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02.09.2004 01:02:57 |
Hallo, Bin ratlos, nachdem ich hier tagelang im Fundus der Ratschläge zur Systemtrennung etc. gewühlt habe. Situation: Neue Brennwertheizung soll rein; Haus Bj. 1981, ca. 200qm Wohnfläche mit FBH ( Kunststoffrohr) im Erdgeschoss und sonst Heizkörper. Vermutlich in den letzten ca. 5 Jahren keine ordentliche Wartung. Bisher gibt es keine Systemtrennung; der Kessel ist über 20 Jahre alt; warm wird es - nach unserer kurzen Wohnerfahrung in dem Haus - auch. Ein Monteur empfielt uns jetzt eine Systemtrennung, ein anderer (und zwar der, der in der Vergangenheit für die Wartung da war) sagt, das wäre nicht nötig, weil die Verschlammung in der Vergangenheit wohl recht gering war. Ich will die Diskussionen ja nicht wiederholen, aber bin mir nicht ganz sicher, ob ich als Laie alles richtig verstanden habe: Mit der Systemtrennung kann ich doch sicherstellen, dass der neue Kessel vor Erosion / Verschlammung geschützt ist und ebenso die "normalen" Heizkörper sowie deren Zuleitungen? Zwar könnte der Heizkreis der FBH stärkerer Korrosion unterliegen, aber die möglichen Schäden wären doch wohl wenig tragisch, oder? Mal ein neues VEntil oder ein Verteiler... Die FBH-Zuleitungen sind alle zugänglich (Keller), so dass ja überall ein möglicher Austausch problemlos sein sollte ?!? Fazit wäre also, dass ich zwar für die Systemtrennung in Portemonnaie greifen muss, aber dafür sicher sein kein, dass ich nicht in 5 oder 10 Jahren die Wände aufstemmen muss, um Heizungsrohre zu wechseln oder einen neuen Kessel zu kaufen... !? Wie kann ich eigentlich sicher gehen, dass ich einen Monteur finde, der in der Materie auch wirklich fit ist? Bin für jeden schlauen Tip dankbar Aus dem Emsland, Guido
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02.09.2004 01:05:25 |
Hallo, habe gerade peinlich berührt festgestellt, dass ich in meiner Anfrage von "Erosion" statt " Korrosion" spreche... Bin Geograph, ist wohl beruflich bedingt! Guido
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02.09.2004 08:27:44 |
Moin ! Systemtrennung ist teuer incl. Wirkungsgradverlust und schützt nur den neuen Kessel. Leider haben einige Kesselhersteller bei FBH eine Systemtrennung in den Garantiebedingungen stehen :-(( Wenn Dein Kunststoffrohr nicht diffusionsdicht ist (schon möglich bei BJ 81), hast Du eine höhere SAuerstoffkonzentration im Sekundärkreis. Das finden dann Stahlfittings und -rohre nicht so toll. Außerdem schlammt Deine FBH langsam zu und ist irgendwann dicht. Dann kommt die Fachfirma mit Spülkompressor (1 - 2 kEUR) oder -wennz ganz dumm läuft- mit dem Presslufthammer. Muß alles nicht sein, aber kann.... Ich hatte im Prinzip genau das gleiche Problem und habe mich für die chemische Behandlung entschieden. Heizkreise mit Mittelchen füllen, wirken lassen, spülen und dann eine Art Korosionsschutz dazu. Zusätzlich ein Microblasenabscheider hinter den Kessel. Chemie findet hier im Forum keiner so toll, weil da kann man ja keine Bauteile ´reinschrauben. Ich muß aber sagen, dass es bei mir gut funktioniert hat (Ich melde mich dann in 20 Jahren nochmal ;-)) Jonas
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04.09.2004 12:06:52 |
hallo, guten tag, es gibt natürlich viele ansichten und meinungen, aber wer hat wirklich recht ??? eine systemtrennung kostet geld und hat ja auch nicht nur vorteile. wieweit fb-heizungsrohre wirklich sauerstoffdicht sind ist letztendlich schwer zu beurteilen. jedenfalls ist es bekannt das sauerstoff im heizungssystem probleme machen kann. seit vielen jahren gibt es wirklich geeignete chemie umnderartige probleme klein zu halten, auch die kosten und der aufwand hierfür ist gering. leider wird in dieser richtung meist erst reagiert wenn schon probleme da sind. also mut zur chemie. m.f.g. r. haas
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29.09.2004 13:01:29 |
Hallo, Habe die FBH eines Hauses auch Bj. 81 im Jahre 1996 auf Anraten der Fachfirma (als neu Zugereister habe ich mich auf "sind gut und teuer" verlassen) mit Systemtrennung über Wärmetauscher versehen. Es wurden alle schwarzen Etagenverteiler gegen aus Kupfer gefertigte ausgetauscht, sowie einige Rohre im Heizungsraum notwendigerweise neu verlegt. Im Sekundärkreislauf gab es dann nur noch Kupfer, Messing (Ventile) und Bronze ( Pumpe). Die Heizkreise wurden gespült. Je Stockwerk 2 automatische Entlüfter installiert. Nach gerade mal 2 Jahren das erste Leck. Das Zuleitungsrohr für Frischwasser hatte sein erstes Loch. Dir Fachfirma, meinte das wäre nun mal so, Edelstahl wäre sicher besser. Sie würden mir aus Kulanz das Stück Rohr bezahlen, ich solle die Arbeitszeit bezahlen! Also habe ich das Rohr selbst erneuert. Im Jahr drauf der Bogenfitting unmittelbar nach dem erneuter Rohrstück. Nun ich dachte, es läge daran, das es die Zuleitung ist, bei der ja das Wasser stehenbleibt. Ausgetauscht. Ist ja nicht so viel Arbeit, lohnt nicht aufzuregen. Das Jahr drauf ein weiteres horizontales Rohr 3 Löcher - Im Heizungkeller. Leicht zugänglich, was soll's, nicht aufregen. Austausch. Nächstes Jahr das zugehörige Vorlaufrohr dieses Kreises. Austausch. Nun wurde es lustig. Jetzt machten die beiden senkrechten Stränge dieses Kreises netten Sprühnebe. Ausgetauscht. Nun folgte der erste Etagenverteiler. Hier habe ich dann 3 Kupferflicken Aufgelötet, das so einfach kein Tausch möglich (war nämlich genau an Weihnachten :-) . Jetzt sind 2 weitere Etagenverteiler geflickt worden. Zunächst dachte ich, es könne an der Kupferqualität liegen, denn es waren nur 22er Rohre betroffen. Dann aber auch die neuen Etagenverteiler mit diversen Querschnitten. Es zeigten sich jeweils an den Lochstellen schöne grüne ca. 6mm Hügelchen im Innern der Rohre. Die alten Rohre machen glücklicherweise keinerlei Anstalten sich aufzulösen. Nun bin ich am Recherchieren, wie ich den Vorgang stoppen kann. Mir wurde zu Ascorbaten als Zusatz geraten. Auch werde ich die automatischen Entlüfter rausschmeißen. Gruß Bauruine |
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29.09.2004 13:41:26 |
Na, vielleicht solltet ihr mal über eine Systemtrennung nachdenken, die auch funktioniert und nicht jede Menge Zeugs in eine Anlage kippen, das *vielleicht* die Schmerzen etwas lindert. Hier gibts Systemtrennungen die seit *Jahrzehnten* funktionieren... Info : http://www.laing.de/10Produkte/10Systemanbindungen/30Wuaermetauscher_FP/00index.htm frei nach dem Motto...am billigsten ist es allemale es *einmal* richtig zu machen...wer zweimal oder dreimal am selben Problem rumfummeln musste hat sicherlich mehr Geld verbraten als wenn er es gleich richtig gemacht hätte.... Passt nicht überall, aber da wo es passt eine Spitzenlösung...und die funktioniert....bei mir schon seit über 10 Jahren...absolut problemlos...noch nicht einmal Wasser nachgefüllt. Gruß Achim Kaiser |
Verfasser: martin Havenith | Zeit:
29.09.2004 13:48:56 |
Hallo Achim
ich glaub, ich muß mal vorbeikommen, und mir deine Anlage genauer anschauen. Das wird ja immer besser....
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29.09.2004 14:28:18 |
Hallo Martin, was erstaunt dich ? Ich hab die Laing-Station bei mir seit 1994 laufen, da unter meinem Schreibtisch Fußbodenheizung liegt..und nachdem ich kombinierte Systeme am liebsten baue...hab ich das Problem öfter mal... Das gibts doch schon seit Jahren...hat immer nur einen Nachteil, die Lösung ist *gut* aber nicht billig....und billig hat sich schon immer gerächt...irgendwann, man musste nur lange genug warten können. Den Standard hab ich schon 1994 gebaut...und seit 10 Jahren weine ich, wenn ich mir ansehe wohin die *Technik* 2004 sich entwickelt hat. wenn ich *heute* in nen Neubau schlappe, weil mich mal wieder der Naseweis plagt...dann sind die teilweise mieser als das was zu meiner Lehrzeit Ende der 70er gebaut wurde.... Gruß Achim |
Verfasser: Albert Stinner | Zeit:
29.09.2004 14:36:55 |
Zweiundzwanzig Jahre keine Systemtrennung,zwei Heizkörper defekt.Alle Jahre kurz durchgespült. Nun steht ein Heizungsaustausch bevor und es wird eine Systemtrennung vorgenommen.Mit den bekannten Nachteilen,aber auch mit dem Vorteil,daß ich keine zusätzliche Heizkörperpumpe benötige und auf den Heizkörper sind überwiegend Uhrenthermostate.Ich kann also zu jeder Zeit Wärme über die Heizkörper abfragen. Mein HB jedoch empfiehlt nicht nur eine Systemtrennung sondern,spricht von Sauerstoffvernichter.Was kann das sein? ist das Chemie,brauch ich das Zeug.Alle Zuleitungen sind aus Kupfer,Messing oder Edelstahl. Wer kennt sich aus? mfG Albert
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Verfasser: martin Havenith | Zeit:
29.09.2004 14:38:46 |
Mittlerweile dürfte mich bei Dir eigentlich nix mehr wundern... Aber du hast recht, ist schon traurig, was heut so gebaut wird. Ich war letzte Woche an einer Flammneuen Anlage einer ehem. Arbeitskollegin. Eigentlich hätte ich ihr sagen müssen, das sie da den billigsten Schund bekommen hat, der heut zu kriegen ist. Ich habs Maul gehalten, den Regler parametriert, den Verdrahtungsfehler rausgemacht, ein paar Bemerkungen zur fehlenden Rohrleitungsdämmung gemacht und bin gefahren.... Leider informieren sich die Leut immer erst, wenn die Probleme auftauchen. Und dann ists zu spät. NENE...wollt mal deinen Technikkeller sehen. Der ist bestimmt aufgeräumter als meiner. Ausserdem kann ich immer noch was lernen.
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29.09.2004 16:34:12 |
@ALbert Stinner >Alle Jahre kurz durchgespült So kann man seine Heizung auch killen. Wer *grundlos*sein Heizungswasser wechselt, ablässt, nachfüllt oder sonst was dran rumfummelt braucht sich nicht zu wundern wenn ihm nach 20 Jahren die Heizkörper von der Wand faulen. Jeder Wasserwechsel bedeutet neuen Sauerstoff in der Anlage, der abreagieren muß. Das beste Wasser einer Heizungsanlage ist das, dass nach 50 Jahren immer noch im selben System zirkuliert.... Oftmals sind die Korrosionen wesentlich unschädlicher als so manche *profilaktische* Spülung, die erst recht für neue Korrosionen sorgt. 1. Grundsatz ...vermeide unnötige Wasserwechsel und Nachfüll- und Spülaktionen wie der Teufel den Kontakt mit dem Weihwasser.... Gruß Achim Kaiser
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Verfasser: Albert Stinner | Zeit:
29.09.2004 16:57:01 |
hallo Herr Kaiser, so drastisch brauchten sie es aber nicht auszudrücken.Das alles ist Vergangenheit und ich habe im Forum gelernt,wie man es nicht machen soll.Darum kommt jetzt eine Systemtrennung und nochmal meine eigentliche Frage: Mein HB will die Sekundärseite des Wärmetauscher mit der Fußbodenheizung mit Sauerstoffvernichter befüllen.Was ist das für ein Mittel.Wer kennt den Begriff.Der Auftrag soll in dieser Woche vergeben werden.Muß überhaupt irgend ein Mittel außer Leitungswasser eingefüllt werden,außer vielleicht etwas zur PH Anhebung. Wer weiß was ? mfg Albert |
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02.10.2004 15:49:00 |
Hallo Albert Stinner, mir wurde zu meinem Problem vom Kupferinstitut geraten, ein Mittel auf Ascorbat Basis zu verwenden. Habe bisher nix Genaues dazu gefunden. Soll ein Sauerstoffbinder sein und man sollte 1 (evtl. bis 2mal) im Jahr das Wasser dann testen, um zu sehen, on man nachlegen mus. Würde mich freuen, zu hören, ob Du was neues dazu gefunden hast. Gruß Bauruine |
Verfasser: me. S. Hohwiller, DÜW | Zeit:
02.10.2004 16:02:51 |
@Bauruine: Ascorbinsäure! Ist Vitamin C! Die Korrosionsschutzmittel auf dieser Basis sind nicht für alle Anlagen geeignet. Sie binden den Sauerstoffanteil im Wasser, sind aber irgendwann "verbraucht" und man muß wieder impfen. Auch Bakterien- und Algenbildung kann durch diese Korrosionsschutzmittel gefördert werden. Ich empfehle Korrosionsschutzmittel welche eine Schutzschicht bilden. Da muß man natürlich vorher die Anlage mit einem Reiniger spülen! Mfg. me. S. Hohwiller, DÜW |
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02.10.2004 19:18:57 |
Moin Leute, entweder bin ich ein Glückspilz oder es liegt an der gesunden Nordseeluft. Meine jetzt 25 Jahre alte Anlage, nur Fußbodenheizung und eine Wandfläche (insgesamt ca. 700 m PP-Rohr, also sauerstoff un dicht), selbstgebauter Stahlrohrverteiler (12 Kreise), Stahlrohr bis zum Gusskessel umgebaut zur offenen Anlage (wegen Undichtigkeiten an den verdammten Schneidringverbindungen) zeigt noch keine Anzeichen einer Verschlammung ( Temperaturen der Bodenflächen werden regelmäßig überprüft) und durchgerostet ist auch noch nichts. Eine automatische Entlüftung ist durch den Sicherheitsvorlauf garantiert. Ich frage mich immer wieder, woran kann es liegen, dass die immer wieder beschriebenen Schäden bei mir nicht auftreten? Vielleicht liegt es ja daran, dass ich meine Anlage einfach ignoriere und nicht immer daran rumfummel, sie darf eigentlich nur das machen, was sie soll > heizen < und das, das ganze Jahr hindurch. Gruß me. Bruno Bosy, NF Bosy.de.vu |
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02.10.2004 19:38:29 |
@oldbo ..... nein nein .. ihre anlage hat nur respekt vor ihnen und ihrem wissen ;-))).
gruß ricö
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02.10.2004 23:28:46 |
Hallo Fußbodenheizer Im Bad meiner Eltern wurden vor 4 Wochen die Bodenfließen erneuert, in diesem Zuge habe ich die 1981 in Kunststoff ausgeführte Fußbodenheizung rausgerissen. Grund dieser Massnahme war die Tatsache mit der Sauerstoffdurchlässigkeit, desweiteren soll nächstes Jahr ein neuer Kessel angeschafft werden. Hauptproblem war allerdings, das die Installateure sie seinerzeit über den Rücklauf des Heizkörpers eingespeist. Der Raum musste geheizt werden, damit sich der Boden erwärmt. Ich habe die Rohrleitung bündig am Vor sowie Rücklauf abgesägt, um sie komplettt nach draussen tragen zu können. Ich habe den ganzen Inhalt in einen Eimer laufen lassen, ich habe aber nicht Ansatzweise Schlamm Vorfinden können, nur normales schwarzes Heizungswasser. Die länge betrug ca. 12-15m. Deshalb kann ICH die Thematik mit Fussbodenheizung spülen nicht nachvollziehen. VG Ralf oder habe ich einfach nur Glück gehabt ??? |