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Datenschutzhinweise

Gas-/Öl-Verbrauch und Wärmebedarf für Altbau
Verfasser:
Pat
Zeit: 04.09.2004 13:55:42
0
87706
Liebe Experten,

ich erbitte dringend Eure Hilfe!

Ich habe soeben für meine Familie ein Zweifamilienhaus Bj65 mit ca. 200qm Wohnfläche gekauft, das wir als Mehrgenerationenhaus eigennutzen werden. Die Aussenwände sind 30cm Ziegel, alte Holzverbundfenster mit vielen großen Fensterflächen, Marmortreppenhaus mit Glasbausteinen, Decken/Böden und großer Balkon aus 16cm Beton (Kältebrücken), Kellerdecke / Dachgeschoßdecke und Satteldach sind nicht gedämmt.

Ist dieses Haus ein "Energiefresser" ???!!

Noch vor Winter werde/muß ich die gesamte alte H-Anlage (Ölheizung mit Einrohrverrohrung und Konvektionsheizkörpern) durch eine Neue (Gasbrennwert, neue Plattenheizkörper, 2Rohrsystem) austauschen.

Meine wichtigste Frage ist: Mit wieviel Gasverbrauch pro Jahr muß ich danach rechnen?? Wie sollten die Anlage (Heizkörper, Brenner) dimensioniert werden?

Mehrere Heizungsbauer waren bisher nicht bereit, bereits VOR(!!) Auftragserteilung eine detaillierte Dimensionierung/Angebot mit Wärmebedarf/Energieverbrauch zu erstellen. Nach kurzer Hausbesichtigung wird nur ein grobes unverbindliches Angebot abgegeben. Z.B. ein Heizungsbauer hat 40kW Brenner berechnet, ein anderer 24kW. Auch die Heizkörpergrößen variierten erheblich (wenn überhaupt erwähnt).
Auch die Verrohrung nicht spezifiziert (keine Angaben zu Durchmesser, Längen).

Das macht mir allergrößte Sorge, denn immerhin kostet diese komplette Anlage ca. 20-25Tsd. Euro. Es geht mir gar nicht primär um den Preis, ich möchte vor allem eine qualitativ hochwertige und optimal dimenionsierte Anlage kaufen.

Gibt es irgendwo kostenlose Software oder grobe Berechnungsformeln / Richtwerte, mit denen ich selbst die Anlage (Heizkörper, Brenner) zumindest überschlägig dimensionieren könnte??

Weil unser Haushaltsbudget nicht üppig ist, wüßte ich vor allem gerne, wieviel Gasverbrauch für ein Haus dieser Größenordnung einkalkuliert werden muß, denn die rapide steigenden Energiekosten und Ökosteuern machen mir große Sorge. Eine bessere Wärmedämmung (Fassade 450qm, 20 Stück große Fenster, neues Dach) können wir uns in den nächsten 10 Jahren aufgrund des hohen Kredits leider nicht leisten.

Danke vielmals schonmal voran für Eure Hilfe !!

Pat


Verfasser:
H.A. Bauer
Zeit: 04.09.2004 14:37:06
0
87707
Hallo Pat,

durch den Erwerb einer Wohnimmobilie sind seit dem 01.Feb.2002 die Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV) und der länderbedingten Durchführungsverordnung (DVO) zu beachten.

Vorab sind die Anforderungen der Heizungsanlage, falls Baujahr und/oder Abgaswerte bzw. ein einstigem Brenneraustausch zu beachten. Dann sind die sichtbaren Heizungs-Anschlussrohre ordnungsgemäß zu dämmen (falls noch nicht geschehen). Und letztlich ist die oberste Geschossdecke ordnungsgemäß zu dämmen, sofern sie zugänglich, aber nicht begehbar ist.

Für alle „anderen“ energetischen Maßnahmen gilt generell:

Müssen, musst du gar nichts, wenn du aber etwas änderst, gilt das Verschlechterungsverbot und die betreffenden Maßnahmen müssen den Anforderungen der EnEV entsprechen. Weiterhin sind geänderte Gewerke z.B. vom ausführenden Handwerker gemäß EnEV/DVO auf Richtigkeit zu bestätigen…

Wie du unschwer erkennen kannst, ist dir mit einer Software nicht unbedingt geholfen, denn die vorgenannten Fakten müssen letztlich von zugelassenen Fachleuten geprüft und bestätigt werden.

Was alles bei „Besitzerwechsel“ zu beachten ist, findest du in meinen Web-Seiten unter „News“ und dort in der Rubrik „Altbausanierung - Nachrüstverpflichtung im Altbau“.

Mit freundlichen Grüßen
H.A. Bauer
www.EnEV-Check.de

Verfasser:
r. haas
Zeit: 04.09.2004 15:05:11
0
87708
hallo guten tag,
nun so ganz einfach darf man sich die erneuerung einer heizungsanlage
natürlich nicht machen. der heizungsbauer brsaucht ja erst mal informationen, danach kann er dann auch beraten planen und anbieten.
so wie das haus im mom beschrieben ist kann doch jeder nur eine schätzung mit viel unbekanntem abgeben, da kann jeder mit seinen aussagen recht haben. zunächst muß jan doch mal überlegungen anstellen wie man den tatsächlichen wärmebedarf reduzieren kann, das muß dann in den planungen für die heizungsanlage mit einfließen.
irgendwie ist es schade das teilweise wirklich unberechtigte kritik an heizungsbauer geübt wird.
m.f.g.
r.haas

Verfasser:
martin Havenith
Zeit: 04.09.2004 15:13:44
0
87709
Hallo Pat,

der Einfachheit habe ich einen meiner Beiträge aus einem anderen Thread kopiert:

>>>Ich bin unter anderem auch Heizungsbauer......

Auch ich würde dir nur gegen Bares eine Wärmebedarfsberechnung machen. Das ist nämlich keine Sache von 10 Minuten, sondern richtig Arbeit.

Aber, da wir heute im Zeitalter des Internet leben, gibt es auch hier eine schöne lösung:

http://www.waermebedarfservice.de/

Die machen dir gerne eine Wärmebedarfsberechnung.....die leben davon.
Und ich bin Sicher, das sie Übung darin haben, und daher ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis haben.

Eine Wärmebedarfsberechnung ist für eine Anlagenauslegung unerlässlich. Ansonsten wird die Anlage wieder überdimensioniert und unwirtschaftlich.

Das was du an der Berechnung einsparst, musst du später an Brennstoffkosten drauflegen.

Du kannst natürlich auch deinen Wärmebedarf "messen"

Vorgehensweise unter:

http://www.energieverbraucher.de/files.php4?dl_mg_id=215&file=dl_mg_1078500625.xls&PHPSESSID=599efe5775207629c76ca29e651cc113

Die Tabelle hab ich mal zusammen mit Herrn Beitzke (www.heizungsbetrieb.de) entwickelt. Ist eine gute Orientierungshilfe.

wünsche schönes Dimensionieren

www.heizungsoptimierung.de.vu

Zusatz: Man kann die erforderliche Leistung auch Überschlägig anhand des bisherigen Verbrauches ermitteln.

Da du aber nicht nur den Kessel, sondern auch Heizflächen und Rohrleitungsnetz erneuern möchtest, ist diese Bestimmung unzureichend.

Ich kann dir nur dringend dazu raten die Wärmebedarfsberechnung, die Rohrnetzdimensionierung und den hydraulischen Abgleich durchführen zu lassen. Später ärgerst du dich nur, wenn du's nicht gemacht hast...

Dann kann der Betrieb ziemlich teuer werden.

Verfasser:
Michi
Zeit: 04.09.2004 15:28:57
0
87710
Hallo,
die oberste Geschoßdecke würde ich auf jeden Fall dämmen, dadurch kann man den Energiebedarf des Hauses massiv senken und dadurch einen kleineren Heizkessel wählen. Am besten wäre eine Energiebedarfsberechnung für das verbesserte Gebäude zu machen und den Wärmebedarf der einzelnen Räume auszurechnen. Dadurch kann man die Heizflächen richtig dimensionieren, spart auch ein paar Euronen.
PS: Mit 27 KW abwärts bist eher auf der richtigen Seite mit 40KW kannst ja schon ein 6 Familienhaus heizen.

Verfasser:
r.haas
Zeit: 04.09.2004 16:39:30
0
87711
hallo, guten tag,
sicher man kann vieles, man kann mit ner kerze ein ganzes haus heizen, oder ?? aber so ganz ungewöhnlich ist es j auch nicht das es häuser gibt die 140 watt per qm benötigen. machmal versteh ich solch globale aussagen nicht. in den 50 er jahren war es doch teilweise so das wen fördermittel zum wohnbau beantragt wurden der wärmebedarf per qm nicht höher als 125 kcal betragen durfte. was ist denn mit all den wohnungen heute wenn diese nicht entsprechend modernisiert wurden.
isolierverglasung ist ja auch noch nicht überall eingebaut.
globale schätzungen wonach man anschließend in einer kalten wohnung sitzt sind sicher nicht hilfreich und können zwangsweise nur ärger bringen.
also berechnen
m.f.g.
r. haas

Verfasser:
martin Havenith
Zeit: 04.09.2004 19:37:12
0
87712
so am rande....

mein Altbau ist 1971 mit 185 Watt / m² ausgelegt worden...

Mittlerweile bin ich nach einigen Modernisierungen bei 110 Watt / m² angekommen


www.heizungsoptimierung.de.vu

Verfasser:
r. haas
Zeit: 05.09.2004 12:37:55
0
87713
hallo martin,
ja klar kann man den wärmebedarf durch modernisieren reduzieren, aber ohne irgendwelche verbesserungen im wärmeschutz reduziert sich doch der wärmebedarf nicht von allein um 100 %.
ich hab ja nur etwas gegen so globale aussagen die hier häfig gemacht werden, als wie, die heizleistung ist viel zu hoch. du hast dich mit viel arbeit und fingespitzengefühl, ja und vielen verbesserungen an den für dein haus erforderlichen wärmebedarf herangetastet, entsprechend hast du jetzt auch ahnung von der materie.
du hast halt das investierte geld an der richtigen stelle eingesetzt.
ich seh nur das täglich eine menge von heizungsanlagen saniert wird wo ich dann doch meine zweifel an die zu erwartendende energieeinsparung hab. einfach das alte raus, was neues aber kleineres rein, naja für mich ist das nicht die lösung.

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vomNiederrhein schrieb: Hallo zusammen, es geht um den Direktbetrieb einer Wärmepumpe...
conveyor13 schrieb: Hallo, im Angebot eines Heizungssanitärs für einen hydraulischen...
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