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14.09.2004 12:56:23 |
Mahlzeit Kollegen, immer wieder erschreckend, was sich in Deutschen Kellern abspielt. War vorhin in einem Heizungskeller in dem eigentlich eine auf den "ersten" Blick sauber installierte Heizungsanlage hing. Brennwertgerät von Viessmann, Fußbodenheizung über Wärmetauscher vom normalen System getrennt, Rohrleitungen alle schnuckelig grade installiert usw. Unschön bis Besorgniserregend die Ableitung des Ausdehnungswassers des Warmwasserspeichers: 22 Kupferleitung direkt ans Sicherheitsventil angeschlossen, ca. 1m nach oben geführt bis unter die Kellerdecke, dort reduziert auf 15er Rohr, nach zwei Metern schnell noch die Leitung der Kondensatpumpe mit angeschlossen und dann die Rohrleitung über eine Länge von ca. 10 Metern zur Abflussleitung geführt. Dort wurde mal schnell ein Loch ins HT- Rohr gebohrt, Kupferrohr reingesteckt und das ganze "fachgerecht" mit Silikon eingedichtet. Da fallen so Kleinigkeiten wie ein direkt über der Heizungsanlage installiertes Sicherheitsventil und einige andere kleiner Mängel kaum noch ins Gewicht. Kreativität und günstige Problemlösung in allen Ehren, aber wenn schon die einfachsten Sicherheitsregeln nicht beachtet werden, nur um eventuell günstiger zu sein, wo soll das noch hinführen. Der begnadete Installateur kann froh sein, daß da bis jetzt nichts passiert ist und noch alle gesund und munter sind. mit nachdenklichen Grüssen aus Hamburg Andreas Wilkens |
Verfasser: martin Havenith | Zeit:
14.09.2004 16:33:33 |
was soll man dazu sagen Schau mal in den Thread "potentielle Selbstmörder" rein...
www.heizungsoptimierung.de.vu
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14.09.2004 17:59:28 |
Moin Andreas, gibt es Bilder von Deinen Schilderungen? Auf meiner Seite ist noch Platz ;>)) http://www.bosy-online.de/ Pfuschbilder.htm Solche Sachen muss man sehen können, damit man das wirklich glaubt:>(( Gruß me. Bruno Bosy, NF
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14.09.2004 18:58:28 |
... so richtig gefährlich hört sich das aber Alles nicht an. Schildern Sie doch mal, was Ihrer Meinung nach so Alles passieren könnte.
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14.09.2004 19:10:32 |
Moin Energiesparer, auch wenn Deine Frage vielleicht provozierend gemeit war, hier für die Interessierten. Z. B. kann die Funktion des SV nicht überprüft/gesehen werden. Dadurch kann der Druck im WW-System, auch über die Armaturen in die KW-Seite, ins Unendliche (bis es irgendwo knallt) ansteigen. Aber ist ja nur Wasser :>(( Gruß me. Bruno Bosy, NF
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14.09.2004 19:54:11 |
N'abend, @ OldBo: Ich werde, bevor ich das ändere, noch mal Fotos machen. @ Energiesparer: Die von OldBo angeführte Variante ist noch das geringste Übel. Hier im Netz wurde sich schon diverse Male über Legionellen und wie schrecklich die Dinger sind unterhalten. 1. Durch die vom Sicherheitsventil nach oben gezogene Leitung haben wir schon mal eine tolle Sammelstelle für stagnierendes Wasser. 2. Dieses kommt noch in Kontakt mit dem Kondenswasser des Brennwertgerätes, welches vorher im Aufangbehälter der Kondensatpumpe vor sich hin moderte. 3. Die Leitung ist "direkt" in die Abflußleitung geführt. Wer nun schon einmal davon gehört hat, daß sich Bakterien auch gegen einen Wasserstrom bewegen, sollte spätestens jetzt hellhörig werden. Denn die können dann auch ganz gemütlich in den WW Beriter gelangen, wenn das Sicherheitsventil öffnet. Zur Verdeutlichung: Wer würde einen Löffel von den glibberigen Ablagerungen in einer Abflußleitung essen? Warum nicht? Genau... Und deswegen ist die Geschichte so grausam. Weil die einfachsten Sicherheitsmaßnahmen wie freier Auslauf beim Sicherheitsventil von mind. 20 mm in Keinster Weise beachtet wurden. Im Gegenteil, man hat eine Bakteriensammelstelle gebaut. Gruß aus Hamburg Andreas Wilkens |
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14.09.2004 20:15:52 |
Moin Andreas, auf die Sache bin ich garnicht gekommen. Legionllen und aufgekeimtes Wasser, lecker. Da spart man die Abführtabletten :>)) Freue mich schon auf die Bilder. Adresse über http://www.bosy-online.de/index.htm Gruß me. Bruno Bosy, NF Wo bleibt denn der Kommentar vom @ Energiesparer oder hat er steife Fingerbekommen, von wegen der Keime?
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14.09.2004 22:00:08 |
Ich nochmal, und zum Sicherheitsventil über dem Brennwertgerät: Wer von Euch würde über seinem neuen 100 hertz, 16:9 Flachbildschirm mit 80cm Bildschirmdiagonale das Sicherheitsventil seiner Heizung installieren? Genau, ich auch nicht. Aber so'ne Heizung übersteht das ja schadlos, wenn sie mal von aussen mit Wasser geflutet wird. Die Anlage wurde wahrscheinlich an einem Freitag gebaut und der Monteur war in Gedanken schon auf'm Camper... Angenehmes Nächtle wünscht Andreas Wilkens
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14.09.2004 22:06:26 |
Noch was vergessen, da gabs ja auch noch Regeln für die Installation von Abblaseleitungen von Sicherheitsventilen, wie war das noch? Ablaseleitung höchstens 20 Meter lang und mindestens eine DN kleiner als der Anschluss des Sicherheitsventils? Oder wie? Grübelgrübelgrübel... vielleicht fällts mir ja über Nacht wieder ein.. Gruß, Andreas Wilkens
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14.09.2004 22:07:11 |
Oder es war ein blauer Montag mit ein wenig Restalk :>))
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Verfasser: Fritz Poggenklas | Zeit:
14.09.2004 22:50:30 |
@ A. Wilkens Ich helf Dir. Du hast vergessen das in dieser Abblaseleitung mindestens 31 Bögen (besser Winkel) vorhanden sein müssen. Gruß Fritz
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15.09.2004 07:46:10 |
Das geht noch besser ... indem man das SV AUF einem Solarspeicher (!) installiert und dann nochmal nach oben führt ... hier hätte es wirklich bald geknallt (absolut dicht) ... und das grüne Gesabber, denke ich, erklärt sich auch von selbst ...
... schaut es euch an ...
http://www.mesme.de/Bilder/SV01.jpg
http://www.mesme.de/Bilder/SV02.jpg
http://www.mesme.de/Bilder/SV03.jpg
(OldBo ...'was für Deine Seite)
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15.09.2004 07:57:28 |
Keine Sorge, ich lebe noch. Die Legionellen dürften bei ausreichender Erwärmung des Speicherinhalts auch wieder abgetötet werden. Das Besten der Anlage düfte zunächst ohne Gasexplosion abgehen und würde ggf. das ganze Haus fluten (Gefahr des Ertrinkens) und beim Fluten des Brennwertgerätes kommen dann noch ggf. Gefahren des elektrischen Stromes hinzu (Der Eigentümer bekommt beim Versuch den Schaden zu begrenzen einen elektrischen Schlag, bleibt auf dem Boden liegen und ertrinkt spätestens dann) und nach Verlöschen der Flamme tritt dann durch Versagen aller Sicherheitseinrichtungen Gas unkontrolliert aus und die Explosion folgt wenig später durch Funkenbildung in der feucht gewordenen Elektronik. Einzig die letzten überlebenden Legionellen lachen sich danach tot.
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15.09.2004 08:04:51 |
... ja ... wir machen i.d.R. Panik um mehr Aufträge zu erhalten ...
... Bilder ansehen und dann bitte die Geschichte nochmals überdenken ...
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15.09.2004 08:48:10 |
Pfusch zu kritisieren ist immer richtig. Eine fachgerechte Arbeit ist ja auch nicht unbedingt immer wirklich aufwändiger. Auch ist es wichtig, sicherheitsrelevante Aspekte ernst zu nehmen.
Ich denke eine sehr gute Zusammenfassung hatte Herr Hohwiller im "Mörder-Thread" gegeben.
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15.09.2004 09:31:05 |
Moin, @ me. Ahrendt: schöne Bilder, in "meinem" Sicherheitsventil wird es wohl ähnlich aussehen. @ Fritz Poggenklas: danke für die Nachhilfe, so langsam fällts mir wieder ein. Gruß aus Hamburg, Andreas Wilkens
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15.09.2004 09:40:08 |
scheinbar haben die Legionellen mich doch vollends verwirrt. Ich habe den Beitrag falsch zugeordnet und meinte den Beitrag von martin Havenith im Sebstmörder-Thread.
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15.09.2004 13:34:10 |
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15.09.2004 13:37:13 |
Moin me. Ahrendt,
danke für die Bilder.
Gruß
me. Bruno Bosy, NF
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15.09.2004 16:11:05 |
@ OldBo: Meine brauchen noch ein bißchen, kommen aber irgendwann. Sowas muß ja für die Nachwelt aufbewahrt werden.
Gruß, Andreas Wilkens
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15.09.2004 17:23:29 |
Was wollt Ihr denn? Ich find immer mehr Kessel-SV ohne Ablaufrohr (weil das Zeit und Geld kostet). Dafür sind die dann konsequent in Richtung "Schorni-Arbeitsstandfläche" zu Emissionsmessung gedreht. Da kuckste ins offene Ventil beim eeeinnssss- zweiiiii-dreiiii-und viiiier-Rußpumpen und jagst womöglich den Kessel im Sommer bis an den STB ran....wenn er tut! Jaja ICH weiß.......das ist ja alles NUR BEI MIR so...... Die halten mich wohl noch nicht für abgebrüht genug.
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15.09.2004 18:04:42 |
Das war gut. Das Andere aber nicht.
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