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Zirkulation stilllegen
Verfasser:
hhoebel
Zeit: 28.07.2008 10:25:37
0
910573
Hallo,

in meinem 1,5 Jahre alten Haus wurde eine Zirkulationsleitung installiert, die sich im Nachhinein als überflüssig erwiesen hat (Warmwasser wird an jeder Stelle innerhalb 15s geliefert).
Die Zirkulationsleitung geht vom Kaltwasseranschluß des Speichers irgendwo ins Bad.
Ich möchte die Leitung gerne außer Betrieb nehmen, kann die Leitung aber nur am Speicher abklemmen, die andere Seite ist nicht mehr zugänglich.
Jetzt gäbe es mehrere Möglichkeiten:
a) Zirkulation nur ab und zu in Betrieb nehmen um Stagnation zu verhindern (z.B. 1x am Tag). Problem: die Zirkleitung ist die ganze Zeit schon durch Schwerkraft aktiv. Lösung könnte nur durch Schwerkraftbremse + neue Pumpe (die bisherige war noch nie in Betrieb und ist bereits fest gegangen) + Zeitschaltuhr erfolgen
b) Zirkulations leitung vom Kaltwasser-Anschluß auf den Warmwasser-Anschluß umklemmen, damit beide Leitungen beim aufdrehen des Hahns durchflossen werden. Die Zirkulationsleitung hat aber einen geringeren Durchmesser als die Warmwasserleitung.

Meine Frage:
Wird b) funktionieren trotz des etwas geringeren Durchmessers oder wird die Zirkleitung dann zu wenig oder gar nicht durchströmt, so das ich wieder Stagnationsprobleme bekomme?

Gruß

Heiko

Verfasser:
hhoebel
Zeit: 28.07.2008 14:51:04
0
910747
Niemand da, der was zum Thema weis?

Verfasser:
Ratzeful
Zeit: 28.07.2008 15:46:27
0
910778
Hallo hhoebel,

ja woher soll denn hier irgendjemand Dein Rohrnetz kennen und dann noch eine Aussage zur Hydraulik machen können?

Also die klarste Lösung ist:
Zirkulationsleitung an beiden Enden so dicht wie irgend möglich an den durchflossenen Leitungsabschnitten kappen.
Das dazu eine Wand aufgestemmt werden muß sollte hinnehmbar sein.

Falls Du nicht bereit bist die Leitung zu suchen und die Wand zu öffnen, empfehle ich den durchlaufenden Zirkulationsbetrieb.

Falls Du der Ansicht bist, daß dadurch "zuviel" Wärmeverluste entstehen, dann kannst Du einen taktenden Betrieb fahren wenn Du Dir sicher bist, daß Dein Rohrnetz hygienisch einwandfrei ist.
Inwieweit Du tatsächlich Hygieneprobleme hast oder durch den taktenden Betrieb bekommst, kann nur eine Trinwasserbeprobung und -analyse beantworten.

Und ob bei einem Parallelbetrieb von Warmwasser- und Zirkulationsleitung die Zirkulationsstrecke ausreichend gespült wird kann nur ein Hellseher beantworten.


Gruß Ratzeful

Verfasser:
maik_a
Zeit: 28.07.2008 15:50:45
0
910780
"Warmwasser wird an jeder Stelle innerhalb 15s geliefert "
Das wird wohl durch die Schwerkraftzirkulation sein. Ohne kann es schon länger dauern, es sei denn ihr habt kurze, dünne Leitungen.

Wieviel Gas braucht Ihr denn pro Tag fürs WW, wie hoch ist der Verlustanteil? Davon hängt ab, ob sich Maßnahmen überhaupt rentieren!

Gruß
Maik

Verfasser:
hhoebel
Zeit: 28.07.2008 17:35:25
0
910825
>Zirkulationsleitung an beiden Enden so dicht wie irgend möglich an den durchflossenen Leitungsabschnitten kappen.
>Das dazu eine Wand aufgestemmt werden muß sollte hinnehmbar sein.

Nein, defintiv nicht, denn die Kosten wären auf die nächsten Jahre kaum reinzuholen. Vom Arbeitsaufwand ganz abgesehen. Dazu wäre die halbe Dusche ab zu reißen, die mit Glasmosaik für 200,- Eur/m² versehen ist.

>Falls Du nicht bereit bist die Leitung zu suchen und die Wand zu öffnen, empfehle ich den durchlaufenden Zirkulationsbetrieb.

Den habe ich schon.

>Falls Du der Ansicht bist, daß dadurch "zuviel" Wärmeverluste entstehen, dann kannst Du einen taktenden Betrieb fahren wenn Du Dir sicher bist, daß Dein Rohrnetz hygienisch einwandfrei ist.

Taktend ginge nur mit Nachrüstung einer Schwerkraftbremse und Zirkulationspumpe. Das würde ich machen, wenn es nötig ist, aber wenn es auch ohne geht: umso besser.

>Inwieweit Du tatsächlich Hygieneprobleme hast oder durch den taktenden Betrieb bekommst, kann nur eine Trinwasserbeprobung und -analyse beantworten.

Noch habe ich keine Probleme, denn die Zirkulation ist ja aktiv. Die Analyse kann mir also keine Hilfe sein.
Eine Hilfe wäre eher ein Erfahrungsbericht von jemand der die Zirkulationsleitung schon mal in gleicher Weise umgebaut hat und weis, ob ein Durchfluß durch die Zirk-Leitung in ausreichender Weise erfolgt. Dann würde ich das Geld für die Änderung investieren und den Durchfluß selber kontrollieren. Ohne aber überhaupt einschätzen zu können wie erfolgreich ein solches Unterfangen überhaupt sein wird, würde ich aber eher die Lösung Schwerkraftbremse + Pumpe wählen.

>Und ob bei einem Parallelbetrieb von Warmwasser- und Zirkulationsleitung die Zirkulationsstrecke ausreichend gespült wird kann nur ein Hellseher beantworten.

Das kann man doch sicher anhand der Rohrinnendurchmesser und Leitungslängen berechnen. Die kann ich zumindest ungefähr nachliefern (+/-10%).

>"Warmwasser wird an jeder Stelle innerhalb 15s geliefert "
>Das wird wohl durch die Schwerkraftzirkulation sein.

Nein - das ist mit zugedrehter Zirkulationsleitung. Mit aufgedrehter dauert es keine 5s.

>Wieviel Gas braucht Ihr denn pro Tag fürs WW, wie hoch ist der Verlustanteil? Davon hängt ab, ob sich Maßnahmen überhaupt rentieren!

Ohne Zirkulation reicht 1-1.5kWh Strom pro Tag (Wärmepumpe) und 1 Start der Wärmepumpe. Mit Zirkulation sind es derzeit eher 2.6kWh. Im Winter wegen schlechterem COP dann mehr.
Sind also schon mal gut 70,- Eur Unterschied pro Jahr ohne einen Komfortgewinn davon zu haben.

Eine Lösung mit Schwerkraftbremse + Pumpe und 1x am Tag aktivieren wäre wesentlich besser und günstiger als die dauernde Schwerkraftzirkulation, aber noch günstiger wäre die Lösung mit dem Umklemmen der Leitung, sofern eben ausreichender Durchfluß sichergestellt wäre.
Im Prinzip müßte sich die Verteilung doch über die Druckverluste berechnen lassen - vermutlich stellt sich die Verteilung so ein, das die Druckverluste in beiden Rohren gleich werden. Dann würde sich in einem 16er Rohr etwa halber Durchfluß gegenüber einem 20er einstellen, d.h. in einer Anlage mit 20er Warmwasser-Leitung und 16er Zirkulationsleitung wäre etwa 2:1 Durchfluß.
Kann das jemand bestätigen? (Das Programm Druckverlust 6.2 zeigt mir für dieses Verhältniss etwa gleichen Druckverlust an)

Gruß

Heiko

Verfasser:
Ratzeful
Zeit: 28.07.2008 22:53:01
0
911036
Hallo hhoebel,

>Falls Du nicht bereit bist die Leitung zu suchen und die Wand zu öffnen, empfehle ich den durchlaufenden Zirkulationsbetrieb.

Den habe ich schon.

- nein, Du hast irgendwas undefiniertes Schwerkraftmäßiges.

Noch habe ich keine Probleme, denn die Zirkulation ist ja aktiv. Die Analyse kann mir also keine Hilfe sein.
- eine Schwerkraftzirkulation ist nun überhaupt kein Indiz für "keine" hygienischen Probleme.

Eine Hilfe wäre eher ein Erfahrungsbericht von jemand der die Zirkulationsleitung schon mal in gleicher Weise umgebaut hat
- nein, denn weder sind die Rohrnetze gleich noch der Isolierstandart. Was bei einem klappt, funktioniert beim anderen überhaupt nicht.

Das kann man doch sicher anhand der Rohrinnendurchmesser und Leitungslängen berechnen. Die kann ich zumindest ungefähr nachliefern (+/-10%).
- ja, wenn Du die Daten hast, dann kannst Du das auch rechnen.

"...aber noch günstiger wäre die Lösung mit dem Umklemmen der Leitung, sofern eben ausreichender Durchfluß sichergestellt wäre..."
- genau.

"...vermutlich stellt sich die Verteilung so ein, das die Druckverluste in beiden Rohren gleich werden..."
- zwischen zwei Leitungsknoten (Trennung am WW-Speicher und Vereinigung an Abzweig zur Zirkulation) sind die Druckverluste zwangsläufig genau gleich. Nur eben bei unterschiedlichen Volumenströmen in dem jeweiligen Leitungsabschnitt.

Dann würde sich in einem 16er Rohr...Kann das jemand bestätigen?
- jaein,
Beispiel von Edelstahlrohren (vergleichbar mit Cu-Rohr):

ein 18 x 1,0 (di=16 mm) hat bei 0,1 l/s einen R-Wert von ca. 2,5 mbar/m bei einer Fließgeschwindigkeit von ca. 0,5 m/s

beim gleichen R-Wert hat ein 22 x 1,2 (di=19,6mm) einen Durchfluß von ca. 0,17 l/s bei einer Fließgeschwindigkeit von 0,6 m/s

also so ungefähr könnte es aussehen. Wobei natürlich die unterschiedlichen Einzelwiderstände hier nicht eingeflossen sind.

Gruß Ratzeful

Verfasser:
hhoebel
Zeit: 29.07.2008 09:27:47
0
911149
Hallo Ratzeful,

>- nein, Du hast irgendwas undefiniertes Schwerkraftmäßiges.

So völlig undefiniert ist das auch wieder nicht (im Sinne von unberechenbar). Die Warmwasser-Leitung ist permanent warm, die Zirkulationsleitung nur leicht, Warmwasser kommt ebenso schnell aus dem Hahn wie mit aktiver Zirkulationspumpe (es ist eine vorhanden, die aber nur kurz lief, weil die Zirkulation auch so ohne erkennbaren Unterschied lief. Mittlerweile ist die Pumpe festgegangen und sowieso nicht mehr nutzbar).
Schwerkraft-Zirkulation non-stop den ganzen Tag im Vergleich mit 1-2x am Tag laufender Pumpe geht angesichts der massiven Verluste die ich bei der Schwerkraftzirkulation am Speicher bekomme, wohl eher zugunsten der Schwerkraftzirkulation aus (den Wasserdurchsatz vergleichend). Den Unterschied sehe ich vor allem in den geringern Temperaturen in der Zirkulationsleitung. Allerdings ist die WW-Temperatur bei mir sowieso nur 45°C, da dürfte das aus hygienischer Sicht wenig Unterschied machen.

>- eine Schwerkraftzirkulation ist nun überhaupt kein Indiz für "keine" hygienischen Probleme.

Sicher nicht, aber darum geht's mir ja gar nicht, sondern um einen gangbaren Weg die Zirkulation tot zu legen, ohne mit der dann gewählten Lösung hygienische Problem zu bekommen. Mir geht's also nicht um den IST-Zustand, sondern um den künftigen.

>- nein, denn weder sind die Rohrnetze gleich noch der Isolierstandart. Was bei einem klappt, funktioniert beim anderen überhaupt nicht.

Ich wollte vorwiegend keine hygienische Auskunft, also unabhängig vom Isolierstandart, sondern mehr die Info, ob die Zirkulationsleitung ausreichend durchflossen wird. Eine Zirkulationsleitung die von 50L/Wasser pro Tag durchflossen wird, dürfte hygienisch weniger problematisch sein, als so manche Zapfstelle an entlegener Stelle die nur alle Tage mal benutzt wird.

>- ja, wenn Du die Daten hast, dann kannst Du das auch rechnen.

etwa 9m Länge der Zirkulationsleitung, parallel zur gleichlangen WW-Leitung, Zirk-Leitung 16mm Durchmesser, WW-Leitung 20mm (laut Aufdruck auf dem Kunststoff-Alu-Verbundrohr).

>- jaein,
Beispiel von Edelstahlrohren (vergleichbar mit Cu-Rohr):

Ich habe Kunststoff-Rohr, am Prinzip ändert das aber wohl nichts. 0,17/0,1 wie in deinem Beispiel ist dem von mir berechneten Verhältniss von 1,86 schon sehr nahe. Anscheinend war meine Annahme dann nicht völlig verkehrt - Danke.

Verfasser:
Zuviel Zeit
Zeit: 29.07.2008 09:42:23
0
911161
Ich halte die Massnahme hier die Zirkualtion stillzulegen für unsinnig.

Die Verluste sind hinreichend genau bekannt, 15s warten auf Warmwasser halte ich für einen Neubau für indiskutabel... man kann sich auch kaputtsparen.
Die Verluste sind während der Heizperiode auch keine Verluste sondern kommen dem Haus zu Gute.
Wenn man mal die Differenz für das warten auf Warmwasser nimmt, dann geht jedesmal 1-2 Liter Wasser mehr verloren, das sind pro Jahr auch geschätze 1-2 m³ Wasser(+Abwasser) die bezahlt werden müssen.

Es verbleiben also Mehrkosten von deutlich unter 50€ pro Jahr, das wäre es mir wert, vor allem weil dann die Gewissheit habe da keine Bakterienbrutstelle nachträglich einzubauen.

Also entweder die Zirkualtion richtig betreiben oder richtig entfernen!

Vielleicht kann amn ja einen Teil der Leitungen auch noch besser nachdämmen, insbesondere an den Speicheranschlüssen wird sehr großzügig ausgespart, die zugänglichen leitungen kann man ja auch noch besser dämmen.

Gruß

Verfasser:
hhoebel
Zeit: 29.07.2008 10:57:18
0
911199
>Ich halte die Massnahme hier die Zirkualtion stillzulegen für unsinnig.

Deine Meinung in Ehren, aber für mich sind 70-100 Eur alles andere als unsinnig und schon fast 20% der Gesamtenergiekosten der Heizanlage.
Das Warmwasser kommt uns absolut schnell genug - beim Duschen und erst recht beim Baden sind die 15s völlig unrelevant. An allen anderen WW-Zapfstellen außer dem Bad ist sowieso keine Zirkulation.
Wir haben es lange Zeit mit und ohne ausprobiert und auch meine Frau hat keinerlei Einwände gegen das Deaktivierten der Zirkulation.

>Die Verluste sind während der Heizperiode auch keine Verluste sondern kommen dem Haus zu Gute.

Doch es sind Verluste. Die Unterschiede sehe ich direkt in der täglichen Verbrauchserfassung. Die Raumtemperaturen ändern sich nicht merklich mit aktivierter Zirkulation, dafür steigt der Gesamt-Verbrauch (WW+Heizung) sehr deutlich.
Die WP springt schon im Sommer 3x statt 1x am Tag an und die Wärmeverluste der Leitungen kommen hauptsächlich dem unbeheizten Heizraum zugute - völlig unnötig. Die WP muss etwa 48°C erreichen für die WW-Bereitung, bei FBH-Betrieb sind es nur 28°C - das liefert deutlich schlechtere COP-Werte. Die Verluste der Leitungen liefern zudem nur in 4-5 Monaten einen Beitrag zur Heizlast. Die restlichen 7-8 Monate machen aber allein schon locker 50,- Eur Zusatzkosten aus.

>Wenn man mal die Differenz für das warten auf Warmwasser nimmt, dann geht jedesmal 1-2 Liter Wasser mehr verloren, das sind pro Jahr auch geschätze 1-2 m³ Wasser(+Abwasser) die bezahlt werden müssen.

Das sind keine 5 Eur (inkl. Abwasser) im Vergleich zu 70-100 Eur für die Zirkulation. Zudem geht bei uns das kalte Wasser beim Händewaschen, Spülen, Waschmaschine und Spülmaschine nicht in den Ausguß. Lediglich beim Duschen gehen mal 2L in den Ausguß bis es warm kommt. Mit Zirkulation ginge immer noch ein 2/3 L in den Ausguß.

>Es verbleiben also Mehrkosten von deutlich unter 50€ pro Jahr, das wäre es mir wert

Falsch - ich komme in meiner Vebrauchserfassung auf etwa 70-100 Eur an Mehrkosten für die Zirkulation, ohne das wir selbst einen Mehrwert durch die Zirkulation verspüren.

>Also entweder die Zirkualtion richtig betreiben oder richtig entfernen!

Genau darum geht es mir ja - richtig betreiben - nur möglichst OHNE Zirkulation.

>Vielleicht kann amn ja einen Teil der Leitungen auch noch besser nachdämmen
>insbesondere an den Speicheranschlüssen wird sehr großzügig ausgespart

Alles gedämmt bis auf den letzten Millimeter, auch die Schellen sind gedämmt, ebenso Pumpe, Absperr-Hahn etc.
Trotzdem bleiben die 1-1,5kW Mehraufwand pro Tag.

Schon lustig wie hier immer wieder die Diskussionen auf eine Schiene geraten, um die es den Threadstartern gar nicht ging.
Die Entscheidung ist schon lange gefallen (Contra Zirkulation), nur das WIE steht noch zur Diskussion.

Verfasser:
Ratzeful
Zeit: 29.07.2008 11:19:53
0
911213
Hallo hhoebel,

kann sein, daß ich es überlesen haben, aber hast Du schon mal versucht die WW-Leitung abzusperren und nur über die Zirk-Leitung zu zapfen?

Könntest ja mal auslitern wieviel so maximal durchgeht wenn nur WW, nur Zirkulation und wenn beide offen sind. Dann kannst Du ja das Verhältnis der Volumenströme ganz gut abschätzen...


Gruß Ratzeful

Verfasser:
hhoebel
Zeit: 29.07.2008 11:34:52
0
911227
>kann sein, daß ich es überlesen haben, aber hast Du schon mal versucht die WW-Leitung abzusperren und nur über die Zirk-Leitung zu zapfen?

Nein, das habe ich noch nicht probiert, da dann Kaltwasser kommt.

>Könntest ja mal auslitern wieviel so maximal durchgeht wenn nur WW, nur Zirkulation und wenn beide offen sind.

Danke - das ist eine sehr gute Idee! Werde ich heute abend mal ausprobieren.

Verfasser:
Ratzeful
Zeit: 29.07.2008 12:55:30
0
911286
Hallo hhoebel,

"...da dann Kaltwasser kommt..."
- ähm, na klar, ist ja der "kürzere" Weg. Das müsste ja noch auf WW-Ausgang des Speichers umgeklemmt werden...

Gruß Ratzeful

Verfasser:
joe bastler
Zeit: 30.07.2008 07:23:39
0
911715
Hallo hhoebel,

wir wohnen in einem Haus von 1984, das wir gebraucht gekauft haben. Die Rohre sind normale Halbzöller, auch die Zirk-Leitung.
Dass der Brenner durch die Zirkulation zusätzlich anspringen muss, hat mich auch gestört. Daraufhin habe ich die Pumpe ganz ausgeschaltet. Ausserdem hat die Pumpe Geräusche gemacht. Wegen der Schwerkraftzirkulation habe ich dann auch noch das Ventil im Heizraum zugedreht. Irgendwann war dann die Pumpe ebenfalls fest.

Trotz des stagnierenden Wassers haben wir keinerlei Probleme festgestellt. Irgendwann habe ich dann die Pumpe durch eine neue mit Schwerkraftbremse ausgetauscht und diese läuft seither auch nur morgens 10 Minuten, bevor der erste zum Duschen ins Bad geht. Ohne Zirkulation ist gerade am Morgen die Dauer, bis warmes Wasser kommt, zumindest "gefühlt" ziemlich hoch.

Das Ganze läuft jetzt schon jahrelang so und wir haben keine Probleme damit.
Deine Idee, ganz auf die Zirkulation zu verzichten und die Leitung am WW-Speicher parallel auf den WW-Anschluß zu klemmen, finde ich allerdings auch nicht schlecht. Allerdings könnte es dann länger als die bisherigen 15 Sekunden dauern, bis warmes Wasser kommt, weil ja das abgekühlte Wasser dann erstmal aus beiden Rohren raus muss.

LG
Jörg

Verfasser:
hhoebel
Zeit: 30.07.2008 08:18:44
0
911750
Hallo Jörg,

>Deine Idee, ganz auf die Zirkulation zu verzichten und die Leitung am WW-Speicher parallel auf den WW-Anschluß zu klemmen, finde ich allerdings auch nicht schlecht. Allerdings könnte es dann länger als die bisherigen 15 Sekunden dauern, bis warmes Wasser kommt, weil ja das abgekühlte Wasser dann erstmal aus beiden Rohren raus muss.

Das habe ich mir auch schon überlegt. Bis jetzt bin ich mit abgedrehter Zirkulation sehr zufrieden, allerdings habe ich schon von zuvielen Hygiene-Problemen in Leitungen mit Stagnation gehört/gelesen, so das ich nicht einfach nur abdrehen will. Mit der Zirkulationsleitung auf WW-Anschluß kommen nach meiner Hochrechnung etwa 1.6 l dazu, das werde ich wohl verkraften. Beim Händewaschen ist mir die Temperatur eh egal - das stehende Wasser ist nicht so kalt wie das Kaltwasser nach einigen Minuten und beim Baden spielt es sowieso keine Rolle.
Nur beim Duschen stört das minimal.

Die Lösung Pumpe mit Schwerkraftbremse wäre immer noch die 2.te Wahl, weil sie mich teurer kommt und wartungsanfälliger ist.

Nach Ratzeful's Anregung habe ich mal gemessen und über die Zirkleitung kommt fast der gleiche Durchsatz wie über die WW-Leitung. Anscheinend ist der Hahn da das limitierende Glied in der Kette. Muss ich nochmal mit dem Wannenauslauf und der Dusche probieren :-(

Gruß

Heiko

Verfasser:
mh97531hm
Zeit: 30.07.2008 10:59:55
0
911844
Hallo,

ich habe ein ähnliches Problem mit der Schwerkraftzirkulation.
Ich habe seit 10 Tagen eine Brauchwasser-Wärmepumpe im Betrieb.
Die Situation ist diese das die Zirkulation, durch die Schwerkraft, den 300l Puffer Nachts um ca. 7-8 Grad abkühlt (habe ich durch Absperren des Zirkulation ermittelt).
An für sich ist die kostenlose Zirkulation ja nichts schlechtes, es wird keine Pumpe benötigt und somit kein Strom benötigt.
Ich habe mir jetzt bei Conrad ein 230V Ventil kommen lassen mit dem ich, ich denke ab kommenden Samstag, der Schwerkraftzirkulation Zeiten vorschreibe, d.h. Morgens, Mittagszeit und Abends einstellbar mit Zeitschaltuhr.
Das Ventil werde ich direkt am Puffer in die Zirkulationsleitung einschleifen, somit wird die Zirkulation unterbunden.
Ich denke, ich kann so die hohe Abkühlung des Puffers vermeiden.

Gruß aus dem Vogelsberg
Michael

Verfasser:
MaEl
Zeit: 30.07.2008 12:47:11
0
911924
@mh97531hm:

Hallo Michael,

so ein Ventil suche ich auch, hast Du eine ArtNr für mich?

Danke + Gruss

MaEl

Verfasser:
hhoebel
Zeit: 30.07.2008 12:57:58
0
911936
Das Ventil würde mich auch interessieren. An diese Lösung dachte ich auch schon :-)

Verfasser:
mh97531hm
Zeit: 30.07.2008 13:15:16
0
911948
Hallo @MaEl, @hhoebel

Das Ventil gibts bei Conrad Nr.582770 (2/2-Wege-Elektroventil 230V).

Ich habe die Zeit-Steuerung mit einer Siemens Logo gemacht, geht natürlich auch mit einer einfachen Zeitschaltuhr (4 Zonen).
Vorteil von einer Logo ist, das ich sehr viele Zeitzonen parametrieren kann (>4).

Gruß
Michael

Verfasser:
maik_a
Zeit: 30.07.2008 13:32:58
0
911963
Wollte schon vorhin was dazu schreiben. Hab mir das Teil gerade angeschaut, meine erste Befürchtung ist erst mal aus der Welt geräumt - das Teil ist für Trinkwasser geeignet.

Zu bedenken geben möchte ich nun noch zwei Dinge.

1. Die Schwerkraftzirkulation kommt je nach Temperaturniveau nach Öffnen des Ventils nicht oder nur langsam in Gang.

2. Das Ventil braucht fast so viel Strom wie eine effiziente Pumpe (wenn ich davon ausgehe, dass es wegen 1) länger geöffnet sein muss wie die Pumpe laufen würde, dann wahrscheinlich eher gleich viel oder mehr).

Eine Pumpe halte ich für sinnvoller! Ob eine Schwerkraftzirulation überhaupt in Gang kommt ist abhängig vom Strömungswiderstand des Ventils und der Leitungen. Bei der Pumpe ist davon auszugehen, dass es immer funktioniert.


Gruß
Maik

Verfasser:
Ratzeful
Zeit: 30.07.2008 13:58:19
0
911983
daß das Ding kein DVGW-Prüfzeichen hat wird Euch vermutlich nicht interessieren...

Verfasser:
OldBo
Zeit: 30.07.2008 14:08:54
0
911987
Moin Ratzeful,

lass sie doch machen, was sie wollen. Wenn es nicht einmal die Wasserversorger interessiert, was die Betreiber an ihren Trinkwasseranlagen so treiben, dann ist es sinnlos, auf DIN-Normen und Arbeitsblätter hinzuweisen. Die machen sowieso, was sie wollen, egal, ob eine Gefahr für die Gesundheit davon ausgehen könnte.

Ich werde trotzdem immer wieder diese Seite reinstellen :>))

Gruß

Bruno

Verfasser:
Ratzeful
Zeit: 30.07.2008 14:12:25
0
911988
Mahlzeit OldBo,

aber die haben doch gefragt, sonst hätte ich mich nicht aufgedrängt ;-)


Gruß Ratzeful

Verfasser:
hhoebel
Zeit: 30.07.2008 14:28:21
0
912001
>daß das Ding kein DVGW-Prüfzeichen hat wird Euch vermutlich nicht interessieren...

Sicher spielt das eine Rolle - das interessiert MICH sogar mehr, wie die Meister die bis jetzt an meiner Anlage waren. Von Schwerkraftzirkulation und Schwerkraftbremse wollten die nichts hören, auf die nicht zulässige Heizwasser-Einfüllvorrichtung (der klassische Schlauch zwischen Trinkwasseranschluß und Heizkreis) reagierten beide mit unverständigem Kopfschütteln - das sei Standard (glaube ich gerne).
Einer wollte mir gar den Rohrtrenner verweigern bei der Wannenfüllarmatur mit integriertem Überlauf - angeblich sei die eigensicher. Die ist aber auf den ersten Blick schon nicht eigensicher und auch nicht nach Herstellerauskunft.

Wenn ich als Heizungs-/Sanitär-Laie schon auf solche Umstände hinweisen muss :-(

Übrigens geschieht keine der von mir angedachten Umbauten ohne Segen und Ausführung des (zugelassenen) Anlagenerstellers. Die Vorschläge meines Sanis sind aber in aller Regel unter aller S..
(Pumpe ohne Schwerkraftbremse, Zirkulation einfach abstellen etc.).
Selbst informieren und nachdenken hat noch keinem geschadet.
Selbst ausführen eher - zumindest sollte man aber seine (und die gesetzlichen) Grenzen kennen.
Ich spiele lieber an/mit der Elektrik - damit kenne ich mich besser aus :-)

Verfasser:
W551
Zeit: 31.07.2008 08:58:00
0
912390
Allerdings ist die WW-Temperatur bei mir sowieso nur 45°C, da dürfte das aus hygienischer Sicht wenig Unterschied machen.

Wenn ich dies schon lese, dann denke ich das man hier evtl. sowieso schon eine Legionellenschleuder schlechthin sich ins Hais geholt hat.
Sparen auf Kosten der eigenen Gesundheit!!!!!

Soweit sind wir in Deutschland schon gekommen?!?!?!?

Wozu halten wir dann noch Vorträge über Trinkwasserhygiene??

Verfasser:
Ratzeful
Zeit: 31.07.2008 09:05:53
0
912396
Bist Du Hanni oder Nanni?

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Zirkulation stilllegen
Verfasser:
Ratzeful
Zeit: 31.07.2008 09:05:53
0
912396
Bist Du Hanni oder Nanni?
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