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02.09.2004 11:03:32 |
Hallo, Ich möchte in meinem Wohnzimmer FBH verlegen. Da ich kosten sparen möchte, habe ich mich für Selbstbausysteme interessiert. Ich habe ein Paar Angebote geholt. Mein Problem ist dass jeder Anbieter unterschiedliche Bauteile in unterschiedliechen Mengen vorsieht. Z.B. der eine empfiehlt 200 m Rohr, der andere 400 m. Eine meinte ich müsste eine umwälzpumpe einsetzen, der andere sagt "Brauchen Sie nicht." Hier die Daten: Raum: 40 qm, 260 hoch, 3 Aussenwände, Über die decke ist terasse, unter dem Boden ein unbeheizter Keller. Keine Wärmedämmung. Haus: Insgesamt 170 qm, 2 geschossig, BJ:1950, 35 cm Aussenwand. Zentralheizung mit zwei Kreisen, Gas- Brennwerttherme 22 kW. Meine Frage ist, welche Bauteile in welchen Mengen würdet Ihr den empfehlen. Insbesondere welche Bauteile werden benötigt damit der FBH an das gesamtsystem problemlos angeschlossen werden kann. Mit Gruss.
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02.09.2004 11:54:32 |
Hallo Renovierer, spontan würde ich sagen: Vergiss' es... Halt: wir wollten ja wieder etwas netter werden... Also nochmal: Spontan würde ich sagen: Löse Dich wieder von der Idee mit der schnell hingeklatschten FB-Heizung, oder mach es gleich richtig. Ein solcher Umbau sollte im Einklang mit den einschlägigen gesetzlichen Vorschriften (z.B. EnEV) und dem entsprechenden Aufwand betrieben werden, oder gar nicht. EnEV schreibt gewisse Mindestanforderungen an Dämmqualität bei Erneuerung von Bauteilen, hier Fußboden, vor; insbesondere gilt dies beim Einsatz einer Fußbodenheizung gegen einen unbeheizten Kellerraum. Abgesehen davon wirst Du wahrscheinlich in Deinem ungedämmten Wohnzimmer mit der FBH alleine nicht glücklich werden... Das ist halt der Nachteil von SB-Systemen von "Super-Billig-Bau & Co.": Null Ahnung und Null Beratung... nur zackbumm verkaufen, Umsatz, Gewinn, schnell schnell Geld Geld... Wende Dich doch einfach an einen kompetenten Heizungsbauer, der wird Dich beraten was geht und wie es geht, er wird Dir das Material zu einem angemessenen Preis liefern, er wird gegebenenfall mit Dir zusammen die Arbeit ausführen und nicht mehr als eine auskömmliche Entlohnung mit Dir vereinbaren, und er wird Dir Gewährleistung und Garantie über das gesetzliche Mindestmaß hinaus zusichern. Mit freundlichen Grüßen, Eppes (Das war doch nett genug, oder?) |
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02.09.2004 14:45:17 |
Hallo Eppes, danke für Deine nette Antwort, aber es hat mir nicht viel geholfen.
-Ohne jemandem was zu unterstellen-Ich denke, genau diese Denkweise hat die Handwerker Preise unbezahlbar gemacht.
Außerdem haben die meisten Anbeieter auf die EnEv-Ordnung hingewiesen. So ahnungslos sind die doch nicht.
Das Problem mit unterschiedlichen Bauteilen wird bestimmt auch unter den Handwerkern auftauchen. Jeder Handwerker, wie auch jeder Selbstbauanbieter wird sein bevorzugtes System haben.
Was ich erfahren wollte war, wie man eine optimal Lösung finden könnte...
Mit Gruss...
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02.09.2004 15:22:54 |
Hallo Renovierer, ohne dass ich viel rechnen muss, scheint es so sein, dass in Deinem Wohnzimmer eine FBH am äußersten Limit laufen müsste, um zur Alleinbeheizung zu reichen... Das ist jetzt noch keine Frage, wieviel Meter Rohr Du versenken musst, vielmehr eine Frage der Oberflächentemperatur. Für Wohn- und Aufenthaltsräume ist da eine Grenze bei 29°C gesetzt, bei Parkettböden 28°C. Das ist alles andere als angenehm und behaglich und hat in der Verhangenheit leider viel zum "schlechten Ruf" der FBH beigetragen (Venenleiden, Krampfadern, etc.). Weiter hast Du ein Problem mit "kalten" Wänden... Wenn die unangenehm hohe Oberflächentemperatur vermieden werden soll, könnte man überlegen die alten HK stehen zu lassen. Allerdings kommt der Fußboden bei vernünftiger (EnEV-gemäßer) Dämmung deutlich "nach oben". Damit reduziert sich der Platz unter den bestehenden HK oder die HK müssen höhergesetzt bzw. ausgetauscht werden. Außerdem entsteht eine deutliche Stufe zum Rest des EG... Es könnte noch eine zeitlang weiter gehen mit "Problemchen", die Du wahrscheinlich so gar nicht absehen kannst... Und genau deswegen meinte ich ja, so mal eben FBH im Altbau ist nicht unbedingt die beste Idee... Hast Du denn schon mal über eine Fassadendämmung ("Thermohaut") und Dämmung des Flachdaches zur Terasse in Verbindung mit der FBH nachgedacht? Eppes
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02.09.2004 18:29:06 |
Hallo Renovierer und alle Anderen, ich befasse mich derzeit mit derselben Thematik, kann allerdings nicht nachvollziehen, warum NUR das Wohnzimmer mit einer FBH versehen werden soll. Ein entstehendes Problem ist dabei der Niveauunterschied zu den anderen Räumen. Ich würde immer eine ganze Etage mit FBH realisieren oder keine FBH planen. Möglicherweise hilft eine Wandflächenheizung weiter, wenn nur das Wohnzimmer von klassischen Heizkörpern verschont bleiben soll. Mal eben den Estrich aus einer ganzen Etage raushauen ist ein grosser Aufwand, aber wegen der erforderlichen Dämmung kommt man daran wohl nicht vorbei. Deshalb recherchiere ich gerade eine Alternative, die einem Gebrauchtobjekt zumindest vom Aufwand her entgegenkäme: Wandflächenheizung. Nach meiner subjektiven laienhaften Auffassung wäre es am sinnvollsten, die Aussenwände mit einer Wandflächenheizung zu versehen, aber ausgerechnet da würde ich bodentiefe grossflächige Fenster planen. Genau dies ist ja auch der Hauptgrund, weshalb ich die alten Heizkörper rauswerfen würde und auf FBH oder Wandflächenheizung umrüsten würde. Leider kann ich derzeit noch nicht abschätzen, wie qualitativ die Empfehlungen zu Wandheizungen sind, aber das wird sich im Verlaufe meiner Recherche bestimmt noch ändern. Viel Erfolg Um- Bauherr |
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03.09.2004 13:00:43 |
Hallo Um- Bauherr, ich habe das Problem mit dem Niveauunterschied nicht. Das Wohnzimmer wurde später angebaut und steht 10 cm tiefer als die anderen Räume, mit der FBH wollte ich diesen Unterschied wegmachen.... Wenn Du dich mit dem Thema sowieso befasst hast, kannst Du mir hilfreiche Tips geben, welchen System ich nehmen sollte??? |
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06.09.2004 11:48:19 |
Hallo Renovierer, wenn die FBH in Eigenleistung gefertigt werden soll, gibt folgende Seite auch Infos über Materialpreise: heizen-lueften.de rotex.de Auf den Seiten werden die Systeme gut erklärt. Ich würde die Rohre nicht zu dünn nehmen. Meine Devise: Wenn man schon Arbeitslöhne spart, muss man nicht auch noch beim Material geizig sein. Viel Erfolg. Gruss Frank |
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06.09.2004 15:29:29 |
Hallo Renovierer, na mit 10cm wird es doch etwas knapp. Die 260cm Raumhöhe würden ja 15cm zulassen dann gibt es aber eine Stufe nach Restwohnung. Variante ist natürlich wirklich Estrich raumhauen, würde ich aber nicht machen sondern dämmen, dann FBH-Verlegefolienplan und FBH-Rohr auftackern und neuer Estrich drauf, dann Belag, das kommt aber mindestens insgesamt auf 15cm wenn es nach Vorschrift gemacht werden soll. Da Du ja Billig-Bau machen willst kommt mein Standardvorschlag mit Kapillarmatten auf alten Estrich kleben und dann einfach Ausgleich drüber und neuer Belag wohl nicht so gut, da braucht es noch einen zusätzlichen Sytemtrenner damit es mit der "alten" Anlage noch funktioniert. Und preislich ist das auch mindestens Faktor x bei der Realiserung, trotz Eigenleistung und Eigenbau. Vorteil ist aber, extrem dünner Aufbau (ideal für Renovierer und Modernisierer) geeignet. Infos unter Kapillarmatten und suchen Steffen |
| | Zeit:
21.09.2004 08:26:07 |
Hallo Renovierer und auch alle anderen, ich habe mich auch schon eingängig mit dem Thema FBH im Altbau beschätigt und kann dazu folgendes berichten: Es gibt nahezu von jedem renomiertem FBH-Hersteller ein System zum Trockenaufbau. D.h. es wird eine Platte, meist aus Polystyrol, verlegt, welche mit Einformungen versehen ist in die ein Heizrohr aus Kupfer, Kunststoff oder Verbundmaterial eingelegt wird. Darauf eine Trennfolie gelegt und als Lastverteilung eine Trockenestrichplatte. Aufbauhöhe dieses Systems ca. 50-60 mm !! Opionell kann darunter noch gedämmt werden. Als Obermaterial eignen sich Beläge die auch sonst für FBH empfohlen werden. Es gibt auch Öko-Systeme mit Holzfaserplatte. Für Info: www.fußbodenheizung.de, Velta, Fermacell, Creaton-Estichziegel,u.s.w. Gruß K.H. _
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