Cookies erleichtern die Bereitstellung der Dienste auf dieser Website. Mit der Nutzung dieser Website erklären Sie sich mit dem Einsatz von Cookies einverstanden.

Alle
Foren
Vitolig 300 / BioWIN: Ausbrand nach Warmwassererwärmung - die Lösung!
Verfasser:
Burkhard
Zeit: 04.11.2008 16:14:23
0
972159
Hallo zusammen!

Im letzten Winter ist in diesem Forum (und auch bei carmen.ev)das Problem „Ausbrand nach Warmwassererwärmung“ des Vitolig 300 / BioWIN intensiv diskutiert worden (vgl. das Thema: „Vitolig 300 / BioWIN: Ausbrand nach Warmwassererwärmung = Softwarefehler?!“) Viele – so auch ich – haben sich über diese zumindest für kleinere Kessel unsinnige Zwangsabschaltung geärgert und nach Lösungen gesucht.
Jetzt – so meine ich – gibt es eine Lösung, die „ChristianAusDuisburg“ (unter diesem Benutzernamen hier und bei carmen.ev aktiv) hier an etwas entlegener Stelle vorschlägt. Weil diese Lösung aber sicherlich für viele Vitolig/BioWIN-Betreiber interessant ist, die hier im letzten Winter mit diskutiert und sich geärgert haben oder jetzt neu dazu gekommen sind, möchte ich diese hier einstellen.


Das Problem (Kurzfassung)

Der Pelletkessel geht immer nach dem Laden des Warmwasserspeichers aus dem Vollastbetrieb in den Ausbrand (Wasser-Solltemperatur 50°C). In der Regel hat der Kessel nach dem Laden des WW-Speichers nur noch eine Temperatur von 58-60°C. Oft geht der Brenner wenige Minuten nach dem Ausbrand dann wieder in die Zündphase, ein modulierender Fortbetrieb zur Versorgung des Heizkreises bis zur Abschalttemperatur von ca. 80°C wäre also absolut sinnvoll um unnötige Brennerstarts mit all seinen unerwünschten Nebenerscheinungen (Stromverbrauch, ungünstige Verbrennung, Verschleiß, Abbruch der Modulation ...) zu vermeiden.

****(Für „Neulinge“ habe ich eine ausführliche Darstellung der Problems und eine Dokumentation des Schriftwechsels dazu mit Viessmann unten noch einmal eingestellt.)****


Die Lösung:

ChristianAusDuisburg hat folgende Lösung gefunden, die ich deshalb so überzeugend finde, weil sie mit bescheidenem (finanziellen) Aufwand und ohne Eingriff in die Steuerung des Vitolig zu realisieren ist und zudem eine individuelle Anpassung an die Gegebenheiten der jeweiligen Anlage zulässt. Er schreibt:

„Hallo zusammen,
nachdem mich die Warmwassersteuerung meines Vitolig auch lange gestört hat, habe ich mir nun selber eine Steuerung gebaut.
Ich habe mir bei Conrad 2 Temperatur Schalter gekauft, die die Pumpe für den WW-Speicher ansteuern. Der eine Fühler misst die Kesseltemperatur und schaltet ab 55°C ein, damit keine Kondensation am Kessel entsteht. Der andere Fühler misst die Temperatur im WW-Speicher und schaltet bei 50°C ab.
Dadurch wird den ganzen Tag über, wenn die Heizung läuft, die Temperatur im WW-Speicher auf 50°C gehalten, bzw. nachgeladen.
An der Steuerung von der Vitolig habe ich die Warmwasseraufbereitungszeit von 22:00 Uhr bis 23:00 Uhr eingestellt, mit 45°C Solltemp.
Da den ganzen Tag über auf 50 °C nachgeladen wird, springt die normale Aufbereitung Abends gar nicht mehr an. An wärmeren Tagen, wo die Heizung selten oder gar nicht läuft, springt dann um 22:00 Uhr die normale Waaserbereitung an.
Vielleicht hilft Euch das bei Euren Überlegungen weiter, bzw. habt noch Optimierungsideen.

Gruß
Christian“


Auf Nachfrage erläutert er weiter:


„- Die Warmwasserbereitung habe ich auf Abends begrenzt, da im Normalfall ja die Heizung tagsüber läuft und somit Abends der Speicher immer auf 50 ° ist. Damit entfällt dann die normale Warmwasserbereitung. Morgens kann es sein, dass der Speicher noch nicht aufgeladen ist und dann halt die normale WWaufbereitung angeht und der Kessel danach doch wieder in den Ausbrand.
Wenn Du die WWaufbereitung den ganzen Tag anschaltest wird es mit Sicherheit passieren, dass z.B. beim Duschen die Temp. zu schnell abfällt und dann auch wieder die normale WWaufbereitung läuft, mit Ausbrand danach. Noch problematischer wird es dann im Sommer, wenn die Heizung nicht läuft und dann jedesmal nach WWentnahme deine WWaufbereitung angeht.

- Eine Hysterese von ein paar Grad für die Pumpensteuerung habe ich auch. Das lässt sich an den Temperaturschaltern einstellen.

Benutzt habe ich zwei Temperaturschalter von Conrad (Artikel Nr. 194883)
Bei denen kann man die Temperatur, sowie auch eine Hysterese einstellen.
Da wir hier mit 230 Volt arbeiten, habe ich das ganze noch in ein Gehäuse gebaut.
In die Steuerung der Heizung an sich habe ich auch nicht eingegriffen.
Du hast ja das Stromkabel von der Heizung zu Deiner WWpumpe. Ich habe jetzt nur noch ein zusätzliches Kabel von den Temperaturschaltern zur Pumpe, welche diese parallel mit Strom versorgen.

Bei zu geringem Wärmebedarf (auch bei 30% Modulation) könntest Du natürlich auch den Temperaturschalter so einstellen, dass er z.B. erst bei 70° Kesseltemp. einschaltet. Somit wird dann nur die überflüssige Wärme für die WWaufbereitung genutzt und die Heizung moduliert schön die ganze Zeit weiter bei 30%. Stellst Du es auf 55° ein wie bei mir, dann läuft der Kessel mit 100%.

Gruß
Christian“



Ich sehe an dieser Lösung nur gravierende Vorteile, die bei meiner Anlage besonders zum Tragen kommen:

- WW-Temperatur bleibt immer auf gewünschtem Niveau
- Ausbrand nach WW wird umgangen
- Problem, dass Zirkulationsleitung (bei mir gegeben und notwendig) die WW-Temperatur relativ schnell absenkt und zu vermehrten Brennerstarts führt,ist behoben (derzeit habe ich die Zirkulationsleitung aus diesem Grund nur zweimal täglich kurz in Betrieb, was nicht immer komfortabel ist).
- Längere Laufzeiten des Kessels werden erreicht
- Auch in den Übergangszeiten erreicht der Kessel nicht so schnell die Abschalttemperatur (das ist bei mir der Fall, da trotz Modulation bei 30% zu geringer Wärmebedarf besteht) weil häufiger heißes Wasser für das Halten der WW-Temperatur abgezweigt wird.
- Es erfolgt allenfalls indirekt ein Eingriff in die Viessmann-Steuerung
- Eine individuelle Anpassung an die jeweiligen Bedingungen der Anlage ist durch die Veränderung der erforderlichen Minimaltemperatur des Kesselwassers für das Anfahren der Pumpe, durch die Freigabezeiten für WW-Erwärmung oder durch die Differenztenperatur zwischen WW-Soll der Viessmann-Steuerung und WW-Soll der eigenen Steuerung möglich.

Neben dem von Christian genannten Schalter von Conrad für Bastler könnte meines Erachtens auch der Temperaturschalter von „Solarlink“ brauchbar sein (Fertigteil), allerdings ist zu klären, ob sich hier eine Hysterese einstellen lässt und ob der Schalter tatsächlich als Öffner oder Schließer fungieren kann.

Vielleicht ist ja der ein oder andere genauso begeistert von Christians Lösung wie ich. Ich werde sie jedenfalls, nachdem noch einige Details geklärt sind, realisieren. Bei Christian funktioniert sie ja schon.

Jetzt seit ihr gefragt. Was haltet ihr von dieser Lösung?

Gruß Burkhard



*********************************************************************
Ausführliche Darstellung des Problems und Dokumentation des Schriftwechsels dazu mit Viessmann (Dies ist im Wesentlichen eine Kopie meines Beitrags im obengenannten Thema in diesem Forum vom Dezember 2007):

Das Problem
ist wie folgt zu beschreiben und wurde von mir (und natürlich anderen) so oder ähnlich mit der Bitte um Erklärung bzw. Abhilfe im letzten Winter an Viessmann herangetragen:
Der Pelletkessel geht immer nach dem Laden des Warmwasserspeichers aus dem Vollastbetrieb in den Ausbrand (Wasser-Solltemperatur 50°C). In der Regel hat der Kessel nach dem Laden des WW-Speichers nur noch eine Temperatur von 58-60°C. Oft geht der Brenner wenige Minuten nach dem Ausbrand dann wieder in die Zündphase, ein modulierender Fortbetrieb zur Versorgung des Heizkreises bis zur Abschalttemperatur von ca. 80°C wäre also absolut sinnvoll um unnötige Brennerstarts mit all seinen unerwünschten Nebenerscheinungen (Stromverbrauch, ungünstige Verbrennung, Verschleiß, Abbruch der Modulation ...) zu vermeiden.


Die Antwort 1:

Nach längerem Warten erhielt ich zunächst ein unbefriedigende kurze Antwort. Auf erneutes Nachfragen wurde mir dann zum beschriebenen Problem folgendes mitgeteilt:

wie schon telefonisch besprochen ist die Brennerabschaltung nach einem negativen Kessel-Sollwertsprung von > 10 K fest hinterlegt.
Damit kann nach einer Warmwasserbereitung, bei der Speicher-Sollwert + 30K = Kessel-Sollwert ist, eine Brennerabschaltung erfolgen, wenn gleichzeitig niedrige Sollwertanforderungen (+ Differenztemperatur) der Heizkreise anstehen.
Die Sollwerterhöhung (+30K) für die Warmwasserbereitung ist fest hinterlegt und nicht zu parametrieren.
Grundsätzlich resultiert die feste Vorgabe "Brenner aus bei Sollwertsprung >10 K" aus der Anforderung an den Überhitzungsschutz des Kessels.
Durch das Abschalten des Brenners soll verhindert werden das die Kesseltemperatur bis zur Absicherungstemperatur (Sicherheitstemperaturbegrenzer 95 °C) ansteigt. Gerade nach der Warmwasserbereitung mit anschließend wenig Abnahme, d.h. wenig Umlauf im Kessel, kann ein starker Temperaturanstieg erfolgen, obwohl der Brenner auf Kleinlast geht. Selbst nach dem Abschalten des Brenners wird in der Ausbrandphase noch mehrere Minuten
Wärme an den Kessel abgegeben. Diese Vorgaben sind fest im Kesselregler hinterlegt und werden nicht leistungsbezogen
differenziert bzw. sind im Moment nicht einstellbar, was wünschenswert wäre.
Bei dem Vitolig 300 mit 10/15 kW ist diese Argumentation schwierig nachzuvollziehen, da die Nachheizleistung in der Ausbrandphase relativ gering ist.

Ihre Anforderung wurde an die entsprechende Stelle weitergeleitet und wird bearbeitet.
Wenn eine Lösung zur Verfügung steht, werde wir uns mit Ihnen in Verbindung setzen.


Kommentar zu Antwort 1:

Aus dieser Antwort (und den Telefonaten, die ich zur Anmahnung einer Antwort geführt habe) lassen sich meines Erachtens im Kern folgende Informationen entnehmen:
1. Die beschriebene Brennerabschaltung ist aus Gründen des Überhitzungsschutzes (Nachbrand) mit den genannten Parametern in der Steuerung hinterlegt worden.
2. Die eingestellten Parameter sind ursprünglich für größer dimensionierte Kessel konzipiert worden.
3. Für kleinere Kessel (insbesondere 10/15 KW) ist diese Steuerung wenig sinnvoll (so gesteht Viessmann ein!)
4. Viessmann gibt zu verstehen: wir haben das Problem erkannt und bemühen uns um eine Nachbesserung


Die Ankündigung, dass Viessmann sich erneut mit mir in Verbindung setzen wollte, wurde bis heute (knapp ein Jahr später) nicht erfüllt. Dies ist um so ärgerlicher, wenn man das folgende Antwortschreiben von Viessmann zum selben Problem zur Kenntnis nimmt, dass „rendl“ zum am 4.12. eingestellt hat.


Antwort 2:

...bitte entschuldigen Sie, dass wir Ihre E-Mail erst jetzt beantworten.
Zu Beantwortung Ihrer E-Mail waren Rücksprachen mit unserem Vorlieferanten erforderlich.
Das beschriebene Verhalten ist eine „serienmäßige“ Funktion des Vitolig 300, Typ VL3A und kein Fehler. Die Reglerfunktionen sind auf die Kesselkonstruktion so abgestimmt, dass ein zuverlässiger Betrieb des Kessels mit unterschiedlichen Lastprofilen und Lastübergängen sichergestellt wird. Die eingebauten Komponenten (Gebläse, Zündung,..) sind für diesen Betrieb dimensioniert (z.B. Anzahl der Brennerstarts).
Der sichere Betrieb des Kessel bzw. der Anlage muss in verschiedenen Einbau- und Betriebssituationen garantiert werden - alle Funktionen und Abläufe sind daher auf diese unterschiedlichsten Anforderungen abgestimmt und ausgelegt.
Isoliert von außen betrachtet, mögen bestimmte Funktionen keinen Sinn ergeben, in der Gesamtheit der komplexen Abläufe sind sie jedoch erforderlich.
Die angeführten Funktionen – Ausbrand nach der Speicherladung, Sollwertsprung von -10K – wirken sich weder auf den Betrieb des Kessels noch auf den Komfort nachteilig aus.


Kommentar zu Antwort 2:


Festzustellen ist:

Stellt man die beiden Schreiben gegeneinander, ist meines Erachtens deutlich zu erkennen, dass Viessmann offensichtlich nicht mehr an einer Nachbesserung interessiert ist, während das im ersten Schreiben noch in Aussicht gestellt wurde. Man muss wohl unterstellen, dass das so ist, weil das Nachfolgemodell (Vitoligno) in den Startlöchern steht.

Nur so viel sei gesagt: Gerade wenn eine Firma einen Kessel baut, der für die verschiedensten Einbau- und Betriebssituationen geeignet sein soll, so muss ich ihn doch über die Einstellung der Steuerungsparameter an die jeweilige Betriebssituation anpassen können.
**********************************************************************

Verfasser:
mitiku
Zeit: 04.11.2008 19:25:49
0
972332
Hallo!

Habe die Teile von Conrad schon rausgesucht.
Würde diese Teile gern einbauen.
Gibt´s den Schaltplan schon irgendwo?
Jemand hatte schon nachgefragt.
Kurzum, würde mich freuen ihn zu bekommen.

mitiku

Verfasser:
tatze
Zeit: 05.11.2008 02:07:04
0
972555
Ist das ein spezisches Problem der Steuerung des Vitolig oder trifft das auch auf die Steuerungen von Windhager und Hoval zu? Diese sind ja neben anderem Blechkleid und kleinen anderen Dingen der größte Unterschied an den ansonsten Baugleichen Kesseln.

Verfasser:
Lupo1
Zeit: 05.11.2008 12:03:13
0
972783
Hallo Tatze,

das trifft auch für Windhager und Hoval zu, erster ist der eigentliche Hersteller alle anderen sind nur umgelabelt. Es gibt hier nur kleine Unterschiede jedoch nicht bei den wesentlichen Teilen wie Kesselsteuerung und Software. Von der Software gibt es inzwischen einige upgrades, beinhaltet aber leider immer noch obig beschriebenes Verhalten.

Wolfgang

Verfasser:
Burkhard
Zeit: 03.12.2008 22:21:23
0
995900
Hallo zusammen!

Seit zwei Tagen läuft nun auch bei mir die oben beschriebene Steuerung. Ich bin schlichtweg begeistert. Nach ersten Beobachtungen kann ich so die Brennerstarts im Regelfall auf das absolute Minimum (Zwangsausbrand nach 5 Stunden) reduzieren! Die Funktion der WW-Erwärmung über die Viessmannsteuerung mit den entsprechenden Konsequenzen wird komplett umgangen.

Ich habe die Schaltung mit dem "fox 1004" realisiert. Dieser ermöglicht mit exakt einstellbarem Schaltpunkt und der frei wählbaren Hysterese eine optimale Anpassung an meine Anlage und die jeweiligen Temperaturbedingungen. Die Feinabstimmung und Optimierung der verschiedenen Parameter muss ich in den nächsten Tagen noch erproben.

Die beiden Schalter habe ich in Österreich über Otonikar und Wesner (messgeraete.at) für 35 €,- plus Versand bezogen, deutlich günstiger als bei conrad.

Gruß Burkhard
und Danke noch einmal an Christian für den wertvollen Tipp!


P.S. Wenn jemand Bilder haben will, kann man mich hier ja anmailen.

Verfasser:
Burkhard
Zeit: 17.12.2008 19:11:59
0
1006597
Hallo!

Hier noch ein Nachtrag zu den Beobachtungen in den letzten Tagen:

* Die Brennerstarts werden tatsächlich in aller Regel auf 3 am Tag reduziert (Zwangsausbrand nach 6! Stunden)

* Die Solltemperatur des WW-Speichers habe ich über den "fox" auf 49°C mit einer Hysterese von 2° eigestellt. Die Temperatur schwankt so immer zwischen 50° und 48° C.

* Der andere Temperaturschalter für die Kesseltemperatur ist auf 57°C mit einer Hysterese von 4°C eingestellt. Das Relais schaltet also bei 59°C an und schaltet bei 55°C aus. Durch die etwas verzögerte Messung des Fühlers sinkt die Temperatur des Kesselwassers faktisch noch etwa 1°C tiefer. Die Kesselleistung passt sich entsprechend der Kesseltemperatur an.

* Die Solltemperatur für das Warmwasser über die Viessmannsteuerung habe ich auf 43°C runtergestellt, kommt also erst bei 38°C zum Tragen. Eigentlich könnte ich auch die Freigabezeit in der Heizsaison komplett sperren.

* Da die Schwankungsbreite der Kesseltemperatur sich seit Inbetriebnahme der "eigenen" Schaltung deutlich verringert hat - sie pendelt immer etwa zwischen 55°C und 66°C arbeitet auch der Mischer sehr viel ruhiger. Die geringere Schankungsbreite kann wohl auch für die Lebensdauer des Kessels nur von Vorteil sein.

Funktioniert ideal und das Thema "Ausbrand nach WW-Erwärmung" ist für mich faktisch keins mehr.

Gruß Burkhard

Verfasser:
UdoJ
Zeit: 08.02.2009 11:14:46
0
1056262
Hallo zusammen,
ich habe vor 10 Tagen ebenfalls die Schaltung mit den fox Reglern eingebaut. Die Erfahrung zeigt bei mir ebenfalls im Schnitt nur noch 3 Brennerstarts mit den Reglern. Angeschlossen sind bei mir ein 200 Liter WW Speicher ohne Puffer und Radiatorenheizkörper mit Einrohrsystem.

Vielen Dank noch an Burkhard für die Unterstützung und an Christian aus Duisburg für die Idee.

Gruß, Udo

Verfasser:
FistandantilusDD
Zeit: 22.06.2009 13:02:26
0
1147864
Hallo,

könnt Ihr mir zu der Schaltung noch ein paar Details geben?
Prinzipiell ist mir folgendes klar:

1. ein Fox1004, der am WW Speicher die Temp nimmt und bei 50° abschaltet
2. ein Fox1004, der am Kessel die Temp nimmt und bei 55° einschaltet

Für mich ist jetzt unklar, wo der Output(lt. Plan vom Fox die Leitungen 9 und 10), also ein/aus der beiden Fox Schalter angeschlossen wird. Direkt an der Kesselsteuerung? Wenn ja wo?

Gibt es eigentlich auch Regler mit Anschluss für 2 Sensoren?

Danke, Sven

Verfasser:
thburg
Zeit: 06.11.2009 07:05:39
0
1229660
Zitat von Burkhard Beitrag anzeigen
Hallo zusammen!

Seit zwei Tagen läuft nun auch bei mir die oben beschriebene Steuerung. Ich bin schlichtweg begeistert. Nach ersten Beobachtungen kann ich so die Brennerstarts im Regelfall auf das absolute Minimum (Zwangsausbrand nach 5 Stunden) reduzieren! Die Funktion der WW-Erwärmung über die Viessmannsteuerung mit den entsprechenden Konsequenzen wird komplett umgangen.

Ich habe die Schaltung mit dem "fox 1004" realisiert. Dieser ermöglicht mit exakt einstellbarem Schaltpunkt und der frei wählbaren Hysterese eine optimale Anpassung an meine Anlage und die jeweiligen Temperaturbedingungen. Die Feinabstimmung und Optimierung der verschiedenen Parameter muss ich in den nächsten Tagen noch erproben.

Die beiden Schalter habe ich in Österreich über Otonikar und Wesner (messgeraete.at) für 35 €,- plus Versand bezogen, deutlich günstiger als bei conrad.

Gruß Burkhard
und Danke noch einmal an Christian für den wertvollen Tipp!


P.S. Wenn jemand Bilder haben will, kann man mich hier ja anmailen.



Hallo Burkhard,

ich möchte die Schaltung auch so realisieren und habe mir schon zwei Fox1004 besorgt. Kannst du mir mitteilen ( vielleicht sogar per Bild ) wo/wie du die Kesseltemperatur abgreifst?

Vielen Dank
Gruß
Thomas

Verfasser:
mitiku
Zeit: 06.11.2009 08:36:41
0
1229717
Hallo!

Betreibe ebenfalls Vitolig 300 seit April 2006.
Zur Zeit habe ich eine Brennerlaufzeit von ca 2h.
Gestern z.B. 20h 7 Starts.
Interessiere mich auch für die veränderte Pumpenansteuerung.
Bauteile sind ja nun bereits bekannt.
Schaltplan habe ich noch nicht gesehen.
Fotos, wie o.g., wären nicht schlecht.

Danke Michael

Verfasser:
Burkhard
Zeit: 09.11.2009 14:26:22
0
1232105
Hallo thburg (Thomas?) und Michael!

Ich gucke zur Zeit nur noch in größeren Abständen hier ins Forum. Freut mich aber, dass es doch noch Interessenten an der Steuerung (die aber nicht ich ersonnen habe!) gibt. Ich kann nach längeren Praxiserfahrungen nur noch einmal betonen, dass sich diese Zusatzinvestition aus den oben genannten Gründen voll gelohnt hat.

Zu euren Fragen/Bitten:

thburg, hinten am Kessel, schräg links unterhalb des Rauchrohres findest du eine Blechklappe von ca. 10 x 10 cm Fläche, die mit zwei Schräubchen befestigt ist. Wenn du diese öffnest, musst du zunächst ein wenig Mineralwolle beiseite räumen und findest dann ein Röhrchen, in das auch der werksseitige Fühler für die Kesseltemperatur eingeschoben und mit einem Metallbügel gegen Herausrutschen gesichert ist. Nachdem beide ganz (!) eingeschoben sind sollten diese natürlich wieder vor der Gefahr des Herausrutschens gesichert werden.

Wenn Ihr mich per E-Mail kontaktiert, schicke ich euch den Schaltplan und Fotos, oder - noch besser - jemand verrät mir, wie man die Fotos bzw. die gescannte Skizze des Schaltplans hier einstellt!

Gruß Burkhard

Verfasser:
mitiku
Zeit: 09.11.2009 16:40:54
0
1232190
Ja, sehr schön, Danke!

mitiku (ät) web.de

Einfach alles scannen und an die mail hängen.

Gruß mitiku

Verfasser:
Alfi0815
Zeit: 15.11.2009 22:55:41
0
1236570
Hallo,

ich hätte auch gern die Anleitung für den Vitolig 300 Umbau!

Vielen Dank

Cyberbuy@gmx.de

Verfasser:
Burkhard
Zeit: 15.11.2009 23:33:38
0
1236588
Hallo Cyberbuy!

... "Umbau" ist etwas übertrieben! ... Schaltskizze und Bilder sind unterwegs!

Burkhard

Verfasser:
mitiku
Zeit: 16.11.2009 08:57:55
0
1236677
Hallo Burkhard!

............und ich?

Gruß mitiku

Verfasser:
Burkhard
Zeit: 16.11.2009 16:06:27
0
1236983
Hallo Michael (mitiku),

die Mail mit Schaltskizze und Bildern habe ich dir schon am 9.11. geschickt!

Burkhard

Verfasser:
mitiku
Zeit: 18.11.2009 19:30:24
0
1238733
Hallo Burkhard, auch auf diesem Wege vielen Dank!
Sieht sehr professionell aus.
Muss deine Beschreibung nochmal studieren.

Gruß Michael

Verfasser:
Micha SH
Zeit: 22.11.2009 13:16:46
0
1241132
Hi...

auch ich habe Interesse an dieser Umbau- bzw. Ergänzungslösung :)
bitte Mail an michael (at) luetje.de
Hat jemand schon Erfahrung was das im Jahr an Strom sparen kann?

Viele Grüsse
Micha

Verfasser:
Burkhard
Zeit: 22.11.2009 17:28:11
0
1241318
Hallo Michael!

Der geringere Stromverbrauch ist nur ein (wohl er kleiner) Vorteil der Steuerung. Die Investition von ca. 100,- € für Schalter plus Montagematerial dürfte sich mit Blick auf die Stromersparnis allein erst in etlichen Jahren amortisieren.
Aus meiner Sicht ist es die Summe mehrerer ("kleiner") Aspekte, die die Investition rechtfertigen.
Wichtig dürfte der Umweltaspekt sein, da Holz beim Anfeuern sehr unsauber mit entsprechend hohem Schadstoffausstoß verbrennt. Da kommen pro Heizsaison je nach Auslegung der Anlage schon etliche hundert eingesparte Starts zusammen. Außerdem werden natürlich nach jedem Zwangsausbrand die noch unverbrannten Pelletreste im Brennertopf in den Aschekasten gerüttelt statt verbrannt (erhöhter Verbrauch). Weiterer wichtiger Aspekt ist die Langlebigkeit des Kessels (Auswirkungen von Temperaturschwankungen, Abbruch der Modulation, Neustart...) bzw. die Langlebigkeit des Glühzünders (kostet ca. 180,- € ohne Einbau). Hinzu kommt der Komfort in Bezug auf die Bereitstellung des Warmwassers.

Die Mail mit Schaltskizze und Bildern hab ich dir geschickt.

Gruß Burkhard

Verfasser:
scapin
Zeit: 25.11.2009 09:16:13
0
1243146
Hallo,
ich betreibe auch seit Januar 2006 einen Vitolig 300 und hätte gerne den Schaltplan und die Bilder.

johannes.friedrich@web.de

Vielen Dank!

Verfasser:
Burkhard
Zeit: 25.11.2009 17:11:06
0
1243442
Schon geschickt!

Gruß
Burkhard

Verfasser:
kerzendreher
Zeit: 29.11.2009 21:36:19
0
1246264
hallo, ich habe die vitolig 300 schon seit 2001, läuft super, bin sehr zufrieden.
Nun habe ich schon 2x in der Zeit den Konus, Primärluftdorn und Brennerplatte wegen Verschleiß ausgewechselt. Hat das Problem auch schon einer gehabt, oder hat das was mit der Einstellung zu tun?

Verfasser:
jürgen111
Zeit: 05.12.2009 14:28:53
0
1250105
Hallo,

ich betreibe seit 2007 die Vitolig 300 in einem Einfamilienhaus. Ich bin grundsätzlich auch zufrieden.
Wäre nett, wenn mir jemand den Schaltplan per Mail zusenden könnte.
juergen.isemann(at)gmx.de

Vielen Dank

Verfasser:
Burkhard
Zeit: 05.12.2009 22:32:01
0
1250386
Hallo Jürgen!

Schaltskizze und Bilder müsstest du in deinem Postfach finden.

Viel Spaß und Erfolg beim Nachbauen.

Gruß Burkhard

Verfasser:
kupfi
Zeit: 10.12.2009 15:58:51
0
1254336
Hallo Burkhard,

ich habe einen Biowin 150 und möchte ebenfalls die Umbaumaßnahmen vornehmen. Kannst Du bitte den Schaltplan an

diegreizer[at]gmx.de

senden.

Danke

VG Jens

Aktuelle Forenbeiträge
worlde schrieb: Hi, inzwischen sind neue Außen- und Fortluftfilter eingebaut, die alten waren schon sehr verschmutz. Gefühlt hat sich...
KarlZei schrieb: Die im übrigen sicher nicht nur für mich sehr hilfreich war. Danke dafür!
ANZEIGE
Hersteller-Anzeigen
Hochleistungsfähige, intelligente Systeme und Produkte für Bad und Sanitär
Website-Statistik

Vitolig 300 / BioWIN: Ausbrand nach Warmwassererwärmung - die Lösung!
Verfasser:
kupfi
Zeit: 10.12.2009 15:58:51
0
1254336
Hallo Burkhard,

ich habe einen Biowin 150 und möchte ebenfalls die Umbaumaßnahmen vornehmen. Kannst Du bitte den Schaltplan an

diegreizer[at]gmx.de

senden.

Danke

VG Jens
Weiter zur
Seite 2