die sich in Wasser-
schutzgebieten befinden, müssen alle 5 Jahre von einem zugelassenen Sachverständigen auf den ordnungsgemäßen Zustand überprüft werden.

Wird eine solche Anlage jedoch von einem Fachbetrieb nach § 19 l WHG mindestens einmal jährlich gewartet, so ist die Sachverständigenprüfung nicht erforderlich.

4. Oberirdische Heizöltanks von über 1.000 bis 10.000 Liter Volumen, die vor dem 01. April 1994 errichtet wurden, müssen nach der VAwS mindestens einmal überprüft werden, falls dies bisher noch nicht geschehen ist. Diese so genannte Altanlagen-überprüfung dürfen neben den zugelassenen Sachver-ständigen auch Fachbetriebe nach § 19 l WHG durchführen.

Sollte bei einem solchen Tank ein Schadensfall auf-treten und die vorgeschrieben einmalige Überprüfung nicht durchgeführt worden sein, drohen dem Anlagen-betreiber Konsequenzen seitens der Wasserbehörden. Auch werden sich die Versicherungsgesellschaften wahrscheinlich weigern, den Schaden zu regulieren, da der Anlagenbetreiber seinen gesetzlichen Pflichten nicht nachgekommen ist.

Wenn Sie nun der Meinung sind, dass Sie auf Grund der Aussage vom "Prüfer" diese Arbeiten selbst ausführen dürfen, lassen Sie sich das bitte vorher von ihm, bzw. seiner Organisation schriftlich besätigen damit Sie im Schadensfalle abgesichert sind.

mfG. Schmitt

Verfasser:
Prüfer
Zeit: 29.05.2005 22:04:08
0
191021
Wir sind hier doch stark vom Titel-Thema abgekommen und es hat schon Verwirrung gegeben.
Damit das nicht weiter passiert, eröffne ich jetzt eine neue passende Runde mit dem Thema

"Wer darf an Heizöltankanlagen Arbeiten ausführen?"

Aktuelle Forenbeiträge
micha_el schrieb: Kann man die BW-Bereitung zu einem Zeitpunk starten wenn das Geräusch nicht stört? ich vermute die Funktion ist dazu da, kein heisses Wasser zu den Heizkörpern/FBH zu lassen. Mit max Pumpendrehzahl...
lukashen schrieb: Hi, Deine Einrohrheizung könnte mit Saugdüsen realisiert sein (ist im verlinkten Artikel sehr gut beschrieben). Das Prinzip sollte man so lassen. Damit ein neuer Heizkörper funktioniert, muss ein passendes...
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