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14.01.2003 09:46:41 |
Hallo,
ich habe meine Frage bereits in einer anderen Form gestellt. Nun definiere ich sie mal anders ...
wieviel cbm Gaz werden pro Tag in einem NE-Haus ca. verbraucht. Im EG FBH. Beheizte Fläche ca. 170 qm. Duch die komplett offene Architektur heize ich das Haus eigentlich über die FBH vom EG. Mir reicht eine Größenordnung +- 20%, da ich nur einen Orientierungswert bräuchte.
Oder stellen wir die Frage nochmals anders: Von Sonntag -5°C auf Montag -1°C habe ich bei konstant 23°C Raumtemperatur ca. 10 cbm Gas verbraucht. Ist das im Rahmen oder zuviel ?
Thx Oliver
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14.01.2003 12:57:51 |
Vergleich hierzu: EFH Bj.60; Wohnfl:120 qm; Außenwand u-wert: 0,4 w/qm/K; Decke (Dach nicht ausgebaut) u-wert ca 0,8; Fenster u-wert1,2; Verbrauch bei ca -5°C ca 13 l/Tag Heizöl (NTK-eta: 0,95) 1l Heizöl entspricht etwa 1 cbm GAS Bewertung kannst Du selbst machen - von meinem Verständnis hätte ich bei einem Niedrigenergiehaus da etwas weniger erwartet! Brennwertgerät? |
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14.01.2003 13:09:00 |
jau, Brötje WGB 2.20. ich habe den Eindruck mein Heizungsbauer hat den Gashebel umgelegt und von der Terme den EIN/AUS-Schalter betätigt und das war es dann. Wenn ich die Standardeinstellungen in der Bedienungsanleitung mit denen der Terme vergleiche, wurde da kein einziger Parameter verändert. Und was nu ?
Oliver
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15.01.2003 09:29:59 |
Hallo, normalerweise ist die Standardeinstellung nicht weit vom Schuß! Ich könnte mir folgendes vorstellen, was evtl. merklich den Verbrauch erhöht. - ist eine Nachtabsenkung aktiv ? (wenn die Heizkörper nachts nicht zurückgedreht werden, könnte hier etwas mehr verbraucht werden) - ist die Vorlauftemperatur abhängig von der AT geregelt ? (falls hier, was ich nicht glaube, generell 70°C gefahren wird ist diese auch ungünstig) - fährt der Brenner modulierend Vor allem ist hier die Heizgewohnheit sehr gravierend: - wird der ganze Wohnbereich beheizt ? (auf 22°C) - oder Schlaf und Nebenzimmer nur ca. 18°C - wird gelüftet - wie oft und auf welche Art und Weise (stoßlüften) |
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15.01.2003 10:51:06 |
1. die Nachabsenkung ist zwischen 22.30 und 5.30 Uhr aktiv 2. Die Vorlauftemp. ist abhängig von der Aussentemp. Obwohl die Meinung geäussert wurde, dass ich bei einer VL- Temperatur von 50°C frieren würde, habe ich bei 45°C VL noch einen angenehm warmen Fußboden. Das EG ist zu 3/4 offen und die FBH wurde in 6 Segmente aufgeteilt, welche ich separat regeln kann. Z.B: Küche etwas diedriger als Wohnzimmer. Esszimmer irgendwo dazwischen. 3. Laut Display moduliert die Heizung. Die %-Anzeige der Brennermodulation ändert sich. 4. Im OG sind die Heizkörper zu, da über die Architektur das ganze Haus über die Fußbodenheizung beheizt werden kann. |
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15.01.2003 16:51:34 |
Es ist folgendes zu unterscheiden:FBH benötigt wessentlich niedrigere Temp. als ´normale´ Heizkörper. Bei konventionellen Heizkörpern wäre es richtig: 50°C ist sehr niedrig. (ich´fahre´ auch ca. 60°C bei AT 0°C bis - 5°C) Falls Du alles mit FBH beheizen kannst (wie erwähnt), versuche doch schrittweise die VL-temp. weiter runterzudrehen (bei AT 0°C könnte evtl. sogar weniger als 40°C reichen) denn, der Brennwerteffekt wird erst bei kleiner Rücklauftemp. erreicht - (bei Gas beginnt kondensiert ab <56°C)
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15.01.2003 17:00:01 |
genau jenes versuche ich gerade. Die Grobabstimmung habe ich soweit. Die VL-Temp. stelle ich jetzt praktisch alle zwei Tage um 1°C nach unten. Momentan bin ich bei 44°C. Die 'notwendige Raumtemperatur' von 23°C erreiche ich noch locker. 23°C deshalb, weil alles was darunter ist, zur Meckerei meiner Frau führt. Wir haben mal kurzfristig einen Schwedenofen mit einer Leistung von so ca. 5-7 KW reingestellt, um den aber zu betreiben, muss ich die Fenster aufreisen. |
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16.01.2003 07:16:15 |
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17.01.2003 09:14:34 |
Übliche Kennwerte: Gesamter Jahres- Endenergiebedarf für Heizung und Trinkwarmwasserbereitung pro m² beheizter Wohnfläche, der in einem Jahr in das Gebäude geliefert wird (wird z. B. durch Gaszähler, Ölverbrauch oder Wärmemengenzähler erfasst): Gebäude nach WSchV'95: 110 bis 215 kWh/(m²a) Niedrig- Energie-Haus (NEH): 65 bis 140 kWh/(m²a) Passiv-Haus: 35 bis 80 kWh/(m²a) Gute Gebäude sollten jeweils im unteren Bereich der angegebenen Spanne liegen. 1 m³ Erdgas entspricht ca. 10 kWh Wärme, ebenso entspricht 1 l Heizöl ca. 10 kWh Wärme. Ein gutes NEH sollte also ca. 6,5 m³Gas/(m²a) oder 6,5 l Heizöl pro m² und Jahr für Heizung und Trinkwarmwasserbereitung verbrauchen. Ein gutes Passiv-Haus würde nur noch 3,5 Liter Heizöl pro m² und Jahr verbrauchen, man spricht daher auch vom 3-Liter-Haus. Übrigens lassen sich durch entsprechende Dämmmaßnahmen auch Bestandsgebäude mit wirtschaftlichem Aufwand auf das Niveau von neuen NEHs bringen!
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Verfasser: Maik Jakoblinnert | Zeit:
17.01.2003 15:51:30 |
Hallo Eddi, für den Energieverbrauch sind die Heizgewohnheiten, wie Lüften, Raumtemperatur von großer Bedeutung. Es gab mal eine dänische Untersuchung von baugleichen 72 NEH in einem Wohngebiet mit dem Ergebnis, dass es Verbrauchunterschiede von fast 300% gab. 10cbm Gas sind 100kWh => 1000 Wh 1000Wh/170qm = 5,88 W/qm Meiner Meinung ist das ein guter Wert für die beheizte Gebäudefläche. MfG. Maik PS. Jedes Grad Raumtemperatur mehr verbraucht ca. 4% Energie!! |
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17.01.2003 16:50:44 |
Jaja wo hab´ ich mich den nur verfahren:
Bei 100 KWh (10 cbm-Gas) auf 170 qm ergibt 0,59 KWh/qm Und bei mir 130 KWh (13l HEL) auf 120 qm ergibt 1,08 KWh/qm Oliver bei dem Verbrauch giebt es nix zu meckern !!! Sorry |
Verfasser: Maik Jakoblinnert | Zeit:
17.01.2003 18:03:11 |
Sorry, ich habe mich leider verrechnet.
10cbm => 100kWh => 100.000 Wh !!!
100.000 Wh/170qm = 588 Wh/qm in 24 Stunden
588 Wh/qm / 24 h = 24,5 W/qm
24,5 W/qm bei einer Außentemperatur von -5° bis -1° sind meiner Meinung etwas hoch. Nomale EFH sollten bei -10° Außentemp. ca. 60-70 W/qm benötigen. NEH rechne ich mit 40 W/qm (Es ist viel Sicherheit mit drin!!) es hat sich noch keiner beschwert. Tut mir leid! MfG Maik |
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17.01.2003 20:30:35 |
Thx eddi,
passive Erträge minimieren den Verbrauch noch. Mein Giebel ist genau nach West-Ost ausgerichtet, so daß meine Dachverglasung (Süd) von 16m² bei leichtem Sonnenschein das Haus heizt. Bin mal gespannt, ob ich im Sommer doch noch die Beschattung drauf machen muss. Strom und Steuerleitungen liegen bereits draussen.
Oliver
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18.01.2003 10:29:08 |
Hallo Oliver, mein Vorredner hat Ihren Gasverbrauch etwas zu hoch eingeschätzt, dem kann ich nicht ganz folgen. Es wurde weiter oben ausgerechnet, das Sie bei Minus 5Grad 24,5 W/m² verbrauchen, und es wird angegeben, das ein NEH max 40 W/m² zu verbrauchen hat. Diese Werte nehme ich jetzt hier mal als gegeben hin, habe sie also nicht nachgerechnet. Nun zur Information: Man benötigt bei 0 Grad Außentemperatur ´ca. 50% des Normwärmebedarfes, das wären bei einem NEH 20 W/m², da Sie aber bei niedrigeren Temperaturen gemessen haben, finde ich das Ergebnis gar nicht so schlecht. Weiterhin gebe ich zu bedenken, das jede Raumtemperaturerhöhung um 1°C ca. 6% mehr Heizkosten veruracht, und das der angenommene Energiegehalt vom Erdgas auch etwas darunter liegen könnte (selbstverständlich auch darüber). Also so ganzunzufrieden sollten Sie dann vielleicht doch nicht sein. MfG Uwe Bartel
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20.01.2003 19:13:40 |
Hallo Oliver,
betr. brennstoffbedarf
NEH heizwärmebedarf( nutzenergie) bei ca. kleiner, gleich 70kWh/m²a
mit 70 gerechnet* 170m² wohnfläche = 11900 kWk/a
brennstoffbedarf /a= jahreswärmebedarf ------------------ heizwert* jahresnutzungsgard
brennstoffbedarf/a = 11900 ------------- 10.0* 0,9 brennstoffbedarf/a = 1322.00 m³/a ============= wenn man 1800 betriebsstunden inkl. warmwasser/ a zugrunde legt ergibt das einen anschlußwert von ca. 0.73m³/h. du hast ca. 0.41m³/h angegeben. ich finde den wert ok! für eine genaue ermittlung des jahreswärmebedarfes ist der normwärmebedarf erforderlich. weiter sparen kannst du wenn du heizkurve weiter nach unten verlagers, max. vorlauf für fbh 55°c, besser wären 45°c (abhänig von der auslegung des anlage) weiter evtl. nachtabsenkung vergrößern je nach bedarf, weiter warmwasserbereitung optimieren, schaltzeiten optimieren trägheit der fbh berücksichtigen
mehr fällt mir nicht ein gruß tortsen
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20.01.2003 20:32:02 |
Hallole, als alter Schwabe versucht man halt mal zu sparen wo es nur geht :-)) Ich habe die Heizkurve jetzt für den Heizkreis der FSB auf 10 eingestellt. (2.5 bid 40) Die VL-Temp auf 42°C. Eine weitere Absenkung der VL-Temp führt zu häufigen Brennerstarts. Warm genug ist es immer noch im Haus (23°C). Ich führe genau Buch über alle Parameter und lasse sie bei einer Veränderung immer 48 Stunden laufen. Momentan bin ich bei einem Gasverbrauch von 6,184 m³/Tag. Viel nach unten wird aber nimmer gehn. Oliver
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20.01.2003 21:01:18 |
Hallo, Du schreibst von einem Gerät WGB 2.20. Warum 20 kW? Den gleichen Apparat gibt es auch mit 15 kW, halt den WGB 2.15. Der Vorteil ist die untere Modulationsgrenze von ca.3 statt 4,50 kW, vor allem im NEH. Ist eine Einzelraumregelung vorhanden? Ist die FBH hydraulisch abgeglichen(wichtig!)? Sind die Parameter in der 500er Ebene angepaßt worden(AT, delta T, max. VT, Hydraulikschema etc)? Wie ist die Anlage aufgebaut? Ist evtl. eine hydr. Weiche montiert? Du siehst, Fragen über Fragen. Der WGB 2.20 ist übrigens umstellbar auf WGB 2.15, d.h. es ist der gleiche Kessel. Das bedeutet natürlich auch einen besseren Wirkungsgrad bei der kleineren 15kW Ausführung. Grüße
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20.01.2003 21:15:51 |
*ööhhmmmmm, Kopfkratz* mein Heizungsbauer hat zuerst den Gashebel auf durchfluss gestellt und dann noch diesen schwarzen Tastschalter an der Therme auf 'ON' gekippt und somit war alles erledigt. Der Brötje-Monteur hat dann noch ok gesagt, hochwichtig die Parameter durchgeschaut und somit war meine Heizung in Betrieb genommen. Und das alles bei einem Gasverbrauch wie in einem Zirkuszelt bei -10°C. Bevor ich da so eine Pappnase nochmals ranlasse, mache ich lieber einen auf Autodidakt. Die Dimensionierung habe ich dem Fachmann überlassen, unter der Bedingung, wenn ich einmal friere, kann er den ganzen Sch... wieder rausreissen. Wir haben sechs Jahre in einem Haus gewohnt, bei winters max. 18°C. Ob ein hydraulischer Abgleich stattgefunden hat weiss ich nicht. Da aber die FSB über den HK2 und der Keller und das OG ( Radiatoren) über den KH1 laufen, kann ich zumindest die Temperaturen separat definieren. Ich kann ja mal in den Keller gehen und die Komponenten der Reihe nach aufschreiben.
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20.01.2003 21:38:10 |
Äh hallo, mit dem Autodidakt muß man vorsichtig sein, vor allen Dingen in der 500er - 700er Ebene!!!!!!!!!! Falsche Einstellungen können auch echten Flurschaden anrichten! Aber schreib mal alles auf, dann sehen wir weiter. Bis dann |
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20.01.2003 22:02:28 |
sodele, wenn Du mit 500er und 700er die Programmnummern 51 bis 98 meinst, kann ich mit folgenden Daten dienen: 51 .. 61 alles nur Anzeige 62 OpenThem-Modus: unverändert gelassen 70 HK1 ist 11,5 Standard 18,0 71 VL Minimal 8°C 72 VL max. ist 43°C Standard 80 74 leicht 80 HK2 ist 9,5 Standard 15,0 81 VL Minimal 8°C 82 VL Maximal 40°C Standard 80°C Die Werte dazwischen stehen auf Standard 90 .. 98 ebenfalls unverändert. ----------------------------------------- Heizungsaufbau Vorlauf -> H-Mischer mit Pumpe Brötje CP43, Einsteller Typ66 (?) am RL, welcher über die Steuerung geregelt wird. Überströmventil zw. VL+RL Am VL dann Messung QAD36 welche die VL regelt. Dann 6xVerteiler für FSB-Heizung im EG. Dann wieder Rücklauf ebenfalls in einen 6xVerteiler und anschließend in RL HK2 in der Therme. Oje, ob das jemand blickt ...
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21.01.2003 08:22:58 |
Moin, moin, nein die Parameter meinte ich nicht. Dort kann man einstellen ohne das was passiert. Die 3-stelligen Ebene ist nur über Tastenkombinationen bzw. über ein Servicegerät zu erreichen. Doch jetzt zum Aufbau Deiner Anlage. Wieso Überströmventil? Wird max. als Notlösung bei Geräuschproblemen benötigt. Die bessere Lösung, wenn auch teuerer, ist der Einsatz einer hydraulischen Weiche. Ist der Heizungsmischer ein 3- oder 4-Wegemischer? Ist der FBH-Rücklauf über das Mischeranschlußrohr im WGB 2 (Zubehör) angeschloßen? Ist die Regeleinheit (RRG) im Gerät installiert oder in den Räumen? Einen erfolgreichen Tag
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