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News vom 17.01.2014

Viel Licht und viel Schatten - Die ERP verändert die Heiztechnik-Branche - Teil 3

Es ist eines der großen Projekte auf EU-Ebene, das durchaus das Potenzial hat, das Gesicht der Branche zu verändern: Die Energy related Products- (ErP) oder Öko-Design-Richtlinie. Im ersten Teil und zweiten Teil der Serie des Fachautors Martin Schellhorn standen die ErP-Grundlagen und Details zum LOT 1 im Mittelpunkt. Im dritten und letzten Teil geht er auf die LOTs 2, 15 und 20 sowie die für Ihre Tagesarbeit wichtigen Informationen dazu ein.

Anders als gewohnt werden die Leistungen von Warmwasserbereitern künftig nicht mehr in kW, sondern in acht unterschiedlichen Zapfprofilen von XXXS bis XXL angegeben.
Anders als gewohnt werden die Leistungen von Warmwasserbereitern künftig nicht mehr in kW, sondern in acht unterschiedlichen Zapfprofilen von XXXS bis XXL angegeben.
Auch im LOT 2 gelten für unterschiedliche Technologien jeweils andere Bedingungen hinsichtlich der Grenzwerte.
Auch im LOT 2 gelten für unterschiedliche Technologien jeweils andere Bedingungen hinsichtlich der Grenzwerte.
Beispiele für Produktlabel im LOT 2.
Beispiele für Produktlabel im LOT 2.
Jedes LOT enthält grundsätzlich eigene Bedingungen und Vorschriften, die zu einem spezifischen Ergebnis innerhalb des jeweiligen LOT führen. Die Ergebnisse in puncto Effizienzklassifizierung zwischen den LOTs lassen sich also nicht nebeneinanderstellen – obwohl die Effizienzlabel ähnlich aufgebaut sind.
Jedes LOT enthält grundsätzlich eigene Bedingungen und Vorschriften, die zu einem spezifischen Ergebnis innerhalb des jeweiligen LOT führen. Die Ergebnisse in puncto Effizienzklassifizierung zwischen den LOTs lassen sich also nicht nebeneinanderstellen – obwohl die Effizienzlabel ähnlich aufgebaut sind.
In LOT 2 ist das Package-Labeling zwar ebenfalls vorgesehen, wird in der Praxis aber weniger vorkommen als im LOT 1, wo es eher die Regel als die Ausnahme ist.
In LOT 2 ist das Package-Labeling zwar ebenfalls vorgesehen, wird in der Praxis aber weniger vorkommen als im LOT 1, wo es eher die Regel als die Ausnahme ist.
Christmann: „Endkunden werden künftig die Effizienzeinstufungen von Geräten aus unterschiedlichen LOTs miteinander vergleichen und entsprechend bewerten. Hier ist die Beratung aller Marktteilnehmer gefragt.“
Christmann: „Endkunden werden künftig die Effizienzeinstufungen von Geräten aus unterschiedlichen LOTs miteinander vergleichen und entsprechend bewerten. Hier ist die Beratung aller Marktteilnehmer gefragt.“
Das System mit dem besten Effizienzlabel ist nicht automatisch auch die effektivste Lösung. Deswegen kommt auf die Branche in ein massives Wachstum des Beratungsbedarfs zu.
Das System mit dem besten Effizienzlabel ist nicht automatisch auch die effektivste Lösung. Deswegen kommt auf die Branche in ein massives Wachstum des Beratungsbedarfs zu.

Welche Produkte fallen in das LOT 2 und welche generellen Unterschiede bestehen zu den Bedingungen des LOT 1?

Im LOT 2 sind alle Produkte zusammengefasst, die rein der Warmwassererzeugung oder –speicherung dienen. Darunter fallen beispielsweise alle gas- und elektrobetriebenen Durchlauferhitzer, reine Warmwasser-Wärmepumpen, solare Warmwasserbereiter sowie alle Arten von Warmwasser- und Pufferspeichern – inklusive den direkt beheizten Speichern. Auch in LOT 2 müssen Geräte bis zu einer Heizleistung von 70 kW ein Effizienzlabel tragen. Mindesteffizienzkriterien sind von 0 bis 400 kW zu decken. Zusätzlich müssen Warmwasser-Heizgeräte und Warmwasser-Wärmepumpen mit Gas- oder Ölbetrieb NOx-Auflagen erfüllen. Elektrisch betriebene Warmwasser-Wärmepumpen müssen dagegen Bedingungen hinsichtlich der Schallabstrahlung realisieren.

Alle Produkte, die unter das LOT 2 fallen, werden parallel zu Geräten aus dem LOT 1 den gleichen zeitlichen Kriterien unterliegen. Das heißt: Ab September 2013 beginnt eine zweijährige Übergangszeit, in der sich Hersteller, Fachhandwerker und Fachplaner auf die Bedingungen der ErP-Richtlinie einstellen können. Ab September 2015 hat die ErP-Richtlinie dann auch im LOT 2 volle Gültigkeit in der EU. Die Effizienzklassen erstrecken sich abweichend von LOT 1 bis September 2017 von A bis G und anschließend von A+ bis E.

Warmwassererzeuger - gleich welcher Bauart - erhalten genauso wie Warmwasserspeicher ein eigenständiges Effizienzlabel. Lediglich Solarsysteme erhalten kein eigenes Label, sondern werden im LOT 2 als Komponente in einem Package die Systemeffizienz durch Bonuspunkte beeinflussen.

Wie erfolgt künftig die Leistungsangabe von Produkten, die unter das LOT 2 fallen?

Anders als bekannt und gewohnt werden die Leistungen von Warmwasserbereitern künftig nicht mehr in kW, sondern in acht unterschiedlichen Zapfprofilen von XXXS bis XXL angegeben. Diese Zapfprofile sollen sowohl ein normbasiertes Nutzerverhalten als auch eine gewisse Leistung widerspiegeln. „Wie andere Bedingungen der ErP-Richtlinie wird auch diese Neuerung einen entsprechenden Beratungsbedarf beim Endkunden nötig machen“, formuliert dazu Andreas Christmann, Leiter Produkt und Marketing bei Vaillant Deutschland. Die Hersteller werden dazu verpflichtet sein, ihre Produkte in der maximalen Leistung zu messen und entsprechend in einer Effizienzklasse zu deklarieren. Hierbei ist es möglich, das Zapfprofil in die nächstniedrigere Klasse einzubinden, wenn dadurch eine höhere Effizienz im Betrieb gewährleistet ist. „Gerade im Verkaufsgespräch ist die Eingruppierung in Nutzerprofile eine Herausforderung für das Fachhandwerk in der Argumentation gegenüber dem Endkunden.“

Ist auch im LOT 2 ein Package-Labeling durch den Fachhandwerker oder Fachplaner erforderlich?

Fachhandwerker oder Fachplaner müssen im LOT 2 bei einem System bestehend aus einem Warmwassererzeuger, der in Kombination mit solarer Trinkwasserunterstützung betrieben wird, ein Package-Label berechnen. Jedoch ist dies die einzige Form von Package, welches die Richtlinie definiert. Das bedeutet: im LOT 2 ist das Package-Labelling ebenfalls vorgesehen, wird aber in der Praxis weniger häufig vorkommen als im LOT 1, wo das Package-Labelling eher Regel als Ausnahme ist. Dennoch sind auch im Hinblick auf LOT 2  die Partner großer Hersteller im Vorteil, da sie entsprechende Software zur Berechnung von Package-Labeln zur Verfügung gestellt bekommen.

Wird die ErP im LOT 2 zu einer Umstrukturierung des Produktangebotes führen?

Innerhalb des LOT 1 führen die Mindesteffizienz-Kriterien dazu, dass derzeit verfügbare Technologien teilweise nur noch in Sonderfällen einsetzbar sind. Im LOT 2 lässt sich aktuell noch nicht absehen, ob ähnliche Entwicklungen zu erwarten sind. Generell sind aber die Anforderungen in puncto NOx-Emissionen von Gas-Warmwassergeräten deutlich höher als in aktuellen Vorschriften. Alle namhaften Hersteller werden daher in den kommenden Jahren ihre Produkte entsprechend ausstatten müssen, um die Forderungen der ErP-Richtlinie zu erfüllen.

Sind die Effizienzlabel der einzelnen LOTs untereinander in einem gemeinsamen Ranking vergleichbar?

Jedes LOT enthält grundsätzlich eigene Bedingungen und Vorschriften, die zu einem spezifischen Ergebnis innerhalb des jeweiligen LOT führen. Die Ergebnisse in puncto Effizienzklassifizierung zwischen den LOTs lassen sich also nicht nebeneinanderstellen. „Dass diese Gefahr jedoch real ist, lässt sich nicht von der Hand weisen“, so Christmann weiter. „Endkunden werden künftig die Effizienzeinstufungen von Geräten aus unterschiedlichen LOTs miteinander vergleichen und entsprechend bewerten. So ist es nur wahrscheinlich, dass ein Pellet-Heizkessel mit einer Wärmepumpe, einem BHKW oder einem Gas-Brennwertgerät verglichen wird. Auch hier ist entsprechende Beratung gefragt, die über die besonderen Bedingungen der eigenständigen LOTs aufklärt, in die alle Produkte der Branche derzeit eingruppiert werden.“

Welche Produkte fallen unter das LOT 15 und das LOT 20 und wann ist mit einer Umsetzung zu rechnen?

Unter dem LOT 15 werden alle Feststoffkessel zusammengefasst – so z.B. Pellet-Heizkessel, Hackschnitzel-Anlagen und Scheitholzkessel. In LOT 20 fallen alle Einzelraum-Wärmeerzeuger – und zwar sowohl holzbefeuerte als auch gas- und elektrobetriebene Einzelraum-Feuerstätten. Die größte Herausforderung liegt darin, diese unterschiedlichen Energieträger in einem gemeinsamen LOT abzubilden.

Die Dokumente zur künftigen Behandlung dieser Produkte innerhalb der ErP-Richtlinie wurden im Juli an die World Trade Organisation (WTO) geschickt. Das Gesetzgebungsverfahren ist damit noch im Fluss. Nach der aktuellen Planung werden die Bestimmungen zu LOT 15 und LOT 20 zu Beginn 2014 veröffentlicht. Bis dahin können sich jedoch Änderungen ergeben. Deswegen werden in diesem Beitrag nur erste Eckdaten aufgeführt, und alle Informationen stehen unter der Maßgabe des Vorbehaltes.

Welche besonderen Rahmenbedingungen lassen sich bereits jetzt im LOT 15 und LOT 20 absehen?

In LOT 15 wird, wie aus den anderen LOTs bekannt, bis zu einer Heizleistung von 70 kW ein Effizienzlabel erforderlich sein. Abweichend gelten die Mindesteffizienz-Anforderungen bis zu einer Heizleistung von 1.000 kW. In LOT 20 wird eine Labelingpflicht bis zu einer Heizleistung von 50 kW bestehen. Alle Einzelraum-Feuerstätten bis 50 kW Heizleistung für häusliche Einzelraum-Feuerstätten und bis 120 kW für gewerbliche Einzelraum-Feuerstätten müssen die Mindesteffizienz-Kriterien erfüllen.

Entsprechend zu den Besonderheiten des Materials Holz werden neben den reinen Anforderungen an die Effizienz statt NOx-Bedingungen vielmehr Grenzwerte bei CO- und Staubemissionen zu erfüllen sein. Zum Start der ErP-Richtlinie im LOT 15 ab Anfang 2014 wird das Spektrum der möglichen Energieeffizienzklassen von A++ bis G reichen. Vermutlich ab Beginn 2020 sind dann Geräte in den Einstufungen A+++ bis D möglich.

Was bedeutet der Biomass Label Factor (BLF)?

Das Ziel in LOT 15 und LOT 20 war, die Berechnungs- und Kalkulationsmethoden ähnlich zum LOT 1 zu gestalten und der Branche damit die Tagesarbeit zu erleichtern. „Ein Pellet-Heizkessel kann aber alleine aufgrund des Luftüberschusses nicht vergleichbar effizient arbeiten wie ein Gas-Brennwertgerät“, erläutert Christmann. „Deswegen hat man sich entschlossen, einen neuen Berechnungsfaktor einzuführen, der diesen konstruktiven Nachteil ausgleicht und so eine gemeinsame Berechnungsmethode ermöglicht.“

Dieser Biomass-Label-Factor (BLF) stellt prinzipiell eine „Gutschrift“ in Höhe von 15 % für den erneuerbaren Anteil auf die Berechnung der Energieeffizienz dar und beträgt 1.15. Geräte auf der Basis fossiler Energieträger haben dagegen einen BLF von 1, der in die Berechnungsverfahren einfließt und sich damit neutral in Bezug auf die Berechnung der Effizienz verhält.

Fazit:

Die ErP-Richtlinie beeinflusst ab September 2013 in den LOTs 1 sowie 2 und absehbar in den kommenden Jahren in den LOTs 15 und 20 erstmals auch die klassischen Produkte der Heiztechnik. Durch die Einteilung in Effizienzklassen nach dem bekannten Schema aus anderen Bereichen, die bereits von der ErP-Richtlinie erfasst werden, soll sich der Endkunde einfacher für ein besonders energieeffizientes System zur Wärme-, Warmwasser- und / oder Energieversorgung entscheiden können. Dabei mussten zahlreiche unterschiedliche Energieträger und Technologien zusammengefasst und vergleichbar gemacht werden. Auf die Fachhandwerker, Fachplaner und Hersteller kommt in den folgenden Jahren insbesondere ein massives Wachstum des Beratungsbedarfes zu, denn das System mit dem besten Effizienzlabel für ein Gebäude wird nicht automatisch die effektivste und kostensparendste Lösung darstellen. Vielmehr ist weiterhin die Sachkompetenz von Profis in der Branche gefragt, die alleine individuell beurteilen können, welche Technologie das gewünschte Ziel am umweltschonendsten und kostengünstigsten erreichen kann. Neue Herausforderungen wie das Package Labeling werden innerhalb der Branche spürbar sein und im Markt sichtbar werden.


Erster Teil

Zweiter Teil

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Christoph!!!1111elf schrieb: Hallo, die selbstgebaute Wärmepumpe läuft und das ist ist sehr schön. Nun suche ich nach der richtigen Kommunikation mit dem Gas/Stromversorger. Ich möchte mir von denen so wenig wie möglich reinreden...
HansMeienberger schrieb: Hallo zusammen Wie alle im Moment überlege ich, wie es mit meiner Heizung weitergehen soll. Wir sind im Frühjahr in ein Haus umgezogen, Bj. 2004, 140m^2, Energieausweis Klasse C. 3 Schlafzimmer & Bad...
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