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02.09.2004 18:30:33 |
Hallo, wir haben bei unserem Neubau gerade einen Streit zwischen TÜV Prüfer und Sanitär Installateur, weil der Installateuer willkürlich an einigen Kupferleitungen Edelstahlrohe angesetz hat. Kann es da zu Problemen kommen ? |
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02.09.2004 22:04:49 |
Wenn die Art der Verbindung richtig gemacht ist, normalerweise nein. Um welche Leitungen und um was für Verbinder handelt es sich? Stefan Fuchs |
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03.09.2004 08:51:10 |
Hallo Florian, welche Probleme hat denn der TÜV-Prüfer angesprochen ?
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03.09.2004 09:12:12 |
WASSER ODER HEIZKREIS ???
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06.09.2004 11:22:59 |
der TÜV Prüfer sieht bei späteren Problemem einen Haftungsauschluss des Herstellers wenn der es nicht für ordentlcih hät Kuperleitungen mit Edelsathl zu misschen und dann auch noch Kupfer Fitting auf Edelstahl zu setzen. Im INternet hab ich inzwischen auch viel Publikationen zum Thema " Lochfraß bei Mischinstallationen bei nicht einhalten der Fliessregel" gefunden. Ist das denn alles nur Panikmache oder kann da was dran sein ? |
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06.09.2004 12:11:34 |
Hilfreich wären folgende Angaben wie die Vorredner schon geschrieben haben - Ferndiagnosen sind ohne genaue Angaben immer etwas schwer zu stellen Heiz- oder Trinkwasserleitung ? Fittinge von Hersteller - Name und Produktbezeichnung (z.B. Viega/Sanpress) |
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06.09.2004 15:31:26 |
hallo guten tag, an allem kann was dran sein, aber viele dinge werden halt erst durch den faktor zeit aufgezeigt. mischinstallation ist ja schon ein uraltthema, jeder hat recht, jeder hat unrecht. ich bin hier jedenfalls schon einigen unerklärlichen phänomenen begegnet. wasser selbst ist halt etwas sehr komplexes. nach meiner erfahrung lassen sich feststellungen gar nicht so ohne weiteres übertragen. was in der einen anlage zu probleme führen kann, könnte in einer anderen anlage jahrzehnte ohne probleme halten. ich vermeide heutzutage mischinstallation wenn sie nicht sein muß. allerdings gibts ja auch korossionen in anlagen wo keine mischinstallation ist. wenn sich mischungen nicht vermeiden lassen sollt man sich halt mal gedanken über eventuellen einsatz von chemie machen. m.f.g. r. haas
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06.09.2004 15:51:48 |
Bei meiner Heizung (diffusionsoffenen Fussbodenheizung)sind die Wandungen der Kupferrohre sauber, in den Edelstahl-Rohren haben sich aber dicke Ablagerungen gebildet. Hängt wohl mit der Spannungsreihe zusammen?
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06.09.2004 16:26:39 |
@ Schorsch Mit welchem Rohrsystem sind denn die "Edelstahl- Rohre" gelegt? Stefan Fuchs |
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06.09.2004 20:31:42 |
@Stefan Die Anschlussrohre des Brennwert-Geräts sind in Edelstahl.
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06.09.2004 22:14:32 |
Im Vor- und Rücklauf? Stefan Fuchs |
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07.09.2004 07:46:42 |
Hallo Gemeinde, die Bemerkung mit der Spannungsreieh ist korrekt, würde dies nie und nimmer so abnehmen, weder bei Heizung, erst recht nich tbei Sanitär. Lösung: Rotgußübergänge zwischen Kupfer und Edelstahl ausbilden, entweder durch Übergangsstücken oder durch Materialänderung an der Absperrarmatur. |
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07.09.2004 08:26:00 |
Allen 'Spezialisten' hier sei gesagt, dass die Mischinstallation von Kupfer und Edelstahl dem Stand und den Regeln der Technik entspricht. Für sachgerecht betriebene Heizungsanlagen gilt dies ohnehin, da ohne Sauerstoff keine Korrosion möglich ist. Auch in Trinkwasserinstallationen ist die gleichzeitige Verwendung von Kupfer und Edelstahl möglich, wie DIN 1988-8 in Abs. 3.3.2 (Mischinstallation, Fließregel) bemerkt. Wie sonst könnte man Edelstahlspeicher z. B. in reine Kupferrohrinstallationen einbinden? Generell gilt, das hochlegierte Stähle den von unlegierten Stählen bekannten 'kupferinduzierten Lochfraß' nicht erleiden können! Auch Kontaktkorrosion tritt in der Regel nicht auf, wie das Beispiel von mit Kupferloten gelöteten Edelstahl- Plattenwärmetauschern - einem standardmäßig seit vielen Jahren verwendeten Bauteil - beweist. Zur weiteren Information empfehlen wir Ihnen die Lektüre unseres umfangreichen Internetangebots unter http://www.kupferinstitut.de und unserer Druckschriften. U. Tomaschek Deutsches Kupferinstitut, Düsseldorf
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07.09.2004 09:07:56 |
*breitgrinst*
endlich :-))
Auch die Edelstahlhersteller haben nichts gegen eine Mischinstallation einzuwenden, kann in jeder Montageanleitung nachgelesen werden.
Bei Pressverbindungen haben die Hersteller allerdings was dagegen, wenn beide Werkstoffe miteinander verpresst werden....das würde ich nicht tun, sondern einen entsprechenden Gewindeübergang einsetzen.
Gruß Achim Kaiser
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07.09.2004 09:22:25 |
Hallo und Guten Tag, eine Mischinstallation in einem Neubau würde ich einfach ablehnen. Wenn etwas an der Anlage passiert gibt es ein Gewährleistungsproblem und das muss dann der Bauherr "ausbaden". Ralf Spleet Dipl.Ing. www.hls-planung.de |
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07.09.2004 09:43:39 |
Wenn sich alle so gut vertragen würden wie MS und Edelstahl gäbe es viele Probleme weniger. Wie Achim Kaiser schon schrieb,muß man allerdings die richtige Verbindungsform wählen.Zumindest Trinkwasserseitig könnte es sonst zu Problemen kommen. schönen Gruß jogger |
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07.09.2004 09:55:20 |
Moin Moin, es gibt im Neubau keinen vernünftigen Grund zur Mischinstallation von Kupfer und Edelstahl, weil Kupfer günstiger als Edelstahl ist. Warum sollte also teures und nicht unbedingt leichter zu verarbeitendes Edelstahl eingesetzt werden ? Sollte trotzdem gemischt werden, aus welchen Gründen auch immer, entsteht kein ! Gewährleistungsproblem. Jeder Hersteller steht für die Qualität seines Produktes gerade und wenn der Installateur die entsprechenden Vorschriften bei der Installation beachtet, entsteht dem Kunden oder Verarbeiter kein Nachteil. |
Verfasser: Ingenieurbüro Tiedge | Zeit:
07.09.2004 12:00:59 |
Moin Moin, für eine "Mischinstallation" des Rohrleitungsnetzes in einem Neubau (Wohngebäude)lassen sich wohl nur sehr schwer gute Gründe finden. Mir fällt jedenfalls auf Anhieb keiner ein. Es ist somit meiner Meinung nach nicht sinnvoll aber eben trotzdem prinzipiell zulässig. Haftungsprobleme gibt es auch keine, wie vom Vorredner dargelegt, wenngleich der Eine oder Andere versucht sein wird sich in seinen Argumenten im Schadenfall darauf zurückzuziehen. Was mich aber viel mehr interessiert ist die Frage an den Bauherren auf welche Veranlassung und in welcher Eigenschaft der "TÜV-Prüfer" eigentlich auf der Baustelle erschienen ist ? Mit freundlichen Grüßen Ingenieurbüro Tiedge
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07.09.2004 12:31:30 |
hallo guten tag, wer langjährig mit haustechik beschäftigt ist, vor allem sanitärinstallation, der hat mit sicherheit auch schon einiges an nicht nachvollziehbare korossionen erlebt. gründe hierfür werden ja im nachhinein tausendfach benannt. zur zeit gibt es aber wirklich keine notwendigkeit mischinstallationen durchzuführen. also warum irgendein restrisiko eingehen. m.f.g. r. haas
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07.09.2004 13:45:39 |
Grundsätzlich tritt Korrosion bei allen in der Haustechnik verwendeten Materialien auf, bei Kunststoffen ebenso wie bei Metallen. Wobei hier zu beachten ist, in wie weit die Korrosion das Material schädigt oder schwächt und es dadurch zum Wasserrohrbruch oder Schaden führt. Kupfer wie auch Edelstahl bilden nach kurzer Zeit Korrosionsschichten an der Oberfläche, die ein weiteres Angreifen/Rosten verhindern, dies ist den Spezialisten in der Wasserinstallation wie auch bei der Blechbedachung bekannt. Bekannt sind aber auch Korrosionsprobleme, deren Ursachen zumindest nicht in der Kombination von Kupfer und Edelstahl liegen und bei eingehender Untersuchung jedes speziellen Falles immer erklärbar sind. Mit korrosionsfreien Grüßen Tino Winkler
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08.09.2004 09:22:50 |
Einfach mal bei der Max Plack Gesellschaft reinschauen, die haben etwas über Korrosion von Edelstahl. http://www.mpg.de/bilderBerichteDokumente/dokumentation/pressemitteilungen/2004/pressemitteilung20040825/index.html
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08.09.2004 19:10:10 |
Ist schon hervorragend, welche Kenntnisse moderne Analyse und Werkstoffkunde ermöglicht. Ob durch diese Korrosionsart Schäden bei Trinkwasser- oder Heizungsleitungen verursacht werden, wage ich zu bezweifeln... |
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07.10.2004 10:53:28 |
Darf ich nochmal auf die Kupfer/Normalstahl - Kombination zurückkommen? Ich habe im Heizkreislauf gerade wegen Bruchs eines (lokal von außen)durchkorrodierten Stahlrohrs eine mittlere Überschwemmungskatastrophe erlebt. Nun wurde das defekte Stück durch ein Cu-Rohr ersetzt und ich habe Bauchweh, weil das alles wieder unterm Estrich verschwindet. Wenn ich aber das, was ich bisher so gelesen habe richtig verstehe, spielt Mischinstallation in geschlossenen Heizkreisläufen keine Rolle, da kein Sauerstoff vorhanden. Aber wie sieht das mit Kontaktkorrosion aus? Auch ich hab vor langer Zeit mal was über Spannungsreihen und galvanische Elemente gelernt. Meiner Erinnerung nach spielt beim Materialabtrag an Elektroden - und darum handelt es sich ja - nicht unbedingt anwesender Sauerstoff eine Rolle, sondern die diversen Anionen und Kationen im Wasser. Kann mir dazu vielleicht jemand was sagen?
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