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Datenschutzhinweise

Lacher zwischendurch
Verfasser:
Gerhard
Zeit: 06.09.2004 12:57:02
0
88044
Hallo, habe gerade bei einen GVU angerufen, um zu erfahren welches Erdgas denn bei denen anliegt. Der stellvertretende ( in Worten - stellvertretende) Gasmeister sagte ganz flott: Erdgas H. Nach meinem Zögern und Rückfrage.... eine andere Bezeichnung kennt er nicht..
Wunder oh Wunder....
Schönen Nachmitteg noch
Gruß Gerhard

Verfasser:
Eppes
Zeit: 06.09.2004 13:13:03
0
88045
Und wo ist jetzt der Witz?

Oder weisst Du etwa nicht, was ein Schraubenzieher ist?

Eppes

Verfasser:
OldBo
Zeit: 06.09.2004 13:44:42
0
88046
Oder eine Kneifzange :-))

Wie wäre es mit Zollstock :--)))

Verfasser:
Sukram
Zeit: 06.09.2004 13:49:50
0
88047
"Kneifzange" sagen nur die Verheirateten ;-)

Verfasser:
Eppes
Zeit: 06.09.2004 13:52:59
0
88048
@Sukram

Ich dachte, Du bist bekennender Fach-Laie...

;-)

Eppes

Verfasser:
E. Sch.
Zeit: 06.09.2004 14:13:34
0
88049
Hallo Eppes,

gestatte das ich dich aufkläre. Es gibt keinen Schraubenzieher. Oder wird er bei euch zum ziehen der Schrauben benutzt?

Es gibt nur einen Schraubendreher.

Mit freundlichen Grüßen

Edgar

PS.: Spass beiseite. Wir sagen fälschlicherweise auch "Schraubenzieher".

Verfasser:
OldBo
Zeit: 06.09.2004 14:20:35
0
88050
Woher weiß ich denn, wie rum ich drehen muss :-))

Gruß

diesmals ohne me. ...........

Verfasser:
Eppes
Zeit: 06.09.2004 14:40:18
0
88051
Ooooch Edgar...

...und Raider heißt jetzt Twix.


Eppes

Verfasser:
Steffen
Zeit: 06.09.2004 15:14:42
0
88052
Hallo OldBo,

wie rum ich drehen muß, !?
na immer im oder gegen Uhrzeigersinn, kommt darauf an ob fest oder locker notwendig oder in speziellen Fällen Rechts- oder Linksgewinde. lol

Wie besch.. klingt den Gliedermaßstab?

Steffen

Verfasser:
OldBo
Zeit: 06.09.2004 15:19:23
0
88053
Besch.... sagt man nicht :-))

Verfasser:
Falk Nienaber
Zeit: 06.09.2004 21:01:04
0
88054
Äh?! Gibts jetzt neues Erdgas?

Ich frag ja nur wegen meinem Auto.....

Muß ich den dann auch eine Kleber "auf Erdgas H umgestellt" dranmachen?

Verfasser:
Otto Lüthy
Zeit: 06.09.2004 21:09:13
0
88055
Hallo Falk

Muß ich den dann auch eine Kleber "auf Erdgas H umgestellt" dranmachen?

So einfach ist das leider nicht! Du musst den ganzen Motor ausbauen,
zerlegen und die Brennkammern erweitern, damit das Gas besser
durchströmen kann.

Danach kannste den Kleber dranmachen.

Mit freundlichen Grüssen
Otto

Verfasser:
Falk Nienaber
Zeit: 06.09.2004 21:24:42
0
88056
Ich könnt aber auch das Schild an meinen Kopf machen, das ich an einem Aufzug hängen sah:

"Vorrübergehend außer Betrieb"

Verfasser:
Fritz Poggenklas
Zeit: 06.09.2004 23:10:37
0
88057
Na Gerhard, da hab ich noch nen besseren Lacher für Dich.
Ich hab bei meinem GVU mal die gleiche Frage gestellt.

L Gas bekam ich zur Antwort von einem Elektromeister der da als Gasmeister eingestellt war.
Gut das ich auch ohne ihn wusste das wir hier H Gas haben.

Entschuldige........Erdgas E.

Gruß Fritz

Verfasser:
Erik MT
Zeit: 06.09.2004 23:15:19
0
88058
Ich verweise hiermit ganz deutlich darauf, dass Erdgas H nur mit einem vorgeschaltetem Gassyphon entnommen werden darf.


Verfasser:
me. S. Hohwiller, DÜW
Zeit: 06.09.2004 23:22:03
0
88059
Und welches Gas wird jetzt soooo arg teuer?
E / H / L ???
Oder doch EE?
oder HL?
Manomann! Was ein Buchstabensalat, da muß ein E-Meister´oder ein stellvertretender Werksleiter druhcienadner kommen :O)

Oh! Wechsel verbuchstabselt...:O)

Mfg. me. S. Hohwiller, DÜW

...der auf Heizöl EL schwört!

@Sukram: Das heist "Beiszang!"


Verfasser:
Fritz Poggenklas
Zeit: 06.09.2004 23:27:42
0
88060
Oder Knipptang ?

Gruß Fritz

Verfasser:
Tino Winkler
Zeit: 07.09.2004 10:05:46
0
88061
Also ich habe letztens im Dresdner Gasnetz noch Reste vom "Stadtgas" erschnüffelt...

Verfasser:
berndg
Zeit: 07.09.2004 10:33:24
0
88062
L-Gas = Lachgas ??

mfg

Verfasser:
gretel
Zeit: 07.09.2004 12:43:26
0
88063
...gänzlich Offtopic : Physik für Doofe:
Hallo, ihr !
Heute erzähle ich euch was über die ganz kleinen Dinge. Nein, ich meine nicht die juckenden Stellen, die ihr habt, seit der Nachbar zu Besuch war, der immer mit seinem Hund vom selben Teller ißt. Nein, ich meine noch viel, viel kleinere Dinge. Viel kleiner, als ihr euch vorstellen könnt und ich wette, ihr könnt euch 'ne Menge Sachen nicht vorstellen! Also, Hand aus der Hose und zugehört!
Und um zu verstehen, wie die Welt im Inneren zusammengehalten wird, müßt ihr wissen, wie so ein Atom aufgebaut ist. Nehmen wir mal an, die riesigen Glocken von der Frau Natasha Ferkelowa hier sind die Protonen, die im Kern sitzen und um die sich alles auf der Welt dreht. Die Eier von dem netten Herrn Schmidt sind die Elektronen. Und weil Elektronen und Protonen unterschiedliche Ladung haben, wie zum Beispiel Mann und Frau, ziehen sie sich an.

Und auch auf die Größe kommt's an und deswegen sind die Glocken von Natasha Ferkelowa so groß und die Eier von Herrn Schmidt so klein wie die von euerm Hamster. Beide Elementarteilchen sitzen in Schalen, und das müßt ihr euch so vorstellen wie bei der Frau Ferkelowa, die BH's hat, in denen ihr den Wocheneinkauf nach Hause schleppen könntet und bei Herrn Schmidt, der seine kleinen Murmeln in diesem formschönen Beutel spazieren trägt, wo aber nicht mehr als ein Kinderriegel reinpassen würde.

Zwischen diesen Teilchen wirken nun sogenannte Kräfte. Diese Kräfte bewirken, daß die Teilchen unterschiedlicher Ladung aneinander zerren wie an den Glocken von Natasha und an den Eiern von Herrn Schmidt, die Beide Kontakt mit der Erde aufnehmen wollen. Als erste Kraft gibt es also die starke Kernkraft und die hält die Protonen im Kern zusammen, wie es der BH von Natasha hoffentlich auch tut, auch wenn sie mal wieder Seilspringen macht. Die starke Kernkraft hält auch die Eier von Herrn Schmidt zusammen, besonders wenn er die enge Badehose anziehen muß, die seine Frau ihm gekauft hat.

Die zweite Kraft heißt schwache Kernkraft. Diese wirkt bei dem Umkreisen von Elektronen und Protonen um einander, genau so, wie der Herr Schmidt um Frau Ferkelowa kreist, wenn seine Frau zur Arbeit ist. Und die Frau Ferkelowa wiederum sitzt da und findet das gut, wenn der Herr Schmidt wieder mal seinen Eiertanz aufführt. Und weil das die schwache Kernkraft heißt, wird Frau Ferkelowa regelmäßig schwach, wenn der nette Herr Schmidt seinen Beutel schwingt. Ach, noch etwas ist wichtig: Es müssen immer genau so viele Protonen wie Elektronen da sein, sonst stimmt was nicht und das Verhältnis ist gestört.

Die dritte Kraft wird Magnetismus genannt. Das müßt ihr euch so vorstellen wie das Parfüm von Natasha, das alle Männer im Umkreis eines Wohnblocks magnetisch anzieht und die Kompaßnadeln zittern läßt. Magnetismus ist auch mit der Elektrizität verwandt. Wenn Herr Schmidt also mit seinen kleinen Elektronen im Beutel an der Seite von Frau Schmidt vor dem Fernseher sitzt und den Mutantenstadl anschauen muß, wo er doch viel lieber mit den Protonen von Frau Ferkelowa spielen würde, ist es Elektrizität, der den Exzenter des kleinen Motors in Natashas Vibrator treibt, wenn sie vor Geilheit wieder einmal wie ein Kieslaster tropft.

Als letztes kommen wir zur Gravitation. Gravitation ist die schwächste der vier Kräfte, die aber über große Entfernungen wirkt. Das ist der Grund, warum die Erde um die Sonne kreist, Männer um Kneipen und die Gedanken von Herr Schmidt um die Glocken von Frau Ferkelowa, auch wenn die gerade viele Kilometer weit weg im Fitnessstudio ist, wo gerade so viele Eier um sie kreisen, daß man den Menschenauflauf schon fast ein Molekül nennen könnte. Die Höhe der Gravitation spielt auch bei der Fluchtgeschwindigkeit eine wichtige Rolle. Im Fall der Erde heißt das: Je größer die Masse unseres Planeten, umso mehr Geschwindigkeit muß ein Raumschiff erreichen, um ihn verlassen zu können. Bei der Erde beträgt dieser Wert elf Kilometer pro Sekunde. Bei Herrn Schmidt liegt die Fluchtgeschwindigkeit knapp über der Geschwindigkeit der Haushaltsgegenstände, die seine Frau hinter ihm herwirft.

Das war's wieder für heute! In der nächsten Sendung "Physik für Doofe!" wechseln wir endgültig vom Mikro- in den Makrokosmos und Natasha zeigt uns ein paar schwarze Löcher. Außerdem erfahrt ihr was über die so genannte relative Raumzeit. Die nämlich ist der Grund, warum die Zeit für Herrn Schmidt, der hier gerade auf Frau Ferkelowa schwitzt, viel schneller vergeht als für die Frau vom netten Herrn Schmidt, die mit dem Nudelholz auf ihren Mann wartet.


Verfasser:
Falk Nienaber
Zeit: 08.09.2004 22:38:41
0
88064
SO ist das diffffiziele Thema Physik natürlich aufgelockert und allgemeinverständlich erklärt. Danke für diesen Denk an Stoß....

Verfasser:
Jonas
Zeit: 09.09.2004 09:59:19
0
88065
Der Beitrag war ja wohl klasse !!

Wann kommt die versprochene nächste Sendung ??

Jonas

Verfasser:
me. S. Hohwiller, DÜW
Zeit: 09.09.2004 17:57:42
0
88066
Super Gretel, hät mir mein Lehrer mal so den ganzen Kram mit der Füsick erklärt, dann hätt ich`s sicherlich kapiert:O)

Mfg. me. S. Hohwiller, DÜW

Is vielleicht auch was für OldBo`s Untericht?


Verfasser:
gretel
Zeit: 09.09.2004 18:12:53
0
88067
Nachschlag :
Am Ende der Baugrube

STOIBER WARNT: Der Text ist möglicherweise nichts für Minderjährige und CSU Mitglieder. Personen mit Todessehnsucht und Mitglieder von Schützenvereinen sollten JETZT umkehren. Was Sie hier lesen ist Satire, und nicht zur Nachahmung empfohlen.

Irgendwann läuft das Faß über. Der eine schluckt den Ärger herunter, so wie er sein Leben lang schon alles geschluckt hat, aber einer von tausend läßt sich nicht mehr ficken. Die ist die Story von einem, der genug hat!
25 Jahre!

Seit fünfundzwanzig Jahren umklammerten seine schwieligen Hände die Stiele der Schaufeln, Spaten und Hacken. Ein Viertel Jahrhundert ergibt einen endlos langen Graben, gefüllt mit kilometerlangen Kabeln, Rohren und Leitungen. Würde man den Boden, den er bewegt hatte, von fliesendem Sand bis hin zum diamanthartem Fels, aufgetürmten, so wäre der Berg höher als der Mount Everest.

Die Beleidigungen die er ertragen musste, reichten für Depressionen aller Insassen einer geschlossenen Abteilung. Fünfundzwanzig Jahre, in denen er sich mit Kollegen, Chefs, dummen Bauführern, arroganten und inkompetenten Angestellten der Tiefbauämtern und der schlimmsten aller Spezies, den Anwohnern, rumärgern musste. Niemand hat je seine Leistung anerkannt. Selbstverständlich, der Einsatz mitten in der Nacht, wenn irgendwo eine Wasserleitung geplatzt, ein Stromkabel defekt war. Keinen interessierte es, wenn sein Rücken schmerzte oder der Regen in seinen Hosenbeinen lief. Die eiskalten Zehen, umschlossen von gefrorenen Stahlkappen, die Finger klamm, die Knochen so müde.

endlose Gräben

"Stell dich nicht so an" und "Mach hinne"

Für die Chefs, wenn sie mal für fünf Minuten ihre vollklimatisierten, mit Arschwärmern ausgestatteten Luxuskarossen verließen, war es nie zu warm, zu naß oder zu kalt. In den Ausschreibungen gibt es halt keine Position "Zuschlag für die Arbeiter während einer Regenperiode" - "Hitzezuschlag" - "Frostaufpreis".

Seit fünfundzwanzig Jahren hatte er zu funktionieren. Schmerzen, Müdigkeit oder über einen Kater zu jammern, stand ihm nicht zu. "Nasse Füße sind gut......Es löst die verdammte Hornhaut ab" Es gibt Leute, die können nicht mal einen Furz ertragen; er hingegen stand schon zwischen aufgequollenen Tampons, Lokuspapier und Essensresten bis zu den Knöcheln in der Scheiße. In der richtigen Scheiße! Herausgedrückt aus unzähligen Arschlöchern... aus kleinen, großen, fetten, dünnen, pickligen und gefickten Arschlöchern.


ein weiterer Wurstschlucker

Kein Waschbecken, keine Seife, die er nutzen konnte, bevor er seine Brote auspackte. Er hatte das alles hinzunehmen, und er das hatte er auch bis zu diesem Tag getan.

Gewohnheit schützt die Seele.

Man gewöhnt sich an den Schmutz unter den Fingernägeln, an die rauhen Hände und an die Rückenschmerzen. Das Wetter zog Furchen durch sein Gesicht. Was erst nur eine kleine Falte war, war zur Angriffsfläche von Sonne, Regen und Wind geworden.

Wenn es etwas gab, was ihm in den vergangenen Jahren gefallen hatte, dann war es die Abwechslung in dem Job. Immer neue Städte, Dörfer und Strassen. Ständig neue Gesichter, ständig neuer Ärger. Was gleich blieb war der Job.

Pflaster aufnehmen, Teer schneiden, ausbaggern, auslegen, zumachen verdichten, pflastern, teeren. Die Knie waren mittlerweile etwas wunder, und das aufrichten wurde immer etwas schmerzhafter, aber was blieb ihm anderes übrig, als es hinzunehmen? Was nützt das Jammern über den 180 Grad heißen Teer, den er und seine Kollegen in der Gluthitze des Hochsommers verarbeiten mussten? Es war sein verdammter Job, und dafür wurde er bezahlt.

Aber dieser Tag wurde zum Tag der Veränderung.

Es war nichts außergewöhnliches passiert, was ihn zu dieser Entscheidung trieb. Es war einfach nur der berühmte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte.

Eine ganz normale Bausstelle. Ein Kanal-Anschluss. Nichts besonderes. 150 Ø KG-Rohre, Bögen, Doppelmuffen, Übergangsstücke, Kontrollschächte. Der Ort war nur etwas elitärer. Ein Bonzenviertel. Herrenhäuser mit parkähnlichen Grundstücken, elektrischen Toren, Überwachungskameras und Dienstboten.

Auch die Bourgeoisie muß in DIN-genormte Kanäle kacken. Er stand in dem verdammten Graben und begutachtete diese Prachtbauten, die ihm jetzt so nahe waren, und dennoch unerreichbar. Immer wieder stürzte ein Teil des Grabens ein, und immer wieder schaufelte er fluchend den Boden heraus.

Und auf einmal war da dieser nervende, bohrende Gedanke. War es der Anblick dieser Paläste, die ihn an diesem Tag zum Wurm werden ließen, oder war es jetzt einfach DER TAG? Wieder gab die ungesicherte Grabenwand nach, und wieder lag ein Berg Erde vor seinen Füssen, aber er ließ die Schaufel ruhen, und sprach statt dessen zu dem kleinen Hügel.

"Seit 25 Jahren schaufel ich dich und deinesgleichen durch die Gegend. Für dich, der du seit Jahrtausenden dort rumliegst, bedeuteten 25 Jahre nicht viel. Aber für mich ist es eine halbe Ewigkeit! Willst du wissen, was mich dabei am meisten ankotzt? Es ist die Gewissheit, dies wahrscheinlich noch mal 25 Jahre tun zu müssen!"

"Utendum est Artate", antwortete ihm der Hügel, "Cito pede Labitur Aetas!"

"Oh, ein kluger Haufen Erde! Kommst hier in meinen Graben gerutscht und gibst schlaue Kommentare ab. Ohne mich hättest du dich in den nächsten tausend Jahren kaum einen Zentimeter bewegt, aber willst mir sagen, was ich zu tun habe".

"Quidquid Abis Prutender Agas et Respice Finem!", warnte der Boden.

"Jetzt hör mir mal gut zu, du kleiner Haufen Dreck. Leck dich mal schön selber am Arsch!"

Er griff wieder zu seiner Schaufel, und schmiß den Klugscheißer häufchenweise im hohen Bogen zu der anderen Erde. Dann kam tatsächlich einer der anwohnenden Creme de la Creme mit ein paar Flaschen Wasser auf ihn und seine Kollegen zugetrabt. Hatte er sie beobachtet, wie sie im Schweiße ihres Angesichts das Brot aßen und beim Blick auf seine goldenen Löffel so etwas wie Gewissen empfunden?

"Ich stell ihnen hier mal diese Flaschen Wasser hin. Es ist zwar nicht so heiß heute, und es staubt auch nicht so, aber vielleicht hat der eine oder andere von ihnen doch ein wenig Durst" "Oh, vielen Dank!" (.....den geringsten deiner Brüdern hast du gedacht, obwohl es bei diesem Wetter ja gar nicht Not tut. Wie wäre es, wenn du für mich weiterschaufelst und ich in der Zwischenzeit das mache, wovon du seit Jahre träumst? Es deiner Alten auf dem Küchentisch richtig besorgen und mit meinen dreckigen Fingern an der jungfräulichen Pflaume deiner Tochter rumspielen, du mieser beschissener Wi***er!!")

Das Fass lief über. Er warf die Schaufel hin, kletterte aus dem Graben und verließ die Bausstelle. Die fragenden Rufe seiner Kollegen hörte er nicht mehr.


Nie wieder!

Es war vorbei! Kein Malochen, kein Frieren, keinen Gestank mehr. Er würde sich nie mehr für Leute krumm machen, die es nicht zu würdigen wussten. Sollten ab jetzt andere die Kabel und Rohre verlegen, sich in Aussiedler-Siedlungen von Dutzenden slawischen Köpfen dumm begaffen, von neureichen A****löchern beleidigen lassen. Nun war es vorbei. Der Hügel hatte Recht! Er musste seinem Leben eine andere Richtung geben, und er wusste wie.

Mit jedem Schritt, der die Distanz zwischen ihm und der Baustelle vergrößerte, ging es ihm besser. Die schweren Bauarbeiterschuhe waren nun keine Last mehr, aus dem schlurfenden Gang wurde eine kleine rhythmische, fast tänzelnde Schrittfolge. Als er die Bushaltestelle erreichte, trauten die mürrischen und ungeduldigen Leute ihren Augen nicht. Vor ihnen tanzte, steppte und sang ein Typ in schmutzigen Arbeitsklamotten. "Es ist vorbei", lachte er sie an, und immer wieder "Es ist vorbei!" Dann umarmte er eine alte Frau, küsste sie auf die Wange, um in nächsten Moment wie ein Hampelmann vor den verblüfften Menschen herum zu hüpfen. Plötzlich blieb er stehen, baute sich vor ihnen auf und sprach mit todernster Stimme:

"Es ist ganz einfach! So einfach, dass einfach niemand darauf kommt! Man muß es einfach nur tun. Nicht mehr und nicht weniger!! Muß erst die Erde auch in eure Gräben rutschen? Befreit euch von den Ketten der Ratenzahlungen, dem Zwang der Gewinnmaximierung, der Ödnis der Gewohnheit. Laßt nicht länger zu, dass eure Chefs euch täglich auf den Kopf scheißen!"

Der Bus brachte ihn in die Lessing-Strasse; von dort waren es nur wenige Minuten bis zu seiner Wohnung. Er bedankte sich freundlich bei dem Busfahrer, und riet ihm "ruhig mal ins Mikrofon zu furzen, wenn ihm danach sei".

Seine Frau erschrak, als er plötzlich in der Wohnung stand. "Was ist denn los?......bist du krank?.......haben sie dich entlassen?.....nun red schon?" Nur während der Schlechtwetterzeit konnte es vorkommen, dass er früher nach Hause kam, aber es war Sommer und kein Wölkchen trübte den blauen Himmel. Instinktiv spürte sie, dass etwas vorgefallen war. "Mach dir keine Sorgen, mein Schatz. Es ist wirklich alles in Ordnung! Laß mir bitte Wasser in die Wanne." Er badete, zog sich seinen Sonntagsdress an, trank eine Tasse aufgewärmten Kaffee, und quittierte ihre drängenden Fragen und lauter werdenden Proteste mit einem Lächeln. Es war ja verständlich, das sie sich Sorgen machte, denn den Verlust des Jobs hätte die beiden in große Bedrängnis gebracht. Aber er wusste was er nun zu tun hatte. Keine Gräben, Rohre und Scheiße mehr, und dafür bedurfte es nur eines kleinen Schrittes. "Du hasst doch die Müllersche von nebenan so sehr. Warum gehst du nicht jetzt gleich zu ihr rüber und steckst sie an? Nimm den kleinen blauen Kanister, der neben dem Rasenmäher steht.....Ist noch genug drin".....waren seine Abschiedsworte.

Sein Weg führte ihn in die Fußgängerzone zu dem kleinen Lotto-Zeitschriften und Zigarettenladen und tat das, was er hätte schon längst, vielleicht schon vor fünfundzwanzig Jahren hätte tun sollen. Er füllte einen Lottoschein aus.


Verfasser:
gretel
Zeit: 09.09.2004 18:27:16
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http://www.haustechnikdialog.de/forum.asp?fid=87083&forum=7&uebersicht=1

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leider bin ich nicht der Originalschreiberling !
Die Texte kommen aus 20 Jahren EDV-Kommunikation mit rein privaten Kontakten (BBS) angefangen und bis heute (im öffentlichen Bereich)
gesammelt .
gretel

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gretel
Zeit: 09.09.2004 18:27:16
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