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Datenschutzhinweise

Einrohr- Zweirohrheizung
Verfasser:
Klaus
Zeit: 14.08.2004 15:20:20
0
83408

Moin,

starte einen zweiten Versuch und werde versuchen meine Fragen nun einzeln an zu bringen.

Worin liegen die Vor- und Nachteile zwischen einer Einrohr- und einer Zweirohrheizung ?

Gruß
Klaus

Verfasser:
Eppes
Zeit: 14.08.2004 16:47:46
0
83409
Nachteile einer 1-Rohr Heizung:

größere/teurere HKs
teurere Ventile
eingeschränkte Anzahl von HK je Ring
Erweiterungen/Veränderungen kaum möglich/aufwändiger
man muss drüber nachdenken ;-)
sieht "komisch" aus

Vorteil

Weniger Material bei Rohr und Dämmung

Eppes

Verfasser:
Martin
Zeit: 14.08.2004 17:32:05
0
83410
.......ergänzend zu Eppes

Nachteil:

HK Reihenfolge kritisch, da am letzten die Temperatur evtl. zu gering.
Unterschiedliche HK-Auslegung zwischen erstem und letztem HK.
Höherer Pumpendruck erforderlich.
HKs werden nur nacheinander warm - Schnellaufheizung schwierig.
Stillegung eines HKs schwieriger.
Alle Rohrleitungen werden warm (Verluste), auch bei ungenutzten Räumen.
Größere Temperaturdiferenz VL-RL.
Regelung träger. (I-Anteil der Regelstrecke kleiner)

Vorteil:

Geringere Umwälz-Wassermenge (Querschnitte der Rohre geringer).
Niedere RL-Temperatur (Therme)
Mit einem Zonenventil ganzer Strang absperrbar (z.B Einliegerwohnung).

mfG
Martin


Verfasser:
Klaus
Zeit: 14.08.2004 20:43:48
0
83411
Hallo Eppes, hallo Martin,

Danke für Eure Bemühungen.
Es geht bei mir um ein realtiv kleines Holzhaus in der Heide (etwa 56qm) , welches aber dauerhaft bewohnt wird.
Die Idee mit der Einrohrheizung kam mir, da durch die Anordnung der Therme und der Räume einerseits ein sehr langer Weg durch sämtliche Räume auf der Wand zurückzulegen ist und der letzte Heizkörper wieder relativ nahe dem Ausgangspunkt wäre.
Die Rohre müssen alle auf der Wand verlegt werden und hier sehe ich bei einem Roht die Möglichkeit der "Tarnung" in der Fußleiste als leichter gegeben an.

Ein "Fachmann" schlug die Hände über dem Kopf zusammen und gab als Begründung an, bei einer solchen Anlage sei eine eventuelle Fehlersuche (Defekter Heizkörperregler) viel zu kompliziert und das würden nur noch wenige alte Handwerker beherschen.

Eure Hinweise sind seht aufschlußreich und ich werd mir darüber mal Gedanken machen.

>größere/teurere HKs
vor allem größer ist hier ein Argument das ich als negativ betrachte, aber nicht
entscheidend

>teurere Ventile
weniger entscheidend, da einmalige Anschaffung

>eingeschränkte Anzahl von HK je Ring
beschreibe ich unten, vielleicht gibt es ergänzende Hinweise von Euch

>Erweiterungen/Veränderungen kaum möglich/aufwändiger
Hütte wird nie mehr umgebaut

>man muss drüber nachdenken ;-)
werd ich tun

>sieht "komisch" aus
Aussehen war ansich ein Aspekt für nur ein Rohr

>HK Reihenfolge kritisch, da am letzten die Temperatur evtl. zu gering.

>Unterschiedliche HK-Auslegung zwischen erstem und letztem HK.

>Höherer Pumpendruck erforderlich.

>HKs werden nur nacheinander warm - Schnellaufheizung schwierig.
nicht wichtig, da Wetterumschwung auch einige Zeit dauert

>Stillegung eines HKs schwieriger.
Frage .. Runtergeln trotz Weiterheizen der weiteren Heizjörper ist doch möglich?

>Alle Rohrleitungen werden warm (Verluste), auch bei ungenutzten Räumen.
gibt keine ungenutzten Räume bei 56 qm .. natütlich wird Schlafzimmer niedrig
aber da würden die Rohre für eine Mindesttemparatur sorgen
>Größere Temperaturdiferenz VL-RL.
welchen Nachteil hätte das?

>Regelung träger. (I-Anteil der Regelstrecke kleiner)
bei Dauerbewohnung wirklich wichtig?

Vorteil:

>Geringere Umwälz-Wassermenge (Querschnitte der Rohre geringer).
wären also noch leichter in Fußleiste unter zu bringen.

>Niedere RL-Temperatur (Therme)
gut

>Mit einem Zonenventil ganzer Strang absperrbar (z.B Einliegerwohnung).

Die Anordnung und Reihenfolge der Heizkörper sehe wie folgt aus:

Therme im Bad und erster Heizkörper
Mini - Schlafzimmer
Kleine Toilette
Arbeits- und Lesezimmer .. ständig genutzt und mit fast immer offenem Durchgang zum Wohnzimmer ... diese beiden Räume (80% der Gesamtfläche) müssten ständig wohnlich beheizt sein.

Zum Wohnzimmer hin offene Küche (kleiner Heizkörper vorgesehen)

Von der Küche wären es nun etwa 4 m zurück zur Therme.

Daß die Rohrleitungen mitheizen kann man ja bei der Einstellung an den einzelnen Heizkörpern berücksichtigen?
Verluste durch Rohrleitungen in gar nicht genutzten Räumen würde dann entfallen.

Sind die technischen Probleme, die sich aus einer einrohrheizung ergeben wirklich soooo groß, wie mein Heizungsbauer meint, ode ist das eher ein Anlass, den Heizungsbauer zu wechseln? Denn noch wurde nicht begonnen.

Eine Frage dazu hätte ich dazu allerdings noch:

Würde das völlig andere Heizkörper erfordern, oder nur größere.
sind die Heizkörper bauartmässig identisch und nur der Regler ist unterschiedlich am Heizkörper oder wären das technisch von den Anschlüssen anders aufgebaute Heizkörper?

Irgenwie muß hier die Weiterleitung des Warmwassers ja von statten gehen, auch wenn ein Heizkörper zugedreht ist?
Dazu würde mich eine kleine technische Beschreibung (Blockschaltbild) interessieren.

Gruß
Klaus

Verfasser:
OldBo
Zeit: 14.08.2004 21:51:03
0
83412
Moin Klaus,

also gut, wenn Du nicht in meinen Unterricht kommen willst und Du vorher die Angaben genauer formuliert hättest, könntest Du jetzt schon anfangen.

So wie ich das sehe, sollen 6 Heizkörper in Deine Hütte eingebaut werden. Auch wenn heutzutage selten eine Ein-Rohrheizung eingebaut wird, ist Deine Hütte genau dafür geeignet.

Der Pumpendruck der Therme reicht immer. Ein Kreis an der Außenwand. Ich würde den Heizkörper mit der größten Leistung an den Anfang des Kreises setzen, dadurch wird er auf Grund der höheren Heizmitteltemperatur kleiner. Für das Ringrohr gibt es passende Fußleisten mit Rohrbefestigung und Abdeckung.

So, jetzt suche Dir einen Heizungsbauer, der die Anlage berechnet und einbaut. Denn eine Ein-Rohrheizung muss genau berechnet werden, wenn sie später richtig funktionieren soll. Der Daumen ist bei solchen Anlagen nicht geeignet :-)))

Da Du gerne lernst, versuche mal folgendes Programm. Zur Übung :-))
http://www.bosy-online.de/easyheiz.exe

und Tschüss

me. Bruno Bosy, NF

Verfasser:
HeiZie
Zeit: 14.08.2004 22:49:34
0
83413
Hallo Klaus,

dein relativ kleines Haus eignet sich besonders gut für eine Einrohrheizung. Ich gehe einfach davon aus, dass nicht mehr als 6 oder 7 Heizkörper eingebaut werden müssen und die Rohrführung ebenso problemlos möglich ist. Wenn man das Heizungsrohr kreuz und quer verlegen muss, kann man gleich zwei Rohre verlegen.
Das ganze ist mit herkömmlichen Flachheizkörpern und einfachen Einrohr- bzw. Schwerkraft-Thermostatventilen ohne Drossel-T-Stücke auf eingfachste Weise möglich.
Die Berechnung erfolgt nur umgekehrt:
1. Der Wärmebedarf wird festgestellt.
2. Das Heizgerät wird festgelegt. Die Systemtemperatur 70/60 wird angestrebt. Mit der Restförderhöhe der Pumpe und der erforderlichen Wassermenge (nach Wärmebedarf und Druckverlust) wird der Rohrquerschnitt der Ringleitung festgelegt.
3. Die einzelnen Heizkörper bekommen anteilig an der Gesamtumlaufwassermenge mit Einrohrventilen und herkömmlichen T-Stücken in Abhängigkeit von der Kurzschlusstrecke und Anschluss-Rohrstärke ca. 10% - 20% des Wassers. Damit weiss ich die Wassermenge, die ein Heizkörper erhält und kann anhand der Temperaturspreizung den Korrekturfaktor berechnen. Erst dann lege ich die Heizkörpergröße fest.
4. Mit der resultierenden Temperatur am Rücklauf des ersten Heizkörpers und der gleichen Gesamtumlaufwassermenge lege ich den Heizkörperanteil und dessen Größe für den nächsten und allen weiteren Heizkörper fest.

Am Ende erhalte ich dann die oben angestrebte Rücklauftemperatur, wobei der erste Heizkörper die volle Vorlauftemperatur erhält und meistens eine kleinere Spreizung hat. Ich muss ihn also kleiner auslegen, als für 70/55 vorgesehen. Der letzte Heizkörper wird evtl. mit 62/45 durchströmt. Er muss also wesentlich größer werden. Mit der Fließrichtung des Kreises kann ich allerdings die Reihenfolge sehr gut festlegen. Hohe Wärmeleistung zuerst - kleinere Heizflächen -, kleine Wärmeleistung zuletzt (Bad, WC, Küche) - größere aber akzeptable Heizflächen.
Viele o.g. Kritikpunkte sind zu widerlegen:
Einrohrheizungen können auch junge Leute bauen und reparieren.
Teure Heizkörper müssen nicht sein. Das kann durch die Fließrichtung evtl. verhindert werden.
Teure Ventile sind nicht nötig. Einfache Einrohrventile tun´s auch.
Unterschiedliche Heizkörperauslegung? Klar, aber wir sind doch vom Fach!
Die Stillegung von Heizkörpern ist kein Problem. Die dahinterliegenden Heizkörper bekommen allerdings mehr Temperatur. Eine Herabsetzung der Temperatur ist aufgrund der davorliegenden Heizkörper nicht möglich. Das sollten die Thermostate aber wegschlucken. Aber - warum sollen Heizkörper stillgelegt werden?
Die Temperaturdifferenz in den Heizkörpern spielt keine Rolle, wenn sie berücksichtigt wurde.
Die Heizkörper werden natürlich fast gleichzeitig warm. Das ist nur abhängig von der Fließgeschwindigkeit in der Ringleitung.
Der Pumpendruck ist zwar höher, dafür ist der Betriebspunkt mit Wassermenge und Druckverlust immer gleich. Und - wir werden von der Hydraulik nicht überfordert. Keine Fleißgeräusche, keine pfeifenden Ventile - is`ja auch mal ganz schön.

Das sieht kompliziert aus, läßt sich aber auf einem vorbereiteten Formblatt (mittl. Heizkörperübertemperatur logarytmisch, Eingangs-, Ausgangstemperaturen, usw.) schnell berechnen. Mit Einrohr-Vorschaltgeräten (Spezialventilen) lassen sich kleinere Anlagen noch besser dimensionieren. Allerdings ist die Größe eines Heizkreises durch den hohen Widerstand noch mehr begrenzt.
Eine Erweiterung ist kaum möglich, muss ja auch nicht immer sein.
Brennwertgeräte eignen sich natürlich auch hier, da das hohe Temperaturniveau nur selten benötigt wird. Oder ich kann gleich andere Temperaturen wählen. Meine geliebten Brötje-Geräte mit der Temperaturdifferenzregelung sind geradezu ideal.

Grüße, vor allem an einen Ausbilder der Handwerkskammer Hildesheim.

HeiZie

Verfasser:
Klaus
Zeit: 15.08.2004 01:04:21
0
83414
Hallo HeiZie,

ganz herzlichen Dank für Deine ausführliche und exakt auf die Problemstellung eingehende Antwort.
Ich denke es ist eine gute Methode sich hier im Forum Informationen zu holen, auch wenn ein Fachmann aus der Umgebung sie dann umsetzen soll.
Mit den Details der Berechnung soll der sich dann auseinander setzen.. ist schließlich sein Beruf.
Für mich als Laien sind die für eine Entscheidung notwendigen Informationen damit gegeben.
Das Problem ist ja immer, daß ich als Laie folgende Situationen sonst schlecht einschätzen kann:
Entweder geht der Handwerker bedingungslos auf die Wünsche des Kunden ein und kritisiert nicht, um den Kunden zu halten, oder aber er fährt in einer eingefahrenen engen Schine und versucht mich, unabhängig von meinen Wünschen und den technischen Möglichkeiten umzupolen.
Beides sind keine Idealfälle.
Hier im Formum denke ich eher davon ausgehen zu können, bei unsinnigen Ansinnen (von mir als Laien) entsprechende Korrekturen unabhängig von Geschäftsinteressen zu erfahren oder aber Bestätigung der sinnvollen Machbarkeit.

Dabei hast Du mir sehr geholfen. Nun such ich mir einen Heizungsbauer, der die gleiche Linie fährt.

Tschüß und schönes Restwochende
Klaus

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