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Einspeisevergütung für Photovoltaikanlage (2003 in Betrieb gegangen)
Verfasser:
Hugo
Zeit: 20.08.2004 12:36:25
0
84605
Meine Fotovoltaikanlage (ca. 5 kW) ist 2003 in Nutzung gegangen. Bisher erhielt ich 45,7 cent/kWh. Da mein Strom nach EEG verkauft wird und die Vergütung ab 2004 nun 57,4 cent beträgt möchte ich diesen Preis auch rückwirkend ab dem 1. Januar 2004 berechnen.

Ist dies richtig so?

Ich habe noch keine Ausführungsbestimmung o. ä. für das neue EEG gefunden.

vielen Dank vorab

Verfasser:
energiesparer
Zeit: 20.08.2004 12:57:08
0
84606
Sie sollen mal Paragraph 21 des neuen EEG lesen....

Für Altanlgagen gelten die alten Regelungen.

Verfasser:
Hugo
Zeit: 20.08.2004 13:29:15
0
84607
Ich habe ihn (§21) gelesen. Find ich nicht richtig da es vorher eine Degression des Einspeisepreises gab und diese damit zwischenzeitlich außer Kraft gesetzt wurde. Werde also erst mal die 57,4 cent berechnen und dann abwarten.

Danke für die Antwort Hugo

Verfasser:
Steffen
Zeit: 20.08.2004 13:49:33
0
84608
Hallo Hugo,

neue EEG-Festlegung gem. 2. Novelle der Einspeisevergütung gilt nur für Anlagen die nach dem 01.01.2004 in Bebrieb genommen wurden.
Dafür mussten die 2003 bestätigten KfW-Kredite für das 100.000 Dächerprogramm für noch nicht betriebsbereite Anlagen an die KfW zurückgegeben werden und wurden durch neue schlechtere Konditionen aus dem CO2-Minderungsprogramm finanziert.
Also bleibt es 20+Jahr der Inbetreibnahme bei 45,7 cent/kWh.

Genaues kann nachgelesen werden bei www.sfv.de

(M)ein Fall ist z.B. in http://www.photon.de/news/news_foerderung_2003-10-22_inbetriebsnahme.htm beschrieben und jetzt schon 9 Monate auf der ersten Seite zu finden.

Steffen

Verfasser:
Hugo
Zeit: 20.08.2004 14:08:33
0
84609
Und wenn man das 100000-Dächerprogramm gar nicht genutzt hat...

Der Artikel im Photon ist ja der konkret. Schade.

hugo

Verfasser:
Steffen
Zeit: 20.08.2004 14:25:25
0
84610
Hallo Hugo,

Frage eines Nutzers im Forum des www.sfv.de:

Ich habe letztes Jahr eine Solaranlage installiert, ohne in den Genuß des 100000 Dächerprogamms zu kommen. Am 01.10. 2003 habe ich den Zähler setzen lassen, bis jetzt aber noch keine Rechnung an den Stromversorger gestellt, Nun lese ich den § 13 des Solarvorschaltgesetzes.
Für Strom aus Anlagen zur Erzeugung von Strom aus solarer Strahlungsenergie, die bis zum 31.12.2003 in Betrieb genommen worden sind, gelten die Vorschriften mit der Maßgabe, dass ab dem 1.1.2004 sect; 8 Abs. 1, 2, 5 und 6 anzuwenden ist, sofern die Anlage nach dem 31.Dezember 2003 in Betrieb genommen worden ist. § 8 Abs. 3 und 4 ist nur für Strom aus einer Anlage anzuwenden, die nach dem 30. Juni 2004 in Betrieb genommen worden ist.

Im ersten Teil des ersten Satzes wird davon gesprochen, dass die Anlage vor dem 1.1.2004 und im zweiten Teil dass sie nach dem 31.12.2003 in Betrieb genommen wird.
Normalerweise kann ich die Anlage nur einmal in Betrieb nehmen. Können Sie mir erklären wie dieser Satz gemeint ist und ob es evtl. doch noch eine Möglichkeit für mich gibt in den Genuss der erhöhten Förderung zu kommen?

SFV-Antwort
Sehr geehrter Herr D.

Herr von Fabeck bat mich, auf Ihre Anfrage zu antworten.

Paragraph 13 des Solarstrom-Vorschaltgesetzes interpretieren wir wie folgt:
"Für Strom aus Anlagen zur Erzeugung von Strom aus solarer Strahlungsenergie, die bis zum 31.12.2003 in Betrieb genommen worden sind, gelten die Vorschriften..."

Mit "Vorschriften" sind hier nicht die neuen Vorschriften des Solarstrom-Vorschaltgesetzes gemeint, sondern die Regelungen des derzeit noch gültigen EEG.
Im EEG wurde nur der § 8 - Vergütung für Strom aus solarer Strahlungsenergie - mit Wirkung vom 1.1.2004 durch das "Solarstrom-Vorschaltgesetz" geändert. § 13 wurde hinzugefügt. Die übrigen §§ behalten bis auf weiteres ihre Gültigkeit.
Der oben zitierte Teilsatz bezieht sich also nur auf die Solarstromanlagen, die bis zum 31.12.03 installiert worden sind und soll sicherstellen, dass die zum Zeitpunkt der damaligen Inbetriebnahme festgelegte Vergütungsregelung nach dem "alten" EEG beibehalten bleibt.

"...mit der Maßgabe, dass ab dem 1.1.2004 sect; 8 Abs. 1, 2, 5 und 6 anzuwenden ist, sofern die Anlage nach dem 31.Dezember 2003 in Betrieb genommen worden ist. § 8 Abs. 3 und 4 ist nur für Strom aus einer Anlage anzuwenden, die nach dem 30. Juni 2004 in Betrieb genommen worden ist."

Also: Solaranlagen, die nach dem 01.01.2004 in Betrieb genommen werden, erhalten die neue Vergütung nach dem Solarstrom-Vorschaltgesetz.

Herzliche Grüße!
Susanne Jung

Zitat Ende:

Es wird also nur der Blick in den Einspeisevertrag bleiben, dort die Kündigungsbedingungen lesen, die Anlage abmelden und an Frau verkaufen, dann neu anmelden und Inbetriebnehmen und sehen was passiert. Bei dem Modus gibt es glaube ich auch Festlegungen im EEG ;-).

Bitte nicht mit dem Vorschlag zum Anwalt rennen und fragen ob der wasserdicht ist, ist nur so eine Idee von mir!

Steffen


Verfasser:
Hugo
Zeit: 20.08.2004 14:30:55
0
84611
Danke

Verfasser:
fuzzy
Zeit: 20.08.2004 15:46:38
0
84612
...das dürfte nicht funktionieren.
Die Vergütungshöhe richtet sich nach dem Datum der ERST-Inbetriebnahme.

Was unter dem Begriff "Inbetriebnahme zu verstehen ist, ist im §3 Abs.4 EEG definiert:

§3
....
(4) Inbetriebnahme ist die ERSTMALIGE Inbetriebsetzung der Anlage nach Herstellung ihrer technischen Betriebsbereitschaft oder nach ihrer Erneuerung, sofern die Kosten der Erneuerung mindestens 50 Prozent der Kosten einer Neuherstellung der gesamten Anlage einschließlich sämtlicher technisch für den Betrieb erforderlicher Einrichtungen und baulicher Anlagen betragen.

da Ihre Anlage bereits im Jahr 2003 erstmalig in Betrieb gegangen ist, wird es bei der zu diesem Zeitpunkt geltenden Vergütung bleiben. Das Inbetriebnahmedatum ist an die Anlage gebunden und ändert sich auch nicht durch einen Besitzerwechsel.

siehe hierzu auch neuere Antwort aus FAQ www.sfv.de:
-------------------------
08.06.04
Wenn sich ein Kunde für eine PV - Anlage auf seinem Einfamilienhaus entscheidet, wie sieht es dann eigentlich aus, wenn das Haus verkauft wird, bevor die 20 Jahre Einspeisevergütung nach dem EEG abgelaufen ist?
Ist der Einspeisevertrag auf den neuen Besitzer übertragbar?

SFV-Antwort
Sehr geehrter Herr X,
der Solaranlagenbetreiber hat 3 Möglichkeiten:

1. Möglichkeit: Er verkauft sein Haus mit der Solaranlage.
Das Inbetriebnahmedatum der Solaranlage und damit die Regelungen zur Auszahlung der Einspeisevergütung bleiben bestehen. Der neue Besitzer der Solaranlage erhält die Vergütung für die verbleibende Zeit (20 Jahre minus x Jahre und x Monate). Wenn der Anlagenbetreiber für die Einspeisung des Solarstroms einen Vertrag mit dem Netzbetreiber abgeschlossen hat (was nicht notwendig ist!), so kann dieser nicht auf eine andere Person übertragen werden. Der Vertrag wird gekündigt. Die Verpflichtung des Netzbetreibers zur Zahlung der Einspeisevergütung nach dem EEG bleibt bestehen.

2. Möglichkeit: Er verkauft das Haus, behält jedoch seine Solaranlage.
An der Laufzeit der Einspeisevergütung ändert sich ebenfalls nichts.

3. Möglichkeit: Er verkauft das Haus, montiert jedoch vorher die Solarananlage ab und errichtet sie an einer neuen Stelle.

Ausführliche Infos hierzu finden Sie hier.

Herzliche Grüße!
Susanne Jung
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Eine neue Inbetriebnahme -und damit andere Vergütung- gibts nur wenn die Kosten für die Erneuerung der Anlage mehr als 50% der Gesamtkosten
einer neuen Anlage betragen.....denn dann ist die Anlage überwiegend auch hardwaremäßig neu.(EEG §3 Abs.4 2.Halbsatz)

Verfasser:
larissa
Zeit: 24.08.2004 19:36:08
0
84613
Hallo Hugo,
kannst mir sagen was die installation 5 Kw anlage heute kosten würde?
Ich bin am bauen und spiele mit dem Gedanken das auch zu tun.
Gruß

Verfasser:
Hugo
Zeit: 25.08.2004 11:41:06
0
84614
@larissa: Ich denke so 24000 Euro Netto - ohne Mwst. wird eine 5 KWp - Anlage jetzt kosten.

Je nach Modultyp und Nachfrage.

Verfasser:
Otto
Zeit: 25.08.2004 15:03:26
0
84615
Module gibt es für dieses Jahr nicht mehr. Alles was vernünftig ist, ist für dieses Jahr ausverkauft....

Otto

Verfasser:
Klaus Morgen
Zeit: 27.08.2004 21:43:36
0
84616
@ "Otto"
Module gibt es für dieses Jahr nicht mehr. Alles was vernünftig ist, ist für dieses Jahr ausverkauft.

Haloo Otto und andere Fachleute !

Ich bin neu hier im Forum und habe mal ganz mutig eine Frage:

Wenn mir jetzt aber ein eigentlich solides Fachunternehmen noch Module anbietet ( mit Prüfprotokoll und Nummer je Modul ), wie erkenne ich denn dann als Laie, ob ich einfach nur Glück gehabt habe oder man mich reinlegen will und mir irgendwelche Ausschussware andrehen will ????????

Danke für jeden Tip für Anfänger,der mit dem Gedanken an einen 15kW/h Anlage spielt (38 Grad Dachneigung, Ausrichtung exact Südost)

Klaus

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